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Favole

vor 5 Jahren

Die Votingrunde für die neuen Bücher hat Madame Swann ja bereits eröffnet.
Im Dezember haben wir aber zuerst noch "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift oder wie es in meinem Buch heißt: "Reisen in verschiedene ferngelegene Länder der Erde von Lemuel Gulliver - erst Wundarzt, später Kapitan mehrerer Schiffe".

Es gibt wohl kaum jemanden, der von dieser Geschichte nicht schon mal gehört hat. Aber ich muss zugeben, dass ich das Buch noch nie gelesen habe. Ich kann mich noch vage an einen Film erinnern, da der Stoff ja auch schon oft verfilmt wurde. Beachtung finden aber meist nur die ersten beiden Teile, im Land der Zwerge und der Riesen. Daher freue ich mich gerade auf die anderen beiden Teile, da ich davon noch gar nichts weiß.

Also dann viel Spaß uns allen! =)

Autor: Jonathan Swift
Buch: Gullivers Reisen

Favole

vor 5 Jahren

Hintergrund

Und gleich noch ein paar wenige Sätze zum Hintergrund.

Das Buch erschien 1726 unter dem schon genannten langen Titel. Es enthält eine gute Portion an Sozialkritik und spart nicht mit Satire.
Beides fehlt jedoch in den Kinderbuchausgaben, die zudem nur die ersten beiden Teile umfassen. Aber genau vor allem diesen gekürzten Ausgaben verdankt das Buch seine Bekanntheit, gerade in der heutigen Zeit.

Jonathan Swift (1667-1745) war ein irischer Schriftsteller und Satiriker. Nach einem Thelogiestudium war er oft in der Kirche tätig, jedoch nie in der hohen Position, nach der er strebte. Eine Zeit lang war er auch politisch aktiv.
Als Schriftsteller war er erfolgereicher. Aber er nutzte auch immer wieder Pseudonyme, da seine Satiren, in denen er die Umstände der Zeit anprangert und vor allem gegen die englische Besatzung wettert, nicht immer beliebt waren.
Mit zunehmenden Alter wurde er noch exzentrischer, wobei auch geistiger Verfall vermutet wird. Er war wohl nie verheiratet, hatte aber eine offizielle Beziehung und gleichzeitig eine heimliche Affäre über mehrere Jahre.
Sein literarisches Werk ist umfassend und mit aufklärerischen Zügen, wobei das mir einzige Bekannte Gullivers Reisen ist. Es findet sich darunter z.B. auch eine Satire, in den er als Mittel gegen Überbvölkerung und Armut die Nutzung und den Export irisches Babys als Nahrungsmittel vorschlägt. Allerdings schrieb er als Dr. Shit auch über Fäkalien.

Also insgesamt ist er jetzt sicher mal kein Heiliger. Und die Bilder von ihm lassen nicht darauf schließen, wie er an zwei Frauen gleichzeitig gekommen ist. Aber seine Werke sind wohl durchaus beachtenswert.

Favole

vor 5 Jahren

Eure Ausgabe und Erwartungen

Ich habe mir eine Ausgabe aus meiner Bilbiothek besorgt. Die Kinderbücher habe ich liegen gelassen, da dort eben immer nur Teil 1+2 gibt. Zum Glück gab es auch noch die richtigen Ausgaben. ;o)
Meine ist von Rütten & Loening Berlin, eine 5. Auflage aus dem Jahr 1977. Es ist eine DDR Ausgabe, die mal 8,70 Mark kam. =)
Die Übersetzung ist von Franz Kottenkamp. Der Text wurde "berichtigt und ergänzt", was auch immer das heißen soll.
Mein Buch hat 4 Teile mit 8-12 Kapiteln und 479 Seiten. (Es gab die scheinbar gleiche Ausgabe auch noch mit unter 400 Seiten, wobei ich nicht erkennen konnte, wo der Unterschied war. Gleich Schriftgröße, gleiche Kapitel etc. und kein anderer Hiinweis auf Kürzung. Die ersten beiden Seiten waren auf jeden Fall mal gleich.)

