Jonathan Safran Foer Tiere essen

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Inhaltsangabe zu „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer

›Tiere essen‹ ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen? Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.

Kein "Plädoyer für Vegetarismus" sondern sehr informativ. Regt zum Nachdenken an.

— Alina_Bindrim
Alina_Bindrim

Ein Top recherchiertes Buch, dass zum Nachdenken anregt!!!

— AnnusMinimus
AnnusMinimus

Gut recherchiertes Buch, dass zum Nachdenken anregt, aber nicht missionieren möchte.

— textgesteuert
textgesteuert

Dieses Buch hat mich endgültig davon überzeugt Vegetarierin zu werden !

— Booknerd34
Booknerd34

Leider zuviel Geschwafel über die Familiengeschichte und wenig Fakten. Schade. Hatte mir mehr erwartet.

— Talitha
Talitha

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    Hier bin ich
    TanyBee

    TanyBee

    „Hier bin ich“ lag lange auf meinem Nachttisch und hat mich vorwurfsvoll angeschaut. Erst wollte ich es unbedingt haben, dann hörte ich einige kritische Stimmen und  hatte  irgendwie gar keine Lust mehr darauf. Nun habe ich es endlich gelesen und kann sagen: 1. die Kritikpunkte sind durchaus berechtigt 2. Es ist (für mich) trotzdem ein großartiges Buch! Aber von vorne. Der Protagonist  im Buch heißt Jacob, lebt in Amerika und ist Jude. Sein Großvater Isaac ist nach dem zweiten Weltkrieg in die USA gekommen. Jacob ist verheiratet mit Julia, die beiden haben drei Söhne. Als beim ältesten Sohn Sam die Bar Mizwa ansteht, scheint in Jacobs Leben alles aus den Fugen zu geraten: Er hat eine Ehekrise mit Julia, die Bar Mizwa ist in Gefahr, der Hund ist krank, der Großvater soll ins jüdische Altersheim und der Konflikt im nahen Osten wird stärker denn je. Jacob ist Jude, und die Familie befolgt auch einige jüdischen Traditionen und Regeln. Und doch stellt er sein „jüdisch-sein“ immer wieder in Frage. Dies ist eines der Hauptthemen im Buch. Und ich muss sagen, dass ich bei diesen Abschnitten ganz schön ins Schwimmen gekommen bin, ich musste viele Wörter nachschlagen.  Foer lässt im Laufe der Handlung den Nahost-Konflikt eskalieren, und auch hier bin ich nicht genug im Thema, um alles zu verstehen. Und trotzdem, obwohl manche Abschnitte mir so fremd waren und  unzugänglich, hat mir das Buch sehr gefallen. Warum? Ich würde sagen, der Autor hat es einfach drauf! Vor allem die Schilderung des Familienalltags, der Ehekrise, der Söhne hat mir so gut gefallen. Oft plänkeln die Sätze so vor sich hin, und dann, ganz unerwartet, kommt ein Satz, der einen tief in die Magengrube trifft. Manchmal kam mir alles total wirr vor, der Erzähler springt in der Zeit, es wird von einem Ereignis in der Gegenwart berichtet, mitten im Absatz dann eine Anekdote aus der Vergangenheit eingeflochten, dann wird sogar in die Zukunft gesprungen. Und trotz allem, es fügt sich so wunderbar!  Nein, es ist nicht leicht und einfach zu lesen, aber die Mühe lohnt sich. Besonders mochte ich auch Humor. Vor allem bei den Dialogen gibt es immer wieder Stellen, wo man laut lachen könnte. Es kann allerdings gut sein, dass einem zwei Sätze später schon wieder zum Weinen zu Mute ist. Trotz des Themas, dass mich eigentlich nicht sonderlich interessiert, hat der Autor es geschafft, mich komplett zu bezaubern. Wenn das mal nicht eine Leistung ist! Dies war mein erster Foer, aber keinesfalls mein letzter.

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    • 4
  • Empfehlung für jeden, der sich mit Ernährung und Ethik auseinandersetzen möchte

    Tiere essen
    textgesteuert

    textgesteuert

    24. January 2017 um 10:38

    Foer erzählt in diesem Buch von einer Reise, die er unternommen hat, um mehr über seine Ernährung herauszufinden. Dabei bietet das Buch viele Fakten und hat tolle Illustrationen. Das Buch hat einen großen Einfluss auf meine eigene Ernährung, da man viele Fakten und beschriebene Verhältnisse einfach nicht ignorieren kann. Besonders mochte ich auch, das Foer immer wieder den gesellschaftlichen Aspekt des Essens hervorhebt. Damit spricht er einen wichtigen Punkt an und geht besser mit dem Thema um, als viele andere, die auf eine Seite beharren. Absolute Empfehlung!

