Jorge Molist Am Horizont die Freiheit

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Inhaltsangabe zu „Am Horizont die Freiheit“ von Jorge Molist

1484: Bei einem Piratenangriff verliert der zwölfjährige Joan fast die ganze Familie. Dem Jungen gelingt die Flucht nach Barcelona. Im Schatten der prächtigen Kirchen und Paläste findet er Anstellung als Schreiber in einer Buchhandlung. Hier trifft er seine große Liebe Anna, Tochter eines jüdischen Goldschmieds. Als die Inquisition in der Stadt wütet, muss Anna nach Italien fliehen. Die Inhaber der Buchhandlung werden gefangen genommen und als Ketzer verbrannt. Joan entgeht zwar dem Tod, doch gerät er in Ketten an Bord einer Galeere. Zwischen Sizilien, Neapel, Rom und Genua kämpft er um seine Freiheit und darum, seine Familie und seine große Liebe wiederzufinden.

Anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Schreibweise.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Nicht beendet

— Kvothee
Kvothee

Der Autor hat die Gabe, das Schicksal seiner Figuren mit den großen Momenten spanischer Geschichte gekonnt zu verbinden.

— LibriHolly
LibriHolly

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  • eBook Kommentar zu Am Horizont die Freiheit von Jorge Molist

    Am Horizont die Freiheit
    flora

    flora

    29. December 2016 um 14:30 via eBook 'Am Horizont die Freiheit'

    the story is nice but there are too much exact Details about history that have nothing to do with the storyline

  • Die Fischer Jahreschallenge 2015

    Daniliesing

    Daniliesing

    Entdeckt großartige Bücher aus den S. Fischer Verlagen und gewinnt tolle Preise! Zusammen mit den S. Fischer Verlagen haben wir für 2015 Großes geplant. Gemeinsam stellen wir euch in diesem Jahr Neuerscheinungen vor, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet! In jedem Monat wartet eine Monatschallenge zu einem anderen Buch auf euch, in der es spannende Aufgaben zu erfüllen und Punkte zu sammeln gilt. Nicht nur gibt es dabei jeden Monat tolle Gewinne, sondern eure Punkte gehen auch direkt auf euer Punktekonto für unsere Jahreshauptgewinne. Hier findet ihr alle Infos zur Jahreschallenge in der Übersicht! Viele von euch rezensieren hier schon regelmäßig fleißig Bücher. Unsere Fischer Jahreschallenge besteht nicht nur aus 12 Monatschallenges, sondern ihr könnt auch Punkte sammeln, indem ihr Rezensionen auf LovelyBooks veröffentlicht. Und das geht so: Für jede Rezension zu einem Buch aus den S. Fischer Verlagen auf LovelyBooks erhaltet ihr einmalig 100 Punkte. Es zählen alle Rezensionen, die bis zum 20. Januar 2016 eingehen. Wichtig dabei ist, dass das Buch 2015 - egal in welchem Format - in einem der S. FISCHER Verlage erschienen ist. Für Anregungen könnt ihr z.B. auf der Webseite des Verlags stöbern oder unten auf unserer Jahreschallenge-Seite. Damit wir eure jeweilige Rezension auch finden, schreibt bitte hier einen neuen Beitrag mit dem Link zu eurer Rezension auf LovelyBooks. Die Punkte für die geschriebenen Rezensionen und für die Monatschallenges werden addiert und immer ca. zur Mitte des Monats aktualisiert. Die aktuelle Punkteübersicht findet ihr ab Mitte Februar hier. Für die fleißigsten Rezensenten und Teilnehmer der Monatschallenges gibt es Ende Januar 2016 tolle Preise. Den ersten Platz belohnen wir mit einem Gutschein für Bücher aus den S. FISCHER Verlagen im Wert von 1000€, Platz 2 darf sich Bücher für 500€ aussuchen und der 3. Platz erhält einen Gutschein im Wert von 200€, für einige tolle Buchschätze aus den Programmen der S. FISCHER Verlage. Hier könnt Ihr nun alle Fragen stellen & eure neuen Rezensionen posten! Wir freuen uns auf tolle Buchentdeckungen, spannende Challenges und ganz viel Buchliebe im Jahr 2015 mit euch :-)

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    • 958
  • Spanien zu Zeiten des Mittelalter, lehrreich und unterhaltsam zugleich.

