Jonina Leosdottir Meine Familie und andere Katastrophen

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Inhaltsangabe zu „Meine Familie und andere Katastrophen“ von Jonina Leosdottir

Die Familie kann man sich nicht aussuchen – auch nicht in Island
Ragnar verkündet auf der Überraschungsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag, dass er sich von seiner langjährigen Ehefrau trennen will. Die hat die Feier wochenlang akribisch geplant und ist entsprechend sauer, doch dann wird ihr klar, dass sie eigentlich froh sein kann, ihren infantilen Mann los zu sein. Die einzige, die mit dieser Trennung gar nicht zurechtkommt, ist die gemeinsame Tochter. Die setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um die Eltern wieder zusammenzubringen, und verliert dabei fast ihr eigenes Glück aus den Augen.

Jónína Leósdóttir hat eine turbulente Komödie über eine späte Midlife-Crisis, über Patchworkfamilien mit emotionalen Altlasten, über Marotten und Affären, Geheimnisse und Sehnsüchte geschrieben, die genau den richtigen Schuss Nachdenklichkeit besitzt.

Kurzweilig, lustig, chaotisch - empfehlenswert als Sommerlektüre!

— miro76

Kein Humor, nicht mal einen Funken Enthusiasmus...grausam!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine wirklich verzwickte Familie, deren Katastrophen aber auf Dauer etwas nerven.

— Bibliomarie

Ein kurzweiliges Lesevergnügen, welches an eine abendliche Dailysoap erinnert

— Diana182

Haarsträubende Geschichte über eine völlig chaotische Familie!

— Tine13

Figuren, die man gerne mal durchschütteln und gleichzeitig in den Arm nehmen möchte.

— LottiLiest

Familienchaos hoch 10, fing gut an, war mir dann aber teilweise zu anstrengend und deprimierend, mit unbefriedigendem Schluss.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Mit einer großen Familie wird es nie langweilig. Das demonstrieren Ragnar und seine Frau Margret mit ihren Kindern und deren Parnern.

— Waschbaerin

Leider konnte mich der Aufbau des Buches, vor allem das Ende, nicht begeistern.

— Binichen90

Eine amüsante Geschichte mit offenerm Schluss! Jetzt kann sich der Leser alles denken!

— lieberlesen21

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  • Leserunde zu "Meine Familie und andere Katastrophen" von Jonina Leosdottir

    Meine Familie und andere Katastrophen

    aba

    "Der peinlichste Moment in der Geschichte Islands" Gibt es eigentlich perfekte Familien? Solche, in denen alle glücklich und ausgeglichen sind und mit ihren Blutsverwandten immer einer Meinung? Oder deren Mitglieder vor Toleranz sprühen und keiner wird als peinlich empfunden? Eygló, die verzweifelte Heldin von "Meine Familie und andere Katastrophen", dem neuesten Roman der Isländerin Jónína Leósdóttir, ist sich sicher: Ihre Familie ist alles andere als perfekt. Sie durchlebt einen regelrechten Familien-Alptraum!Habt ihr Lust, Eyglós Familie kennenzulernen? Dann dürft ihr auf keinen Fall diese Leserunde über eine "ganz normale" isländische Familie verpassen!Zum InhaltRagnar verkündet auf der Überraschungsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag, dass er sich von seiner langjährigen Ehefrau trennen will. Die hat die Feier wochenlang akribisch geplant und ist entsprechend sauer, doch dann wird ihr klar, dass sie eigentlich froh sein kann, ihren infantilen Mann los zu sein. Die einzige, die mit dieser Trennung gar nicht zurechtkommt, ist die gemeinsame Tochter. Die setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um die Eltern wieder zusammenzubringen, und verliert dabei fast ihr eigenes Glück aus den Augen.Jónína Leósdóttir hat eine turbulente Komödie über eine späte Midlife-Crisis, über Patchworkfamilien mit emotionalen Altlasten, über Marotten und Affären, Geheimnisse und Sehnsüchte geschrieben, die genau den richtigen Schuss Nachdenklichkeit besitzt.Lust auf eine Leseprobe?Zur AutorinJónína Leósdóttir, geboren 1954, machte ihr B.A.-Examen in Englisch und Literaturwissenschaften an der Universität Islands. Darüber hinaus studierte sie an der University of Essex in Großbritannien. Sie arbeitete als Journalistin und schrieb Biografien, Theaterstücke und Romane. Sie ist in zweiter Ehe mit der ehemaligen isländischen Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir verheiratet.Zusammen mit KiWi verlosen wir 26 Exemplare von "Meine Familie und andere Katastrophen".Möchtet ihr mehr über Eyglós Familie lesen? Und möchtet ihr erfahren, ob es ihr gelingt, ihre Eltern wieder zusammenzubringen? Wenn ihr an der Leserunde zu "Meine Familie und andere Katastrophen" teilnehmen, euch mit anderen Lesern darüber austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchtet, solltet ihr euch am besten bis zum 25.05. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, indem ihr auf diese Frage antwortet:"Der peinlichste Moment in der Geschichte Islands": So empfindet Eygló den Moment, in dem ihr Vater mitten in seiner Geburtstagsparty ankündigt, dass er sich von seiner Frau trennen will.Welcher war der peinlichste Familien-Moment eures Lebens? Habt ihr Lust, darüber zu erzählen?Ich verspreche: Ich erzähle es nicht weiter!Ich wünsche euch viel Glück!* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 913

    JDaizy

    27. June 2016 um 14:19
    YA34 schreibt Wenn ich Eyglo wäre, würde ich von Örvar weglaufen. Er ist ein unverhüllter Egoist und komplett beknackt. Ich glaube nicht, dass ihre Geschichte ein gutes Ende haben wird.

    Ich habe Orvar ganz anders empfunden. Ich finde ihn sehr sympathisch und mitfühlend. Er hat das Herz am richtigen Fleck und müsste nur etwas konsequenter werden.