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  • Tiere essen ?? Von meiner Seite ein klares Nein

    Tiere essen
    Pat82

    Pat82

    Das Buch bietet extrem viele Facts mit dem sich jeder Omni einmal auseinander setzen sollte. Egal wie wo und wann .. ich bin überzeugt das viele darauf achten würden, von wo sie das Fleisch kaufen. Jonathan schreibt toll und ich hoffe sehr, das sein Buch die Macht hat, viele Menschen zum nachdenken anzuregen.

    • 2
  • Ein wachrüttelndes und schockierendes Buch, welches jeder gelesen haben sollte!

    Tiere essen
    Sommerregen

    Sommerregen

    “Diese Geschichte begann nicht als ein Buch. Ich wollte nur wissen – für mich und für meine Familie – was Fleisch eigentlich ist. Wo kommt es her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Umwelt? Gibt es Tiere, die man bedenkenlos essen kann? Gibt es Situationen, in denen der Verzicht auf Fleisch falsch ist? Warum essen wir kein Hundefleisch? Was als persönliche Untersuchung begann, wurde rasch sehr viel mehr als das …” Jonathan Safran Foer Jonathan Safran Foer schwankte schon eine ganze Weile zwischen Fleischgenuss und Vegetarismus, doch als sein Sohn zur Welt kam stellte er sich die Frage, warum wir überhaupt Fleisch essen, welche Auswirkungen das auf unsere Gesundheit und Umwelt hat und ob wir genauso weitermachen würden, wenn wir wüssten, wie die Tiere, die auf unserem Teller landen, vor ihrem Tod behandelt werden. Um einer Antwort auf diese Fragen näher zu kommen, begab er sich auf die Suche nach Experten, die ihm weiterhelfen konnten, er brach mit Tierschützern nachts in Tierfarmen ein, befragte in Schlachthöfen arbeitende Menschen und setzte sich mit unzähligen Statistiken auseinander. Ganze drei Jahre verbrachte er mit den Recherchen und dem Schreiben von “Tiere essen” und genau diese Mühe und Arbeit, die in dieses Buch gesteckt worden ist, ist beim Lesen spürbar. Der Autor geht nicht nur auf die Tierhaltung und die Schlachtung ein, sondern auch auf die verschiedenen Methoden der Fischerei, auf die Umweltverschmutzung und deren Folgen, sowie auf das Verfüttern von Antibiotika an Tiere und die Probleme, die diese beim Menschen verursachen. Hierbei erläutert er jeden Standpunkt und lässt verschiedene Menschen mit ganz gegensätzlichen Ansichten zu Wort kommen, sodass sich jeder Leser selbst aussuchen kann, welche Meinung er vertritt. Die Recherchen erfolgten in den USA, aber wie man dem Vorwort entnehmen kann, herrschen erschreckender Weise sehr ähnliche Verhältnisse auch hier in Deutschland. Im Anhang werden Statistiken und Daten angeführt, damit einem dies noch einmal bewusst wird. Keineswegs belehrend oder mit erhobenem Zeigefinger weist Jonathan Safran Foer auf die Missstände hin, gibt einen Einblick in das, wovor die meisten am liebsten die Augen verschließen, gibt aber auch Lösungsansätze. Die Fakten die er dem Leser nennt sind zutiefst schockierend, beängstigend und auch beschämend. Beim Lesen habe ich mich immer wieder fragen müssen, wieso noch immer solche Umgehensweisen mit Lebewesen und der Umwelt möglich sein können. Für die Mastbetriebsbesitzer geht es um Geld. Um sehr viel Geld, dass sie selbstverständlich nicht missen möchten. Der Preis von Fleisch wird gesenkt, das Geld muss woanders eingespart werden. Möglichkeiten bieten sich da einige: Mehr Tiere auf weniger Raum, weniger Geld für Betäubungen, usw.. Es ist auch sehr erschreckend, wie viel Platz für die Viehzucht genutzt wird.. “Fast ein Drittel der Landoberfläche unseres Planeten wird für Viehzucht genutzt” S. 173 Jonathan Safran Foer befragt auch Menschen in seinem Umfeld dazu, was ihnen Essen überhaupt bedeutet und wie viel Wert, bzw. Bedeutung, sie Fleisch in diesem Zusammenhang zuschreiben. “Für die Ernährung des durchschnittlichen Amerikaners sterben insgesamt 21000 Tiere.” S. 143 Für mich ist es einfach unbegreiflich, wie viele Tiere für unseren Fleischkonsum sterben müssen. 