Jorgen Randers 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome

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Inhaltsangabe zu „2052. Der neue Bericht an den Club of Rome“ von Jorgen Randers

Vor 40 Jahren erschütterte ein Buch den Fortschrittsglauben der Welt: Der Bericht 'Die Grenzen des Wachstums' an den Club of Rome. 'Die absoluten Wachstumsgrenzen der Erde werden im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht, wenn es der Menschheit nicht gelingt, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren', lautete seine zentrale These. Sie glich einer Revolution und machte das Buch zu einem Weltbestseller mit über 30 Millionen verkauften Exemplaren. Vierzig Jahre später holt der Club of Rome erneut zu einem großen Wurf aus.'2052' lautet der Name des aktuellen Reports. Er skizziert eine Zukunft, die ganz anders sein wird als wir uns dies heute vorstellen können. Welche Nationen werden ihren Wohlstand halten oder gar vermehren – welche unter der künftigen Entwicklung leiden? Wie wird sich der Übergang zur wirtschaftlichen Vorherrschaft Chinas gestalten? Ist die Demokratie nach westlichem Vorbild geeignet, die großen Menschheitsprobleme zu lösen?Jorgen Randers, einer der Co-Autoren des Meadows-Reports von 1972, hat ein Szenario für die nächsten 40 Jahre erstellt; er stützt sich dabei auf globale Prognosen führender Wissenschaftler, Ökonomen und Zukunftsforscher.Trotz der überwiegend düsteren Prognosen glaubt Randers nicht an einen globalen Kollaps, denn 'der Anpassungsprozess der Menschheit an die Grenzen dieses Planeten hat begonnen'. Aber der Report gibt auch keine Entwarnung, denn die Zukunft wartet mit gewaltigen Herausforderungen auf, wird geprägt sein von sozialen Unruhen und zahlreichen Umbrüchen. Sie zu meistern wird unsere Jahrhundertaufgabe sein; '2052' liefert hierzu die (über)lebensnotwendigen Grundlagen.

Ich sollte das Buch in 5 Jahren wieder lesen.

— zukunftskind
zukunftskind

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  • Gnadenlos realistisch und mutmachend gleichzeitig

    2052. Der neue Bericht an den Club of Rome
    zukunftskind

    zukunftskind

    22. November 2016 um 15:41

    Das Buch ist eine schwere Kost an sich: voller Daten, Grafiken und komplizierten Zusammenhängen. Ich habe es auch sehr langsam und gründlich gelesen und ständig daneben recherchiert. Das Buch ist sehr gut geschrieben und liefert wirklich ALLE relevanten Informationen, was die Entwicklung unserer Welt in den nächsten 40 Jahren angeht. Es ist brutal realistisch einerseits und macht Mut auf der anderen Seite. Die Welt wird nicht rosig sein in 40 Jahren - aber auch nicht pechschwarz. Und das macht mir persönlich Mut, für eine schnellere positive Entwicklung zu kämpfen, weil ich jetzt eine Grundlage dafür habe zu glauben, dass dadurch die Welt tatsächlich ein Stückchen besser wird. Wenn jeder seinen Mikrobeitrag leistet, haben wir die Chance, in einer nicht allzu schrecklichen Welt weiter zu leben.

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  • Die Menschheit reagiert zu langsam

