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Wildpony

vor 4 Jahren

(12)

Die Eisfestung - Jonathan Stroud
Kurzbeschreibung Amazon:
Eigentlich wissen Emily und Simon so gut wie nichts über Marcus. Es war Zufall, dass sie einander auf dem gesperrten Burggelände begegneten; und es war nur eine fixe Idee, einzusteigen und in der Ruine zu übernachten. Einfach so, als kleiner Nervenkitzel inmitten öder Ferien. Doch Marcus verwandelt die Burg in eine Festung mit vereisten Treppen und bereit liegenden Wurfgeschossen. Emily und Simon sind bei ihm, als er schwört, nie mehr nach Hause zurückzugehen – die beiden machen sich ihren eigenen Reim auf die blauen Flecken in Marcus’ Gesicht. Währenddessen rücken sie draußen vor: zunächst nur Marcus’ Vater, dann der Burgwächter, Polizei, eine Sozialarbeiterin, Feuerwehr mit Gerät – die Belagerer, der FEIND, der Markus herausholen will! Was als übermütiges Spiel begann, schlägt still, heimlich und leise um in einen Albtraum.

Mein Leseeindruck:
Das Buch konnte mich schon fesseln, aber nicht in der Art von Thriller, den ich mir zuerst gedacht hatte. Es bezog sich mehr auf die Psyche eines zu Hause vernachlässigten Jungen. Marcus lebt allein mit seinem Vater. Seine Mutter ist gestorben und reißt ein tiefes Loch in sein Leben.Sein Vater arbeitet in Nachtschicht und schläft den Tag über, so dass dem belesenen Jungen nichts anderes bleibt als sich in Träumen zu vergraben.Als er Simon und Emily kennen lernt setzt sich ihn ihm der Gedanke fest, die alte zerfallene Burg zu "erobern" und dort als "Burgherr" sein Territorium zu verteidigen. Die drei finden einen Weg in die verschlossene Burg und verbringen dort eine erste Nacht. Marcus verschläft und hat Angst vor seinem Vater. Als er mit bösen Verletzungen im Gesicht wieder bei den Freunden auftaucht wollen die Beiden ihn vor dem gewalttätigen Vater retten und verschanzen sich mit ihm in der Burg. Und dann beginnt sich das Rad immer schneller zu drehen....

Fazit:
Ein sehr spannendes Jugendbuch, das wohl auch für ältere Leser gedacht ist.
Er eröffnet einem den Blick in eine verletzte Kinderseele und dessen Phantasie in die Vergangenheit. Mit der alten Burgruine hat hier Jonathan Stroud einen sehr interessanten Schauplatz geschaffen. Die Zeichnungen über den Grundriss und das Innere der Burg auf den ersten Seiten vermitteln dem Leser ein zusätzliches inneres Auge für die Handlung in der Burg selbst.
Freundschaft und Zusammenhalt zwischen den Jugendlichen, obwohl sie sich noch nicht gut kennen, zeigt auch die wahren Werte im Leben. Natürlich ist nicht jede der jugendlichen Entscheidungen gut und weise.

Ich kann das Buch gut weiterempfehlen.
Gefallen hat mir daran das es nicht mit Fantasy-Anteilen punkten konnte, sondern mit einen schönen Schreibstil und der Spannung einer Nacht in einer alten, halb zerfallenen Burgruine.
4 Sterne für ein tolles cbj-Buch!

Autor: Jonathan Stroud
Buch: Die Eisfestung
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