21000 Tiere auf einen einzigen Menschen? Das hat in meinen Augen nichts mehr mit einem Gleichgewicht, mit einem nachvollziehbaren Verhalten oder mit Genuss zu tun. Hierbei stellt sich ebenfalls die Frage, woher wir das Recht nehmen, so viele Lebewesen zu töten.. Es wird auch die Bedeutung unseres Fleischkonsums auf die Umwelt herausgestellt. Ich wusste zwar, dass Fleischkonsum auch zum Klimawandel beiträgt, mir war jedoch das Ausmaß nicht bewusst. “Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung trägt 40 Prozent mehr zur globalen Erwärmung bei als der gesamte Transportverkehr weltweit und ist somit die Ursache Nummer eins für den Klimawandel” S. 55 Für mich besonders erschreckend waren die Berichte von den Mast- und Schalchtbetrieben. Ob nun der extreme Platzmangel, dem die Tiere ausgesetzt sind, oder die Qualen unter denen sie sterben- es ist nur schwer vorstellbar, dass Menschen Lebewesen etwas derart grausames zufügen können. Es war jedes Mal schockierend, wenn eine Mitarbeiterin von PETA ihre Erfahrungen mitgeteilt hat. Oder wenn ein Stecher von seiner Arbeit am Schlachthof berichtet. Von dem Ort an dem die Mitarbeiter ihre ganze Wut, Unzufriedenheit und was-weiß-ich-nicht-alles an den Tieren auslassen, zum Beispiel den Tieren einen Elektro-Treibstab in die Augen stecken, dem Tier die Luftröhre kaputt schlagen, ihm die Nase spalten,… Denn der Blutgeruch mache ganz aggressiv, so die von dem Autor befragten Stecher (S. 290). Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven und ich musste es immer wieder beiseite legen, da es sonst zu viel Grausames auf einen Schlag gewesen wäre. Wenn man bedenkt, dass den Stechern meist gerade einmal zwei Sekunden Zeit bleiben, um ein Schwein tiergerecht abzustechen, ist dies doch schon kaum mehr auszuhalten… “Mittlerweile haben die größten unter den Schlachthöfen zwar Kontrollsysteme eingeführt, um diese Tiere vor dem Verbrühen in dem anschließenden Brühsystem zu retten. Doch Prof. Klaus Tröger schätzt, dass rein rechnerisch jährlich trotzdem bis zu 250.000 Schlachtschweine erst beim Überbrühen sterben.” 3sat-Doku: “Tierschutz: Horror im Schlachthof” Für mich ist es wirklich bewundernswert, wie sachlich Jonathan Safran Foer das ganze Buch über bleibt. Nie hebt er mahnend den Zeigefinger, versucht zu missionieren oder stellt den Vegetarismus oder Veganismus als den Weg der Wege heraus. Seine einizge Bemerkung zu Letzterem ist, dass er Vegetarier geworden sei, es sich hierbei aber um eine ganz persönliche Entscheidung handle die jeder für sich treffen müsse. Auch beeindruckend ist, wie viel Wissen er zu den in dem Buch behandelten Themen gesammelt hat und wie er diese, sachlich aber keineswegs trocken und eintönig, vermittlet. Alleine am Anhang, in dem er genauer auf die Daten und Statistiken eingeht, kann man erkennen, wie viel Arbeit in diesem Werk steckt. Auch genaue Statistiken und Zahlen für Deutschland werden im Anhang angeführt, sodass einem bewusst wird, dass die im Buch beschriebenen Umstände keineswegs nur in den USA vorzufinden sind. “Sobald wir unsere Gabeln heben, beziehen wir Position” S. 300 Ich kann dieses Buch wirklich jedem weiterempfehlen, da es dem Leser ohne missionieren zu wollen die Augen öffnet und ein Bewusstsein für die Auswirkungen des Fleisch(- und Fisch)konsums eines jeden einzelnen schafft. Es ist wichtig, sich mit seiner Ernährung auseinanderzusetzten, zu wissen was man isst und sich im Klaren darüber zu sein, welche Folgen dies auch für den eigenen Körper hat. Ein Buch, das Ekel, Wut, Fassungslosigkeit, Scham,…. hervorruft. Ein Buch, für das man starke Nerven braucht, das es sich zu lesen aber definitiv lohnt!

