Jonathan Swift Gullivers Reisen

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Inhaltsangabe zu „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift

Der Schiffsarzt Lemuel Gulliver erzählt von seinen Reisen, die ihn Anfang des 18. Jahrhunderts in bisher unbekannte Weltgegenden führen, in denen er allerlei Wunderliches erlebt …

Kluge Gedanken über die Gesellschaft aber mühsame da alte Ausdrucksweise.

— Icelegs
Icelegs

Zäh. Wirklich wirklich zäh. Ich bin recht lange daran gesessen und mir hat die Geschichte nicht gefallen.

— Miyu
Miyu

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  • Reise nach Utopia

    Gullivers Reisen
    itwt69

    itwt69

    20. May 2017 um 22:35

    Gullivers Reisen beschreibt 4 teils aberwitzige und völlig utopische Reiseberichte über ferne Länder bzw. Inseln und deren seltsame Bewohner. Liliputaner und Riesen, schwebende Inseln und ein Land, in dem pferdeähnliche Wesen über verwahrloste Yähu's (Menschen) herrschen.  Die ersten beiden lesen sich sehr flüssig und sind interessant. Den dritten fand ich zuweilen abstoßend und musste etwas "abkürzen". Der 4. war dann wieder in Ordnung, so unglaubwürdig sich das Ganze auch las. Letzendlich schließt das Buch mit einem Appell an die Moral, der sicherlich auch in heutigen Zeiten seine Berechtigung hat. Überrschend fand ich es auch, dass schon zu dieser Zeit (Anfang 18.Jahrhundert) in allen besuchten Gebieten eine Art "Bevölkerungskontrolle" herrschte - das würde der Alten und Neuen Welt heutzutage gut zu Gesicht stehen.

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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  • Endlich für Erwachsene

    Gullivers Reisen
    jennifer_huber

    jennifer_huber

    06. October 2013 um 13:44

    Man glaubt es kaum, aber bisher kannte ich nur die Kinderversionen dieses tollen Klassikers - mal ganz abgesehen von den meist ebenso kindlich-kindischen Verfilmungen. Aber all diese werden dem Original ÜBERHAUPT nicht gerecht. Swifts Original (hier in einer sehr schönen alten, aber überarbeiteten Übersetzungen) ist reich an Sprachwitz, steckt voller (auch tiefgründiger) Bilder und abstruser Begebenheiten. Schon nach wenigen Seiten ist man völlig drin in der Geschichte. Mir ist schon klar, dass dieses Buch für damalige verhältnisse mit geradezu unerhörten (sozialen) Ideen auftrumpfte. Wenn man diesen Umstand beim Lesen im Hinterkopf behält, macht der Genuß nur noch mehr Spaß. Nein, das ist wirklich kein Kinderbuch

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  • Anders als die Kinderversion

    Gullivers Reisen
    stefanie_alexandra_wittgenstein

    stefanie_alexandra_wittgenstein

    28. September 2013 um 10:10

    Dieses E-Book ist KOMPLETT anders als die bekannten Kinderversionen. Schon komisch, wie die Übersetzer/Verleger in all den Jahren seit der Erstveröffentlichung auf die Idee gekommen sind, dieses Buch als Kinderbuch zu verwurschten. Jedenfalls ein sehr interessanter Roman, wenn auch in einer (natürlich) altbackenen Spachen, die mir aber sehr gut gefällt. Und wenn sich Gulliver an der Palastmauer des Königs erleichtert, ist das schon sehr komisch... gab's an in der Kinderversion aber nicht zu lesen HIHIHI

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  • Die Sprache macht es...

    Gullivers Reisen
    peterg90

    peterg90

    26. September 2013 um 19:54

    Die Sprache macht es... ganz klar. Die Handlung, das Stauen, die Empörung Gullivers, wenn er von den (weiblichen) Riesinnen missbraucht wird. Der Ekel vor den anderen komischen Gestalten der beiden letzten Reisen. Und dann die Scham... (STOP, will nicht spoilern). Schon verständlich, dass dieses Buch bei Veröffentlichung eingeschlagen hat wie eine Bombe.

  • Kunterbunter Reisebericht, der so richtig stinkt (aber nicht wörtlich!)

    Gullivers Reisen
    svetlana_schmidtchen

    svetlana_schmidtchen

    25. September 2013 um 17:58

    Ich finde es nur angebracht, dass der Verlag warnt, dass es sich hierbei nicht um eine kindgerechte Fassung handelt; nicht, weil Kinder heutzutage nichts mehr gewöhnt wären (im Gegenteil), sondern weil Erwachsene lieber eine entschärfte Version lesen würde, die vor allem nicht so anspruchsvoll ist. Ich würde sagen: der beste, frechste, kühnste zusammengesponnene Reisebericht, den die Welt der Literatur je gesehen hat. Wirklich, Swift ist mit der Feder (auch der übersetzen) so nahe an den wirklich aus allen Körperöffnungen stinkenden Riesen und Riesinnin dran, dass man meint, es vor der Nase riechen zu können.

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  • Utopisch

    Gullivers Reisen
    Rory_2102

    Rory_2102

    31. July 2013 um 15:41

    Insgesamt besteht das Buch aus 3 Geschichten. Die bekannteste Geschichte mit den Lilliputanerns war ganz interessant, was sich hier der Auto alles einfallen hat lassen. Die anderen 2 bauen alle auf dem selben Schema auf und waren deshalb nicht mehr so spannend, aber total utopisch und fantasievoll.