  • Leider habe ich die turbulente Komödie im Buch gesucht

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Kuhni77

    27. June 2016 um 07:57

    INHALT: Ragnar lässt auf seiner Überraschungsparty zu seinem 60. Geburtstag, die Bombe platzen, dass er sich scheiden lassen möchte. Seine Ehefrau Margrét, die diese Überraschungsparty wochenlang geplant hat, ist natürlich sauer und versteht nicht was das soll. Doch nach kurzem Schock, kommt dann die Erkenntnis, dass sie ja eigentlich froh sein, kann ihren infantilen Ehemann endlich los zu sein. Eygló, die gemeinsame Tochter, möchte sich damit aber nicht abfinden und will unbedingt die Ehe ihrer Eltern retten. Sie hofft natürlich auf die Hilfe ihrer Halbgeschwister, muss aber schnell erfahren, dass diese nicht wirklich helfen wollen. Also versucht sie es alleine,  und verliert dabei fast ihr eigenes Glück aus den Augen. Jónína Leósdóttir hat in ihrem Buch über eine späte Midlife-Crisis, über Patchworkfamilien mit emotionalen Altlasten, sowie ihren Marotten und Affären, Geheimnissen und Sehnsüchten geschrieben,   MEINUNG: Das Buch wurde als humorvolles Buch beschrieben und der Klappentext hat so einiges versprochen. Nachdem ich die Leseprobe durch hatte, wollte ich doch unbedingt wissen, wie es mit dieser chaotischen Familie weitergeht. Jónína Leósdóttir hat einen schönen Schreibstil und somit ließ sich die Geschichte sehr schnell lesen. Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Am Anfang sind es Emails zwischen Eygló und ihren Geschwistern. Danach sind die Kapitel in den einzelnen Tagen und Uhrzeiten unterteilt, so dass man einen Einblick in die  nächsten 6 Tage, nach der Überraschungsparty, bekommt. Aber das war dann leider auch schon alles, was ich positives aus dem Roman ziehen konnte. Am Anfang hatte ich erst einmal große Schwierigkeiten, die ganzen Namen auseinanderzuhalten und musste oft zurückblättern und sortieren, wer denn nun wer ist und wie er zur Familie gehört. Mir ist  in diesen 6 Tagen einfach zu viel passiert. Ein Problem folgte nach dem anderem, nichts wurde wirklich richtig ausgesprochen oder behoben. Katastrophen waren das alles nicht, sondern selbstgemachte Probleme die einfach unnötig waren und dann auch noch ein riesen Geheimnis darum gemacht wurde. Ich fand, dass sich alle Familienmitglieder ziemlich unreif verhalten haben und oft ziemlich übertrieben. Das Ende fand ich dann persönlich die einzige wirkliche Katastrophe. Für mich war es kein Ende und es sind viel zu viele Fragen offen geblieben. Ich dachte wirklich, dass mir 1-2 Seiten fehlen. Einen Epilog hätte ich hier sehr gut gefunden. FAZIT: Der Schreibstil und die Idee haben mir sehr gut gefallen, und auch die Leseprobe fand ich sehr gut. Aber das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt und mich ziemlich enttäuscht.   Eine turbulente Komödie war es für mich nicht, der Humor hat mir gefehlt und für mich leider  ein Buch das in die Kategorie „Flop 2016“ eingestuft wird.

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  • Chaos und Kathastrophe

    Meine Familie und andere Katastrophen

    miro76

    26. June 2016 um 17:36

    „Ihr müsst sofort nach Hause kommen. Keine Ausreden! Soeben endete die ultimative Geburtstagsparty im absoluten Chaos … obwohl sie noch gar nicht richtig begonnen hatte. Alle hatten sich im Wohnzimmer versteckt, da platzte Papa herein und verkündete, er werde sich von Mama trennen, die prompt vor allen Gästen anfing zu heulen. Der peinlichste Moment in der Geschichte Islands."                     (S. 7) Das schreibt Eygló an ihre Geschwister, die beide im Ausland leben. Für Eygló steht fest, dass sie alles tun muss, um ihre Eltern wieder zu versöhnen. Zur Verteidigung des Vaters muss noch gesagt werden, dass er nicht wusste, dass alle ihre Freunde und Bekannten im Wohnzimmer versteckt sind. Doch Eygló scheint alleine dazustehen, denn ihre Mutter ist plötzlich überzeugt davon, dass auch für sie ein Neustart besser wäre. Doch das ist nicht das einzig chaotische an dieser Familie. Nach und nach erfahren wir, was sonst noch alles aus dem Ruder läuft. Eyglós Ehe steht auf dem Prüfstand, nachdem sie ohne Absprache mit ihrem Mann Örvar die Pille abgesetzt hat und schwanger ist. Diese Ehe ist sowieso alles andere als einfach. Örvar hat drei Kinder aus erster Ehe, für die Eyglò kaum mütterliche Gefühle aufbringen kann. Seine Exfrau ist psychisch schwer krank und sitzt nach einem Selbstmordversuch im Rollstuhl. Verständlich also, dass Örvar sich für sie noch verantwortlich fühlt. Aber dem nicht genug, mischt auch noch die Ex-Schwiegermutter in dieser Patchworkfamilie mit. Dass das konflikgeladen ist, kann sich wohl jeder vorstellen. Und mit dem Voranschreiten der Geschichte erfahren wir, dass auch Eyglós Geschwister so ihre Probleme haben. Eine typische Familie??? Aber sicher!Das macht das Buch so lebensnah. Vielleicht ist Manches etwas überzeichnet, vielleicht reden die Leute etwas zu wenig miteinander oder einmal zu oft aneinander vorbei, aber kommt das nicht in jeder Ehe oder Familie vor? Ich fand das Buch recht amüsant. Es liest sich leicht und locker – eignet sich daher perfekt als Sommerlektüre im Liegestuhl und man kann sich freuen, dass man doch in etwas geordneteren Verhältnissen lebt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine amüsante, wenig tiefgründige Familiengeschichte zwischendurch lesen möchte. Daher vergebe ich vier Sterne, denn meine Erwartungen wurden erfüllt und ich habe mich gut unterhalten bei der Lektüre. Außerdem findet die ganze Geschichte einen wunderbaren Ausgang, der absolut im Bereich des möglichen liegt.