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    • 16
  • Rezension zu Tiere Essen

    Tiere essen
    smilee_lady1988

    smilee_lady1988

    13. May 2015 um 20:16

    Bevor ich zu meiner Rezension komme, möchte ich kurz etwas festhalten: Ja, ich bin Vegetarierin - aber nein, ich zwinge niemanden meine Einstellung dazu auf, solange man mir meinen Lebensweg nicht madig redet. Wieso schreibe ich das? Dieses Buch ist sehr faktenreich und sehr sehr kritisch was die Massentierhaltung angeht (zwar in den USA, aber die Fakten sind dennoch sehr aufrüttelnd). Egal welche Meinung ich hier reinschreibe: Ich greife niemanden persönlich an! In dem Sinne, nun meine Rezension :) Zuerst zum einfachen Teil: Der Schreibstil ist unheimlich gut! Mir ist es sehr leicht gefallen, das Buch zu lesen - es war eher der Inhalt, der dafür gesorgt hat, dass ich das Buch über mehrere Wochen gelesen habe. Jonathan Safran Foer hat sehr gut recherchiert und das merkt man auch. Und nun zum eher schwierigen Teil: Mir fällt es unheimlich schwer meine Gedanken in Worte zu fassen. Dieses Buch hat mich sehr tief berührt. Ich kann nicht verstehen, wie Menschen Tiere wie eine Sache behandeln können! Ganz egal ob ein Tier gegessen wird oder nicht: Es ist ein fühlendes Wesen, das ein schönes Leben verdient hat! Ein Beispiel, das für viele weitere Dinge steht: Schweine sind sehr intelligente und soziale Tiere. Sie haben eine Rangordnung in ihrer Gemeinschaft und, wenn sie genug Platz haben, teilen sie sogar ihre Umgebung in 'Räume' auf. Ein Schwein würde niemals freiwillig an dem Ort schlafen, an dem es sein Geschäft verrichtet - das ist schlicht und ergreifend gegen seine Natur! Ein Schwein hat einen Ort zum Schlafen, einen Ort, wo es herzlich im Dreck suhlen und wühlen kann und es hat einen Ort, wo es sein Geschäft verrichtet. Zudem hat eine Herde Schweine hat starke soziale Struktur - eine Hackordnung so zu sagen. Jeder hat seinen Platz in der Herde und so wird die Harmonie gewährleistet. Auch die Aufzucht der Jungtiere wird sehr führsorglich gehandhabt und es werden kaum bis gar keine Ferkel von der Mutter erdrückt, da sie genügend Platz haben und sich ohne Probleme hinlegen können. In der Massentierhaltung werden diese Eigenschaften einfach ignoriert und die Instinkte der Tiere unterdrückt. Das sind die Gründe, weshalb eine Muttersau ihre Ferkel erdrückt und die Schweine sich gegenseitig attackieren - sie können nicht so handeln, aufgrund der Haltung und des Platzmangels, wie es ihrer Natur entspricht. Die Massentierhaltung nimmt enorme Einschnitte in der Natur der Tiere vor - und sie können sich nicht zur Wehr setzen! Fast 100 % der Tiere kann nur überleben, weil sie mit Medikamenten vollgestopft werden, da sie sonst in dieser unnatürlichen Umgebung und bei der Haltung nicht überlebensfähig werden. Aber nicht nur Schweine, auch Rinder und Hühner leiden - wobei erstere es noch am Besten von allen haben. Mich persönlich hat, obwohl ich darüber schon Bescheid wusste, sehr beschäftigt, wie die Mitarbeiter der Mastbetriebe und der Schlachthäuser mit den Tieren umgehen. Pervers wäre noch eine Untertreibung - ich finde einfach nicht die richtigen Worte um zu beschreiben, was ich von diesen Menschen halten. An dieser Stelle möchte ich nicht wiedergeben, was Jonathan Safran Foer in diesem Buch dazu geschrieben hat - es ist sehr brutal und ich möchte jüngere Leser meines Blogs nicht unnötig schockieren. Aber ich kann euch sagen, dass mir sehr oft beim Lesen schlecht wurde, weil die Grausamkeiten, die den Tieren angetan werden, einfach unbeschreiblich sind - unbeschreiblich schrecklich und grausam! Auch wenn man vielleicht selbst kein Veganer oder Vegetarier ist und man auch nicht vorhat, diesen Weg einzuschlagen, hoffe ich, dass die Menschen, die dieses Buch lesen, wirklich ernsthaft über alles nachdenken. Ich bin überzeugt davon, wenn die Konsumenten mehr darauf achten würden, welche Qualität das Fleisch hat und nicht einfach nur Billigware konsumieren möchte, dann könnte ein grosser Teil des Tierleides abgeschafft werden. Ich mache mich keine Illusionen davon, dass eines Tages niemand mehr Fleisch isst! Ich weiss, dass dies nie der Fall sein wird. Aber ich hoffe, dass die Leute bereit sind, mehr Geld auszugeben und dafür ein weniger Fleisch (oder aber auch Fisch, da ist das Problem auch tragisch) zu konsumieren. Wenn alle an einem Strang ziehen, ist vielleicht die Tierhaltung, wie sie heute geführt wird, nicht mehr nötig - denn wir produzieren ohnehin ein Vielfaches der Menge, die wir eigentlich benötigen würden. Wenn man bedenkt, wie viel wieder in den Mülleimer wandert... Was mir an dem Buch gut gefallen hat, ist, dass der Autor auch Stimmen aus diversen Bereichen wiedergegeben hat. Immer wieder findet man kurze Kapitel, in denen z.B. eine Tierschützerin zu Wort kommt oder auch ein Betreiber eines Mastbetriebst. Die Verschiedenen Sichtweisen vor Augen geführt zu bekommen, hat mich persönlich sehr beeindruckt - auch wenn ich nicht überall einer Meinung war. Mein Fazit zu diesem Buch: Ein Muss für jeden, der sich mit diesem Thema beschäftigt! Und vielleicht auf für diejenigen unter euch, die ein wenig mehr darüber wissen möchten. Auf jeden Fall ein klarer Buchtipp! Fünf Sterne von mir!

