Valley - Tal der Wächter

von Jonathan Stroud 
3,2 Sterne bei156 Bewertungen
Valley - Tal der Wächter
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (69):
Asfaloths avatar

Die ersten beiden Drittel haben mir sehr gut gefallen, auch die Situationskomik einiger Szenen. Leider hat mich dann der Schluss enttäuscht.

Kritisch (37):
dear-pineapples avatar

Absolut nicht meins- habe abgebrochen, nachdem ich mich etwa durch die Hälfte gequält habe ..und das kommt bei mir verdammt selten vor!

Alle 156 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Valley - Tal der Wächter"

Ein von Gott vergessenes Tal, zwei fast furchtlose Helden und ein unfassbares Geheimnis …

Der wagemutige Hal und seine ungestüme Freundin Aud leben in einem friedlichen Tal, umgeben von tiefen Wäldern und mächtigen Bergen. Doch der Schein trügt, denn das Tal wird bewacht von bedrohlichen Fabelwesen, die jeden angreifen, der ihnen zu nahe kommt. Deshalb ist es verboten, einen Weg nach draußen zu suchen. Aus Neugier und Abenteuerlust wagen es Hal und Aud dennoch – und was sie dort erwartet, ist noch gefährlicher als alles, wovor sie je gewarnt wurden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442475162
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:492 Seiten
Verlag:Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum:19.09.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.01.2009 bei Audionauten erschienen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Solide Fantasy nach altem Muster.
    "Valley - Tal der Wächter" von Jonathan Stroud

    Autor: Jonathan Stroud
    Titel: Valley - Tal der Wächter
    Gattung: Roman, Fantasy
    Erschienen: 2009
    Gelesene Ausgabe: cbj, 2011
    ISBN: 978-3-570-40041-8
    Gelesen auf: Deutsch
    Gelesen im: Mai 2016            


    Zum Buch:
    Das im englischen den unoriginellen Titel "Heroes" tragende Fantasybuch von Jonathan Stroud, trägt in der deutschen Übersetzung den absolut bescheuerten Titel "Valley - Tal der Wächter". Doch von diesem furchtbaren Namen sollte man sich nicht abschrecken lassen, den Jonathan Stroud schafft es auch neben Bartimäus immer wieder Fantasyliebhaber zu beglücken.

    Primär dreht sich die Handlung um ein Tal, dass in mehrere Gebiete eingeteilt ist, über die unterschiedliche Sippen herrschen. Jede dieser Familien besteht aus der Kernfamilie und der Dorfgemeinde und lebt je nach Lage von Fischfang, Jagd, Handel oder Ackerbau. Nach einer Sage, stammt eine jede von einem der 12 namenhaften Helden ab, die vor vielen Jahren das Tal von bösen Fabelwesen, die Trolde heißen, beschützt haben und diese endgültig aus dem Gebiet vertrieben.

    Der Held der Geschichte ist Hal Svenson, der zweitgeborene Sohn aus dem Hause Sven, der als kleinwüchsiger von seiner Sippe nie ernst genommen wird und sich Aufmerksamkeit durch Schabernack erschleicht. Sein größter Traum ist es das Tal zu verlassen, eine Dummheit, die niemand aus dem Tal je begehen würde, denn außerhalb der unsichtbaren Begrenzung herrschen die Trolde, die sich am liebsten von Menschen ernähren, die sie mit ihren Klauen in ihre Höhlen ziehen.

    Erst als Hal Aud kennenlernt, eine Tochter aus dem Hause Arne, scheint sein Traum greifbar zu werden. Auch wenn Valley, ein wenig hinter Strouds anderen Romanen zurückliegt, der Humor und das Niveau ein wenig flacher sind, ist es dennoch ein wunderbarer, klassischer Fantasyroman nach altem Muster, denn ich nur empfehlen kann.