  • Lesemarathon zum Welttag des Buches! (27.&28.04.)

    litschi

    litschi

    Hallo ihr Lieben! Der Welttag des Buches ist der Feiertag für alle Bücherfreunde und solche, die es werden wollen. Um die Welt mit ihrer Begeisterung für Bücher anzustecken, haben sich die Bloggerinnen Dagmar und Christina eine ganz besondere Aktion überlegt: „Blogger schenken Lesefreude!“. Sie haben etliche Blogger zusammengetrommelt, die am Welttag des Buches (23.04.) Bücher verschenken wollen. Mehr Informationen gibts im passenden Streamthema. Wir finden: eine tolle Idee! Und die perfekte Möglichkeit sich noch einmal mit Büchern zu versorgen vor unserem großen Lesemarathon, den wir am Wochende nach dem Welttag des Buches starten!  Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind was ihr so lest, haben wir uns auch ein paar Aufgaben ausgedacht, die ihr lösen könnt. Wir starten am Samstag, dem 27.04. um 09 Uhr und posten hier alle 2 Stunden eine neue Aufgabe. Reinschauen lohnt sich also :) Enden wird der Lesemarathon nach 24 Stunden, also am Sonntag, dem 28.04. um 09 Uhr.  Unter allen Teilnehmern, verlosen wir ein tolles Buchpaket! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Was werdet ihr so lesen? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt? Warum nehmt ihr teil und wart ihr bereits dabei? :) Aufgabenübersicht: 1. Aufgabe - 9 Uhr: Welches Buch liest du denn gerade und wie gefällt dir das Cover?  2. Aufgabe - 11 Uhr: Aus welchem Genre stammt das Buch, das du gerade liest? Liest du öfter Bücher aus diesem Genre? Wenn ja, was reizt dich besonders daran? Hast du vielleicht sogar besondere Empfehlungen aus diesem Genre für uns?  3. Aufgabe - 13 Uhr: Wir sind unheimlich neugierig… verrate uns doch bitte den 3. Satz auf deiner aktuellen Seite. 4. Aufgabe -15 Uhr: Hast du dich schon mal gefragt wie viele Leute eigentlich gerade das Gleiche lesen wie du? Schau gleich mal auf LovelyBooks nach und berichte uns!  5. Aufgabe - 17 Uhr:  Wo befindest du dich? An welchem Ort spielt das Buch, das du gerade liest? 6. Aufgabe - 19 Uhr:  Schreibe eine Kurzmeinung zu dem Buch, das du gerade liest oder zuletzt gelesen hast. Wir sind gespannt, wie du dein aktuelles Buch findest! 7. Aufgabe - 21 Uhr: Beschreibe den Protagonisten/die Protagonistin deines Buches in drei Worten. 8. Aufgabe - 23 Uhr: Wir lieben gute Rezensionen! Belohne eine gute Rezension zu dem Buch das zu gerade liest oder zuletzt gelesen hast. Das kannst du tun, indem du auf die Rezension und dann rechts auf das ♥ klickst. 9. Aufgabe - 01 Uhr: An alle Nachtleseeulen: verratet uns doch die besten Tipps und Tricks zum Wachbleiben. Wie haltet ihr euch wach, wenn euch die Augen schon zu fallen, ihr aber unbedingt weiterlesen wollt? 10. Aufgabe - 3 Uhr: Hast du eigentlich Gemeinsamkeiten mit einer Person aus dem Buch? Gibt es eine Figur mit der du dich identifizieren kannst? Welche ist das und wieso? 11. Aufgabe - 5 Uhr: Stell dir vor das Buch würde verfilmt werden. Wie müsste die Person sein, die die Hauptrolle spielt? Hast du einen konkreten Schauspieler vor Augen? Was hältst du generell von Buchverfilmungen? 12. Aufgabe - 7 Uhr: Es ist doch immer wieder toll Leser mit einem ähnlichem Buchgeschmack zu finden und sich auszutauschen. Auf LovelyBooks werden dir auf der eingeloggten Startseite in der rechten Leiste etwas weiter unten User mit ähnlichem Buchgeschmack angezeigt. Wie wäre es, wenn du einem von ihnen eine Buchempfehlung oder einfach nur einen netten Gruß an die Pinnwand postest? 13. Aufgabe - 9 Uhr: Wie viele Seiten hast du insgesamt gelesen? Wie hat dir der Lesemarathon gefallen? -- FAQs: a) Muss man wirklich 24h durchlesen?  Nein, natürlich nicht, jeder beteiligt sich in dem für ihn möglichen Rahmen. Das können auch nur 3-4 Stunden am Samstag sein, jeder liest eben wann, wie und wo er Zeit hat. Es geht hierbei um den Austausch und das Lesen zu zelebrieren. b) Braucht man einen Blog, um mitmachen zu können?  Anfangs war das so, dies wollen wir aber ändern. Darum kann man sich nun auch über LovelyBooks und Twitter beteiligen. Selbstverständlich kann man auf einem Blog in größeren Beiträgen länger berichten, Bilder von den Büchern etc. einbauen, aber wir wollen soviele Teilnehmer wie möglich erreichen bzw. zum Lesen bringen - egal auf welcher Website. c) Wie kann ich mich beteiligen?  Grundsätzlich kann jeder mitmachen, spontan einsteigen & kommentieren. Einfach mit der Kommentarfunktion hier posten und los geht's!