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  • Guten Appetit!!

    Tiere essen
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    08. March 2015 um 18:14

    Es gibt nicht viele Themen in der Öffentlichkeit, die immer mal wieder so gehypt werden, wie das Thema "Ernährung" bzw. die Themen "Massentierhaltung", "vegane/vegetarische Ernährung". Spätestens seit den vielen (durchaus lesenswerten) Kochbüchern von Atilla Hildmann und einer stetig wachsenden Anhängerschaft der grünen Ernährung ist das Thema wieder in aller Munde. So überrascht es nicht, dass "Tiere essen" im Original bereits 2010 erschien.Nach Lesen des Klappentextes hatte ich die Befürchtung, dass das Buch langweilig und vor allem sehr zahlenlastig und statistisch ist. Obwohl der Autor Jonathan Safran Foer ist. Also der Autor von den (verfilmten) Büchern "Alles ist erleuchtet" und "Extrem laut und unglaublich nah". Einem Geschichtenerzähler par excellence. Und so kommt es, dass Foer direkt zu Beginn erklärt, dass das Buch, zu meiner Erleichterung, kein Statistikwerk ist, sondern es ihm vielmehr darum geht, Geschichten zu erzählen. So erzählt er immer wieder aus seinem Leben, seiner Kindheit und er lässt Farmer der Massentierhaltung, vegetarische Farmer (ist der Konsum von Fleisch aus ambitionierten Anbau wirklich vertretbar?) und Aktivisten zu Wort kommen. Und: er bewertet nicht oder zumindest kaum. Er gibt objektiv wieder, was er herausgefunden hat und schildert leicht verständlich und mit einer Prise Humor, aber nie subjektiv. Mir war zu keiner Sekunde langweilig, eben weil das Buch so abwechslungsreich geschrieben ist. Über das Buch verteilt gibt es einige grafische Darstellungen, beispielsweise den Platz, den eine Legehenne in ihrer Batterie hat. Immerhin 0,043 m² - weniger als zwei Buchseiten (was zum Teufel??)Ich kann mich an kaum ein Buch erinnern, bei dem ich a) so viele Notizen gemacht habe und b) dass mich so schockiert und betroffen gemacht hat. Nach manchen Abschnitten war mir ziemlich flau in der Magengegend. Nun bin ich zwar selber seit immerhin zwei Jahren Vegetarier und könnte sagen, dass mich die aktuelle Situation (zumindest in den USA, denn von deren Zuständen berichtet Foer hauptsächlich) nicht groß interessiert, aber dieses Buch rüttelt wach. Es geht nicht bloß um den Fleischkonsum und die erschreckenden Umstände, unter denen die Tiere leben und sterben (ich werde hier noch nicht mal auf die Qualen eingehen), sondern auch um die Themen Umweltverschmutzung und gesundheitliche Folgen für den Menschen, insbesondere die Folgen der Verabreichung von Antibiotika an die Tiere. Die standardmäßige Verabreichung der Medikamente führt zur Resistenz der Viren und dazu, dass Epidemien für die menschliche Bevölkerung immer wieder heiß diskutiert werden. Auf Veränderungen dieses Zustands wird man aber vermutlich noch lange warten.Was mich extrem geekelt hat, ist die Tatsache, dass bei Inspektoren der "Farmen", oder nennen wir es wie es ist: Fleischfabriken unter der Leitung von Fleischproduzenten (Farmer auf Farmen gibt es nur noch in bunten Kinderbüchern), bei Fäkalien auf den Tieren bzw. im Becken, in dem Borsten / Federn gelöst werden, nur die Rede ist von kosmetischen Mängeln. Heiliger Strohsack. Mir wird schon wieder schlecht, wenn ich nur daran denke, was ich früher alles gegessen habe. Sehr gesundheitsfördernd scheint mir die Massenzucht also nicht zu sein. Könnte der Umstand, dass alles nicht so ganz sauber läuft auch der Grund sein, warum die Türen solcher Betriebe grundsätzlich immer abgeschlossen sind oder liegt es daran, dass die Schweine und Hühner sonst die Türen aufmachen und türmen?Der Punkt "Umweltbelastung" ist sicher der Punkt, den die wenigsten Menschen im Kopf haben, wenn es um Massentierhaltung geht. Aber 1/3 der Landoberfläche wird für Viehzucht verwendet. Also auch für den Anbau von Futter, Weiden gibt es also nicht genug oder Gras macht die Tiere nicht schnell genug fett. Das wäre ja unwirtschaftlich. Aber vor allem der Tierkot macht der Umwelt zu schaffen. Nicht nur die aufsteigenden Gase, sondern auch die Beseitigung des Kots. In einer perfekten Welt kann der Kot als Dünger dienen. In unserer Welt, wird die ganze Scheiße mit anderen diversen Tierabfällen in metertiefe Löscher mit der Größe von Fußballfeldern gekippt und sackt immer weiter in das Grundwasser und Flüsse ab, während sich die Fäkalwolken über den naheliegenden Orten ausbreiten und krank machen.Bleibt als letzter Punkt noch der wirtschaftliche Aspekt. Dass es nur noch Fabriken gibt, habe ich bereits erwähnt, interessant ist, dass kein Huhn mehr ist, wie das "Urhuhn". Es gibt Hühner, die Fleisch produzieren und Hühner, die Eier legen sollen. "Frankensteins Genpool" ist hier ein toller Begriff. Das Ganze wird natürlich durch 24 Stunden Licht und nur wenig Dunkelheit gefördert, damit die Tiere auch ja produktiv sind. Wenn sich mal wieder ein Aktivist beschwert, dann hilft die Lobbyarbeit im Kongress dabei, Gesetze abzuschmettern. Die Autorin Nestle vergleicht die Lebensmittelindustrie mit Zigarettenherstellern: "Sie machen alles, was den Verkauf fördert." "Unsere Nahrung besteht aus Leiden. Wenn man uns anbietet, uns einen Film darüber zu zeigen, woher unser Fleisch kommt, wissen wir, dass es ein Horrorfilm sind wird. Wir wissen vielleicht mehr, als wir zugeben, und schieben das in den hintersten Winkel unseres Bewusstseins - wir wollen damit nichts zu tun haben. Wenn wir Fleisch aus Massentierhaltung essen, leben wir buchstäblich von gefoltertem Fleisch. Und dieses gefolterte Fleisch wird zunehmend unser eigenes." Darüber hinaus räumt Foer mit Geschichten und Rechtfertigungen auf, an denen sich die Menschen bedienen um weiterhin Fleisch zu essen. Ursprünge dieser Rechtfertigungen finden sich bereits weit in der Vergangenheit.Würden Sie Hunde essen?? Eine ganz einfache Frage. Sicherlich wird jeder mit einem einfachen "Nein" antworten. In den USA werden streunende Hunde und "nutzlose" Katzen zu Futter für Masttiere verarbeitet. Moment. Wenn die Tiere die Hunde essen und ich dann die Tiere esse..??  "Wenn nichts mehr wichtig ist, gibt es nichts mehr zu retten." Fazit Wer nach diesem Buch kein Vegetarier ist oder sich Gedanken über seine Essgewohnheiten macht, arbeitet vermutlich bei KFC.Wenn es Himmel und Hölle gibt, dann stelle ich mir die Hölle so vor, dass man immer und immer wieder als Tier in der Massentierhaltung wiedergeboren wird.