     

    Eine der Lieblingsstellen
    Zitat: "Ihr Kleid ursprünglich von einem hübschen Violett wie reife Pflaumen, war grünlich verschmiert, und ihr Gesicht war größtenteils unter langen, strohblonden Haarenverborgen, die sich bei ihrem Sturz aus der Spange gelöst hatten. ”[1]

     

    Stil und Sprache: Durchaus mittelprächtig, meist dreigliedriger Satzbau. Eigentlicher Erzählungsstrang durch kurze Zwischenkapitel alter Sagen unterbrochen.
    Zitat: “Nicht dass Hal ein zurückhaltendes, anspruchsloses Kind gewesen wäre, im Gegenteil, er war von klein auf ausgesprochen selbstbewusst und eigensinnig. Aber er wusste auch wann er strikt zu sein hatte. Tag für Tag und Jahr für Jahr lauschte er den Geschichten über Svens Haus. Und Nacht für Nacht woben sich die Fäden einer jeden Geschichte in sein Leben und seine Träume, so wie sich die Fäden auf dem Webstuhl seiner Mutter miteinander verwoben.”[2]

     

    Schlüssigkeit der Handlung: Solider, eingleisiger Handlungsstrang. In sich abgeschlossene Geschichte, die eigentlich keiner Fortsetzung bedarf.

    Das hat mir gefallen: Die sehr glaubwürdige Entwicklung des Helden. Generell die Plausibilität der Charaktere.

    Das hat mir nicht gefallen: Nicht sonderlich innovativ.


    In One Sentence: Solide Fantasy nach altem Muster.

    Sterne: 4


    [1] S.72
    [2]
    S.34

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    claudi_ranis avatar
    claudi_ranivor 3 Jahren
    Noch nicht der Stroud wie man ihn kennt

    Ein Tal, vergessen von der Welt - ein Junge, der mehr sehen will, als ewig die selben Berge und mehr hören möchte als die ewig gleichen Geschichten und ein Mädchen, dass so ganz anders ist als alle anderen...
    Hal ist der jüngste Sohn aus Svens Haus und schon deswegen hat er es nicht so leicht in der Familie. Dazu kommt, dass er es einfach satt hat, die ewig gleichen Geschichten über die Heldentaten seiner Vorfahren zu hören und wie viel schlauer, besser und reicher doch seine Familie im Vergleich zu den zwölf anderen Familien im Tal ist.
    Er will mehr von der Welt sehen! Doch es ist verboten, das Tal zu verlassen. Niemand, der es je gewagt hat, ist zurückgekehrt! Etwas Grauenvolles lauert an den Grenzen und hindert die Bewohner des Tals über die Berge zu gehen...
    Auf einem Fest der zwölf Häuser lernt Hal die ungewöhnliche und wilde Aud kennen. Auch sie möchte einfach nur verschwinden und hat ebenso wie Hal die Geschichten der Vorfahren einfach nur noch satt. Und -oh Wunder- in ihrer Familie klingen die Heldentaten plötzlich so ganz anders und auch der wichtigste Held ist nicht mehr Sven, sondern angeblich jemand ganz anderes...
    Doch noch bevor die Beiden ihre Flucht antreten können, passiert etwas Furchtbares und Hal muss sich beweisen, denn plötzlich steht viel mehr als ihre Neugier und ihr Fluchtplan auf dem Spiel...
    Jonathan Stroud ist einer meiner Lieblingsfantasyautoren. Ich liebe seine Bartimäus-Reihe und auch Lockwood & Co überzeugte mich restlos. Deswegen war ich sehr gespannt auf Valley. Insgesamt hat mir das Buch auch ganz gut gefallen. Hal ist ein unsicherer Junge, der eine interessante Wandlung durchmacht und die Idee des Tals mit den zwölf Familien und ihrer jeweilig ganz eigenen Sicht auf die eigene Geschichte ist spannend!

    Aber ganz perfekt ist es doch nicht, so kommt der typische Stroud-Witz nicht wie gewohnt beim Leser an und zwischendurch hat das Buch doch die ein oder andere Länge. Die anderen Charakter bleiben außerdem etwas blass und sind mir kaum im Gedächtsnis geblieben. Was Stroud allerdings wunderbar gelingt: Ich hatte wahnsinnig viele Bilder im Kopf. Das Lesen fühlte sich an als würde ich einen Film sehen - sein Schreibstil liest sich einfach sehr flüssig!

    Fazit: Noch nicht der Stroud, den ich gewohnt bin und den ich so schätze, aber trotzdem ein Buch, das mir die ein oder andere vergnüngliche Lesestunde beschert hat.

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    Finesty22s avatar
    Finesty22vor 4 Jahren
    Valley - Tal der Wächter

    Schönes Cover aber das war es dann auch schon. Ich musste mich regelrecht zwingen es zu ende zu lesen. Die letzten 100 Seiten waren dann gut aber konnten nicht über die restlichen hinwegtrösten.

