Jorge di Raffi Judas

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Inhaltsangabe zu „Judas“ von Jorge di Raffi

Auf dem Rückflug aus New York stösst ein lokaler Politiker in der Zeitung auf eine Todesanzeige - die eigene. In seiner Tasche findet er einen alten Ticketabschnitt für den Flug AA 1232, eine Maschine, die vor Jahresfrist anlässlich eines Terroranschlags mit zweihundertachtzig Passagieren im Atlantik verloren ging. Der Mann trifft in Zürich ein, wo er sich, ob aus Neugier oder Pflicht, an seine angebliche Bestattung begibt. Dass er dort von niemandem erkannt wird, muss ihn freilich an der eigenen Identität zweifeln lassen. Der Roman hebt die Gattung des Psychothrillers auf eine neue Stufe. In meisterlicher Art wird darin der parallele Standpunkt des menschlichen Unbewussten gezeichnet. Amüsant oder ärgerlich in seiner Paradoxie, feenhaft und beklemmend tritt es als eigenständige Figur auf, die sich nicht nur im Traum ausdrückt, sondern den Mann unbemerkt auch im Alltag begleitet ohne den Kriterien der Vernunft zu unterliegen. Damit werden zeitliche wie räumliche Schranken zwischen den Realitäten verwischt. Di Raffis Beobachtungen und Stilmittel inspirieren sich nicht an Konzepten der Schizophrenie. An den Pranger gestellt wird vielmehr die sogenannte Multiple Personality Disorder, eine Diagnose, die der amerikanischen Psychiatrie der neunziger Jahre einen Skandal bescherte, der noch heute Gerichte beschäftigt. Wo also Kritik laut wird, etwa am Einsatz von Hypnose, basiert diese auf Fakten. (Quelle:'E-Buch Text/07.12.2013')
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  • Jorge di Raffi. Judas

    Judas
    Jorge_Di_Raffi

    Jorge_Di_Raffi

    02. August 2017 um 18:08

    Auf dem Rückflug aus New York stößt ein lokaler Politiker in der Zeitung auf eine Todesanzeige - die eigene. In seiner Tasche findet er einen alten Ticketabschnitt für den Flug AA 1232, eine Maschine, die vor Jahresfrist anlässlich eines Terroranschlags mit zweihundert-achtzig Passagieren im Atlantik verloren ging. Der Mann trifft in Zürich ein, wo er sich, ob aus Neugier oder Pflicht, an seine angebliche Bestattung begibt. Dass er dort von niemandem erkannt wird, muss ihn freilich an der eigenen Identität zweifeln lassen. Der Roman hebt die Gattung des Psychothrillers auf eine neue Stufe. In meisterlicher Art wird darin der parallele Standpunkt des menschlichen Unbewussten gezeichnet. Amüsant oder ärgerlich in seiner Paradoxie, feenhaft und beklemmend tritt es als eigenständige Figur auf, die sich nicht nur im Traum ausdrückt, sondern den Mann unbemerkt auch im Alltag begleitet ohne den Kriterien der Vernunft zu unterliegen. Damit werden zeitliche wie räumliche Schranken zwischen den Realitäten verwischt. Di Raffis Beobachtungen und Stilmittel inspirieren sich nicht an Konzepten der Schizophrenie. An den Pranger gestellt wird die sogenannte Multiple Personality Disorder, eine Diagnose, die der amerikanischen Psychiatrie der neunziger Jahre einen Skandal bescherte, der noch heute Gerichte beschäftigt. Wo also Kritik laut wird, etwa am Einsatz von Hypnose, basiert diese auf Fakten.  

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    Judas
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    02. August 2017 um 18:07

    Auf dem Rückflug aus New York stößt ein lokaler Politiker in der Zeitung auf eine Todesanzeige - die eigene. In seiner Tasche findet er einen alten Ticketabschnitt für den Flug AA 1232, eine Maschine, die vor Jahresfrist anlässlich eines Terroranschlags mit zweihundert-achtzig Passagieren im Atlantik verloren ging. Der Mann trifft in Zürich ein, wo er sich, ob aus Neugier oder Pflicht, an seine angebliche Bestattung begibt. Dass er dort von niemandem erkannt wird, muss ihn freilich an der eigenen Identität zweifeln lassen. Der Roman hebt die Gattung des Psychothrillers auf eine neue Stufe. In meisterlicher Art wird darin der parallele Standpunkt des menschlichen Unbewussten gezeichnet. Amüsant oder ärgerlich in seiner Paradoxie, feenhaft und beklemmend tritt es als eigenständige Figur auf, die sich nicht nur im Traum ausdrückt, sondern den Mann unbemerkt auch im Alltag begleitet ohne den Kriterien der Vernunft zu unterliegen. Damit werden zeitliche wie räumliche Schranken zwischen den Realitäten verwischt. Di Raffis Beobachtungen und Stilmittel inspirieren sich nicht an Konzepten der Schizophrenie. An den Pranger gestellt wird die sogenannte Multiple Personality Disorder, eine Diagnose, die der amerikanischen Psychiatrie der neunziger Jahre einen Skandal bescherte, der noch heute Gerichte beschäftigt. Wo also Kritik laut wird, etwa am Einsatz von Hypnose, basiert diese auf Fakten.  

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