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    • 2
  • Verschwendete Zeit

    Meine Familie und andere Katastrophen

    YA34

    25. June 2016 um 16:25

    «Meine Familie und andere Katastrophen»… Wenn man das Buch mit einem einzigem Wort beschreiben soll, wird das letzte Word des Titels die zugewiesene Aufgabe komplett erledigen. Die Geschichte hat keine Spannung und eine große Mangel an Einzigartigkeit. Sie ist absolut langweilig, manchmal dumm und gar nicht glaubwürdig, depressiv und verursacht nur Antipathie. Wenn ich nicht verpflichtet wäre meine Rezension zu schreiben, würde ich das Buch nie vollenden. Leider verschlechtert das Ende ohnehin die gescheiterte Geschichte. Alle Hauptfiguren, ausnahmslos alle, verhalten sich unlogisch und unreif. Ich kann mir so etwas vielleicht vorstellen, wenn das Buch über rebellischen Teenagers wäre, aber auf keinen Fall über Menschen zwischen 30 bis 60 Jahre alt. Es ist das erste Mal, dass ich gar nichts positives in einer Geschichte finden kann oder meine Sympathie für Minimum zu einem Charakter bestimme. Je weiter es ging, desto mehr Abneigung entwickelte ich gegen die Hauptfiguren, weil niemand in dieser Geschichte einmal wirklich froh war. Mein Rat: verschwendet nicht eure Zeit und Geld.

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  • Von einer Katastrophe in die nächste

    Meine Familie und andere Katastrophen

    TeleTabi1

    25. June 2016 um 15:45

    "Meine Familie und andere Katastrophen“ handelt von einer großen, isländischen Familie rund um das Familienoberhaupt Ragnar und seine Frau Margret. Ihre bereits erwachsenen Kinder sind längst aus dem Haus und wohnen über ganz Europa verstreut. Tochter Alma wohnt mit Freund und Töchterchen in Amsterdam, Sohn Steinn und seine Frau Hrefna leben gemeinsam in Norwegen und ihr drittes Kind – Tochter Eyglo – ist die einzige, die nach ihrem Studium in Italien wieder in Island zuhause ist. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Örvar und dessen drei Kindern aus einer früheren Beziehung gibt es so einige kleine und größere Herausforderungen zu meistern. Die Katastrophe ist perfekt, als Eyglos Vater Ragnar auf der Überraschungsparty zu seinem 60. Geburtstag plötzlich ganz unverhofft die Scheidung von seiner Frau fordert. Ob wohl eine andere Frau ihre Finger im Spiel hat? Vielleicht sogar die junge Arzthelferin aus Ragnars Praxis? Oder steckt er einfach mal wieder in einer späten Midlife-Crisis? Trotz vieler eigener Probleme, setzt Eyglo alles daran, ihre Eltern wieder zusammen zu bringen. Sie sucht Hilfe bei Ragnars Schwester Fifi, Margrets bester Freundin Dora und ihren Geschwistern im Ausland. Doch der Plan die Scheidung zu verhindern, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Zumal auf einmal auch noch eine überraschende Wendung in Eyglos und Örvars eigenem Leben für reichlich Streitigkeiten und Verwirrung sorgt. Eine Katastrophe folgt der nächsten - Ob diese Familie noch zu retten ist?! In sechs turbulenten Tagen, von denen im Buch jeder Tag als ein eigenes Kapitel dargestellt wird, erhält der Leser überraschende Einblicke in das Leben dieser chaotischen Familie... Unübersichtliche Familienbande sorgen vor allem anfangs für reichlich Verwirrungen und Probleme beim Zurechtfinden. Die ungewöhnlichen isländischen Namen, bei denen man häufig nicht einmal Männlein oder Weiblein identifizieren kann, tun ihr Übriges. Oft wusste man lange Zeit überhaupt nicht, um wen es gerade geht und wer zu wem in welchem Verhältnis steht. Einfach zu viele Namen auf einmal. Ein Stammbaum wäre in solch einem Fall wohl sehr hilfreich gewesen. Die Geschichte selbst kam mir zuerst ebenfalls reichlich unstrukturiert und unwillkürlich vor – gerade so, als wäre ohne Plan drauflos geschrieben worden. Das hat die Story meiner Meinung nach leider wenig interessant und teilweise etwas oberflächlich erscheinen lassen, weshalb ich – trotz des dünnen Büchleins mit seinen gerade mal 300 Seiten – doch relativ lange gebraucht habe, bis ich es fertiggelesen hatte. Gegen Ende wurde es dann überraschenderweise doch noch etwa spannender. Gerade die Handlungen und Geschehnisse um die Familienverhältnisse von Eyglo, Örvar und Brydis fand ich gut, aber hier wurde dann leider doch ziemlich wenig erzählt und am Ende viele Fragen unbeantwortet gelassen. Insgesamt eine wenig überraschende, nicht wirklich schlechte, aber eben auch keine übermäßig beeindruckende oder im Gedächtnis bleibende Geschichte. Dafür, dass ich das Buch geschenkt bekommen habe, war es okay, aber kaufen oder nochmals lesen würde ich es wohl nicht. 