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  • Leserunde zu "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift

    Gullivers Reisen
    Favole

    Favole

    Die Votingrunde für die neuen Bücher hat Madame Swann ja bereits eröffnet. Im Dezember haben wir aber zuerst noch "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift oder wie es in meinem Buch heißt: "Reisen in verschiedene ferngelegene Länder der Erde von Lemuel Gulliver - erst Wundarzt, später Kapitan mehrerer Schiffe". Es gibt wohl kaum jemanden, der von dieser Geschichte nicht schon mal gehört hat. Aber ich muss zugeben, dass ich das Buch noch nie gelesen habe. Ich kann mich noch vage an einen Film erinnern, da der Stoff ja auch schon oft verfilmt wurde. Beachtung finden aber meist nur die ersten beiden Teile, im Land der Zwerge und der Riesen. Daher freue ich mich gerade auf die anderen beiden Teile, da ich davon noch gar nichts weiß. Also dann viel Spaß uns allen! =)

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    • 51
  • Rezension zu "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift

    Gullivers Reisen
    Favole

    Favole

    02. January 2013 um 13:51

    Die Abenteuer von Gulliver sind weit mehr als spannende Geschichten über fremde Orte. Inhalt: Dr. Lemuel Gulliver ist Anfang des 18. Jahrhunderts als Wundarzt und später als Kapitän auf verschiedenen Schiffen in der Welt unterwegs. Durch missgünstige Umstände gelangt er jedoch immer in ein bis dahin unbekanntes Land, findet jedoch stets mit neuen Erkenntnissen den Weg zurück nach England. Meinung: Gullivers Reisen sind wohl vielen bekannt , aber - wie auch mir bei Lesebeginn - oft nur die Reisen nach Liliput (das Land der "Zwerge") und nach Brobdingnag (dem Land der "Riesen"). Danach führen ihn die Umstände auch noch auf eine schwebende Insel und zuletzt in das Land der Houyhnhnms. Mehr möchte ich zu letzteren beiden auch gar nicht verraten. Viel interessanter war für mich jedoch der Umstand, dass das Buch vor allem eine politische Satire ist, die in jedem Teil mehr oder weniger deutlich hervortritt. Aufgrund der beschränkten Zeit- und Ortskenntnis waren die Anmerkungen und auch das Nachwort meiner Ausgabe sehr hilfreich, da sie mir erläuterten, was Swift mit bestimmten Abschnitten gemeint hat. Dies war leider nicht immer ganz so interessant, da es jetzt auch einfach nicht mehr aktuell ist. Die ebenfalls enthaltene Gesellschaftskritik, insbesondere im letzten Teil, kann jedoch auch heute noch in gewisser Weise Anwendung finden, was mich doch überraschte. Insgesamt lässt sich das Buch gut lesen, obwohl so manche Stelle doch einmal lang werden kann. Insbesondere im ersten Teil waren die Anmerkungen recht zahlreich und haben mich dadurch im Lesefluss gehindert - Auslassen wollte ich sie aufgrund der Hintergrundinfos jedoch auch nicht. Die Charaktere, insbesondere natürlich der des Gulliver sind schön gezeichnet, die Handlung gut durchdacht, aber manchmal auch etwas wiederholend in den einzelnen Reisen (er landet irgendwo allein, er wird stets bis zum Herrscher gebracht und kommt wieder durch etwas Glück und Zufall nach hause zurück). Leider konnte ich nicht alle Ironie wirklich verstehen, aber dafür ist das Buch auch nicht direkt aktuell. Fazit: Gullivers Reisen ist nicht das, was ich erwartet hatte, aber dennoch ein sehr lesenswerter Klassiker, der mit ein bisschen Interesse an Geschichte und Politik (Englands) durchaus ein schöner Zeitvertreib sein kann.

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  • Rezension zu "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift

    Gullivers Reisen
    Auron

    Auron

    08. May 2012 um 17:31

    Als es noch weiße Flecken auf der Landkarte gab, war die Welt noch aufregender! Der eindrucksvolle Klassiker von Swift entführt uns in die Welt des 19. Jahrhunderts, das um diverse exotische und fantastische Elemente erweitert wurde. Zusammen mit Gulliver reisen wir um den Globus und entdecken wundersame Örtlichkeiten und Völker. Ein schöner Einblick in die Denkweise der Vergangenheit, in der Unerklärliches noch Platz hatte....

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  • Rezension zu "Gullivers Reisen in verschiedene Länder der Welt" von Jonathan Swift