    Am Horizont die Freiheit
    LibriHolly

    LibriHolly

    20. August 2015 um 16:04

    Alles beginnt an einem strahlenden Sommertag des Jahres 1484 in dem kleinen Fischerdorf Llafranc an der spanischen Küste. Es sollte im noch jungen Leben des kleinen Joan der letzte Tag seiner bis dato unbeschwerten Kindheit sein. Der Tag, an dem er Vater, Mutter und seine Schwestern verlieren sollte. Der Tag, an dem sich alles mit einem Schlag verändern sollte. Der Tag, an dem der kleine beschauliche Ort Schauplatz eines grausamen Piratenüberfalles wird. Seiner Zukunft beraubt bleibt dem jungen Joan nichts anderes übrig, als sein Glück in der Flucht in die Großstadt Barcelona zu suchen. Hier will er sich eine neue Existenz aufbauen und von hier aus will er sich auf die Suche nach den Peinigern seiner Familie begeben. Zunächst läuft alles gut für Joan in der prächtigen und mächtigen Stadt. Er entdeckt seine Leidenschaft für die Buchkunst und erhält alsbald eine Lehrstelle als Schreiber in einer Buchhandlung und auch die Liebe lässt nicht lange auf sich warten. Doch wo Licht ist, ist immer auch Schatten und nicht jeder gönnt Joan sein Glück….. Jorge Molist versteht es, den Leser aufs Beste zu unterhalten, ihn nicht mit seitenlangen geschichtlichen Erläuterungen zu langweilen, die Spannung hochzuhalten und seine Charaktere mit Leben zu erfüllen. Man bangt und leidet mit ihnen und lernt so ganz nebenbei viel über eine bewegende Epoche der spanischen Geschichte, über die ich persönlich so zuvor noch nicht viel wusste. Gekonnt bettet er die Geschichte rund um den rein fiktiven Charakter Joan in den realen historischen Kontext ein, lässt ihn mit historisch belegten Figuren interagieren und entführt den Leser dergestalt in das Spanien Ende des 15. Anfang des 16.Jahrhunderts. Wir begegnen auf unsere Zeitreise berühmten Persönlichkeiten wie Königen, Statthaltern, Päpsten und Generälen und auch die Familie der Borgias kommt zu ihrem Recht. Auch weiß das Buch durch seine Aufmachung zu überzeugen, diverse Karten und Pläne sowie ein ausführlicher geschichtlicher Anhang runden die Geschichte ab. Zwar hinkt der Vergleich mit Ken Follett und Noah Gordon etwas, aber Vergleiche fand ich in diesem Zusammenhang noch nie gut, wecken sie doch meist falsche Erwartungen. Jorge Molist hat seinen ganz eigenen Stil, mit dem er dem Leser Geschichte zugänglich macht. Er wird sich sicherlich auch in der deutschsprachigen historischen Literatur seinen Platz erschreiben, in Spanien hat er dies als brillanter Kenner historischer Geschichte bereits.

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Zuckersüßes Happy End mit Sahnehäubchen

    Am Horizont die Freiheit
    celynn

    celynn

    == Inhalt == Die Geschichte dreht sich um Joan Serra und seine Familie, welche Ende des 15. Jahrhunderts in einem einfachen spanischen Fischerdorf lebt. Als Joan zwölf Jahre alt ist, wird sein Dorf überfallen. Sein Vater wird erschossen und seine Mutter und Schwester verschleppt. Joan bleibt mit seinem jüngeren Bruder Gabriel zurück, für den er sich verantwortlich fühlt. Nach einer Auseinandersetzung mit der Kirche des Dorfes werden Joan und sein Bruder aus dem Dorf verbannt und nach Barcelona gebracht, wo Joan eine Lehre zum Buchhändler beginnt und die schöne Tochter eines ansässigen Juweliers kennen und lieben lernt. Als seine Liebste eines Tages vor der Inquisition fliehen muss, schwört Joan sich, dass er sie wieder finden wird, ebenso wie seine Mutter und Schwester, die an unbekannten Orten in die Sklaverei verkauft worden sind... == Meine Meinung == Ich brauchte eine Weile, um in das Buch hineinzukommen. Vielleicht lag das daran, dass ich vorher noch nie ein Buch über Spanien oder auch nur von einem spanischen Autoren gelesen hatte, aber die Probleme verschwanden schnell. Als Joan ohne seine Familie in Barcelona steht, war ich schon längst von der Geschichte gefesselt. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und abgesehen von Joans Aggressionen, die er oft einfach nicht im Griff hatte, fand ich keine negativen Punkte. Der Schreibstil gefiel mir immer besser und in manchen Zeilen waren die Worte so passend gewählt, dass sie mich wirklich rührten. Leider blieb das nicht das ganze Buch über so. Im letzten Drittel driftete der Autor massiv auf die Schiene einer bloßen Liebesgeschichte. Joan verhält sich wie ein liebestoller Affe, baut eine Menge Unsinn, hat aber immer wieder unheimliches Glück und kann sich bei allen Problemen irgendwie aus der Affäre ziehen. Das allein hätte eigentlich schon gereicht, um mir die wirklich tolle erste Hälfte madig zu machen, aber schlussendlich bekommt der Leser noch ein zuckersüßes Happy End mit einem Haufen loser Enden serviert. Mir kam es so vor, als hätte Molist plötzlich keine Lust mehr gehabt, die vorher aufgezeigten Probleme auch noch zu lösen. Stattdessen hat er sich ein schönes Ende zusammengeschrieben und das Projekt damit abgehakt. Ich war fast schon traurig nach dem „Zuschlagen“ des Buches – der Anfang und das Ende machten den Eindruck, von zwei verschiedenen Personen verfasst worden zu sein. Anfänglich war ich so begierig zu wissen, wie es weiter geht, dass ich das Buch kaum weglegen konnte, wohingegen später die Unlust herrschte und ich mich selbst ständig bei Gedanken der Marke „Das ist jetzt aber überraschend... nicht.“ erwischte. Der Vollständigkeit halber sei noch der Anhang erwähnt, der historische Persönlichkeiten aus dem Roman noch einmal genauer darstellt und ihren Hintergrund erklärt. Das ist zwar generell interessant, aber nach meiner Enttäuschung am Ende habe ich die jeweiligen Geschichten nurmehr überflogen. == Fazit == So gern ich es nach der ersten Hälfte noch getan hätte – ich kann „Am Horizont die Freiheit“ leider nicht weiterempfehlen. Besonders im letzten Drittel nimmt die Geschichte eine haarsträubende Wendung nach der anderen und Joans „Ausraster“ zusammen mit seinem Glück, immer ungeschoren davonzukommen haben mich genervt. Die losen Enden kommen dann noch dazu, sodass ich niemandem empfehlen würde, das Buch zu erwerben (vor allem nicht zu den aktuellen Preisen). Drei Sterne vergebe ich für die gelungene erste Hälfte, den Rest haben leider die Negativaspekte des letzten Teils gefressen. (Diese Rezension erscheint unter anderem Namen auch auf ciao.de)