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  • Hier ist nicht die Familie die Katastrophe

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2016 um 14:25

    Alles war so schön geplant: Margaret hat für ihren Ehemann Ragnar eine Überraschungsparty zum 60. Geburtstag geplant. Doch die Überraschung gelingt ihm und nicht seiner Frau, denn er verkündet, dass er sich scheiden lassen will. Die gesamte Familie ist geschockt und versucht nun, mit dem neuen Chaos klar zu kommen...„Meine Familie und andere Katastrophen“ war mein erstes Buch von Jónína Leósdóttir und wird auch mein letztes gewesen sein. Die Isländerin möchte über das Auseinanderbrechen einer Familie schreiben und schafft es dabei nur pure Langeweile und Kopfschütteln bei mir auszulösen. Ich bin Skandinaviern im Bereich Thriller schon skeptisch, nun füge ich dem auch das Genre Komödie hinzu.Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man zu einen Ragnar, der sich aus heiterem Himmel von seiner Ehefrau trennt, als auch Margaret, die Gehörnte Ehefrau sowie Eygló, die Tochter der Beiden, die selbst mit ihrem Lebensgefährten ganz andere Probleme angehen müsste als die zerbrechende Ehe ihrer Eltern. Denn Eygló hat mit ihrem Lebensgefährten 3 Kinder unterschiedlichen Alters, die er mit in die Beziehung gebracht hat. Vom Pubertier bis hin zum Nesthäckchen ist jedes Alter dabei. Diese Mischung bietet auf den ersten Blick genügend Reibungspunkte, um einen witzigen und zugleich nachdenklichen Roman zu erschaffen. Die Autorin erschafft hier aber nur einen Roman über Selbstmitleid, abgehalfterten Männern und Problemen, die komplett hausgemacht sind und an denen keiner arbeiten will, weil es einfacher ist, sich wie Kleinkinder zu verhalten.Und genau dieses Verhalten hat es mir so schwer gemacht überhaupt Sympathie für eine der Figuren zu empfinden. Egal, ob es die Eltern sind, die sich trennen oder deren erwachsene Kinder, die damit nun umgehen müssen, alle verhalten sich durch die Bank weg wie kleine Kinder, die nur ihre eigenen Ziele kennen und dabei nicht merken, wie die Welt wirklich ist. Zudem stellt Leósdóttir ihre Charaktere sehr oberflächlich vor, so dass ich zu keiner eine Bindung aufbauen konnte.Der Roman wird als turbulente Komödie mit nachdenklichen Zwischentönen angekündigt. Humor scheint man in Island anders zu definieren, was auch durchaus in Ordnung ist. Ich konnte bei diesem Werk nicht einmal lachen. Es gab einfach keine Situationen, in denen ich hätte lachen oder gar lächeln können, denn dazu stolperten die Figuren von einer Tragödie in die nächste. Immer wenn ich dachte, das Ensemble kommt einer Lösung näher, tat sich ein neuer Abgrund auf. In meinen Augen war dies zu viel des Guten.Das Ende hat mich dann total unvorbereitet getroffen, denn der Roman hört einfach auf. Ohne Lösung, ohne Happy End, ohne alles ist einfach Schluss. Ich fühlte mich wie ein Gast, dem einfach die Tür vor der Nase zugeknallt wurde. Und das kann ich in solch humorvollen (oder in diesem Fall gewollt humorvollen) Romanen gar nicht haben.Der Stil der Autorin ist gut zu lesen, wenn man sich mal an all die isländischen Namen gewöhnt hat. Jedoch erzählt Jónína Leósdóttir mit so viel Elan wie eine Schnecke beim 100-m-Lauf.Fazit: nicht die Familie ist hier die Katastrophe. Keine Empfehlung von mir!

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  • Familie und andere Feinde

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Bibliomarie

    24. June 2016 um 22:08

    Den 60. Geburtstag ihres Mannes Ragnar möchte seine Frau mit einer Überraschungsparty feiern, aber Ragnar macht ihr einen Strich durch die Rechnung, er verkündet der versammelten Festgesellschaft, dass er sich endlich scheiden lassen möchte. Seine Frau und seine Kinder sind geschockt. Eygló soll vermitteln, obwohl ihr eigenes Privatleben chaotisch ist. Eyglòs Familie ist eigentlich nicht ihre eigene. Ihr Partner Örvar hat nicht nur 3 Kinder mit in die Partnerschaft gebracht, er ist auch noch emotional sehr an seine Ex-Frau gebunden. Sie ist psychisch krank und nach einem Suizidversuch auch noch auf den Rollstuhl angewiesen. Eygló versucht den schwierigen Spagat, ihr Liebesleben mit all diesen „Altlasten“ unter einen Hut zu bringen. Sie wünscht sich schon lange ein eigenes Kind, wird aber von ihrem Örvar immer auf später vertröstet, aber ihre eigene biologische Uhr tickt laut.Das ist wirklich eine turbulente und chaotische Familiengeschichte, in der Katastrophen und Heimlichkeiten an der Tagesordnung sind. Jeder versucht sein eigenes Glück zu retten und dass es dabei mitunter die Egoisten sind, die sich durchsetzen, liegt auf der Hand. Aber es sind letztendlich die starken Frauen die diese Geschichte tragen, vor allem Eygló, der man die Kraft wünscht, sich durchzusetzen. Diese Frauen sind in ihrer Widersprüchlichkeit  gut dargestellt. Die Geschichte springt zwischen chaotischer Seifenoper und ernsten Themen hin und her, die Balance ist dabei nicht immer gegeben.  Das ist auch der Grund, dass nach der Lektüre bei mir ein schaler Eindruck zurück bleibt.      