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  • Jeder sollte sich fragen: Warum möchte ich dieses Buch nicht lesen?

    Tiere essen
    -RedSoul-

    -RedSoul-

    08. February 2015 um 11:24

    Lange Zeit habe ich mich gewehrt dieses Buch zu lesen. Warum? Weil ich glaubte zu wissen was drin steht! Wenn man darüber mal kurz nachdenkt fällt einem auf wie unglaublich paradox das ist. Ich wusste, dass mir vor Augen geführt wird wie schrecklich wir unsere "Nutztiere" behandeln. Und dass es so nicht weiter gehen kann. Und deshalb wollte ich mich lieber gar nicht erst damit auseinandersetzen. Eigentlich schlimm. Gottseidank habe ich es doch getan, bin diesen wichtigen Schritt gegangen und habe "Tiere essen" gelesen. Ich mag Jonathan Safran Foer und sein Herangehen an der Thema. Er schreibt wunderwar differenziert, ohne zu urteilen und einem seine Meinung aufzwingen zu wollen. Er erklärt Zusammenhänge, zeigt Fakten auf und erzählt Geschichten von Menschen. Und von sich selbst und seiner Familie. Mir gefällt seine Art mit dem Thema Essen umzugehen. Er produziert keine Horrorszenarien. Er will nicht schockieren. Er schildert Tatsachen und persönliche Eindrücke. Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr viel gebracht und ich finde jeder sollte es lesen. Und alle die es nicht lesen wollen sollten sich Gedanken darüber machen warum nicht.

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  • Etwas melodramatisch..

    Tiere essen
    zukunftskind

    zukunftskind

    Das Buch beschäftigt sich mit den Problemen der Tierhaltung und der Fleischesserei. Es ist etwas dramatisch aufgestellt und ein paar Beispiele und Essays sind sogar melodramatisch und nicht wissenschaftlich belegt. Das Buch macht tatsächlich Lust auf vegetarisch, aber letztendlich bietet es nichts Neues im Verglich zu den vielen Filmen und TV-Berichten.

    • 5
  • erschreckend.

