Jorge Bucay

 4,3 Sterne bei 577 Bewertungen

Lebenslauf

Jorge Bucay wurde 1949 in Buenos Aires, Argentinien, in eine Familie mit arabischen Wurzeln geboren. Er wuchs in einem überwiegend christlichen Viertel in Buenos Aires auf. Bucay studierte Psychoanalyse und Medizin und wurde einer der wichtigsten Gestalttherapeuten. Er ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, der seine Erfahrungen und Kenntnisse verschiedener Kulturen und Menschen in seine Bücher einbringt. Seine Romane reflektieren seine Therapie- und Lebenserfahrungen.

Alle Bücher von Jorge Bucay

Cover des Buches Komm, ich erzähl dir eine Geschichte (ISBN: 9783596521715)

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

(336)
Erschienen am 21.03.2018
Cover des Buches Geschichten zum Nachdenken (ISBN: 9783596520985)

Geschichten zum Nachdenken

(57)
Erschienen am 23.07.2015
Cover des Buches Liebe mit offenen Augen (ISBN: 9783596521029)

Liebe mit offenen Augen

(47)
Erschienen am 26.11.2015
Cover des Buches Drei Fragen (ISBN: 9783596512997)

Drei Fragen

(43)
Erschienen am 26.09.2013
Cover des Buches Zähl auf mich (ISBN: 9783596512140)

Zähl auf mich

(19)
Erschienen am 15.05.2012
Cover des Buches Wie der Elefant die Freiheit fand (ISBN: 9783737373326)

Wie der Elefant die Freiheit fand

(9)
Erschienen am 02.12.2023
Cover des Buches Der Innere Kompass (ISBN: 9783596522132)

Der Innere Kompass

(10)
Erschienen am 28.11.2018

Neue Rezensionen zu Jorge Bucay

Cover des Buches Wie der Elefant die Freiheit fand (ISBN: 9783737373326)
Hubertus_Feldmanns avatar

Rezension zu "Wie der Elefant die Freiheit fand" von Jorge Bucay

Hubertus_Feldmann
Gehört in jedes Kinderzimmer …

…, aber eigentlich in jede gute Bibliothek. Für die einen, „die Kleinen“, eine bezaubernde Möglichkeit von ihren eigenen Kräften, von ihrem Potential zu erfahren und davon reichlich Gebrauch zu machen – und nicht schon bei kleineren Hürden zu resignieren. Für „die Großen“ als Motivation noch einmal, unter neuen Voraussetzungen, unter einem neuen Blickwinkel, das eine oder andere zu versuchen.

Die einen benötigen die Bilder, um die tatsächliche Tiefe der Geschichte zu durchmessen, bei den anderen können sie nicht schaden. Denn sie sind einfach bezaubernd und eine absolute Bereicherung der Geschichte. Um es auf den Punkt zu bringen: Es bedarf nicht viel, um Lebensklugheit gut und verständlich darzustellen und in eingängige Bilder zu packen. Hier ist es vorbildlich gelungen.

(24.7.2021)

Cover des Buches Komm, ich erzähl dir eine Geschichte (ISBN: 9783596521715)
Hubertus_Feldmanns avatar

Rezension zu "Komm, ich erzähl dir eine Geschichte" von Jorge Bucay

Hubertus_Feldmann
Geschichten, die die Welt (be)deuten

Bekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Ähnliches gilt wohl für gute Geschichten – zumindest, wenn diese, wie hier geschehen, gut, das heißt passend, erzählt werden. Passend im Sinne von erhellend bzw. auf den Punkt bringend. Es sind allesamt Geschichte mit einem „Aha-Effekt“ (oder: so habe ich das ja noch gar nicht gesehen), eingebettet in einen therapeutischen Prozess. Und in diesem Sinne sowohl erklärend als auch zielführend eingesetzt. 

Geschichten bewegen die Menschen seit Genrationen. Man könnte auch sagen: Menschen haben sich mit ihren Geschichten zu dem entwickelt, was sie heute sind. Diese Geschichten erfüllen einen gewissen Qualitätsanspruch, sonst wären sie nicht immer wieder (weiter-)erzählt worden.