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  • Ach ja, die liebe Familie

    Meine Familie und andere Katastrophen

    bookgirl

    24. June 2016 um 11:21

    Inhalt An seinem sechzigsten Geburtstag verkündet Ragnar, dass er sich von seiner langjährigen Frau Margret scheiden lassen möchte. Diese hat wochenlang die Feier geplant und reagiert verständlicherweise zunächst sauer, erkennt dann jedoch recht schnell, dass sie eigentlich froh sein kann ihren Mann los zu sein. Eyglo, die gemeinsame Tochter, versucht trotzdem alles, um ihre Eltern wieder zusammenzubringen, auch wenn sie eigentlich schon mehr als genug eigene Probleme hat. Meine Meinung "Meine Familie und andere Katastrophen" ist nicht ganz das, was die Kurzbeschreibung vermuten lässt. Es ist meiner Meinung nach keine turbulente Komödie, bei der man ständig lachen oder schmunzeln muss, hat mich aber dennoch gut unterhalten.  Jonina Leosdottir katapultiert den Leser sofort mitten in die Handlung, die uns von Eyglo näher gebracht wird. Sie ist es, die voller Verzweiflung Hilfe bei den Geschwistern sucht, die jedoch ausbleibt, sodass sie alleine versuchen muss die Ehe ihrer Eltern zu retten. Dabei trifft sie auf zwei Parteien, die zunächst zu stolz (Mutter) oder bockig (Vater) sind, um auch nur miteinander zu reden. Doch wie immer im Leben kommt alles ganz anders als man denkt. Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Tagen, die wiederum in Uhrzeiten unterteilt sind, bei der die Perspektive wechselt, so dass das Augenmerk immer auf einem Protagonisten liegt, der uns an seiner Gefühls- und Gedankenwelt teilhaben lässt. Eine gute Idee, die den Leser mit dem neuesten Stand in Sachen Ragnar und Margret, aber auch Eyglo und ihrem problembeladenen Freund Örvnar versorgt. Wenngleich das Ende offen ist, hat mich dies nicht gestört. Ganz im Gegenteil finde ich in diesem Fall sogar gut, dass die Autorin nicht alles vorgibt, sondern die Phantasie des Lesers anregt, wie es weitergehen könnte. Ob die Streithähne sich doch noch versöhnen? Lasst euch überraschen. Fazit "Meine Familie und andere Katastrophen" ist eine turbulente Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Keine Welt-Literatur, aber das muss ja auch nicht sein, um von außen einen amüsanten Blick auf eine ganz und gar nicht so ungewöhnliche Familie zu erhaschen. Ich vergebe daher gerne vier Sterne.

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  • Familienchaos hoch 10

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. June 2016 um 16:56

    Die Isländerin Eygló ist über ihre Eltern schockiert: Während einer Überraschungsparty verkündet das nichtsahnende Geburtstagskind Ragnar seiner Frau , sich von ihr scheiden lassen zu wollen. Alle heimlich versteckten Gäste haben es mitbekommen: Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Nachbarn. Der Skandal ist perfekt. Die hauptsächlich Betroffenen, Ragnar und Magrét allerdings denken gar nicht daran, sich wieder zusammenzuraufen, sondern grübeln schon über eigene Wege nach. Auch die eigene Beziehung macht Eygló zu schaffen: Ihr Mann hat drei Kinder in den Haushalt mitgebracht, seine Ex und ihre Mutter machen ihm das Leben zur Hölle. Und es kommt alles noch viel schlimmer... Der Roman fing amüsant an: Die völlig aufgelöste und wütende Eygló verschickt Emails an ihre Geschwister, die sich im Ausland befinden und bittet sie, sofort herzukommen, was diese auf keinen Fall tun wollen (was einen nicht verwundert gg). Dann folgt man den frisch getrennten Ehepartnern und vor allem Eygló, die in der Geschichte nun versucht, die Ehe ihrer Eltern zu kitten (warum auch immer, da diese eigentlich recht glücklich alleine wirken). Was amüsant anfing, wird leider für meinen Geschmack zu dramatisch. Die Katastrophen häufen sich. Die Charaktere reagieren überwiegend komplett über, reden nicht miteinander und entwickeln sich keinen Zentimeter weiter und bewegen sich nicht aufeinander zu. Für mich war das sehr frustrierend zu lesen, wie Generationen dieselben Fehler immer wieder machen und nichts dazulernen... Das Ende war im Vergleich zum vielversprechenden Anfang für mich ein kompletter Flop, mehr möchte ich nicht verraten. Mein Fazit: Was super anfing, schwächelte spätestens in der Mitte des Romans und das Ende hätte ich mir schenken können, so kommen bei mir 5 Sterne für den Anfang, 3 Sterne für die Mitte und 1 Stern für das Ende zusammen, also insgesamt noch ordentliche 3 Sterne. Ob ich nun den Roman weiterempfehlen soll, weiß ich nicht. Am besten macht man sich selbst einen Eindruck vom Buch. Ich war doch etwas enttäuscht am Ende, muss ich zugeben. Schade, da es wirklich toll anfing...

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  • Ein kurzweiliges Lesevergnügen, welches an eine abendliche Dailysoap erinnert