    Tiere essen
    Meteorit

    Meteorit

    Inhalt: ›Tiere essen‹ ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen? Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet. Meine Meinung: Was man von dem Buch erwartet ist gleich mit dem was man von dem Buch bekommt. So bin ich in dieses Buch reingeraten und wollte mir meine Meinung zum Thema Fleischverzehr stärken. Ich bin eigentlich ein großer Fleischesser , meistens 6 Tage in der Woche Fleisch/Geflügel. Nach diesem Buch gab es erstmal eine Woche Vegetarisch. Daraufhin habe ich gemerkt, dass es nicht unmöglich ist sondern sogar schaffbar. In dem Buch werden viele Aspekte genannt , z.B dass Jungtieren von Schweinen 48 Stunden nach der Geburt die Zähne raus gerissen werden , nur damit sie sich nicht gegenseitig verletzen. Natürlich ohne Narkose.. Wenn man sich das mal vorstellt , krass ! Natürlich hat mich das Buch nicht dazu gebracht ganz Vegetarier zu werden geschweige denn Veganer , jedoch ist meine Meinung eine andere geworden und ich werde nur noch höchsten 2 mal in der Woche Fleisch/Geflügel verzehren. Ganz auf Fleisch verzichten würde ich niemals. Da es leider einfach zu gut schmeckt. Aber man kann wenigstens drauf achten wo es herkommt und den einen oder anderen Cent den man sonst in was anderes gegeben hat in die Bio-Industrie zu geben. Leider ist nicht alles Bio wo Bio drauf steht. Aber ich möchte wenigstens ein gutes Gewissen haben , wenn ich etwas esse.

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    • 3
  • Rezi zu "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer

    Tiere essen
    wollsoeckchen88

    wollsoeckchen88

    Dieses Buch ist ein unglaublich wichtiges. Jeder sollte es gelesen haben. Absolut schockierend. Unglaublich. Lest es und macht euch selbst ein Bild. 

    • 6
  • Einblicke

    Tiere essen
    Arun

    Arun

    02. March 2014 um 12:49

    „Tiere Essen“ von Jonathan Safran Foer war mein erstes Sachbuch im Jahre 2014. Eigentlich wollte ich in der Bücherei etwas über den 1. Weltkrieg ausleihen doch war nichts in dieser Richtung vorrätig. Dann sah ich dieses Buch über Vegetarismus, ein Thema dem ich eigentlich ziemlich neutral gegenüberstehe, doch da ich immer gerne dazulerne habe ich es mitgenommen. Der Autor zeigt uns auf wie es um die Fleisch- Fisch- und Eierproduktion steht, welche vielen anderen Punkte damit zusammenhängen und auch die Folgen dieser Produktionsarten werden angesprochen. Er berichtet von wenigen Farmen und Farmern die ihre Tiere nach Möglichkeit noch Artgerecht halten und auch schlachten, diese sind aber die große Ausnahme in der Fleischindustrie, ihr Anteil beträgt nur etwa 0,5 %. Die übrigen 99,5 % der Fleischproduktion werden in Massentierhaltung erzeugt und dabei gibt es sehr vieles was im Argen liegt. Sollten diese Beschreibungen zutreffen dann steht es nicht gut um unsere Nahrung. Ein Zitat aus dem Buch „Ich habe mit Aktivisten gesprochen, die ständig verblüfft und frustriert waren, weil es keine Übereinstimmung zwischen gesundem Menschenverstand und der Essensentscheidung gibt“ Jeder sollte für sich entscheiden welche Nahrung er zu sich nimmt.

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  • Tiere essen

    Tiere essen
    rosenkrieg

    rosenkrieg

    01. March 2014 um 20:33

    Das Buch sollte jeder gelesen haben! Absolut super geschrieben- Joanathan Safran Foer ist ein prima erzähler ohne dem Leser aufzuzwingen das es falsch ist Tiere zu essen.
    Kann es jedem nur empfehlen.

