Jordan Sonnenblick Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(6)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte“ von Jordan Sonnenblick

Toll, eigentlich soll ich natürlich den ganzen Tag froh und dankbar sein, dass ich den Krebs überlebt habe. Und das, obwohl jetzt jeder Trottel an meiner Schule ein "Save Jeffrey"-T-Shirt besitzt und schon mal einen Jeff-Benefiz-Kuchen gebacken hat. Dabei vermisse ich meinen großen Bruder. Sehr. Der macht nämlich gerade einen Selbstfindungstrip nach Afrika. Alter Egoist. Und manchmal wäre ich eben doch gern ein ganz normaler Junge. Wenn Lindsey in der Nähe ist zum Beispiel. Oder wenn ich in Mathe meine hirntoten fünf Minuten kriege. Ob mich Lindsey wirklich mag? Hoffen ist schon der erste Fehler, würde mein Freund Tad sagen.

Der schreibstil des Autors hat mich wieder einmal total begeistert. Allerdings war dieses Buch nicht ganz so gut wie das erste. ;)

— Hannah001
Hannah001

Ein Buch traurig und unscheinbar aber ein Meisterwerk.Ein Buch das Krebs ein mal aus einer anderer Sichtweise erzählt.

— Sophiiie
Sophiiie

Stöbern in Kinderbücher

Borst vom Forst

Atemberaubende, zauberhafte Zeichnungen kombiniert mit einer besonderen, poetischen Erzählweise - ein Herzensbuch! <3

Tini_S

Der weltbeste Detektiv

Tolles Buch für raffinierte 11-jährige, eine spannende Krimigeschichte á la Sherlock Holmes. Bücher machen glücklick.

ELSHA

Kalle Komet

Ideenreiche Weltraumgeschichte mit galaktisch tollen Illustrationen für alle, die noch nicht müde sind

Melli910

Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft

Anja Janotta versteht nicht nur Kinder und ihre Welten, sondern sie versteht auch, darüber zu schreiben. Buchtipp!

Ellaella

Der magische Faden

Spannend und gut erzählt mit lebensnahen, sympathischen Charaktere und schönen Botschaften.

lex-books

Die Unsinkbaren Drei - Die unglaublichen Abenteuer der besten Piraten der Welt

Lustige und abwechslungsreiche Piratengeschichten der anderen Art. Echte Antihelden zum Kichern, toll illustriert zum Vorlesen

danielamariaursula

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Traurig, lustig und unerschrocken

    Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte
    loveisfriendship

    loveisfriendship

    08. November 2013 um 16:06

    Traurig, lustig und unerschrocken Ohne falsche Scheu wagt sich Jordan Sonnenblick in Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte an ein sensibles Thema - Krankheit und Tod von Jugendlichen - und trifft dabei genau den richtigen Ton. Das Buch handelt von zwei Freunden, Tad und Jeff, welche beide Krebserfahrung haben und an den Nachfolgen ihrer Erkrankung leiden. Tad kann nur noch mühselig laufen und Jeff hat schwerwiegende Probleme in Mathematik. Sie einigen sich auf einen "Deal". Der Roman beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der Krankheit, sondern behandelt auch typische Coming-of-Age-Probleme. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, die erste Liebe, Familie und Schule. Die Leidensgeschichte rückt nicht in den Vordergrund. Jordan Sonnenblick lässt Jeff sehr lebensnah und umgangssprachlich erzählen. Dieser schafft es letztendlich sogar herauszufinden, warum Tad zu allen so abweisend ist. Der Autor geht erfrischend leicht und locker an schwere Themen heran. Seine Offenheit und gleichzeitige Feinfühligkeit sind mir sehr positiv aufgefallen. Was an diesem Buch anders ist im Gegensatz zu anderen "Krebsbüchern", die ich bisher gelesen habe, ist, dass sich Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte ausführlich mit den Nachfolgen dieser schweren Krankheit befasst. Alle anderen Bücher zu dem Thema beleuchten immer den unmittelbaren Zeitraum der Erkrankung und beschäftigten sich nicht damit, was mit den Menschen nach der "Heilung" passiert. In dem Buch wird auch auf die Angehörigen eingegangen und wie unterschiedlich sie mit der Krankheit umgehen und auf die Eindrücke reagieren. Es wird nicht nur auf die Gefühle des Kranken eingegangen, sondern auch ein genauer Blick auf die Menschen um ihn herum geworfen und gezeigt, wie verschieden sie das Ganze verarbeiten. Natürlich wird auch auf die Gefühle und Gedanken der Kranken eingegangen und es werden ihre möglicherweise verblüffenden Ansichten und wie sie selbst zu ihrer Krankheit stehen gezeigt. Ansichten, die ich nicht immer so erwartet hätte, obwohl eigentlich klar sein dürfte, dass die ständige Begegnung mit dem Tod einen Menschen nachhaltig verändert. Äußerst vielschichtig werden die Gedanken der Krebskranken vor, während und nach der Krankheit bzw. Behandlung gezeigt, sowie, wie sich Krebskranke psychisch fühlen und wie sie das Verhalten Gesunder ihnen gegenüber aufnehmen und werten. Außerdem räumt Jordan Sonnenblick mit dem Vorurteil auf, Krebskranke seien "Heilige", sondern zeigt er, dass sie so "normal" wie Gesunde sind - mit Ecken und Kanten. Es kommt zu nachdenklich stimmenden und weisen Aussagen, der lockere Anschein trügt, das Buch geht sehr viel tiefer. Fazit: Wie ich das Überleben überlebte - und Mathe doch noch kapierte ist ein wunderschönes kleines Buch, das gerne auch von Älteren gelesen werden kann. "Das alles ist aber nichts gegen eine Rückkehr zur Schule in der sechsten Klasse, nachdem man jahrelang gefehlt hat, nur um festzustellen, dass alle Angst haben, sich mit dir anzufreunden. Ganz richtig: Angst! Vielleicht davor, dass das, was du hast, ansteckend ist und dass ein riesiger, glänzender Todesklumpen in ihrem Gehirn wächst, wenn sie im Bus ihre Brezeln mit dir teilen. Oder sie machen sich Sorgen, dass andere sie für Freaks halten, wenn sie mit einem Typen gesehen werden, der nicht einmal richtig gehen kann. Oder vielleicht hat auch meine Mutter Recht und ihre große Angst ist die, sich zu sehr mit dir anzufreunden, und dann stirbst du ihnen einfach weg. Dann müssen sie die Sitzplätze in der Schulcafeteria neu verteilen. Was ja wohl echt zu viel verlangt ist."

    Mehr