    2052. Der neue Bericht an den Club of Rome
    olli2308

    olli2308

    12. February 2014 um 13:36

    40 Jahre nach dem Millionen-Bestseller »Die Grenzen des Wachstums« von 1972 hat der Club of Rome einen neuen Zukunft-Bericht vorgestellt »2052 – eine globale Prognose für die nächste 40 Jahre«. Der norwegische Autor Jørgen Randers, Professor für Klimastrategie, entwirft darin – gestützt auf eine breite Auswertung aus Daten von vielen weltweit anerkannten Klimaforschern - eine düstere Zukunftsprognose bis zum Jahr 2052: Der weltweite Energieverbrauch werde noch Jahrzehnte steigen, der Wachstumstrend der Treibhausgasemissionen noch bis 2030 anhalten und die Welt in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts in einen sich selbst verstärkenden Klimawandel mit katastrophalen Folgen stürzen. Die Prognose für 2052 enthält folgende Trends: Der globale Bevölkerungszuwachs wird früher als erwartet stagnieren und kurz nach 2040 bei 8,1 Milliarden seinen Höchststand erreichen und dann zurückgehen. Die Bevölkerung wird in immer größerem Anteil in Städten leben. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird künftig langsamer steigen. 2052 wird es nur 2,2 mal größer sein als heute. Die Wachstumsrate beim globalen Konsum und das Produktivitätswachstum wird sinken, weil ein größerer Anteil am BIP für Investitionen ausgegeben werden muss, um die Probleme zu beseitigen, die durch Ressourcenerschöpfung, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Verlust der Biodiversität und soziale Verteilungskämpfe entstehen. Langsames Wachstum des Pro-Kopf-Verbrauchs und Stagnation in den reichen Weltregionen wird vermehrt zu Spannungen und Konflikten führen. Den Anteil der erneuerbaren Energie am Energiemix liegt 2052 bei 40 Prozent. Der weltweite Energieverbrauch wird noch bis zum Jahr 2040 ansteigen. Die Treibhausgasemissionen werden zwar durch Effizienzfortschritte gemindert, steigen aber noch bis 2030 an. Die breite Datenbasis von »2052« lasse nur einen Schluss zu, dass die Menschheit zu langsam reagiere, so der Autor. Der kritischste Faktor seien die anthropologischen, also von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen, deren Auswirkungen auf die Erderwärmung inzwischen unter ernsthaften Wissenschaftlern unstrittig sind: »Diese Emissionen werden so hoch bleiben, dass unsere Enkel in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts wahrscheinlich mit einer selbst verstärkenden und damit unkontrollierbaren globalen Erwärmung leben müssen.« Um das Jahr 2080 wird sich die Erde um 2,8 Grad gegenüber dem vorindustriellen Stand aufgewärmt haben, das ist für viele Klimaforscher der kritische Punkt, wo der Klimawandel unumkehrbar ist. Aus den Permafrostböden in der Arktis werde das starke Treibhausgas Methan entweichen, weil der frostige Grund zu tauen beginne. Es wird den Globus weiter aufheizen und noch mehr Permafrost schmelzen lassen. Das führe zu Dürren, Überschwemmungen, Anstieg des Meeresspiegels um einen halben Meter, Rückgang der Biodiversität (2052 könnten 40 Prozent der Arten ausgestorben sein) und der Wanderung der fruchtbaren Böden um fünf Kilometer pro Jahr Richtung Norden und fünf Meter pro Jahr die Berge hinauf. In 40 Jahren werden also 200 Kilometer mehr Wüste entstanden sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass die weltweiten Entscheidungsträger in den nächsten zehn Jahren das Ruder rumreißen werden, ist nach Ansicht von Randers nicht sehr hoch. Dabei wäre die Menschheit in der Lage, es zu tun. Die Weltgemeinschaft müsse nur die Energieeffizienz erhöhen, komplett auf erneuerbare Energien umsteigen, das Abholzen der Wälder beenden und einen Großteil fossiler befeuerter Kraftwerke mit Anlagen zur CO2-Abscheidung und -Speicherung ausstatten. Weltweit würde das etwa ein Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts kosten. Das Problem sei jedoch die freie Marktwirtschaft, die lieber in kurzfristige Gewinnmaximierung investiere als in langfristige nachhaltige Projekte, die zunächst einmal teurer seien. Nötig seien starke, supranationale Organisationen und Regierungen, die eine vorausschauende Politik betrieben, wo sichergestellt sei, dass der ökologische Fußabdruck der Menschheit (derzeit überschreitet der menschliche Anspruch an die Biosphäre die globale Biokapazität um 40 Prozent) eine nachhaltige Größenordnung einnimmt. Der Bericht enthält 35 Ausblicke von international führenden Wissenschaftlern, Ökonomen und Zukunftsforschern zu so unterschiedlichen Themen wie »Das Ende des Wirtschaftswachstums«, »Das Ende der Eintracht zwischen den Generationen« oder »Extremwetter im Jahr 2052«. Zahlreiche Statistiken flossen in die Zukunftsmodelle ein, sodass ein belastbares Ergebnis zustande gekommen ist, dass eine höhere Eintrittswahrscheinlichkeit aufweist als sein 40 Jahre älterer Bruder.

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  • Rezension zu "2052. Der neue Bericht an den Club of Rome" von Jorgen Randers

