Tagebuch eines griechischen Euro startet mit dem Druck einer ein Euro Münze und begleitet diese bis zur Euro-Krise. Mit dem Euro lernt der Leser Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Ländern kennen, erhält Einblick in die Politik und das Weltgeschehen. Wir erleben wie der kleine Griechen-Euro vom deutschen Euro runtergemacht wird, wie er Glücksbringer der Fußball-EM ist und auf dem Grund des Meeres versinkt.
Für mich handelt es sich bei "Tagebuch eines griechischen Euro" um eine liebevolle Geschichte, die einen etwas anderen Blickwinkel auf die Eurokrise offenbart. Außerdem beinhaltet das Buch auch einen gewissen Lernfaktor, wenn dem griechischen Euro von anderen Geldstücken erklärt wird, warum sie an sein weiterbestehen glauben oder nicht. Zu Beginn musste ich sehr schmunzeln über die positive Aufregung vor seiner Auszahlung durch die Bank. Es kommt fast ein bisschen Nostalgie auf, wenn man sich daran erinnert, wie das damals mit der Euro-Einführung war. Ich habe mich mit dem Buch sehr unterhalten gefühlt. Die Eurokrise Griechenlands mal nicht trocken und unangenehm, sondern unterhaltsam und mit einem Lächeln thematisiert.
Politik mal anders