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    • 2
    Arun

    Arun

    22. May 2014 um 00:23
  • Leserunde zu "Am Horizont die Freiheit" von Jorge Molist

    Am Horizont die Freiheit
    muchobooklove

    muchobooklove

    Der große Mittelalter-Roman für Leser von Ken Follet oder Noah Gordon! Wer dem Winter nicht so zugetan ist, der kann sich mit diesem spannenden Roman ein bisschen Sonne ins Herz zurückholen und ein aufregendes Abenteuer erleben. Der spanische Bestsellerautor Jorge Molist entführt euch in "Am Horizont die Freiheit" in das wunderschöne Barcelona und zum Meer. Mehr zum Buch: Llafranc, 1484: Bei einem Piratenangriff verliert der zwölfjährige Joan fast die ganze Familie. Dem Jungen gelingt die Flucht nach Barcelona. Im Schatten der prächtigen Kirchen und Paläste findet er Anstellung als Schreiber in einer Buchhandlung. Hier trifft er seine große Liebe Anna, Tochter eines jüdischen Goldschmieds. Als die Inquisition in der Stadt wütet, muss Anna nach Italien fliehen. Die Inhaber der Buchhandlung werden gefangen genommen und als Ketzer verbrannt. Joan entgeht zwar dem Tod, doch gerät er in Ketten an Bord einer Galeere. Zwischen Sizilien, Neapel, Rom und Genua kämpft er um seine Freiheit – und darum, seine Familie und seine große Liebe wiederzufinden. Mehr über Jorge Molist: Jorge Molist wurde 1951 in Barcelona geboren. Er ist ein brillanter Kenner der Geschichte, was ihn zum Schreiben historischer Romane brachte. Unter anderem hat er 2007 den renommierten Premio de Novela Histórica Alfonso el Sabio gewonnen. Nach Stationen in den USA und in verschiedenen europäischen Ländern lebt Jorge Molist heute in Madrid. Ihr wollt euch bis zur letzten Seite fesseln lassen? Wir vergeben zusammen mit dem FISCHER Scherz Verlag 25 Exemplare dieses spannenden Romans. Hinterlasst dafür einfach bis zum 11. Dezember 2013 einen Beitrag und beantwortet folgende Frage: Was bedeutet für euch Freiheit?

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    • 648
  • Eine Odyssee im spanischen Mittelalter

    Am Horizont die Freiheit
    Literatur

    Literatur

    24. February 2014 um 09:54

    "Bücher sind wie Menschen, sie haben Leib und Seele. Beide sind wichtig. Ich habe viele Bücher gelesen, und an vielen hatte ich größere Freude wegen des Aussehens, des Duftes und der Textur als wegen des Inhalts, den sie erzählten." (S. 158) Bei einem Piratenüberfall auf ein katalanisches Dorf verliert der Jugendliche Joan fast seine gesamte Familie und sein Zuhause. Ein Kloster in Barcelona nimmt Joan und seinen Bruder notgedrungen auf und bietet ihnen eine Perspektive im Buch- und Schmiedehandwerk. Für Joan steht fest, dass er den Überfall auf sein Dorf und die Ermordung seines Vaters rächen sowie die entführten und versklavten Frauen seiner Familie wiederfinden muss. Neben dieser Lebensaufgabe strebt er nach Erfüllung seiner Liebe zur Juwelierstochter Ana, die als Konvertitin von der spanischen Inquisition bedroht wird. Historisch wirkt der Roman, angesiedelt im Spanien und Mittelmeerraum des 15. Jahrhunderts, sehr gut recherchiert, sodass die Leser sehr viel über die gesellschaftlichen und kirchlichen Strukturen, die Moral- und Rechtsvorstellungen, die Kriegsführung sowie interessante und prägende Persönlichkeiten aus dieser Zeit erfahren. Die historischen Aspekte werden über spannende und ereignisreiche Episoden aus Joans Leben gefühlvoll und meist fesselnd vermittelt, wobei gelegentlich die Grenze zu kitschiger und oberflächlicher Gefühlsdarstellung überschritten wird. Die Themen Schuld, Freiheit und Gerechtigkeit werden vielseitig thematisiert und wandeln sich im Laufe der Geschichte. Insbesondere berührt haben mich die Passagen über die Bücherherstellung zur damaligen Zeit und was für ein Glück es ist, lesen zu können :-) . Die Konstruktion der Geschichte ist für mich rückblickend betrachtet zu unproportioniert, unstrukturiert und unnatürlich. Die bildliche Sprache des Autors hat mir einerseits sehr gut gefallen, hat mich meist berührt und mich in ihren Bann gezogen, andererseits wurde die Erzählweise passagenweise langatmig, sodass der Spannungsbogen der Handlung sich sehr wechselhaft gestaltete. Der deutsche Buchtitel, aber insbesondere die Titelbildgestaltung, finde ich nicht optimal gelöst: Der Buchtitel klingt zwar zunächst poetisch, ist mir jedoch in Hinblick auf die Geschichte zu wenig "griffig", der Blick aus der Kathedrale auf's Meer gewichtet den kirchlichen Aspekt zu stark. "Am Horizont die Freiheit" hatte für mich durch seine interessante und historisch vielseitig angelegte Themenwahl einen guten Unterhaltungswert mit lehrreichen Episoden, konnte mich jedoch aufgrund von wiederholten Längen nicht kontinuierlich fesseln und verlor im Laufe der Handlung durch die unausgereifte Aneinanderreihung von Themenschwerpunkten an Glaubwürdigkeit. Meine Leseempfehlung gilt für alle, die sich für die Geschichte des Mittelalters aus männlicher Perspektive sowie Handwerk, Buchherstellung, Freiheit, Sklaverei und Gefangenschaft interessieren, da historisch ein guter Überblick vermittelt wird.