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Diana182

    21. June 2016 um 14:30

    Das Cover ist in wunderschönen Farben gestaltet. Es springt direkt ins Auge und macht aufmerksam. Zu sehen ist ein gedeckter Tisch unter einer strahlenden Lampe. Dazu der Titel, der eigentlich schon direkt deutlich macht, um was es hier gehen könnte: Eine chaotische  Familie! Und sind wir mal ehrlich: Hat nicht jeder eine Familie, die man manchmal zum Mond wünscht und bei bestimmten Situationen mit Trauer feststellt, dass man eben diese nicht mal bei Ebay einstellen kann!? Und dennoch ist sie liebenswert und ohne einige Verwandte wäre das eigene Leben doch nur halb so schön! Was würde uns da auf Familienfeiern erspart bleiben und entgehen? (Ich muss das schreiben, weil wer weiß schon, ob meine Familie hier mitliest *zwinker*)  Mit solch einer Einstellung ging ich an dieses Buch heran! Ich wollte eine Geschichte über eine katastrophale Familie lesen und vielleicht auch die Erkenntnis gewinnen, dass es anderen auch nicht besser geht bzw. die eigene Familie doch ganz annehmbar ist. Die Buchbeschreibung klang auf jeden Fall recht vielversprechend! Meine Meinung:Erst einmal das positive vorweg – das Buch lässt sich locker, flockig lesen und ist durch die kleine handliche Größe und Breite auch recht schnell weg gelesen. Wir erhalten Einblick in die Woche einer isländischen Familie und können diese mit Uhrzeit direkt verfolgen. Doch nun muss ich leider doch etwas meckern: Die Geschichte an sich ist zwar recht unterhaltsam, aber irgendwann fühlte ich mich wie bei einer abendlichen Daily Soap. Jeder redet mit jedem über einen anderen, denn natürlich jeder kennt. Eine, ich nenn es mal in Gänsefüßchen, „Katastrophe“ jagt die Nächste und als Leser ist man bei allen Gedankengängen und Vorkommnissen fast schon live dabei. Warum ich „Katastrophen“ in Gänsefüßchen gesetzte habe? Also entweder ich bin durch meine Familie schon so einiges gewöhnt oder mich schockt eben nichts mehr. Aber das was hier als „der peinlichste Moment Islands“ angepriesen wird, war für mich irgendwie so gar nicht schlimm – eher ganz normal und an der heutigen Tagesordnung. Auch die anderen Begebenheiten lockten mich daher nur schwer hinter dem Ofen hervor. Und den Humor habe ich leider auch bis auf die letzte Seite vergeblich vermisst. Ach doch Moment, einmal – ein einziges Mal habe ich mal kurz gelächelt. Aber das hielt sich dann auch eher in Grenzen… Das Ende, ja, was sag ich jetzt zum Ende – Die Woche ist vorbei und somit auch das Buch. Wie es dann weiter geht, kann sich ein jeder selbst weiter denken. Die einen empfinden es als positiv, die anderen sehen wenig Hoffnung! Das entscheidet so wohl jeder für sich… Mein Fazit:Eine interessante Geschichte, die aber ebenso auch bei Familie Mustermann aus Musterstadt spielen könnte. Es war ein interessantes, kurzweiliges Lesevergnügen, aber mir würde jetzt niemand einfallen, dem ich das Buch empfehlen könnte.

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  • Eine wirklich sehr spezielle Familie !

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Tine13

    19. June 2016 um 12:45

    Das Familienalptraumdrama von Jónína Leósdóttir beginnt mit einem großen Knall....zu seinem 60sten Geburtstag verkündet Ragnar die Trennung von seiner Frau Margrét ...das haut natürlich alle Familienmitglieder und Freunde erst mal von den Socken, denn eigentlich haben die ja ihre eigenen Probleme ! Wo ist denn nun eigentlich das Problem...bisher war das Paar doch glücklich, dachte jedenfalls Margret, die immer positive aber leicht Putz und Kontrollsüchtige....Ehefrau. War Ragnar das plötzlich zufiel, oder steckt doch etwa eine andere Frau dahinter!? Tochter Eygló versucht zu vermitteln und die Ehe der Eltern zu retten....doch auch ihre Beziehung trudelt gerade in die Katastrophe.....und ihre Geschwister sind natürlich auch keine große Hilfe. Zu Beginn der Geschichte muss man sich natürlich erst mal an die doch recht aussergewöhnlichen Namen gewöhnen und den Überblick gewinnen. Die Schreibweise der Autorin liest sich flüssig und amüsant. Ihre Figuren sind zwar interessant, doch leider allesamt recht ungewöhnlich. Jeder Einzelne hat mit massiven Problemen zu kämpfen und so rechte Sympathie mag da bei mir nicht aufkommen. Am liebsten würde man die meisten der Protagonisten auf Therapie schicken, um Kommunikation zu erlernen, um Putzsucht, Alkoholismus und Egoismus zu bekämpfen. Manche Familienmitglieder hätte man am liebsten auch mal Beiseite genommen und ihnen einen guten Rat gegeben;) Zum Ende hin werden die unzähligen Probleme nicht gelöst, sondern immer nur verdrängt, das finde ich wirklich schade. Es gibt zwar ein kleines Happy End, der Rest der Geschichte bleibt aber der Phantasie des Lesers überlassen und ist leider sehr offen. Mein Fazit: Eben eine wirklich sehr spezielle Familiengeschichte, interessant geschrieben, lesenswert, aber nicht unbedingt befriedigend. Es ist auf alle Fälle Luft nach oben....eigentlich 3,5 Sterne von mir, doch die gibt's ja hier nicht;)

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  • Eine Geschichte voller Geschichten

    Meine Familie und andere Katastrophen

    LottiLiest

    18. June 2016 um 19:43

    Jónína Leósdóttir wirft einen mitten hinein in eine Familiengeschichte, in der die eine Katastrophe der nächsten folgt und das eine Geheimnis das nächste bedingt. Ragnar verlässt seine Frau, nach dem diese eine Überraschungsparty für ihn auf die Beine gestellt hat. Das wirft nicht nur die Betroffene selbst aus der Bahn sondern auch eine ihre Töchter, die doch nichts anderes als Familienglück will, für ihre Eltern, aber auch für sich. Margrét entschließt sich, dem Wunsch ihres Mannes zu folgen, akzeptiert seinen Willen zur Scheidung. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht… Was als eine komödienhafte Story beginnt, stellt sich bald als tiefgründige Familiengeschichte heraus. Tiefe Wunden werden wieder aufgekratzt, alte Lügen aufgedeckt und neue gesponnen. Hier kommt jeder zu Wort, die Kinder des Ehepaars, deren Lebensgefährten, Nachbarn, Freund und noch viele mehr. Ohne sie alle wäre die Geschichte nur halb so katastrophal, aber auch nur halb so spannend! Manchmal möchte man die Figuren einfach nur packen und durchrütteln, um sie im nächsten Moment fest zu umarmen.  In jedem Fall muss man sich darauf gefasst machen, dass auf jeder Seite eine neue Lüge lauert, ein bisher verborgenes Gefühl zutage tritt. Wenn man etwas aus diesem Buch lernen kann, dann dass man seinen Liebsten mehr Beachtung schenken sollte, ihren Gefühlen und Wünschen. Liebe ist nun mal auch ein Kompromiss, der mal schwerer und mal leichter fällt. Einfach mal zuhören und durchatmen, lautet die Devise.

