Jordan Sonnenblick

 4.3 Sterne bei 66 Bewertungen
Autorenbild von Jordan Sonnenblick (© Sadie's Photography)

Lebenslauf von Jordan Sonnenblick

Jordan Sonnenblick wurde am 29 Juli 1968 geboren und verbrachte seine Kindheit in Missouri. Bekannt geworden ist er als Schriftsteller von Kinder und Jugendliteratur. Lange Zeit und besonders gerne hat Son nenblick als Englischlehrer gearbeitet. Mittlerweile hat er sich dem Schreiben Vollzeit gewidmet und lebt zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Tochter in Bethlehem, Pennsylvania. Schon während seiner Lehrtätigkeit war er begeisterter Schlagzeugspieler und so ist es nicht verwunderlich das sein erstes Buch "Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum" als Titel erhielt. Mit diesem Roman schaffte er den Durchbruch und wurde von der Jugendjury promt für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

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Rezension zu "Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum" von Jordan Sonnenblick

Schön, traurig, lustig - ein tolles Buch
Andersleservor 5 Monaten

Klappentext 

Eigentlich schien mir mein Leben immer ganz normal. Ich bin ein rappeldürrer Spinner namens Steven, am Schlagzeug habe ich die lockersten Handgelenke der Schule, schöne Mädchen beachten mich nicht und mein kleiner Bruder Jeff nervt. Aber dann kam der 7. Oktober, als Jeff plötzlich ins Krankenhaus musste und nichts mehr war wie vorher ... Mein großes Schlagzeugsolo auf dem Schulkonzert lass ich mir trotzdem nicht verderben! Wofür habe ich schließlich ein Jahr lang geübt?!


Meinung

Dass ich dieses Buch kaufte war eigentlich nur purer Zufall. Eine ganz spontane Entscheidung. 
Der Titel hätte mich eigentlich gar nicht weiter dazu veranlasst mir das Buch genauer anzusehen, aber irgendwie zog ich es an dem Tag trotzdem aus dem Regal und las mir den Klappentext durch. Ich bin froh darüber und habe für mich gemerkt, dass ein Titel nicht ausreichend für so eine Entscheidung ist. Vielleicht sollte ich ab jetzt viel mehr Bücher einfach aus dem Regal ziehen um zu sehen, welches Geheimnis sich dahinter verbirgt.

In diesem Buch geht es einfach um so viel mehr als um Schlagzeug!
Als ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich mir zwar meine Gedanken gemacht, warum Jeff ins Krankenhaus muss, aber ich war doch überrascht auf was diese Situation hinauslief. Erst wusste ich gar nicht, was wohl passieren wird, schließlich ahnte ich es aber, es lief alles auf eine Sache hinaus.  Und trotzdem, obwohl das Buch auch traurig kann, es einfach eine schreckliche Situation ist, obwohl alles blöd ist und die Situation auch für Steven schwer ist, kann man beim Lesen zwischendurch wirklich Lachen! Es ist nicht alles nur traurig, gemein und doof. Es gibt eben mehr. Mehr Leben, mehr als Schlagzeug, ein Leben trotz schwerer Erkrankung. 
Trotzdem gibt es eben auch sehr viele Probleme, und die erlebt man in diesem Buch hautnah mit. Welche Probleme alle Familienmitglieder haben und im speziellen auch Stevens Probleme, und wie er mit allem klar kommt, alles verkraftet. 

Ich finde das Buch wirklich gut, es hat mir gefallen, und vielleicht kann es auch Menschen helfen, deren Familien in ähnlicher Situation mit schweren Krankheiten sind. 

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Rezension zu "Cornelsen Senior English Library - Literatur / Ab 10. Schuljahr - Notes from the Midnight Driver" von Jordan Sonnenblick

Die Aufzeichnungen eines mitternächtlichen Fahrers - Notes from the Midnight Driver
thursdaynextvor 2 Jahren

Die Aufzeichnungen eines mitternächtlichen Fahrers


des amerikanischen Autors Jordan Sonnenblick sind wieder eine der raren Kostbarkeiten der Jugendliteratur. Selten deshalb, weil Sonnenblick sich in seinen Büchern an Jungs – das literarisch vernachlässigte Geschlecht - richtet sie mit seinen Themen, seiner Lässigkeit und seiner warmherzig, ironischen Sprache abholt wo sie stehen. Dass Sonnenblick an der Highschool unterrrichtete, das besondere Sozialgefüge der Heranwachsenden, sowie ihre Gefühle kennt und darüber authentisch und empathisch erzählen und schreiben kann ist ein weiterer Glücksfall. So gibt es dank Sonnenblick also tatsächlich lebensnahe Lektüre ohne Fantasy-, Monster- oder Superheldenkrimskrams für (ca.)13 - 16 jährige Jungs, die emotional fesselnd ist, zum Denken anregt, Spaß macht, Identifikationspotential bietet und deren Erlebniswelt bereichert ohne pädagogisch oder muffig verknöchert rüberzukommen.