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  • AM Horizont die Freiheit

    Am Horizont die Freiheit
    dingsbaer

    dingsbaer

    09. February 2014 um 14:07

    Im Jahr 1484 endet für den 12jährigen Joan Serra aus dem kleinen Dorf Llafranc seine Kindheit, als am frühen Morgen die Warnglocken zu läuten beginnen. Das Dorf wird von einer Piratengaleere überfallen, die Männer in einen Hinterhalt gelockt und viele Frauen und Mädchen entführt. Bei diesem Überfall wird Joan's Vater erschossen und Joan verspricht ihm, sich um die Familie zu kümmern. Die Mutter und die ältere Schwester werden auch entführt und so bleiben nur Joan und sein jüngerer Bruder Gabriel übrig. Sie werden vom Administrator des Ortes an einen Kaufmann übergeben, der sie mit nach Barcelona nimmt, wo sie ins Kloster Santa-Anna sollen.  Dort angekommen, strömen viele neue Eindrücke auf die einfachen Jungs ein. Um seinen Lebensunterhalt im Kloster zu finanzieren, beginnt Joan eine Lehre in der Buchhandlung von Antoni Ramón Corró. Dort darf er aber nur unter einer Bedingung anfangen, er darf nicht lesen lernen. Schnell gerät Joan mit einem anderen Lehrjungen aneinander, Felip, dem er sich aber erst einmal unterwirft. Vom Sklaven Abdalá lernt der Joan nicht nur das Schreiben, sondern auch die Gehiemnisse der Buchbinderei und fremde Sprachen, die ihm bei der späteren Suche nach seiner Familie helfen sollen. In seinen ersten Tagen in Barcelona findet Joan auch seine erste Liebe; die Juwelierstochter Anna. Und trotz seines Versprechens lernt Joan heimlich lesen, ohne zu ahnen, in welche fatale Situation ihn das noch bringen wird.  Als dann eines Tages die Inquisition in Barcelona Einzug hält, werden die Juden und die Konvertiten gejagt und auch Joans Lehrmeister Corró wird überführt. Joan entgeht knapp dem Tod, muss aber zur Strafe als Rudersklave auf einer Galeere arbeiten. Bringt ihn das näher an Anna, die mit ihrer Familie nach Italien geflohen ist, und an seine Familie? Am Anfang war ich sehr angetan von dem Buch, aber der Autor hat es über die lange Distanz der Geschichte nicht geschafft, mich vollends zu überzeugen. Da ich auch schon lange keine Bücher mehr von Ken Follett und Noah Gordon gelesen habe, kann ich auch den aufgeführten Vergleich zu diesen beiden Top-Autoren nicht bestätigen. Der Schreibstil des Buches hat mir am Anfang sehr gut gefallen. Man fand sich sofort mitten in der Geschichte wieder, konnte sich alles gut vorstellen. Doch im Laufe der Geschichte hat dies nachgelassen. Gerade beim Einzug in Barcelona war ich etwas überfordert. Manche Stellen fand ich sehr langatmig und nicht allzu spannend. Gerade die Spannung musste im letzten Drittel dieses dicken Buches dann meiner Meinung nach doch etwas leiden. Und zum Ende hatte man stellenweise das Gefühl, dass dem Autor die Ideen ausgegangen sind, oder er einfach nur schnell fertig werden wollte.   Anfangs fand ich Joan sehr sympathisch, man musste einfach mit dem kleinen Jungen mitfühlen. Auch weil er so fasziniert von Büchern und dem richtigen Buch für jeden Leser war. Aber im Laufe der Geschichte ist diese Sympathie immer mehr abgeflaut, denn so viele Schicksalsschläge er auch durchmachen musste, er hat sie zwar alle gemeistert, dabei aber etwas von seinem Charme verloren. Auch wenn ich ihn anfangs auf Grund seiner Alters in Schutz genommen hätte, verbaut er sich vieles durch seine Sturrheit und Rachelust. Außerdem fand ich eher unglaubwürdig, dass man als junger Mensch, zudem noch als Sklave so viel Glück hat, ständig auf reiche und einflussreiche Menschen zu treffen, die einem helfen. Das Cover des Buches steht leider für mich in keinem Zusammenhang mit dem Titel. Bei „Am Horizont die Freiheit“ hätte ich doch eher ein Blick auf das weite Meer, vielleicht mit einem Schiff vermutet. Dies hätte wesentlich besser gepasst, als eine Kathedrale. Aber dies ist nur meine Meinung.