Von dem Buch erwarte ich eine spannende Geschichte. Hoffentlich wird es nicht so lang wie bei Robinson Crusoe. Denn irgendwo hab ich gelesen, dass es sich um eine Robinsonade handelt und auch in Briefen und so weiter wiedergegeben wird.
Mal sehen was die ersten Seiten bringen.=)

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Favole

vor 5 Jahren

3. Teil (Laputa - Japan): Kapitel 7-11
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@Madame Swann

Untersterblichkeit hat in meinem Kopf eher etwas Positves. Aber das liegt wohl eher daran, dass ich das Unbekannte irgendwie beängstigend finde...

Favole

vor 5 Jahren

4. Teil (Houyhnhnms): Kapitel 1-6
@Madame Swann

Na dann viel Spaß mit dem Rest. =)

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Plauderecke

Habe auch das Buch, schade das ich jetzt erst den Betrag gelesen habe

Madame Swann

vor 5 Jahren

4. Teil (Houyhnhnms): Kapitel 7-12
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Ich habe das Buch schon vor ein paar Tagen beendet, hatte bisher aber noch keine Zeit, mich hier noch mal zu Wort zu melden. Jetzt aber... ;-)

Gullivers vierte hat mir von all seinen Reisen bis zum Ende hin wirklich am besten gefallen, vielleicht gerade weil sie sich von den anderen unterschied, hier einiges genau gegensätzlich abläuft (eben dass Gulliver in diesem Land gerne bleiben will, aber nicht darf und ausgewiesen wird). Diesen Teil fand ich wirklich spannend und sehr amüsant zu lesen - auch wenn er ebenfalls politische Längen hatte. ;-)

Die Idee von den herrrschenden vernünftigen und tugendhaften Pferden und den dummen und gewalttätigen menschlichen Yahoos fand ich originell - gerade für die damalige Zeit. Da ist der Gedanke, dass Tiere vielleicht die besseren Menschen wären konsequent zuende gedacht. Dieses Gedankenspiel fand ich spannend und äußerst unterhaltsam umgesetzt. Provokativ ja, aber das gehört ja auch zu einer Satire und macht einen Teil ihres Reizes aus.

Madame Swann

vor 5 Jahren

Fazit
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Wie Favole habe ich 3 Sterne für das Buch vergeben. Ich fand es teilweise etwas schwer zu lesen und es hat mich selten wirklich interessiert, wie es weitergeht. Vieles hat sich bei den einzelnen Reisen auch wiederholt, nur die vierte stach etwas aus der Reihe, die mir dann auch am besten gefallen hat. Trotz der zahlreichen Anmerkungen gehen einem viele Feinheiten verloren, wenn man nicht gerade ein Experte der englischen Politik der 17./18. Jahrhunderts ist - ich muss zugeben, dass ich die oft seitenlangen politischen Ausführungen meist recht ermüdend fand. Trotzdem bewundere ich Swifts Leistung und Einfallsreichtum, dem mit dem Buch eine eindrucksvolle politische Satire gelungen ist - die ganze Thematik war aber eben nicht so ganz meins. Mir hat das Buch jedoch besser gefallen als Robinson Crusoe (es wurde ja ein paar mal der Vergleich zwischen den beiden gezogen) und ich finde Swifts Werk auch literarisch ausgereifter als Defoes.

Favole

vor 5 Jahren

4. Teil (Houyhnhnms): Kapitel 7-12
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Madame Swann schreibt:
Die Idee von den herrrschenden vernünftigen und tugendhaften Pferden und den dummen und gewalttätigen menschlichen Yahoos fand ich originell - gerade für die damalige Zeit. Da ist der Gedanke, dass Tiere vielleicht die besseren Menschen wären konsequent zuende gedacht. Dieses Gedankenspiel fand ich spannend und äußerst unterhaltsam umgesetzt. Provokativ ja, aber das gehört ja auch zu einer Satire und macht einen Teil ihres Reizes aus.

Für die damalige Zeit war dieser Gedankengang sicher ein Novum. Aber wenn dies auch heute nicht mehr so ist, finde ich die Idee trotzdem noch passend und aktuell. Denn die Gesellschaft von heute ist schließlich immer noch weit entfernt davon, perfekt zu sein.

Favole

vor 5 Jahren

Fazit
@Madame Swann

Schönes Fazit. Vor allem auch das mit Robinson Crusoe sehe ich genauso. ;o)

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