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  • Witzig, überraschend und teilweise "dramatisch"... Ein Familienleben vs. ganz normalem Wahnsinn!

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Nepomurks

    18. June 2016 um 14:23

    Meiner Meinung nach hat Jónína Leósdóttir mit „Meine Familie und andere Katastrophen“ einen wirklich tollen Roman vorgelegt! Eine Erzählung, die die wahnwitzigen Absurditäten eines Familienlebens widerspiegelt, mit einem Hauch Dramatik und jeder Menge Biss! Ragnar verlässt Margret wie mit einem Paukenschlag, Dorá und Svenni sind nicht ganz unschuldig daran, Eygló und Örvar schlittern in eine kleine Familien-Katastrophe hinein und Fifi und Bryndis mitsamt der Kinder spielen ebenfalls eine nicht ganz unwesentliche Rolle bei allem. Inhaltlich ist das Buch wahnsinnig amüsant, zugleich aber auch durchtrieben, sarkastisch und ein wenig tragisch. Die Dinge entwickeln sich eigentlich ständig in unerwartete Richtung und natürlich nicht immer nach dem Willen der Protagonisten. Die Charaktere fand ich allesamt authentisch und amüsant. Der Roman entwickelt im Verlauf seinen ganz eigenen Charme und durch die vielfältigen Erzählstränge wird es nicht langweilig. Ganz im Gegenteil! Durch den immer wiederkehrenden Wort- und Situationswitz bleibt es spannend und interessant. Da der Roman in diverse Kapitel unterteilt ist, sich das Geschehen aber auf wenige Tage (Sonntag bis Freitag) verteilt und die Unterkapitel durchweg überschaubar und kurz gefasst sind, lässt sich der ein oder andere Abschnitt auch prima zwischendurch lesen. Insgesamt gefiel mir der Roman sehr gut. Das einzige Manko: der Schluss! Es wirkte auf mich beinahe, als hätte der Autorin die Zeit gefehlt, das Buch zu einem ordentlichen Ende zu bringen oder als hätte sie eine begrenzte Seitenzahl-Vorgabe gehabt. Die allerletzten Abschnitte fassen die Geschehnisse nur noch inhaltlich zusammen. Die Figuren, bzw. Protagonisten kommen eigentlich nicht mehr zu Wort. So weiß man zwar grundsätzlich, wie sich das Ende gestaltet und es weitergehen würde, aber mir war es schlichtweg zu mager. Zudem hätte ich mir etwas weniger „Happy End“ gewünscht.. Es gab viele Handlungsstränge im Buch und so wirkte der Schluss nicht besonders logisch... Eigentlich hätte ich gerne volle 5 Sterne vergeben, weil sich das Buch wirklich toll liest, amüsant ist und es der Geschichte im gesamten Verlauf auch nicht an Authentizität und „Drama“ mangelt. Aber wegen des einfallslosen und abrupten Endes werden es nun noch 4 Sterne – und die auch gut gemeint! Das Buch ist absolut lesenswert - wenn man mit einer schnellen Abhandlung der Dinge am Schluss leben kann!

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  • Turbulent, aber keine Komödie