Leider ist Notes from a Midnight Driver bisher nur auf Englisch erhältlich. Die Verlage haben geschlafen. Dabei ist die Zielgruppe, adoleszente Mittelschichtjungs, sicher groß. Lesetechnisch sehr angenehm ist, dass in dieser Ausgabe die weniger bekannten amerikanischenglischen Wörter und Redewendungen in Englisch umschreiben und erklärt werden, und da Jordan zwar sehr bildhaft aber in einfacher Sprache erzählt liest sich Notes from a Midnightdriver flüssig und ungebremst durch. Als Schullektüre sicher sehr geeignet, aber eigentlich viel zu schade um es den kids per Zwang zu vermitteln. Als Geschenk großartig.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Der fünfzehnjährige Protagonist macht zusätzlich zur Pubertät eine schwierige Zeit durch. Seine Eltern haben sich getrennt, seine kleine heile Welt sich aufgelöst.

Er ist besonders wütend auf seinen Vater, seine Mutter geht ihm ebenfalls gehörig auf den Keks, datet sie doch tatsächlich einen anderen Mann. Ergo vergreift er sich an der Hausbar, schüttet sich zu setzt sich ans Steuer der Familienkutsche.

Gedacht hat er sich dabei nicht viel, zumindest nichts – wie ab und an in dem Alter zu erwarten - logisch nachvollziehbares. Etliche Dramen später, verdonnert zu Sozialstunden im Altenheim bei einem - wunderbar jüdisch geprägtem, ironischem - alten Herrn der , wie sich später herausstellt, seine Liebe zur Gitarre und Musik teilt und unterstützt von seiner besten Freundin seit Kindheitstagen findet er sowohl zu dem alten Musiker und seinem Geheimnis einen Zugang wie auch zu sich selbst, und seinen Gefühlen, die er lernt konkret zu benennen und bewußt wahrzunehmen. Er wächst nicht nur körperlich sondern auch geistig und entdeckt die bei männlichen Homo Sapiens oft nur rudimentär vorhandenen Segnungen der Kommunikation und daraus erwachsender Selbsterkenntnis zu entdecken.

Dass das Leben und die Menschen, ja, auch Eltern, komplexer und vielfältiger sind als gedacht, und wir nur dieses eine Leben haben. Weshalb es sich also absichtlich versauen, statt zu genießen ist eine weitere Erfahrung die Notes from a Midnightdriver für ihn und seine Leser bereithält.


Als Mutter eines gleichaltrigen Sohnes und begierige Leserin war ich von Sonnenblicks Können leicht, fluffig, spaßigund artgerecht zu schreiben wieder einmal hingerissen.

Genauso wie von den anderen Romanen
hier zu finden
die Sohn und ich bereits verschlungen haben.

28 Dodos &

Go get it!




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Dieses Buch wird aus Richards Perspektive erzählt. Es spielt zum Teil in der Gegenwart, im Jahr 2014, und zum Teil in der Vergangenheit, beim Woodstock-Festival im August 1969.
Ich muss sagen, dass mich dieses Buch vollkommen überrascht hat. Und ehrlich gesagt möchte ich auf den genauen Inhalt gar nicht weiter eingehen, denn die Kurzbeschreibung deutet die Geschichte nur an und den Rest sollte man selbst heraus finden.

In diesem Buch geht es um eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung, um das Erwachsenwerden. Es geht um die Frage, was andere Menschen zu ihrem Handeln bewegt und dass man sich manchmal mit ihrem Hintergrund und ihren Erfahrungen befassen muss, um ihr Handeln zu verstehen. Es geht um Liebe und um Freundschaft.
Es geht hier aber auch um Drogen und das, was sie anrichten können. Es geht um Kindesmisshandlung und -vernachlässigung. Es geht um Krieg und dessen Konsequenzen. Es geht um Tod und Verlust und wie unfair das Leben manchmal spielt.
Und letztlich geht es zu einem großen Teil auch um Musik. Um Rockmusik, um Woodstock, um das Gefühl, in dieser Zeit zu leben. Darum, wie sehr Musik Menschen zusammen bringt und was sie verändern kann.

Ich habe am Ende dieser Geschichte sehr geweint. Denn auch, wenn es ein Jugendbuch ist, sind manche Dinge darin schwer zu verkraften, bzw. es fällt schwer sie zu akzeptieren. Der Autor schreibt in seiner Widmung: "Die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber man kann seine Zukunft gestalten." Dieser Satz fasst die Geschichte sehr gut zusammen.

Fazit:
Ich kann dieses Buch rückhaltlos empfehlen, sowohl Jugendlichen, als auch Erwachsenen. Es hat mich tief berührt und mir gleichzeitig viel Freude bereitet. Absolut verdiente 5 Sterne.

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Zusätzliche Informationen

Jordan Sonnenblick wurde am 28. Juli 1969 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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