    2052. Der neue Bericht an den Club of Rome
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. November 2012 um 12:03

    40 Jahre nach „Die Grenzen des Wachstums“ 1972 war die leitende Frage einer Gruppe von Wissenschaftlern am MIT, der auch Jorgen Randers angehörte: „Was wird im Lauf der nächsten 130 Jahre geschehen, wenn die Menschheit beschließt, ganz bestimmte Strategien zu verfolgen“? Ohne damit den Anspruch einer „Prognose“ zu erheben, da die Gruppe am MIT unzählige Unwägbarkeiten im Raume stehen sah. Dennoch erzeugte das damalige Buch eine rege Diskussion und eine weite Verbreitung. Vor allem in der nüchternen Bestandsaufnahme: „Wenn sich nicht grundsätzlich etwas ändert, ist die Menschheit im Begriff, auf gefährliche Weise über die materiellen Grenzen unseres Planenten hinauszuwachsen“. Mit nun, wie Randers sachlich anführt, zwei Alternativen, die damals bereits benannt wurden: Entweder „gesteuerter Niedergang“ durch die „geordnete Einführung einer neuen Lösung“ oder eben „Zusammenbruch“. Denn eines ist sicher: „Die Grenzüberziehung kann nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden“. Letztlich also stellt Randers auch 40 Jahre nach dem ersten Bericht die Frage, ob der Mensch als Menschheit lernfähig ist oder eben nicht und dann dumpf vor die Wand läuft. Die von der Gruppe am MIT erwartete „vorausschauende und weise Politik“ ist offenkundig zumindest nicht durchschlagend eingetreten. Auf dieser Basis wagt Randers nun „einen Schritt weiter“. Nicht „Tendenzen“ will er benennen, sondern eine konkrete „Prognose“ im Sinne einer „wohlbegründeten Vermutung“ abgeben für die nächsten 40 Jahre. Und die hat es (negativ) in sich, für schwache Nerven jener, die ein „weiter so, wird schon gehen“ propagieren, ist dieses Buch wahrlich nicht geeignet, wohl aber für eine sachliche, nüchterne und sicher auch harte Debatte auf der Grundlage der erhobenen Fakten und deren Deutung im Buch. Einen umfassenden Bericht in (fast) allen relevanten Lebensbereichen des Menschen auf diesem Planeten legt Randers im Folgenden detailliert, fundiert, nachvollziehbar und überzeugend argumentiert vor. Ein Bericht, der vor allem eines aufzeigt: Wenn weiterhin keine grundlegende, harte und radikale Änderung in der Politik und der Haltung des Menschen an sich eintritt, steht ein „Zusammenbruch“ tatsächlich bevor. Wobei Randers kein „Untergangsprophet“ ist, der polemisch alleine Aussagen tätigt. Ganz konkret bietet er „Lösungen“ an, ruft nach anderen „Haltungen“, die auf der Basis seiner Erkenntnisse und seiner Prognose für ein „Umsteuern“ unabdingbar sind. Gar nicht ironisch gemeint sind dann aber auch die sperrigen und aufrüttelnden „Ratschläge“ zum Schluss, die dann greifen, wenn es zusammenbrechen sollte! Und die, wenn man sie list, in ihrer negativen Ausrichtung fast noch stärker wirken als die feinteiligen Argumente im Buch selbst. Denn Randers ist auch Realist. Ob man seinen Ratschlägen auf oberer Ebene folgt, das ist für ihn durchaus zweifelhaft und so gibt er persönliche „Wegweisungen“, das allein „eigene Wohlergehen“ nach vorne zu bringen Mehr Wert legen auf Zufriedenheit statt auf Einkommen. Dinge vermeiden, die nur kurzfristig Bestand haben. Hochwertige Unterhaltungselektronik statt „Realität“, beugt brutalen Enttäuschungen vor. Kinder nicht zu Naturliebhabern machen, denn das wäre zu hart, wenn die Natur entfällt. Vielfalt genießen, solange es sie noch gibt. Sehenswürdigkeiten besuchen, bevor diese ruiniert sind. An einen Ort ziehen, der vom Klimawandel kaum betroffen wird. In ein Land ziehen, das entscheidet statt nur Interessen der Mehrheit abwägt. Einen Job in erneuerbaren Energien suchen, Mandarin lernen. Sich davon verabschieden, das Wachstum gut ist. In Dinge investieren, die robust gegen soziale Unruhen sind. Und an Politiker: Bitte nur unterstützten, was kurzfristig Gewinn verspricht. Und daran denken, dass die Zukunft viele Grenzen bereit halten wird. Es ist zu empfehlen, die Lektüre des Buches mit den Ratschlägen am Ende zu Beginnen, um dann, sehr beunruhigt, der fundierten Darstellung im Buch von Beginn an in entsprechender Haltung gegenüber zu treten. Es bleibt die Hoffnung Randers, er möge irren mit seiner Prognose und es bleibt der Aufruf: „Leben sie mit der drohenden Katastrophe, ohne die Hoffnung zu verlieren“. Gerade in seiner profunden Sachlichkeit entfaltet das Buch eine enorme Wirkung auf den Leser. So er bereit ist, sich der Realität des Zustandes zu stellen und Randers Analyse mit offenen Augen zu lesen. Gegen alle Bequemlichkeit und gegen alle Neigung eines „wird schon gut gehen“.

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