Jorge Luis Borges Einhorn, Sphinx und Salamander

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Inhaltsangabe zu „Einhorn, Sphinx und Salamander“ von Jorge Luis Borges

Das Buch der imaginären Wesen geht weit über seinen ursprünglichen Titel und Rahmen - 'Handhabung der phantastischen Zoologie' - hinaus. Neben Fabeltieren von der doppelköpfigen Schlange Amphisbaena bis zum Schiffe versenkenden Riesenfisch Zaratan umfaßt das Werk auch die in-teressantesten metaphysischen Geschöpfe der menschlichen Phantasie, darunter etwa jüdische Dämonen, Swedenborgs Engel oder die nicht nur in verstöpselten Flaschen vorkommenden Dschinn. Die Lektüre der meisten Artikel wird dank des bewußt faktischen Tonfalls zu einem höchst spöttischen Vergnügen; der Anhang bietet weitergehende Informationen über die ergötzlichsten Monster der Weltliteratur.

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  • Rezension zu "Einhorn, Sphinx und Salamander" von Jorge Luis Borges

    Einhorn, Sphinx und Salamander
    Lax

    Lax

    29. January 2012 um 23:23

    Tiere, die nicht auf der Welt leben, aber geboren wurden von der Vorstellungskraft und ewig leben finden sich in dieser spannenden Sammlung. Im Vorwort von „Einhorn, Sphinx und Salamander“, beschreiben Jorges Luis Borges (1899-1986), Autor von zahlreichen Kurzgeschichten, phantastischen Geschichten und Gedichten zusammen mit Margarita Guerrero die Faszination, die ein Kind erlebt, wenn es das erste Mal in einen zoologischen Garten geht. Die Tiere, die das Kind bisher vielleicht nur aus Erzählungen kannte, sieht es nun atmend und zähnefletschend vor sich. Manche Tiere sind behaart, andere nackt mit großen Augen und wie muss sich das Kind fühlen, wenn es nur einen kleinen Teil eines Tieres sieht, das Horn eines Nashorns oder die lauernden Augen eines Flußpferdes? Ist es nicht seine Vorstellungskraft die das Tier komplettiert? Ein Tier, das es zu fürchten gilt. Wären da nicht die Gitterstäbe oder das Panzerglas würde das fremde Tier das Kind in einem verspeisen. Doch die Angst und somit auch die Faszination an dem Unerklärlichen schwindet, wenn die Kinder älter werden, freuen sie sich vielleicht nur noch an dem neugierigen Anblick ihres Sprösslings, wenn es das erste Mal ein wunderliches Tier, wie das Okapi sieht. Den Erwachsenen selber, kann nichts mehr wundern oder erschrecken, er kennt die meisten Tiere aus dem Fernsehen und es gibt gar keine Monster auf der Welt. So verkümmert in der Wirtschaftswelt unsere Vorstellungskraft. In dem Band „Einhorn, Sphinx und Salamander“ nehmen die Autoren den Leser in einen ungewohnten Zoo mit. Er wird bevölkert von Wesen aus dem Reich der Vorstellungskraft, wie der Kraken, Sphinx, Sirenen, die kettenbehaftete Sau, Mondhase, Kami oder der Tintenaffe, der schwarze Tusche trinkt, vertreten. Zusammengesucht aus der Mytholgie, verschiedenster Religionen oder auch aus den Werken von C. S. Lewis und Franz Kafka, beschreiben Borges und Guerrero in knappen aber fesselnden Worten, was über diese Wesen bekannt ist oder die ursprüngliche Textstellen, die die Tiere beschreiben, werden zitiert. „…es bei den Äthiopiern ein Tier gibt, Martichoras genannt, es hat drei Reihen von Zähnen, die sich wie diejenigen eines Kammes ineinanderfügen; Antlitz und Ohren eines Menschen, blaue Augen, scharlachrotes Löwenfell und einen Schwanz, dein in einem Stachel endet, gleich dem eines Skorpions.“ Das Buch bietet Erwachsenen die Möglichkeit wieder die Faszination eines Kindes zu erleben und vielleicht sieht manch einer die Welt danach wieder mit anderen Augen.

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