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  • Suche nach der Freiheit

    Am Horizont die Freiheit
    moorlicht

    moorlicht

    09. February 2014 um 12:49

    1484 in Spanien überfallen Piraten ein kleines Fischerdorf, plündern und fangen auch einen Großteil der Bewohner für den Sklavenmarkt. Neben den vielen Toten gibt es auch einige Dorfbewohner, die mit Leben und Freiheit davon kommen. Darunter auch die Brüder Jean und Gabriel. Ohne Eltern, die sie versorgen und von der Kirche mit Bann belegt, können sie nicht im Dorf verbleiben, werden nach Barcelona gebracht und dort im Kloster untergebracht. Gabriel wird bei Glockengießern in die Lehre gegeben und Jean kommt zu einem Buchbinder in die Ausbildung. Einige Jahre geht im Großen und Ganzen alles gut - bis die Inquisition in die Stadt kommt und damit die schon aus anderen Büchern vertrauten Hetzjagden beginnen. Viele der konvertierten Juden gelingt noch die Flucht - nicht jedoch der Familie um Jean's Lehrherren. Damit steht der Junge wieder vor dem Aus und muss sein Leben ein weiteres Mal neu organisieren. Das Buch macht einen gut recherchierten Eindruck in den Details wie das Leben der damaligen Zeit ausführlich beschrieben wird. Allerdings fehlt es mir, dass ich mich von den Erlebnissen Joans bei allen Schicksalsschlägen nicht wirklich in die Geschichte hereingezogen fühle. Die agierenden Figuren zeigen immer wieder Handlungen, die an dieser Stelle nicht ganz nachvollziehbar sind und ein Gefühl von Erklärungsbedarf zurücklassen. Leider war die Spannung, unbedingt weiter lesen zu wollen, nicht so ausgeprägt. Vermutlich müsste dieses 800 Seiten-Buch in aller Ruhe oder mehrere Male gelesen werden. Auch weil die Details um die damaligen Gepflogenheiten sehr ausführlich beschrieben werden.

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  • Ein langer Weg für die Gerechtigkeit

    Am Horizont die Freiheit
    nicigirl85

    nicigirl85

    06. February 2014 um 16:30

    Im Jahre 1484 ist Jean 12 Jahre alt und sein Leben verändert sich hier für immer, denn sein Heimatdorf wird von Piraten überfallen. Mutter und Schwester werden entführt, der Vater ermordet, so dass Jean zusammen mit seinem Bruder Gabriel zurück bleibt. Doch in ihrem Dorf können sie nicht bleiben und eine lange Reise ins Ungewisse beginnt. Wird Jean das Versprechen halten können, das er seinem Vater gegeben hat? Dieser historische Roman ist mit seinen fast 800 Seiten ein wahrer Wälzer, der wirklich sehr stark und fesselnd startet. Leider gelingt es dem Autor nicht, die Spannung konstant oben zu halten, so dass ich vom letzten Drittel des Buches dann nicht mehr ganz so angetan war. Beim Lesen merkt man definitiv, dass Jorge Molist jemand ist, der sich mit Geschichte auskennt, denn man erfährt wirklich sehr viel aus der damaligen Zeit. Er schafft es dem Leser bildlich die Gräuel, Ängste und Nöte der Menschen vor Augen zu führen. Nichts wird geschönt, so dass das Geschilderte mehr als nur realistisch wirkt. Zudem lernt man immens viel geschichtliches Wissen dazu. Leider muss ich jedoch gestehen, dass mir persönlich das Einfließen von geschichtlichen Ereignissen teilweise etwas zu gewollt und aufgesetzt war. Zudem ist es wirklich sehr sehr viel Geschichtswissen, was man als Leser gar nicht alles verarbeiten kann. Wenn solch eine Erwähnung eine Geschichte vorantreibt und bildlicher gestaltet, dann lese ich das sehr gern, aber wenn man das Gefühl hat, dass die geschichtlichen Geschehnisse den roten Faden der Geschichte durchtrennen, dann ist das nicht so schön. Je mehr ich las, desto mehr wuchs mir Jean und sein Schicksal ans Herz, in dieser Zeit hätte ich nicht leben wollen. Im letzten Drittel hatte ich dann leider das Gefühl, dass Molist nun endlich fertig werden wollte. Die Begebenheiten überschlagen sich und nicht alles war dann noch für mich nachvollziehbar. Der Schluss ist zwar kitschig, aber ich mag solch ein Finale bei historischen Romanen durchaus gern. Fazit: Ich habe das Buch wirklich gern gelesen und möchte den Wissenszuwachs nicht missen, jedoch hätten etwas weniger Geschichtswissen und weniger Seiten dem Roman auch gut gestanden. Lesenswert für all jene, die gern in andere Zeiten reisen und sich für Geschichte interessieren. Ich fand es lesenswert!