    Gullivers Reisen
    sabisteb

    sabisteb

    27. September 2011 um 15:25

    Gullivers Reisen (Gulliver’s Travels) ist wohl das bekannteste Werk des irischen Schriftstellers Jonathan Swift, nicht zuletzt wegen der vielen Verfilmungen, die dieses Buch, besonders die erste Reise, erfahren hat. Meist jedoch beziehen sich diese Umsetzungen auf die zweiteilige (zu recht DEUTICH zensierte) Kinderbuchausgabe und stellen die Geschichte als Kinderbuch dar. Dem ist jedoch mitnichten so und ich kann nur davor warnen Kindern eine unzensierte Ausgabe in die Hände zu geben. Gullivers Reisen sind alle vier gefrustete Abrechnungen des Autors mit seinem Heimatland England und der Menschheit und den Frauen im Besonderen aus der Irischen Verbannung heraus (zumindest hat der Autor es wohl als Verbannung empfunden). Teilweise ist das Buch durchaus innovativ. Swift entwirft noch vor Tolkien und Star Trek in der ersten Reise eine erste Kunstsprache und hat laut Scott nur wenig Inspiration von anderen Büchern für sein Werk herangezogen. Dennoch hatte nicht er die Idee zu diesem Buch sondern sie wurde von seinem literarischen Zirkel um Pope und Arbuthnot in der Gestalt des Martinus Scriblerus entworfen. Zu Popes Ärger klaut Swift den Stoff und verarbeitet ihn zu seinem Reisen des Gulliver mit der Hauptabsicht seinen Leser „nicht zu unterhalten, sondern die Welt zu quälen“ und das gelingt ihm bravourös. Das Buch hat aus heutiger Sicht deutliche Mängel. Zum einen ist Swift sehr darauf fixiert seinen Helden seine Notdurft verrichten zu lassen. Einmal ist lustig, zweimal OK, viermal wirkt schon ein wenig fixiert und erinnert an moderne Autorinnen mit dem gleichen Problem was Körperflüssigkeiten und Körpersäfte angeht. Die Reisen erinnern an Radiocomics, die jeden Tag nach dem gleichen bekannten Schema ablaufen und nur leicht variiert werden. Gulliver geht auf Reisen, geht verloren, landet in unbekanntem Land, wird als Wundertier bestaunt, erklärt dem lokalen Monarchen sein wunderbares England und rechnet bei der Gelegenheit mit allem ab, was ihm gerade unliebsam ist. In Band 1 mit persönlichen Konkurrenten, in Band 2 mit der Justiz im 3. Mit der Wissenschaft und im 4. Band mit der ganzen Menschheit vor allem auch mit den Frauen, die er wohl sehr gehasst haben muss. Der misanthropische Autor geht einem bald gehörig auf die Nerven. Er verspritzt Gift und Galle, ist bösartig und verbreitet Gedankengut, dass Hitler erfreut haben würde (besonders in der vierten Reise). Die Kritik der Bücher im einzelnen: 1. Reise nach Lilliput Lemuel Gulliver tritt einen Posten als Wundarzt auf einem Schiff, welches nach einem Sturm untergeht. Schiffbrüchig langet Gulliver auf der Insel Liliput. Als er nach langer Bewusstlosigkeit wieder zu sich kommt, stellt er fest, dass Sechs Zoll kleine Menschlein (Liliputs) ihn mit Seilen und Stricken gefesselt haben, er ist nun ein Gefangener des Kaisers von Liliput, der ihn zur Unterhaltung und als Geheimwaffe einsetzen will. Gullivers Reisen (Gulliver’s Travels) ist wohl das bekannteste Werk des irischen Schriftstellers Jonathan Swift, nicht zuletzt wegen der vielen Verfilmungen, die dieses Buch, besonders die erste Reise, erfahren hat. Meist jedoch beziehen sich diese Umsetzungen auf die zweiteilige (deutlich zensierte) Kinderbuchausgabe und stellen die Geschichte als Kinderbuch dar. Dem ist jedoch mitnichten so. Gullivers Reisen sind alle vier gefrustete Abrechnungen des Autors mit seinem Heimatland England aus der Irischen Verbannung heraus (zumindest hat der Autor es wohl als Verbannung empfunden). Diese erste Reise wird von einem Vorwort von Sir Walter Scott eingeleitet, in welchem er eine Kurzbiografie des Autors zusammenstellt, damit der Leser die Geschichte besser versteht und auch warum der Verleger von Swifts Werken damals mehrfach Verklagt wurde. Einerseits ist diese Geschichte durchaus innovativ. Swift entwirft noch vor Tolkien und Star Trek eine erste Kunstsprache und hat laut Scott nur wenig Inspiration von anderen Büchern für sein Werk herangezogen. Jedoch hat das Buch aus heutiger Sicht auch einige deutliche Mängel. Zum einen ist Swift sehr darauf fixiert seinen Helden seine Notdurft verrichten zu lassen, und beschreibt das in wenigen Seiten gleich drei Mal sehr ausführlich: Dies tat ich in vollem Maße, zum Großen Erstaunen der Leutchen, die aus meinen Bewegungen auf mein Vorhaben schlossen und sogleich rechts und links eine Gasse öffneten, den Strom zu vermeiden, der mit solchen Getöse und solcher Heftigkeit aus mir hervorbrauste (1. Kapitel). Danach noch mal im 2. Kapitel „Schon seit einigen Stunden wurde ich von Naturbedürfnissen heftig gedrängt, und die war kein Wunder, denn schon seit zwei Tagen ahtte ich mich nicht entledigt... Von dieser Zeit an war es stets meine Gewohnheit, sobald ich aufstand, dies Geschäft in der freien Luft so weit weg, als es meine Ketten gestatteten abzutun; und jeden Morgen ward auch gehörig Sorge getragen, daß der anstößige Stoff, ehe Gesellschaft anlangte, von zwei dazu abgestellten Dienern auf Karren fortgebracht.