    Im Buch geht es um ein Tal in dem verschiedene Familien angesiedelt sind. An jadem Kapitelbeginn wird von Heldentaten des Ureahnen Sven berichtet die dieser volbracht haben soll. Die eigendliche Geschichte dreht sich um seinen Nachfahren Hal, der klein und unansehnlich ist und sich mit derben streichen gehör verschaffen will.
    Der Klappentext verspricht ein spannendes Abenteuer welches man zum Teil auf den letzten Seiten findet aber das was man sich eigendlich erhofft tritt nicht ein.

    Die letzten spannenden Seiten konnten noch einen zusetzlichen Stern einbringen, daher gibt es von mir 2 Sterne.

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    MrsFoxxs avatar
    MrsFoxxvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich enttäuscht...
    Das Tal der Helden

    In einem friedlichen Tal, begrenzt durch mächtige Berge und tiefen Wäldern, leben die Nachfahren von zwölf längst verstorbenen Helden. Streitigkeiten werden durch Ratssitzungen beigelegt, Waffen gehören schon längst der Vergangenheit an. Die Bewohner des Tals werden durch die Helden und alle anderen ehrwürdigen verstorbenen Familienmitglieder von der tödlichen Bedrohung durch die geheimnisvollen Trolde beschützt. Es ist verboten die Grenze zu überschreiten, denn die Fabelwesen greifen jeden an, der sich in ihre Nähe begibt, und Unheil fällt auf das ganze Haus....


    Jonathan Stroud präsentiert dem Leser eine phantastische Idee, deren Umsetzung jedoch durch zu viel Vorgeplänkel und viel zu viel nebensächliche Details zwei Drittel des Buches zu einer Geduldsprobe werden lassen. Das erste Drittel beschäftigt sich ausschließlich mit dem täglichen Leben der Hauptperson, Hal Svensson, auf dem Hof. Ständig wird erwähnt wie klug er sei, was sich aber mit der Naiven und teilweise sehr begriffsstutzigen Person widerspricht, die wir im Buch begleiten. Auch seine weibliche Gefährtin Aud war mir nicht im geringsten sympathisch. Statt einer mutigen und klugen Frau lernte ich ein penetrante und intrigante Egoistin kennen.


    Bei der Stange hielt mich nur Strouds flüssiger Schreibstil und die Heldensagen am Anfang der Kapitel. Nachdem ich mich durch 250 Seiten gekämpft habe, wurde es zum Schluss doch noch spannend. Wobei hier vieles dann plötzlich zu schnell und lieblos abgekanzelt wurde.

    Die Auflösung um die Geheimnisse der Trolde und Helden wurde dann für mein Empfinden reichlich plump und fantasielos serviert. Statt am Anfang zu viel über nichtige Streiche des Hauptprotagonisten zu berichten hätte der Autor hier ruhig mehr Seiten investieren können.


    Fazit: Schade, von dem Hochgelobten Bartimäus-Autor hatte ich mir mehr versprochen. Es gibt nur einen enttäuschten Foxxi für dieses Buch. Keine Leseempfehlung von mir.

    Kommentare: 3
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    MissJaneMarples avatar
    MissJaneMarplevor 5 Jahren
    EIN GROSSES ABENTEUER

    Inhalt: 
    Hal Svenson lebt mit seiner Familie noch immer in dem selben Tal, in das sein Ahne Sven damals mit seiner Familie zog. In diesem Tal leben die 12 Familien der Helden, die in grauer Vorzeit, das Tal gegen die Trolde verteidigten. 
    Als in Hal's Haus die große Versammlung der 12 Häuser stattfindet, wird Hal aufgrund eines Streiches von Dieser ausgeschlossen. 
    Als er Aud, vom Haus des Arne, kennenlernt spielt Hal den Hakonssons einen Streich. 
    Als es nach einem Versöhnungsessen zum Mord an Hal's Onkel kommt, schwört dieser Rache. 
    Von da an beginnt für Hal ein großes Abenteuer, bei dem Hal erwachsen wird und bei dem sein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt wird. 

