Jordan Sonnenblick

 4.3 Sterne bei 63 Bewertungen
Jordan Sonnenblick

Lebenslauf von Jordan Sonnenblick

Jordan Sonnenblick wurde am 29 Juli 1968 geboren und verbrachte seine Kindheit in Missouri. Bekannt geworden ist er als Schriftsteller von Kinder und Jugendliteratur. Lange Zeit und besonders gerne hat Son nenblick als Englischlehrer gearbeitet. Mittlerweile hat er sich dem Schreiben Vollzeit gewidmet und lebt zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Tochter in Bethlehem, Pennsylvania. Schon während seiner Lehrtätigkeit war er begeisterter Schlagzeugspieler und so ist es nicht verwunderlich das sein erstes Buch "Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum" als Titel erhielt. Mit diesem Roman schaffte er den Durchbruch und wurde von der Jugendjury promt für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

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Rezension zu "Cornelsen Senior English Library - Literatur / Ab 10. Schuljahr - Notes from the Midnight Driver" von Jordan Sonnenblick

Die Aufzeichnungen eines mitternächtlichen Fahrers - Notes from the Midnight Driver
thursdaynextvor 2 Jahren

Die Aufzeichnungen eines mitternächtlichen Fahrers


des amerikanischen Autors Jordan Sonnenblick sind wieder eine der raren Kostbarkeiten der Jugendliteratur. Selten deshalb, weil Sonnenblick sich in seinen Büchern an Jungs – das literarisch vernachlässigte Geschlecht - richtet sie mit seinen Themen, seiner Lässigkeit und seiner warmherzig, ironischen Sprache abholt wo sie stehen. Dass Sonnenblick an der Highschool unterrrichtete, das besondere Sozialgefüge der Heranwachsenden, sowie ihre Gefühle kennt und darüber authentisch und empathisch erzählen und schreiben kann ist ein weiterer Glücksfall. So gibt es dank Sonnenblick also tatsächlich lebensnahe Lektüre ohne Fantasy-, Monster- oder Superheldenkrimskrams für (ca.)13 - 16 jährige Jungs, die emotional fesselnd ist, zum Denken anregt, Spaß macht, Identifikationspotential bietet und deren Erlebniswelt bereichert ohne pädagogisch oder muffig verknöchert rüberzukommen.

Leider ist Notes from a Midnight Driver bisher nur auf Englisch erhältlich. Die Verlage haben geschlafen. Dabei ist die Zielgruppe, adoleszente Mittelschichtjungs, sicher groß. Lesetechnisch sehr angenehm ist, dass in dieser Ausgabe die weniger bekannten amerikanischenglischen Wörter und Redewendungen in Englisch umschreiben und erklärt werden, und da Jordan zwar sehr bildhaft aber in einfacher Sprache erzählt liest sich Notes from a Midnightdriver flüssig und ungebremst durch. Als Schullektüre sicher sehr geeignet, aber eigentlich viel zu schade um es den kids per Zwang zu vermitteln. Als Geschenk großartig.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Der fünfzehnjährige Protagonist macht zusätzlich zur Pubertät eine schwierige Zeit durch. Seine Eltern haben sich getrennt, seine kleine heile Welt sich aufgelöst.

Er ist besonders wütend auf seinen Vater, seine Mutter geht ihm ebenfalls gehörig auf den Keks, datet sie doch tatsächlich einen anderen Mann. Ergo vergreift er sich an der Hausbar, schüttet sich zu setzt sich ans Steuer der Familienkutsche.

Gedacht hat er sich dabei nicht viel, zumindest nichts – wie ab und an in dem Alter zu erwarten - logisch nachvollziehbares. Etliche Dramen später, verdonnert zu Sozialstunden im Altenheim bei einem - wunderbar jüdisch geprägtem, ironischem - alten Herrn der , wie sich später herausstellt, seine Liebe zur Gitarre und Musik teilt und unterstützt von seiner besten Freundin seit Kindheitstagen findet er sowohl zu dem alten Musiker und seinem Geheimnis einen Zugang wie auch zu sich selbst, und seinen Gefühlen, die er lernt konkret zu benennen und bewußt wahrzunehmen. Er wächst nicht nur körperlich sondern auch geistig und entdeckt die bei männlichen Homo Sapiens oft nur rudimentär vorhandenen Segnungen der Kommunikation und daraus erwachsender Selbsterkenntnis zu entdecken.

Dass das Leben und die Menschen, ja, auch Eltern, komplexer und vielfältiger sind als gedacht, und wir nur dieses eine Leben haben. Weshalb es sich also absichtlich versauen, statt zu genießen ist eine weitere Erfahrung die Notes from a Midnightdriver für ihn und seine Leser bereithält.


Als Mutter eines gleichaltrigen Sohnes und begierige Leserin war ich von Sonnenblicks Können leicht, fluffig, spaßigund artgerecht zu schreiben wieder einmal hingerissen.

Genauso wie von den anderen Romanen
hier zu finden
die Sohn und ich bereits verschlungen haben.

28 Dodos &

Go get it!




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Cookie02s avatar

Dieses Buch wird aus Richards Perspektive erzählt. Es spielt zum Teil in der Gegenwart, im Jahr 2014, und zum Teil in der Vergangenheit, beim Woodstock-Festival im August 1969.
Ich muss sagen, dass mich dieses Buch vollkommen überrascht hat. Und ehrlich gesagt möchte ich auf den genauen Inhalt gar nicht weiter eingehen, denn die Kurzbeschreibung deutet die Geschichte nur an und den Rest sollte man selbst heraus finden.