  • Harter Tobak

    Tiere essen
    Miserable

    Miserable

    28. October 2013 um 20:07

    Jonathan Safran Foer ist mir bekannt als Autor von "Extremly Loud and Incredibly Close" und "Everything is Illuminated", Bücher, die mich umgehauen haben. Dies geschah nicht nur durch den Inhalt und die Tiefe der Figuren, sondern vor allem durch den Schreibstil. Ich glaube, nach meinem Geschmack könnte Foer selbst Scheiße zu Gold machen. Aus diesem Grunde war ich sehr gespannt auf "Tiere Essen", nach meinem Wissen sein erstes Sachbuch. Das Buch ist abwechslungsreich geschrieben: Foer erzählt aus seiner Kindheit, von seinem Alltag und seinen Besuchen bei verschiedenen Farmen. Außerdem führt er viele Statistiken und Zahlen an, und auch ein selbst angelegtes Lexikon darf nicht fehlen. Das macht den Text erstmal sehr angenehm zu lesen, auch wenn der Inhalt es keinesfalls ist. Foer spricht hauptsächlich von den Zuständen der Massentierhaltung in den USA. Schön ist, dass es im Anhang der deutschen Ausgabe auch Informationen über die Lage hier gibt (welche sich in den meisten Fällen kaum von denen in den USA unterscheidet). Ich bin froh, dass Foer nicht zu viel den Moralapostel gespielt hat. Er mag Fleisch, isst es aber aus Überzeugung nicht mehr. Er erzählt von den Gräueltaten auf den Schlafthöfen und in den Mastbetrieben und natürlich wird seine Intention damit deutlich. Er geht aber nicht mit dem erhobenen Finger daher und verurteilt jeden, der anderer Meinung als er ist. Er gibt dem Leser eine Chance, sich eine eigene Meinung zu bilden. Gut finde ich außerdem, dass er Alternativen aufzeigt: Farmen, welche ohne Massentierhaltung auszukommen versuchen und den Tieren ein möglichst angenehmes Leben verschaffen wollen. Gleichzeitig sagt er zwar, dass auch diese der Fleischindustrie unterstehen und auf die Dauer keine Lösung sind, wenn man die Behandlung der Tiere verbessern will. Aber er zeichnet nicht zu viel Schwarz und Weiß. Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist die Struktur des Buches. Es scheint nämlich kaum eine zu geben. Foer beginnt zwar mit seinem Auslöser, warum er kein Fleisch mehr isst, aber danach ist der Aufbau wahllos. Mal erzählt er aus seinem Leben, mal gibt es Interviews mit Leuten von PETA oder Arbeitern in einem Mastbetrieb. Auch das Ende ist für mich leider kein Ende. Zwar gibt es dort einen Appell, aber irgendwie fehlt da auch etwas. Für mich war es etwas abrupt. Aber das hat im Grunde genommen nicht allzu sehr gestört. Wer sich mit dem, was er isst, auseinandersetzen möchte, dem ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Ohne zu viel zu verurteilen werden die Zustände in der Massentierhaltung dargestellt und bringen hoffentlich jeden dazu, über seine Essgewohnheiten nachzudenken. Mir ist beim Lesen des Öfteren übel geworden. Und ja, ich bin wieder Vegetarier.

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  • Sehr erschreckend und Gnadenlos!

    Tiere essen
    Mayro86

    Mayro86

    26. August 2013 um 22:39

    Jonathan Safran Foer hat ein wunderbares Buch geschrieben warum man lieber auf Fleisch verzichten sollte. Er schreibt Gnadenlos ehrlich wie Tiere in Massentierhaltung gehalten werden und wie sie später zu Fleisch verarbeitet werden. Und zeigt auf wie diese Massentierhaltung sehr stark die Umwelt belastet. Nach diesem Buch hat keiner mehr Appetit auf Würstchen, Steak und Co.  Jeder der sich für gesunde Ernährung interessiert sollte dieses Buch einmal gelesen haben. Ich kann es wirklich empfehlen:-)

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  • Aufrüttelnd und beeindruckende Recherche...

    Tiere essen
    WildRose

    WildRose

    22. April 2013 um 17:48

    Als Vegetarierin beschäftige ich mich immer wieder einmal mit dem Thema Ernährung, wobei ich nicht nur über Fleischkonsum lese, sondern z.B auch über die "Slow Food"-Bewegung, Welthunger und ganz allgemein über die Nahrungsmittelindustrie. "Tiere Essen" wollte ich schon länger einmal lesen und ich kann nur sagen, dass es mich immer noch absolut schockiert, wie Tiere leiden müssen, nur damit Menschen ein Schnitzel auf dem Teller haben. Jonathan Safran Foer hat mich durch eine sehr genaue Recherche überzeugt, die verschiedene Punkte, die mit dem Konsum von Fleisch zusammenhängen, anspricht. Das Buch ist gut lesbar und auch für Leute verständlich, die sich bisher mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben. Vor allem aber appelliert das Buch an unser Gewissen, an unsere Moral. Können wir es vor uns verantworten, andere Lebewesen so zu quälen, nur um ein paar Momente lang "genießen" zu können? Ist das Leid von Schweinen und Hühnern weniger "schlimm" als das Leid eines Haustieres, z.B eines Hundes? Was verleiht uns die Macht, andere Lebewesen so zu behandeln, als könnten sie nichts empfinden? Es war dieser Aspekt des Buches, der mich persönlich am meisten berührt und aufgewühlt hat. Wäre ich noch keine Vegetarierin gewesen, dann hätte ich nach Lektüre des Buches bestimmt kein Fleisch mehr gegessen. Schade natürlich, dass dieses Buch vermutlich von sehr viel mehr Vegetariern/Veganern gelesen wird als von Menschen, die Fleisch essen. Dennoch ist das Buch ein wichtiger Schritt und kann als Denkanstoß dienen. Daher auch ein Buch, das man weitergeben, über das man reden und diskutieren sollte.

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