    Meinung: 
    Die Geschichte liest sich recht flüssig und klar. Zuerst bekommt der Leser einen Einblick in die Aufteilung des Tal und über deren Bewohner.
    Die Spannung baut sich nur langsam, aber stetig auf. 
    Am Anfang jedes Kapitels steht ein kleiner Abschnitt aus den Heldensagen über Sven und erst dann geht es mit der eigentlichen Geschichte weiter. 
    Die Charaktere sind klar umrissen und sehr lebendig dargestellt. Für mich hatten alle Bewohner des Tales ein wenig Ähnlichkeit mit Wikingern. 
    Bei Hal war ich mir oft nicht ganz sicher, ist er der Held oder eher ein Anti-Held. Alles was er anfängt scheint schief zu gehen und er stürzt damit nicht nur sich und seine Familie sondern das ganze Tal in einen großen Konflikt. 
    Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen, da es mal etwas ganz anderes war. 

    Fazit: 
    Valley - Tal der Wächter kann ich nur jedem empfehlen!!!

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    lesemauss avatar
    lesemausvor 5 Jahren
    Valley - Tal der Wächter

    Alle, die Bartimäus kennen und lieben gelernt haben, werden von diesem Buch sehr stark enttäuscht. Der Klapptext verspricht eine spannende Geschichte von zwei Kindern, die ihr Tal verlassen wollen, um das Land hinter den Grenzen zu entdecken. Was aber passiert ist eine Lebensgeschichte von Hal, der als kleiner knuffiger Junge beschrieben wird. Er macht viel Unsinn und bringt seine Familie in große Gefahr, er denkt nur an sich. Er will ein großer Held werden, wie Sven aus den Erzählungen. Also die Inhaltsangabe kommt nah am Schluss für 50 Seiten. Hal und Aud machen nur diesen Ausflug, weil sie genug haben von ihrer Familie und den Menschen aus dem Tal. Innerlich wollen sie sich rächen für ihr „eingesperrt sein“.

    Mit dem Verlauf der Geschichte ist Hal für mich ein Junge geworden, dem alles um ihn herum egal ist. Hauptsache er bekommt das was er will. Ein Junge, der lossprintet ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Mir hat die Geschichte überhaupt nicht gefallen! Es war kein Hauch von Jonathan Stroud zu spüren, so wie wir ihn kennen (Bartimäus).

    Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Erzählung/Märchen vom Helden Sven. Es war keine Spannung zu verspüren, auch als das Ende nahte und es endlich um die „Wächter“ ging, verspürte ich keine Angst, Spannung oder ähnliches. Ich überflog die meisten Seiten, da es öde und kindisch, Hals Verhalten, war.

    Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollten Bartimäus-Liebaber dieses Buch nicht lesen.

    Kommentare: 1
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    PrinzessinMurkss avatar
    PrinzessinMurksvor 5 Jahren
    Falsches Lable => genervter Leser

    Genervt - das war ich die meiste Zeit des Buches. Eigentlich nicht von Stroud oder von der Geschichte, sondern vom Verlag. Denn das, was in Rücken- und Klappentext angekündigt wird ( das sich zwei Kinder zusammentun, um die Grenzen des Tals zu überschreiten obwohl dort angeblich grauslige Monster drohen) passiert im letzten Viertel des Buches und ist eigentlich als dramatischer Höhe- und nicht als Ausgangspunkt gedacht. 
    ***
    Davor geht es um eine kleine Kulturgemeinschaft - quasi das Mittelalter in Westentaschenformat - die aus der Sicht eines jungen Hoferben erzählt wird. Dazwischen mixen sich scheinbar überflüssige, weil nicht in die Dramaturgie eingebundene Sagenschnipsel, die am Ende scheinbar dramatisch widerlegt werden. 
    ***
    Gefiel mir nicht.

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    Carls avatar
    Carlvor 5 Jahren
    Wer sich von vorgefassten Erwartungen löst...

    ... findet eine phantastische Geschichte!

    Ein Ananas-Hersteller in den USA wurde verklagt, weil er anfing, seine Dosen innen mit Kunststoff zu überziehen, sodass die Ananas nicht mehr nach Dose schmeckte. Der Kläger bekamen recht. Er hatte Anspruch auf den Dosengeschmack.
    So glaubt wohl auch der cbj-Verlag, dass, wo 'Stroud' draufsteht, zumindest auch ein Geschmack von 'Bartimäus' drin sein muss.
    Und hat dem Buch 'Valley' ein völlig irreführendes Etikett verpasst.
    So kommen 'bedrohliche Fabelwesen' nur in den Fabeln der Valley-Bewohner vor und der Weg über die Grenze ins verbotene Land ist nicht das zentrale Thema. Es ist eine Metapher für die Befreiung des kreativen Geistes aus Standesdenken und Kleingeisterei. Es sei denn, Stroud schriebe noch eine Fortsetzung.