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  • Ein Leben im Spanien des späten Mittelalters

    Am Horizont die Freiheit
    chiara

    chiara

    26. January 2014 um 11:32

    Kurzbeschreibung vom Verlag: Llafranc, 1484: Bei einem Piratenangriff verliert der zwölfjährige Joan fast die ganze Familie. Dem Jungen gelingt die Flucht nach Barcelona. Im Schatten der prächtigen Kirchen und Paläste findet er Anstellung als Schreiber in einer Buchhandlung. Hier trifft er seine große Liebe Anna, Tochter eines jüdischen Goldschmieds. Als die Inquisition in der Stadt wütet, muss Anna nach Italien fliehen. Die Inhaber der Buchhandlung werden gefangen genommen und als Ketzer verbrannt. Joan entgeht zwar dem Tod, doch gerät er in Ketten an Bord einer Galeere. Zwischen Sizilien, Neapel, Rom und Genua kämpft er um seine Freiheit – und darum, seine Familie und seine große Liebe wiederzufinden. Meine Meinung: Da ich gerne historische Roman lese, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Die Beschreibung klang gut und da ich immer auf der Suche nach interessanten Autoren bin, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Von dem Autor Jorge Molist hatte ich bisher noch nichts gehört, aber das kann man ja ändern. Ich war gespannt, ob er mich mit seiner Geschichte, die knapp 700 Seiten umfasst, wirklich die ganze Zeit fesselt. Der Klappentext wirbt zwar damit, dass Molist auf dem Niveau von Ken Follett und Noah Gordon schreibt. Aber diese Aussage habe ich ehrlich gesagt nicht ernstgenommen, weil zumindest Follett eine Liga für sich ist. Dass ich mich da irre, konnte ich mir nicht vorstellen. Aber möglich wäre es natürlich trotzdem … Der Einstieg in das Buch fiel mir überraschenderweise sehr leicht. Eigentlich bin ich es gewohnt, dass ich mich bei historischen Romanen erst einige Seiten einlesen muss, bevor ich mich in das Buch vertiefen kann. Aber da Jorge Molist darauf verzichtete die Sprache dem späten Mittelalter anzupassen sondern unseren heutigen Sprachstil verwendet, war ich schnell in der Geschichte drin. Ich hatte nur etwas Probleme mit dem Namen der Hauptfigur. Da ich viele Bücher von amerikanischen Autoren lese, assoziiere ich mich „Joan“ einen Frauennamen und ich musste immer wieder umdenken, dass dies in Spanien ein Männername ist. Aber irgendwann hatte ich es dann doch drin. Jorge Molist hat das Leben der Menschen im Barcelona des späten Mittelalters sehr gut dargestellt. Hier merkt man wieviel Mühe sich Jorge Molist bei der Recherche für dieses Buch gemacht hat. Ich konnte mir ohne Probleme vorstellen wie Joan durch die Straßen Barcelonas läuft und versucht Anna zu sehen oder wie der Junge das Handwerk des Buchbinders erlernt. Die Figuren bleiben zum Glück fast vollständig klischeefrei. Fast alle haben ihre Licht- und Schattenseiten. Nur bei einigen von Joans Widersachern gibt es keine positiven Seiten. Aber es muss ja auch Menschen geben, die einfach nur böse sind. Die erste Hälfte des Buches hat mich richtig gefesselt. Aber als Joan an Bord der Galeere musste, war es damit leider vorbei. Dabei war nicht einmal so sehr, dass mich das Leben auf dem Schiff nicht interessiert hat, ganz im Gegenteil. Ich fand es sogar spannend zu lesen wie die Galeere gesteuert wird und wie das Leben an Bord so ist. Es war vielmehr so, dass schnell abzusehen war, wie Joans Leben an Bord verläuft. Es gab leider keine überraschenden Wendungen sondern alles wird ziemlich vorhersehbar. Das fand ich sehr schade. Denn in der ersten Hälfte des Buches gab es ja genügend überraschende Wendungen. Warum also verläuft der Rest der Geschichte so geradlinig? Irgendwie beschlich mich zwischendurch das Gefühl, dass durch die detaillierten Beschreibungen in der ersten Hälfte des Buches bereits zu viele Seiten gefüllt waren und Jorge Molist nun die Geschichte endlich zum Abschluss bringen wollte und sich kaum noch Mühe mehr gab, so als ob Molist eine bestimmte Seitenzahl nicht überschreiten wollte. Es ist jetzt nicht so, dass ich etwas gegen Happy Ends hätte. Aber am Ende fand ich Joans Lebenslauf doch ziemlich unglaubwürdig. Fazit: Mich konnte das Buch nicht überzeugen und ich werde wohl auch keinen Roman mehr von Jorge Molist lesen. Nach einem vielversprechenden Beginn wird die Geschichte nach der Hälfte sehr vorhersehbar. Ich habe immer auf eine überraschende Wendung gehofft, doch die kam leider nicht. Auf diese Weise wurde der positive Eindruck zu Beginn nach und nach von den negativen Eindrücken überlagert. Daher gibt es von mir nur eine mittelmäßig Bewertung.