    Meine Familie und andere Katastrophen

    JDaizy

    17. June 2016 um 10:57

    "Ich sag dir mal was Vertrauen, mein Freund, du tust mir leid. Du bist nie zufrieden und meinst immer, dass das Gras woanders grüner und saftiger ist. Manchmal machen deine fixen Ideen ja auch Spaß, wenn du dir was in den Kopf gesetzt hast, wie zum Beispiel, als du das Sommerhaus gebaut hast. Aber weißt du, jetzt ... jetzt ist es wirklich traurig, das mitanzusehen. Du hast eine großartige Frau, Raggi. Eine attraktive Frau, die immer gut drauf und fröhlich ist, egal was für einen Mist du baust. Sie liebt dich über alles, unterstützt dich, und trotzdem läufst du einer Göre mit großen Titten hinterher, nur weil du sechzig wirst und Angst hast, was zu verpassen."Nachdem sich Ragnar, der ungekrönte Meister in Egoismus und spontanen Eskapaden, vehement weigert seinen 60. Geburtstag zu feiern, richtet seine Frau Margrèt eine Überraschungsparty für ihn aus. Auf dieser Feier kommt es zu einer unerwarteten Offenbarung, die das Leben der ganzen Familie gehörig durcheinander wirbelt. Warum will sich Ragnar so plötzlich von seiner langjährigen Ehefrau trennen? Wird seine Tochter die Familie mobilisieren können, um die drohende Katastrophe zu verhindern? Und wer ist echt und wer spielt nur eine Rolle? Wer kennt das nicht: (un-)geliebte Marotten des Partners; geheime, unerfüllte Sehnsüchte; turbulente Familienfeiern, die nicht selten im Chaos enden und vielleicht auch die ein oder andere (späte) Midlife Crisis oder eskalierende Konfliktsituation. "Eine Familie kann man sich nicht aussuchen - auch nicht in Island."Und weil mich Familiengeschichten wirklich interessieren, habe ich zu diesem Buch gegriffen. Erwartet habe ich eine unterhaltsame, chaotische Familiengeschichte, mit einem guten Schuss Humor, aber auch nachdenklichen Momenten - da das Buch auch als "turbulente Komödie" angeprisen wird. Leider konnte es meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Aber dazu später. Sehr schön fand ich den Emailverkehr zwischen Eyglò und ihren Geschwistern zu Beginn. Das war ein gelungener Einstieg ins Buch. Als Person war mir Fifi am nähesten. Sie war ein Gegenpol zu den anderen, doch recht verunsicherten, eigensinnigen Familienmitgliedern. Sie ist wie sie ist, treu, verlässlich und macht aus allem das Beste. Besonders schön war, dass ihr materielle Dinge egal sind. Wenn zum Beispiel die Enkel wild auf Couch toben und mal etwas zu Bruch geht, ist das für sie kein Weltuntergang. Und auch ein paar Kilo mehr auf den Rippen stören sie nicht. Für mich ist sie der Fels in der Brandung. Es gab auch nachdenkliche und bewegende Momente. Hier ist mir vor allem die Geschichte mit dem unsichtbaren Jungen, der Eyglò seit sechs Jahren begleitet, im Gedächtnis geblieben.Das Buch wurde als Taschenbuch 2016 im Verlag Kiepenheur & Witsch veröffentlicht. Die isländische Originalausgabe erschien 2014. Besonders gelungen finde ich den rückseitigen Klappentext, der defintiv Lust auf mehr macht(e) und der mich dazu bewogen hat, dieses Buch zu lesen. Auch das Cover finde ich gelungen. Ich mag die Farben und es ist nicht zu überladen. Das Motiv mit der Deckenlampe die schemenhaft einen Esstisch ausleuchtet, passt zur Geschichte. Für mich sehe ich da eine verlassene unberührte Geburtstagstafel, die durch die Beleuchtung nicht unsichtbar gemacht werden kann. Was passiert ist, ist passiert. Auch die Kapitellänge und -einteilung hat mir gut gefallen. Trotzdem hat mich das Buch im Ganzen etwas ratlos zurückgelassen. Die Geschichte hat wirklich Potential und hat mich in der ersten Hälfte auch gut unterhalten. Ich mochte die Mischung aus alltäglichem (Familien-)Wahnsinn, unterschwelligem Humor und nachdenklich stimmenden Themen. Leider wurde mir die Geschichte in der letzten Hälfte zu dunkel, ja schon fast depressiv. Und vielleicht hätte man die Geschichte nicht in 6 Tagen erzählen sollen. Es passiert einfach zu viel in zu kurzer Zeit. Das macht das Ende unrund und irgendwie geht der Geschichte zum Ende hin die Luft aus. Und obwohl ich offene Enden mag, lässt es mich hier unbefriedigt zurück. Ich hätte zum Beispiel gern noch erfahren, wie es mit Eyglo und Örvar weitergeht. Fazit: Eine turbulente Geschichte über den alltäglichen Familienwahnsinn: mit Marotten, Bevormundungen und Entäuschungen, aber auch mit Mitgefühl, Verständnis und Anteilnahme. Die Botschaft: Man darf nicht immer nur an sich selbst denken. Auch wenn mich "Meine Familie und andere Katastrophen" nicht vollends überzeugen konnte, werde ich der Autorin noch eine zweite Chance geben, weil ich ihren Schreibstil mag und den Ansatz und die Idee der Geschichte toll fand.

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  • Ein nordischer Roman mit feinen Nouancen

    Meine Familie und andere Katastrophen

    Waschbaerin

    16. June 2016 um 20:13

    Es ist ein nordischer Roman. Das merkt man nicht nur an den Namen, deren Schreibweisen uns nicht geläufig sind, sondern auch an der Art, wie der Roman geschrieben wurde. Zugegeben, es ist mitunter speziell und verlangt es dem Leser ab, zwischen den Zeilen zu lesen. Aber das macht auch den Reiz dieses Buches aus. Nordische Bücher haben, soweit ich diese kenne, immer etwas Geheimnisvolles an sich. Sie outen sich nie auf den ersten Blick. Man muss schon genauer hinschauen oder besser gesagt mitlesen, um die feinen Nouancen nicht zu verpassen. Über den Inhalt möchte ich mich nicht lange auslassen. Ragnar, ein Zahnarzt, der demnächst seinen 60. Geburtstag feiert, eröffnet seiner Frau am Tag des Überraschungsfestes, dass er sich von ihr scheiden lassen will. Auch im Norden Europas werden ältere Herren vom dritten Frühling erfasst. Und wenn es sich dann um einen älteren Herrn handelt, der durch sein Handeln und Reagieren den Eindruck vermittelt, er sei wieder in der Pubertät angekommen, schüttelt man als Leser schon einmal ungläubig mit dem Kopf. Jedoch, das soll es ja auch im wirklichen Leben geben, dass ein gestandener Ehemann nach einem leidenschaftlichen Kusswechsel mit einer anderen Frau glaubt, die Welt aus den Angeln heben zu müssen. Aber die Menschen sind nun mal wie sie sind, haben Ecken und Kanten. Dieses allzu Menschliche durchzieht diesen ganzen Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Keine einzige dieser Personen ist so überragend und bewundernswert, dass alle anderen überstrahlt würden. Jeder hat nette, aber auch weniger nette - um nicht zu sagen unangenehme - Seiten. Die Kinder von Ragnar und Margret haben ihre eigenen Probleme. Wie es auch im wirklichen Leben ist, bekommt Eygló, die vor Ort lebt, mehr von den Turbulenzen ihrer Eltern mit, als ihre Geschwister in weiter Entfernung, die von dem unerwarteten Scheidungswunsch ihres Vaters nur wenig berührt scheinen. Dabei hätte Eygló mit ihren eigenen Problemen gerade genug zu tun. Als Fazit möchte ich sagen, es ist kein Buch der üblichen Art. Vor allem ist es kein heiterer Familienroman, wie man bei der Inhaltsangabe erwarten könnte. Die Ereignisse sind - für meine Begriffe - etwas zu geballt, für die kurze, angegebene Zeitspanne.

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