    Das Buch handelt von Hal, dem Zweitgeborenen des Hauses Sven, der damit zum Schatten-Dasein als Pächter seines großen Bruders verdammt ist. Die Erzählung ist durchsetzt mit Anekdoten von Heldentaten seines Stammvaters Sven aus der Zeit, als die Clan-Streitigkeiten noch mit dem Schwert ausgetragen wurden. Inzwischen herrscht Friede und vergleichsweise Wohlstand, regiert von Vernunft und Ratssitzungen. Man könnte auch sagen: regiert von Kleinkariertheit und Krämertum, zementiert zu einer festgefügten Ordnung, in der für Heldentaten kein Platz mehr ist.
    Hals Onkel und die bauernschlauen, dreisten, selbstherrlichen Geschichten seines Urahn Sven ermutigen Hal, am alten Ehrbegriff und Heldentum festzuhalten. Als der Onkel feige ermordet wird, kann sich Hal nicht mit den Intrigen um Entschädigung und Land abfinden, sondern bricht selber, klein, kurzbeinig, hässlich und kaum den Kinderschuhen entwachsen, aber mit wachem Verstand und dem Silbergürtel des Großen Sven auf zu einem Rachefeldzug gegen das übermächtige Haus Hakon.

    Was jetzt beginnt, nennt man wohl literarisch einen Entwicklungsroman.
    Die Figuren sind im Charakter und in ihren Motiven differenziert gezeichnet. Die Handlung kommt ohne das übliche gut-böse Schema aus. Die Entwicklung ist durchweg psychologisch plausibel. Bis auf Hals unglaubliches Glück verzichtet sie auf übernatürliche Kraftmeierei a la Sven und Kumpane.
    Hal sieht sich durch den Lauf der Ereignisse einer Überprüfung seiner Motive und seines Heldenvorbildes ausgesetzt, nicht zuletzt durch Aud Arnetochter, in der er eine ihm ebenbürtige Gefährtin findet, was Mut und Geisteskraft angeht. Auch Aud sieht keine Zukunft für sich als Verhandlungsmasse bei Eheverträgen, und so sprengen die beiden den zu enggesteckten Rahmen und brechen auf ins Land jenseits der Berge, aus dem die Siedler einst kamen.
    Und die alten Legenden? Nun sie bedeuten das, was sie eigentlich immer bedeuten, ohne dass man sie deswegen als historisch wahr nehmen müsste: Inspiration, aus alten Bahnen auszubrechen und sein Schicksal selber in die Hand zu nehmen und die Herausforderungen des Weges anzunehmen!

    Eine schöne Geschichte also, auch ohne Magie... wenn die alten Legenden nicht doch wahr wären!
    Aber das sollte man selber lesen. Hoffentlich mit Fortsetzung!

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    F
    Fauneevor 6 Jahren
    Rezension zu "Valley - Tal der Wächter" von Jonathan Stroud

    Rezension kommt bald.

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    PrinzessinMurkss avatar
    PrinzessinMurksvor 6 Jahren
    Rezension zu "Valley - Tal der Wächter" von Jonathan Stroud

    Genervt - das war ich die meiste Zeit des Buches. Aus nachvollziehbaren Grund: das, was in Rücken- und Klappentext angekündigt wird ( das sich zwei Kinder zusammentun, um die Grenzen des Tals zu überschreiten obwohl dort angeblich grauslige Monster drohen) passiert im letzten Viertel des Buches und ist eigentlich als dramatischer Höhe- und nicht als Ausgangspunkt gedacht.
    ***
    Davor geht es um eine kleine Kulturgemeinschaft - quasi das Mittelalter in Westentaschenformat - die aus der Sicht eines jungen Hoferben erzählt wird. Dazwischen mixen sich scheinbar überflüssige, weil nicht in die Dramaturgie eingebundene Sagenschnipsel, die am Ende scheinbar dramatisch widerlegt werden.
    ***
    Zeitverschwendung.

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