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  • Von Löwen und Lämmern..

    Am Horizont die Freiheit
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    24. January 2014 um 16:44

    1484, ein Fischerdorf in Spanien. Nach einem Piratenüberfall bleibt der 12 Jährige Joan allein mit seinem kleinen Bruder zurück, sein Vater ist Tod, Mutter und Schwester verschleppt. Die beiden Waisenkinder werden in ein Kloster nach Barcelona gebracht, in ihrem Dorf ist kein Platz mehr für sie. Doch auch im Kloster können sie nicht bleiben. Joan findet schließlich Arbeit bei einem Buchhändler, entdeckt seine Liebe zu Büchern und zu Anna. Sein weiteres Leben ist geprägt von seinem tiefen Wunsch nach Rache an den Männern, die im seine Familie genommen haben und seiner unerfüllten Liebe zu Anna. Beides bringt ihn mehr als einmal in Schwierigkeiten und treibt ihn schließlich über das halbe Mittelmeer. Ich habe selten einen Roman gelesen, bei dem ich mir so unschlüssig war, was es darüber zu sagen gibt. Zunächst einmal muss man Molist zu gute halten, dass er ein wahrer Geschichtskenner ist. Die Geschichte ist gut recherchiert, die Fakten passen zusammen und er hat sie gut in eine Handlung eingewoben - die leider nicht wirklich überzeugen kann. Ich habe verhältnismäßig lang gebraucht, um mich in die Handlung einfinden zu können. Obwohl der Autor auf einer sehr emotionalen Ebene schreibt und der Schreibstil durchaus überzeugen kann blieben mir die Protagonisten zunächst fern. Der 12 jährige Joan wurde von Anfang an für seine Pfiffigkeit und seine Intelligenz gelobt - die ich leider an diesem Teil des Buches noch nicht wirklich erkennen konnte. Der Mittelteil des Buches hingegen konnte mich vollständig überzeugen. Ich fand es schön, mit zu erleben, wie Joan vom Jungen zum Mann heranwächst, seine Entwicklung war authentisch beschrieben und verlief nicht gradlinig und märchenhaft. Joan machte Fehler wie jeder andere auch und genau das machte ihn für mich sympathisch. Hier begann sich Spannung aufzubauen - ich fühlte mit, mit Joan, seinen Herren, seinem Bruder, und ich wollte wissen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Und dann.. ja, dann kam das Ende - damit meine ich in diesem Fall gut und gerne die letzten 150 Seiten. Gerade als mich meine Begeisterung für das Buch wirklich gepackt hatte war sie auch mit einem Schlag wieder verschwunden. Man könnte meinen, dass Molist plötzlich die Lust an der ganzen Sache verloren hat. "Ach, 500 Seiten haben wir schon, kein Konflikt ist gelöst, bringen wir das ganze mal flott über die Bühne." Am Anfang schweift der Autor aus, schreibt teilweise schon so langatmig dass der Leser gerne zum Punkt kommen würde und dann werden sämtliche lose Enden dürftig und schnell miteinander verwoben um zum Ende zu kommen. Auch die beiden Protagonisten Joan und Anna gingen mir in diesem Teil - man kann es leider nicht anders sagen - nur noch auf die Nerven. Mit Joan habe ich sowieso eine Zeit gebraucht um warm zu werden, im letzten Teil hatte man allerdings das Gefühl, dass er noch infantiler war als zu Beginn der Handlung. Und da war er immerhin erst 12! Dennoch scheint sich für ihn auf wundersame Weisen immer alles zum Guten zu wenden - der Junge hat definitiv weitaus mehr Glück als Verstand! Anna hatte ich eigentlich von Anfang an als faszinierende Persönlichkeit wahrgenommen. Sie war eine - für die damalige Zeit - emanzipierte Frau, wusste was sie wollte und versuchte zumindest, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Je näher wir zum Ende kamen desto mehr wurde sie von der starken Frau zur Luftschlösser bauenden Prinzessin. Alles in allem kann man Molist in meinen Augen keinesfalls mit einem Ken Follett vergleichen, wie es der Klappentext behauptet. Drei Sterne gibt es für den durchaus gelungenen Mittelteil und die gut recherchierten Fakten, mehr sind aber leider nicht drin. Kann man lesen - muss man aber nicht.

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  • Eine Reise durch ein Leben