“ Und als wenn das nicht reichen würde, gleich noch mal im Sowdown als das Schloss brennt und Gulliver dieses Feuer einfach auspinkelt. Einmal ist lustig, zweimal OK, dreimal wirkt schon ein wenig fixiert und erinnert an moderne Autorinnen mit dem gleichen Problem was Körperflüssigkeiten und Körpersäfte angeht. Diese erste Reise ist eine persönliche Abrechnung Swifts mit all den Politikern und einflussreichen Menschen der damaligen Zeit, von denen er sich persönlich beleidigt fühlte. Leider ist das ohne die Fußnoten für den modernen Leser kaum noch nachvollziehbar, zumal man die meisten nicht mehr kennt. Indem Gulliver dem Kaiser sein Heimatland England erklärt, rechnet er auch damit ab. In dier ersten Reise noch zum großen Teil im übertragenen Sinne, was ohne Kenntnis der politischen Hintergründe einfach nur peinlich albern wirkt. So stehen die hohe und niedere Absätze für die Hochkirch und Niederkirche deren Streitigkeiten bis ins einzelne lächerlich gemacht werden. Der hinkende Gang macht den Der Prinz von Wales (spätere König George I) lächerlich, von dem man nie wußte, welcher Partei seine Gunst gehörte und das Öffnen der Eier steht für die Streitigkeiten zwischen römischer und anglikanischer Kirche um die Sakramente. Das Auspinkeln des Schlossbrandes und der Kaiserin Schauder hingegen ist eine Anspielung auf die Ungnade, in die Swift bei Königin Anna fiel wegen seines Märchens von der Tonne. Fazit: Die Satire hat im Laufe der Jahrhunderte deutlich an Brisanz, Biss und Spitzen verloren, vor allem weil die politischen Verhältnisse von damals, vor allem für nicht Briten, unbekannt sind. Einiges ist auch heute noch treffend anderes wirkt eher infantil und platt. Heutzutage doch eher ein nettes Kindergeschichtchen, mit Fäkaldetails à la Charlotte Roche. *** 2. Teil: Reise nach Brobdingnag Schon zwei Monate nach seiner Rückkehr hällt nichts mehr Gulliver in seiner Heimat England (kein Wunder, so wie er im ersten Teil über sein wunderbares Heimatland hergezogen ist, scheint es so wunderbar doch nicht zu sein). Erneut fährt er als Arzt zur See und strandet in einem ungenannten Land. Diesmal, weil seine Kammeraden rechtzeitig abhauen, als sie die Riesen sehen und Gulliver einfach zu weit weggewandert ist und das letzte Boot verpasst. Ein Riese findet Gulliver und nimmt ihn als Wundertier mit nach Hause und wittert schon bald das große Geschäft. Der Riesenbauer geht auf Reisen und führt Gulliver vor und macht damit so richtig Kasse, bis die Königin ihm Gulliver abkauft. Die neunjährige Tochter des Riesen namens Glumdalclitch, mit der Gulliver sich angefreundet hat, darf als seine Pflegerin am Hofe bleiben. Die zweite Reise ist eine minimale Abwandlung der ersten Reise. Gulliver landet in einem unbekannten Land, diesmal ist er der Liliputaner aber erneut ein Wundertierchen. Er lernt die Sprache, wird vorgeführt und erklärt den Landesherrschern sein wunderbares England. Bei dieser Gelegenheit rechnet er mit dem englischen Rechtssystem ab indem er den König dieses hinterfragen lässt. Neben der bereits im ersten Band beobachteten Fixierung auf Toilettengänge, hat der Autor anscheinend auch ein Problem mit großen Frauen und vor allem deren Brüsten, die ihn anekeln. „Ich gestehe, nie hat mir ein Gegenstand solchen Eckel erregt wie der Anblick ihrer ungeheuren Brust, die ich mit nichts vergleichen kann, um dem neugierigen Leser einen Begriff von ihrer Größe, Form und Farbe zu geben. Die Warze war halb so dick wie mein Kopf, und die Farbe derselben sowie auch die der Brust so sehr mit Flecken, Finnen und Sommersprossen besät, dass kein Gegenstand ekelhafter in die Augen fallen kann“ (Kapitel 1). „Sie entkleideten mich oft von Kopf bis Fuß und legten mich mit voller Länge an ihren Busen, was mir den höchsten Widerwillen erregte, weil ein sehr fataler Geruch aus ihrer Haut hervordrang. [...] Sie pflegten sich nackt auszuziehen, ihre Hemden anzulegen, während ich auf ihrem Putztisch gerade vor ihren entblößten Gliedern stand, ein Anblick, der keineswegs verführerisch auf mich wirkte, sondern bei mir allein Schauder und Widerwillen erregte [...] mit Haare versehen, welche so dick wie Bindfäden herabhingen, um die übrige Beschreibung ihres Körpers zu übergehen.“ Kapitel 5 Besonders auffällig, wenn man Swifts Biografie bedenkt. Zwei Frauen standen auf ihn und rivalisierten. Keine wollte er haben. Stella heiratete er dann, aber nur unter der Bedingung, dass es geheim bliebe und sie lebten wie gute Freunde nicht beisammen. Verheiratet gerade mal auf dem Papier. Der Kerl stand auf Sauberkeit (erwähnt Swift) auch. Das scheint mir einen extrem neurotischen Mann ohne wirklichen Bezug zum Weiblichen Geschlecht zu charakterisieren. Zudem scheint der Autor große Angst vor großen, starken Frauen zu haben. Die erste Hälfte der Reise ist zäh und langweilig. Ein neuer Aufguss der Liliput Reise. Sprache lernen, vorgeführt werden, sich bis in höchste Kreise hocharbeiten und dann geballt über das eigenen Vaterland herziehen, natürlich nicht direkt, sondern indem der Monarch mal ein wenig nachhackt. Diesmal bekommt das englische Justizsystem sein Fett weg und der faule, träge Adel. Swifts Urteil über seins Landsleute ist vernichtend: „..., daß die Masse Ihrer Eingeborenen [Enländer], das verderblichste Geschlecht von kleinem Gewürme bildet, dem die Natur jemals erlaubt hat, auf der Oberfläche der Erde umherzukriechen." Fazit der zweiten Reise: Das Schema erinnert an Radiocomics, die jeden Tag nach dem gleichen bekannten Schema ablaufen und nur leicht variiert werden. Gulliver geht auf