In diesem Buch geht es um eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung, um das Erwachsenwerden. Es geht um die Frage, was andere Menschen zu ihrem Handeln bewegt und dass man sich manchmal mit ihrem Hintergrund und ihren Erfahrungen befassen muss, um ihr Handeln zu verstehen. Es geht um Liebe und um Freundschaft.
Es geht hier aber auch um Drogen und das, was sie anrichten können. Es geht um Kindesmisshandlung und -vernachlässigung. Es geht um Krieg und dessen Konsequenzen. Es geht um Tod und Verlust und wie unfair das Leben manchmal spielt.
Und letztlich geht es zu einem großen Teil auch um Musik. Um Rockmusik, um Woodstock, um das Gefühl, in dieser Zeit zu leben. Darum, wie sehr Musik Menschen zusammen bringt und was sie verändern kann.

Ich habe am Ende dieser Geschichte sehr geweint. Denn auch, wenn es ein Jugendbuch ist, sind manche Dinge darin schwer zu verkraften, bzw. es fällt schwer sie zu akzeptieren. Der Autor schreibt in seiner Widmung: "Die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber man kann seine Zukunft gestalten." Dieser Satz fasst die Geschichte sehr gut zusammen.

Fazit:
Ich kann dieses Buch rückhaltlos empfehlen, sowohl Jugendlichen, als auch Erwachsenen. Es hat mich tief berührt und mir gleichzeitig viel Freude bereitet. Absolut verdiente 5 Sterne.

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Rezension zu "Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte" von Jordan Sonnenblick

Traurig, lustig und unerschrocken
loveisfriendshipvor 5 Jahren

Traurig, lustig und unerschrocken

Ohne falsche Scheu wagt sich Jordan Sonnenblick in Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte an ein sensibles Thema - Krankheit und Tod von Jugendlichen - und trifft dabei genau den richtigen Ton.

Das Buch handelt von zwei Freunden, Tad und Jeff, welche beide Krebserfahrung haben und an den Nachfolgen ihrer Erkrankung leiden. Tad kann nur noch mühselig laufen und Jeff hat schwerwiegende Probleme in Mathematik. Sie einigen sich auf einen "Deal".

Der Roman beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der Krankheit, sondern behandelt auch typische Coming-of-Age-Probleme. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, die erste Liebe, Familie und Schule. Die Leidensgeschichte rückt nicht in den Vordergrund.
Jordan Sonnenblick lässt Jeff sehr lebensnah und umgangssprachlich erzählen. Dieser schafft es letztendlich sogar herauszufinden, warum Tad zu allen so abweisend ist.

Der Autor geht erfrischend leicht und locker an schwere Themen heran. Seine Offenheit und gleichzeitige Feinfühligkeit sind mir sehr positiv aufgefallen.

Was an diesem Buch anders ist im Gegensatz zu anderen "Krebsbüchern", die ich bisher gelesen habe, ist, dass sich Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte ausführlich mit den Nachfolgen dieser schweren Krankheit befasst. Alle anderen Bücher zu dem Thema beleuchten immer den unmittelbaren Zeitraum der Erkrankung und beschäftigten sich nicht damit, was mit den Menschen nach der "Heilung" passiert.

In dem Buch wird auch auf die Angehörigen eingegangen und wie unterschiedlich sie mit der Krankheit umgehen und auf die Eindrücke reagieren. Es wird nicht nur auf die Gefühle des Kranken eingegangen, sondern auch ein genauer Blick auf die Menschen um ihn herum geworfen und gezeigt, wie verschieden sie das Ganze verarbeiten.

Natürlich wird auch auf die Gefühle und Gedanken der Kranken eingegangen und es werden ihre möglicherweise verblüffenden Ansichten und wie sie selbst zu ihrer Krankheit stehen gezeigt. Ansichten, die ich nicht immer so erwartet hätte, obwohl eigentlich klar sein dürfte, dass die ständige Begegnung mit dem Tod einen Menschen nachhaltig verändert. Äußerst vielschichtig werden die Gedanken der Krebskranken vor, während und nach der Krankheit bzw. Behandlung gezeigt, sowie, wie sich Krebskranke psychisch fühlen und wie sie das Verhalten Gesunder ihnen gegenüber aufnehmen und werten. Außerdem räumt Jordan Sonnenblick mit dem Vorurteil auf, Krebskranke seien "Heilige", sondern zeigt er, dass sie so "normal" wie Gesunde sind - mit Ecken und Kanten.

Es kommt zu nachdenklich stimmenden und weisen Aussagen, der lockere Anschein trügt, das Buch geht sehr viel tiefer.

Fazit: Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte ist ein wunderschönes kleines Buch, das gerne auch von Älteren gelesen werden kann.

"Das alles ist aber nichts gegen eine Rückkehr zur Schule in der sechsten Klasse, nachdem man jahrelang gefehlt hat, nur um festzustellen, dass alle Angst haben, sich mit dir anzufreunden.
Ganz richtig: Angst! Vielleicht davor, dass das, was du hast, ansteckend ist und dass ein riesiger, glänzender Todesklumpen in ihrem Gehirn wächst, wenn sie im Bus ihre Brezeln mit dir teilen. Oder sie machen sich Sorgen, dass andere sie für Freaks halten, wenn sie mit einem Typen gesehen werden, der nicht einmal richtig gehen kann.
Oder vielleicht hat auch meine Mutter Recht und ihre große Angst ist die, sich zu sehr mit dir anzufreunden, und dann stirbst du ihnen einfach weg.
Dann müssen sie die Sitzplätze in der Schulcafeteria neu verteilen.
Was ja wohl echt zu viel verlangt ist."

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Zusätzliche Informationen

Jordan Sonnenblick wurde am 28. Juli 1969 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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von 2 Lesern aktuell gelesen

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