    Am Horizont die Freiheit
    Buechersammler

    Buechersammler

    23. January 2014 um 13:08

    Inhalt: 1484: ein kleines Fischerdorf in Spanien namens Llafranc wird von Piraten überfallen. Joan und seine Familie versuchen sich zu retten doch sein Vater wird getötet, seine Schwester und seine Mutter entführt. Er und sein Bruder Gabriel bleiben zurück und von da an bricht eine schwierige Zeit an. Sie werden zusammen nach Barcelona geschickt, um dort in einem Kloster unterzukommen. Schon bald fassen die beiden Fuß in der großen Stadt und fangen sich an ein Leben auf zu bauen. Liebe, Intrigen, Freude, Verrat - alles erwartet die beiden auf der Suche nach ihrer Familie. Kann Joan sein Versprechen gegenüber seinem Vater halten? Wird er seine Familie wieder findet. Es beginnt eine spannende Reise durch das Leben eines Jungen, der seine Ziele nicht aufgibt.   Meine Meinung:Zunächst muss ich sagen, dass mir der Schreibstil von Jorge Molist gut gefällt. Er hat eine schöne Art die Ereignisse zu schildern und man kann sehr flüssig lesen. Die Historischen Hintergründe sind gut recherchiert. Man hat nicht das Gefühl das sie aus der Luft gegriffen sind. Die einzelnen Ereignisse zu dieser Zeit, die in dem Buch eine wichtige Rolle spielen, werden ausreichend erklärt. Man kann sich die Situationen gut vorstellen. Die Geschichte finde ich sehr schön. Eine gute Idee, die die meiste Zeit auch gut umgesetzt worden ist. Man wird durch die einzelnen Geschehnisse hin durch geführt und fiebert teilweise auch richtig mit. Mir gefällt sehr gut das der Hauptcharakter so viel rum kommt und der Leser auch viel über andere Orte erfährt.  Leider muss ich bei den Protagonisten die Abzüge machen...Im Gesamten sind die einzelnen Charakter gut durchdacht und sehr tolle Persönlichkeiten mit vielen starken Charakterzügen.Joan ist anfangs ein kleiner Junge den das Schicksal hart trifft. Jedoch gibt er nicht auf. Er hat einen Traum und will sich ihn erfüllen. Sympatie erhält er vor allem im ersten Teil des Buches. Er ist zwar als Junge noch nicht ausgereift aber sehr klug. Leider verliert er meine Sympathie über die einzelnen Kapitel bis zum Ende des Buches hin. Er handelt unüberlegt oder aus fadenscheinigen Gründen. Am liebsten will man in die Geschichte eingreifen und ihm ersten mal ein paar Worte ins Gesicht werfen.Anna ist auch eine der wichtigsten Personen im Buch. Joan verliebst sich sehr früh in sie und sie erwidert die Gefühle. Aber das Schicksal entscheidet anders. Sie selbst ist ein sehr freundliches Mädchen, was sehr pflichtbewusst ist. Jedoch verliert leider auch sie zum Schluss hin ihren tollen Charakter und man schüttelt ab und zu nur den Kopf. Dies ist auch ein Grund warum die Liebesgeschichte zwischen Joan und ihr teilweise langweilig und langatmig ist.Am besten gefällt mir der Admiral Vilmarí. Er ist einerseits ein skrupelloser und machtvoller Mensch. Jedoch hat er Eigenschaften wie Ehre, Treue und Loyalität. Im ganzen Buch zeigt er immer wieder andere Seiten von sich. Desweiteren sind Gabriel (kleiner Bruder von Joan) und Bartomeu (Freund von Joan) tolle Protagonisten. Fazit:Im Großen und Ganzen ist es ein sehr schönes und gut gelungenes Buch. Die Geschichte des Buches ist sehr interessant und historische Ereignisse kommen nicht zu kurz. 

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    Daniliesing

    Daniliesing

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    vielleser18

    vielleser18

    22. January 2014 um 18:52

    1484: ein kleines Dorf in Spanien, Lafranc wird von Piraten überfallen. Joan`s Vater wird ermordet, seine Schwester und seine Mutter gekapert. Er und sein Bruder Gabriel werden nach Barcelona geschickt, dort sollen sie in der Obhut eines Klosters aufwachsen. In Barcelona macht Joan seinen Weg, er darf in einer Buchhandlung arbeiten und lernt in Barcelona die Liebe seines Lebens kennen: Anna. Doch er hat seinem Vater in seinen letzten Minuten versprochen sich um seine Familie zu kümmern. Er will seine Mutter und seine Schwester wiederfinden, wenn er alt genug für die Suche ist. Dieses Gelöbnis, das er sich selbst gegeben hat und sein Hass auf die Verantwortlichen lassen ihn nicht ruhen. Hinzu kommt die Inquisition, die in Barcelona einzieht und vor der auch Anna mit ihrer Familie flüchten muss. Jorge Molist, der selbst in Barcelona geboren ist, hat viel historisches Wissen in diesen Roman gesteckt. Die geschichtlichen Rahmendaten sind alle belegbar. Joan´s Geschichte ist eine düstere, gefährliche Zeit eingebettet, der Schreibstil von Molist lässt den Leser sofort in diese Zeit eintauchen. Beeindruckt hat mich die Geschichte fast 500 Seiten, doch gegen Ende mussten noch so viele Fäden zusammengeführt werden und Molist wollte am Schluß zu viel in die letzen Seiten packen. Einmal ist es hinterher für mich zuviel historisches Wissen gewesen, was dort mit hinein gepackt worden ist und die eigentliche Geschichte verzerrt hat, zweitens ist es am Schluß unglaubwürdiger geworden. Dennoch hat mich die Geschichte anfangs so begeistert, dass ich hier vier Sterne verteilen möchte. Der gelungene Schreibstil, die anrührende und doch spannende Geschichte,  haben mich mitgerissen in eine andere Epoche, die Liebe zu Büchern, die aus der Arbeit und den Gesprächen von Joan mit anderen Protagonisten des Buches herauszulesen ist, haben mich berührt und haben meine eigene Liebe zu Büchern untermauert.

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