Reisen, geht verloren, landet in unbekanntem Land, wird als Wundertier bestaunt, erklärt dem lokalen Monarchen sein wunderbares England und rechnet bei der Gelegenheit mit allem ab, was ihm gerade unliebsam ist. In Band 1 mit persönlichen Konkurrenten, in Band 2 mit der Justiz. Erst Liliputaner, dann als Umkehrung riesen als Hintergrund, nicht sonderlich innovativ, so sehr Scott ihn auch Rühmen mag. Bissig ist die Satire nach heutigen Maßstäben auch nicht wirklich, denn die Kritikpunkte werden ziemlich direkt und haufenweise aufgelistet, was in dieser Häufung deutlich an Witz einbüßt. Die erste Hälfte der Reise ist in ihrer Vorhersehbarkeit dabei auch noch extrem langweilig und vorhersehbar, was die Geschichte nicht wirklich besser macht. ** 3 Teil: Reise nach Laputa, Balnibarbi, Luggnagg, Glubbdubdrib und Japan 10 Tage daheim und Gulliver reist schon wieder ab. Er lernt es einfach nicht. zwei Mal ist er schon fast draufgegangen, nein, aller Guter Dinge sind drei. Manche Leute sind wirklich selbstmörderisch veranlagt. Langsam wird der unglaubwürdig. Wie es schon vorhersehbar war, wieder geht was schief, diesmal kann Gulliver die Klappe nicht halten und verärgert einen holländischen Piraten, der ihn gleich mal in einem kleinen Boot aussetzen lässt. Dennoch hat er Lemuel Gulliver ein drittes Mal mehr Glück als Verstand und wird von den Bewohnern einer schwebenden Insel namens Laputa gerettet. Endlich mal ein wenig Abwechslung im Radiocomicartigen Einerlei der Gulliverreisen, die sonst ja alle nach dem gleichen Schema ablaufen wie ein Radiocomic. Die schwebenden Inseln sind ja letztendlich sogar in die normale Fantasy Folklore übernommen worden, obwohl wohl kaum einer weiß, woher sie ursprünglich stammen. Die Laputier sind verschrobene Wissenschaftler, die nach Newton modelliert wurden, der sich Swifts Ärger zugezogen hatte. Aus eigener Erfahrung: in den letzten Jahrhunderten hat sich da nicht viel geändert, viele Wissenschaftler sind immer noch weltfremd und verschroben und hätten Klatscher wirklich nötig. Soweit zur ersten Hälfte der dritten Reise. Diese erste Hälfte ist zeitlos und mit Abstand der Beste Teil aller Gulliver Abenteuer, auch wenn Swift sich als wissenschaftlicher Ignorant outet und sich nur an seinem Feind Newton rächen will sind einige seiner Kritikpunkte sind bis heute einfach zeitlos. Dann jedoch schweift der Autor leider wieder auf seine ausgelutschten Lieblingsthemen ab: Frauenhass; gebt den Parlamentarien Abführmittel, damit Sitzungen nicht so lange dauern; der moderne Senat ist nur eine Versammlung von Krämern, Taschendieben, Räubern und Renomisten… Ja, langsam haben wir es kapiert, kein Grund alles dreimal zu sagen. Ja, moderne Politik war immer besch. und ist besch..... Einziger Lichtblick der zweiten Hälfte der dritten Reise: Swifts Prinzip der Unsterblichkeit, sehr innovativ und bisher scheint es auch noch nicht kopiert worden zu sein, vielleicht weil es nicht romantisch, sondern zynisch ist. Fazit der dritten Reise: Der erste Teil ist eine zeitlose Wissenschaftssatire, die bei vielen Wissenschaftlern so noch immer zutrifft, bzw. die entsprechenden Vorurteile existieren bis heute. Der zweite Teil jedoch driftet wieder in das schon aus den ersten beiden Reisen bekannte satirische Gejammer über korrupte Politiker ab und bezieht sich auf Ereignisse, die heute kaum einer mehr kennt. Endlich auch eine kleine Abweichung vom Plot. Gulliver landet zwar wieder in einem unbekannten Land, lernt schnell mal eine neue Sprache und wird als seltsam angesehen, aber diesmal ist er kein Wundertierchen und reist ein wenig herum und lernt auch andere Gegenden selbstständig kennen *** 4.Teil: Reise in das Land der Houyhnhnms Nachdem Gulliver seine Frau schnell mal geschwängert hat, verlässt er nach fünf Monaten England erneut. Dieser Mann ist einfach nicht lernfähig. Natürlich kommt es, wie es kommen muss, das erste Mal Kapitän baut er gleich Mist und heuer Piraten als Crew an. Verdienter Weise setzen diese ihn auf einer unbewohnten Insel aus und es kommt wie es kommen muss: Gulliver ist erneut ein Wundertierchen, denn hier sind die Pferde die vernunftbegabten Wesen, die sich Houyhnhnms nennen und die Menschen, die hier Yahoos genannt werden und nichts mit der gleichnamigen Suchmaschine gemeinsam haben, sind die Tiere. Natürlich ist Gulliver anders, er ist besser als ein normaler Yahoo, wie könnte es anders sein. Er wird beim Herrscher in die Familie aufgenommen, lernt die Sprache und erklärt denen seine Heimat (irgendwoher kennen wird das schon... Ach ja, Reise 1 und 2). Es wird langsam langweilig. Ein Schema dreimal zu wiederholen macht es nicht besser zumal sich der Autor in dieser vierten Reise selber wiederholt und recycelt. Seit den ersten drei Reisen muss der Autor wohl noch einmal deutlich verbitterter geworden sein, den mittlerweile hasst er die Menschen und die Frauen im Besonderen. Die Menschen, die er hier als Yahoos bezeichnet sind scheußlich. Sie ernähren sich von Hunden und Eseln und krepierten Kühen. Halten ihr Essen in den Vorderpfoten und zerreißen dieses mit den Zähnen. Es scheint, mit den englischen Tischsitten war es damals nicht weit her oder war Swift ein Vegetarier oder womöglich Veganer? Der Autor propagiert in diesem Band Gedankengut, das einfach Menschenverachtend ist und an eine