Es sind Geschichten, die die menschlichen Tiefen ausloten, zum Nachdenken und teilweise auch zum Schmunzeln anregen. Mit anderen Worten: Sie sind emotionsgeladen sowohl im Sinne von Nachhaltigkeit (wie könnte man die Geschichte des an einen kleinen Pflock festgebundenen Elefanten jemals wieder vergessen?) als auch im Sinne von Wirksamkeit. Man wird nicht umhinkommen, seine eigene Geschichte in diesen „Märchen aus aller Welt, Sufi-Gleichnissen, Zen-Weisheiten, antiken Sagen [sowie] selbst-Erfundenes“ einzubinden.

Dabei wechseln meist kürzere Dialoge zwischen dem Therapeuten Jorge (wahlweise „der Dicke“) und seinem Patienten/Klienten, dem Studenten Demian, und einer dazu passenden Geschichte ab. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine oft zweifelnde Nachdenklichkeit der hilfesuchenden Person. Dieses Wechselspiel ist von einer enormen Intensität, der man sich kaum entziehen kann: “‘Eine Fabel, ein Märchen oder eine Anekdote‘ bekräftigte Jorge, ‚kann man sich hundertmal besser merken als tausend theoretische Erklärungen, psychoanalytische Interpretationen oder formale Lösungsvorschläge.“

Sichtbar wird allerdings auch, wie wichtig ein gutes Therapeuten-Klienten/Patienten-Verhältnis für einen gelingenden therapeutischen Prozess ist: „Der Dicke lächelte und setzte die Miene des verständnisvollen Großvaters auf, die ich bisweilen als ‚wie blöd bist du eigentlich, mein Lieber‘ interpretierte und ansonsten wie eine riesige Umarmung empfand, die besagte, ‚ich bin ja da‘ oder ‚alles ist gut‘.“

Man kann dieses Buch nur weiterempfehlen, nicht nur wegen der hier erzählten Geschichten, sondern auch wegen der besonderen Beziehungsgestaltung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten, die man sich ähnlich auch im nicht-therapeutischen Rahmen wünschen würde.

(3.7.2021)

Cover des Buches Geschichten zum Nachdenken (ISBN: 9783596520985)
Hubertus_Feldmanns avatar

Rezension zu "Geschichten zum Nachdenken" von Jorge Bucay

Hubertus_Feldmann
Nachdenklich stimmend und bereichernd

Nach dem Meisterwerk von Jorge Bucay „Komm, erzähl mir eine Geschichte“ liegt die Messlatte ziemlich hoch. Selbst wenn man von keiner Fortsetzung dieser dort vorgestellten Geschichten ausgeht, so hofft man doch, dass die Erzählqualität nicht darunter leidet. Tut sie auch nicht. Allerdings folgen die „Geschichten zum Nachdenken“ keinem direkten Erzählstrang, sondern sind eine Aneinanderreihung von erlebten, phantasierten und überlieferten Geschichten.

Es geht um die eigene Größe – vor dem Hintergrund der anderen, um Wut und Traurigkeit, um Vorteile und Privilegien vom Ich im Du und vieles mehr. Sie lesen sich allesamt mit Gewinn, falls man sich die notwendige Zeit nimmt, um das Gelesene auf sich wirken zu lassen. Erst dann erschließen sie sich in ihrer ganzen Vielfalt und damit in ihrer Wirkung auf die eigenen Vorstellungen, Gefühle und Sehnsüchte.

Die Quintessenz der teils bezaubernden, teils bereichernden, teils nachdenklich aber immer auch emotional stimmenden Geschichten ist: Bleibt im Gespräch, entfernt euch nicht voneinander, geht aufmerksam miteinander um, kümmert euch umeinander – das Leben zu kurz, um es gedankenlos oder auch geschichtenlos (wahlweise: ereignislos) zu verschwenden. 

(9.7.2021)

 

Gespräche aus der Community

Hallo zusammen. Ich habe "Komm, ich erzähl dir eine Geschichte" von Jorge Bucay gelesen, fand die Geschichten ganz schön und würde gern mehr in der Richtung lesen. Kann mir jemand ein ähnliches Buch empfehlen? Von Bucay habe ich nichts Interessantes mehr gesehen. Danke.
Zum Thema
2 Beiträge
Readyforbookss avatar
Letzter Beitrag von  Readyforbooks
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