Rassenlehre erinnert, die vor allem wird Deutsche in schlechter Erinnerung haben: "Dieser Verschiedenheiten von unserer Gesichtsbildung sind aber allen wilden Nationen gemein, deren Gesichtszüge verdorben werden, weil sie ihre Kinder auf dem Boden herumkriechen lassen oder sie auf dem Rücken tragen, so dass die Kinder mit dem Gesicht über der Schulter ihrer Mutter gesäugt werden." Zudem zeigt sich erneut, wie schon in der dritten Reise seine mangelnde naturwissenschaftliche Bildung, denn er behauptet doch tatsächlich "Wir bemerken ja, daß kein Geschöpf außer dem Menschen das Salz liebt" DAS jedoch war sicherlich damals schon Allgemeinwissen. Dem Vieh gibt man Lecksteine! Für Swift sind die Menschen/Yahooos sind die gelehrigsten aller Tiere und Menschen sind listig, verräterisch, boshaft, niederträchtig und grausam (Das ewig gleiche Gejammer seit der Antike). Und erneut wird deutlich, dass der Autor Frauen hasst: Ja, Frauen vererben Krankheiten, die Männer und Söhne krank machen. Frauen als das Übel der Welt, blablabla, der spricht der Kleriker. Der Kerl ist unglaublich frustriert und lässt im Buch seine aufgestauten Frustrationen ab. Das zeigt sich auch darin, dass ihm Tiere mittlerweile lieber als Menschen sind, dabei hätte er menschliche Gesellschaft nötig, vor allem die weiblichen, damit er endlich seinen Samenstau loswird, der steigt ihm langsam zu Kopfe. Ach ja, das Klischee fehlte noch, Frauen sind Hypochonder und leiden von Natur aus an Liederlichkeit, Koketterie, Tadelsucht und Klatscherei. Eine wirklich schreckliche Erfahrung die Gulliver dann auch noch machen muss: Ein Weib umarmt ihn in der ekelhaftesten Weise.... Obwohl ihr Gesicht war gar nicht so scheußlich wie bei den übrigen, so dass er glaubt, sie wäre gerade 11. - Wenn man bedenkt, dass Swift sich in Vanessa verguckte als sie um die 16 war und sie dann älter doch abservierte, wirft das doch ein eher scheles Licht darauf, dass er Angst vor Frauen hat, aber kleine Mädchen OK findet. Zwischendurch das Üblich, was man aus den ersten drei Reisen kennt: Premierminister bashing und wo wir gerade dabei sind, "junge Lords werden von Kindheit an in Faulheit und Üppigkeit aufgezogen; sobald es ihr Alter erlaube, verbrauchten sie ihre Kraft und erhielten schmähliche Krankheiten von liederlichen Weibern; sobald ihr Vermögen ruiniert sei, heirateten sie eine Frau, und zwar nur des Geldes wegen, aus niederem Stande, hässlich und ungesund, die sie alsdann hassten und verachteten. Die Sprösslinge solcher Ehen seinen rhachitische, skrofulöse und entstellte Kinder." Erneut bekommt das Rechtswesen sein Fett weg, das hatten wir schon in den ersten drei reisen. Der Gute fängt an, sich zu wiederholen. Er setzt die juristische Amtsspreche mit dem Rotwelchen gleich und stellt Richter und Betrügern auf eine Stufe. Nebenbei wirf er ihnen vor genau wie die in der dritten Reise erwähnten Wissenschaftler Fachidioten zu sein. Auf jeden Fall kann sich Swift mit Tucholsky einreihen, denn er sagt auch dass Menschen/Yahoos, vor allem Soldaten, Mörder sind, nur nicht explizit. Da rühmt sich der Autor einer klaren Sprache und gerade, wenn es darauf ankommt fängt er an aufzuzählen und zu schwafeln. Auch an andren Stellen wie "Verschiedenheit der Meinungen haben mehrere Millionen Leben gekostet" - Auf allem hackt Swift rum, ist aber letztendlich zu feige zu schreiben, dass selbst die Pest weniger Leben gekostet hat als Religionskriege. Erst im letzten Kapitel wird endlich auch der Kolonialismus mit direkten Worten getadelt, das hätte er mal im Text machen sollen das wäre ein deutlich besseres Thema gewesen als Rassenhygiene. 'Die Masse unseres Volkes werde zu einem elenden Leben gezwungen und müsse jeden Tag um geringen Lohn arbeiten, damit wenige im Überfluss leben könnten' Da fragt man sich schon, hat Marx bei Swift geklaut? Swifts Universalkur für alle Yahoo/Menschenkrankheiten - Lass sie ihre Exkremente fressen trifft wohl einen Großteil der tatsächlichen Rezepturen der damaligen Zeit. Fazit: Der Autor geht mir langsam auf die Nerven. Er verspritzt Gift und Galle, ist bösartig und verbreitet Gedankengut, dass Hitler erfreut haben würde. Die Ehepraktiken der Pferde erinnern stark an Nazi Rassenideologie übelster Art. Gulliver macht sich Kleidung aus Menschenfell und ein Kanu aus Menschenhäuten und dichtet dieses mit Menschenfett ab... - Ohne Worte, besser mir fehlen fast die Worte. Das erinnert an Auschwitz, nur waren es Lampen und Seife. War das vielleicht Pflichtlektüre im dritten Reich? Jaaaaa, Pferde (Tiere) allgemein sind ja soooooooooo tugendhaft und würden nie Artgenossen töten. Erzähl das einem Löwen, der die Kinder seines Konkurrenten tötet, damit sein Harem sofort wieder rollig wird. Erzähl das Affen, die Jagd auf andere Affenarten machen, um sich Fleisch zu besorgen... Wieder mal ein eklatanter Mangel an biologischer Vorbildung bei Herr Swift. Der Autor will belehren aber nicht unterhalten. Oh, mein Gott, besonders bei der vierten Reise habe ich da schwerste Bedenken. Er ist angeblich auch nicht Böswillig und wird von keinen Vorurteilen geleitet (das sehe ich anders). Nationalsozialistisches Gedankengut in Reinkultur. Übel, Menschenverachtend und Frauenfeindlich verspritzt der Autor Gift und Galle und lamentiert über Dinge, die schon Antike Schriftsteller bejammerten. *

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  • Rezension zu "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift

    Gullivers Reisen
    maerzenbecher

    maerzenbecher

    28. May 2011 um 08:54

    Das muss man als Erwachsener lesen!

  • Rezension zu "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift

    Gullivers Reisen
    Nierla

    Nierla

    15. April 2011 um 11:50

    Ich habe dieses Buch in der englischen Ausgabe ("Gulliver's Travels") gelesen, daher kann ich keine Angaben zur im Buch verwendeten Sprache machen, sondern überlasse dies meinen Mitrezensenten. Dieses Buch gehört zu den Klassikern der englischsprachigen bzw. Weltliteratur. Der fiktive Schiffschirurg Lemuel Gulliver beschreibt hier vier seiner Reisen in unbekannte Gebiete dieser Welt. Dass diese Schrift bissig-satirisch ist, zeigt sich in der Beschreibung der Völker, auf die Gulliver trifft (und die nur allzu oft symbolisch für seine eigenen Landsleute stehen) und in den Gesprächen, die er mit Vertretern dieser Völker führt . Dabei nimmt aus meiner Sicht der Grad der Satire im Verlauf des Buches zu, sodass besonders die beiden letzten erwähnten Reisen ein Schlag ins Gesicht der zeitgenössischen Machthaber gewesen sein müssen - was sich auch daran zeigt, dass dieses Buch lange nur unter strenger Zensur veröffentlicht werden konnte. Ein Kritikpunkt meinerseits ist der lineare Aufbau der Reisen, jede dieser Reisen läuft ungefähr gleich ab: Gulliver besteigt ein Schiff und erreicht (meistens ungewollt) eine von jeglicher menschlicher Zivilisation unbefleckte Insel. Er wird von den Einheimischen entdeckt und zu ihrem König, Gouverneur oder Machthaber geführt; mit diesem kommuniziert er im weiteren Verlauf der Erzählung und lernt dadurch die Sprache des jeweiligen Volkes. Es folgen Beschreibungen des Vokabulars, der Sitten und Bräuche, der Erziehung und der moralischen Gesinnung sowie des naturwissenschaftlichen und technischen Fortschrittes dieses Volkes. Schließlich, nach einigen Jahren Aufenthalt, verlässt Gulliver die Insel und kehrt zu seiner Familie nach England zurück. - Heutige Autoren würden sich wohl darum bemühen, die verschiedenen Reisen möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Allerdings kann man das auch als für den Charakter des Buches wichtigen Aufbau ansehen, sodass ich wirklich nur sagen kann, dass jeder Leser sich selbst ein Bild davon machen sollte. In meine Liste der lesenswerten Bücher wird "Gulliver's Travels" bzw. "Gullivers Reisen" jedenfalls aufgenommen.

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  • Rezension zu "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift

    Gullivers Reisen
    TanteGhost

    TanteGhost

    29. March 2011 um 20:14

    Vier Sterne nur, weil die Sprache halt ziemlich altbacken war. Ich hatte es schwer, wenn ich so manche Stellen verstehen wollte. Aber ansonsten war es das pure Lesevergnügen. Es braucht schon eine sehr große Phantasie, wenn man sich solche Geschichten ausdenken kann und die dann auch noch so zu Papier bringt, als hätte man es wirklich erlebt. Das Buch ist in vier Teile eingeteilt. Jeder Teil beinhaltet eine Reise. Teil 1: Die Reise nach Liliput - Lemuel Gulliver ist Wundarzt auf einem Schiff, jedoch erleidet das Schiff Schiffbruch und Gulliver überleibt scheinbar als einziger der Besatzung. Er landet an einem Strand und als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er von vielen kleinen Stricken gefesselt. Um ihn herum wuseln viele kleine Menschen herum und piesacken ihn mit ihren Pfeilen. Guliver ist bei den Liliputanern und erlebt hier das eine oder andere Abenteuer, bis er in Ungnade fällt und das Weite sucht. Teil 2: Die Reise nach Brobdingnag - Gulliver landet bei den Riesen. Er findet einen "Herrn", der ihn aufnimmt, aber auch bald die sprudelnde Geldquelle in ihm entdeckt. Doch die Tochter des "Herrn" erkennt sein Leid und so landet Gulliver am Hofe des Königs. Durch einen Unfall wird er von dort unfreiwillig wieder aufs offene Meer getragen und von einem Schiff gerettet. Teil 3: Eine Reise nach Laputa - Hier sieht Gulliver eine schwebende Stadt, lässt sich von ihr aufnehmen und lernt allerlei neues über Philosophie, Astronomie und Mathematik. Weiter im Landesinneren jedoch nimmt die Wisschenschaft sehr kroteske Züge an und Gulliver möchte wieder nach Hause reisen. Teil 4: Reise in das Land der Houyhnhnms - verkehrte Welt. Die Pferde sind die Herrn und halten sich Menschen als Haustiere. Als Gulliver das begreift, kann er sich glücklich schätzen, dass er bei einem sehr gütigen Pferd gelandet ist. Es merkt, dass er anders ist, als die Tier, die in den Ställen hausen, jedoch ihnen vom Körperbau her gleicht. Gulliver möchte hier bleiben, wird jedoch von der Versammlung wieder weg geschickt. Irgendwann schreit das Buch sicher nach einer Lesewiderholung.

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