Joris-Karl Huysmans Gegen den Strich

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Inhaltsangabe zu „Gegen den Strich“ von Joris-Karl Huysmans

Die Geschichte des Aristokraten Des Esseintes, der sich mehr und mehr in die künstliche Welt des Ästhetizismus und Mystizismus zurückzieht. 'Gegen den Strich' wurde schnell zu einer Art 'Bibel der Dekadenz'. Nicht nur Oscar Wilde zeigte sich von diesem Roman beeinflußt, auch von den Vertretern des französischen Symbolismus wurde er begeistert aufgenommen.

Der Roman hat was.

— melvil

Dank der Kombination aus absurden Einfällen und toller Sprache ein absolut irres Buch

— Lesemanie

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  • Der Welt den Rücken kehren

    Gegen den Strich

    Lesemanie

    22. August 2013 um 17:40

    Der Aristokrat Des Esseintes ist unzufrieden mit der Welt, denn schließlich hat er festgestellt, dass sie „zum großen Teil aus Gaunern und Dummköpfen besteht“. Also beschließt er, sich von der Welt abzuwenden und sich eine Arche der Ruhe zu schaffen, wo er „in endgültiger Seelenruhe baden wollte“. Huysmans beschreibt genüsslich, wie sich der weltenmüde Adelige bemüht, einen Ort zu kreieren, der den höchsten ästhetischen und intellektuellen Ansprüchen genügen soll. Dazu gehört auch eine ganz besondere Wandtapezierung: die Wände sollen Bucheinbänden gleich verkleidet sein, mit grobkörnigem Maroquin und afrikanischem Leder. Seine Buchliebhaberei treibt ihn auch dazu, besondere Werke frühchristlicher und mittelalterlicher Autoren zu sammeln, die er zum Teil für seine persönliche Sammlung auf wertvollem Papier setzen lässt und mit kostbaren Einbänden versieht. Das Papier, das er sich von einem Fabrikant in Lübeck herstellen lässt, ist bläulich leuchtend und statt von Fasern von Goldpailletten durchzogen. Neben den kostbaren Büchern sollen tropische, teure Pflanzen sein neues Haus schmücken, und das obwohl Des Esseintes ja eigentlich davon überzeugt ist, dass die Natur dem Werk des Menschen in jeder Hinsicht unterlegen ist. So lässt er sich eingehend beraten und wählt bewusst eben solche Blumen aus, die durch menschliche Manipulation verändert worden sind, die also in seinen Augen perfektioniert worden sind, und so seinen ästhetischen Ansprüchen genügen. Huysmans bietet ein unterhaltsames Schauspiel absoluter Dekadenz und bedient sich dabei einer wunderschönen Sprache. Die wahnwitzigen Einfälle von Des Esseintes allein sind unterhaltsam genug, sodass dieses Buch fast ohne Dialoge auskommt. Von einigen Rückblicken abgesehen, geschieht bis zum Ende auch nicht viel – Huysmans und der Leser geben sich gemeinsam mit Des Esseintes seinem kapriziösen Hang zum Ästhetizismus und philosophischen Ausschweifungen hin. Die gelungene Kombination aus absurden Einfällen und toller Sprache macht Gegen den Strich zu einem absolut irren Buch. Mehr Rezensionen unter http://lesemanie.blogspot.com 

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  • Rezension zu "Gegen den Strich" von Joris-Karl Huysmans

    Gegen den Strich

    JimmySalaryman

    04. January 2012 um 11:58

    Fin de Siecle, und das galore! Klar, jeder, der sich etwas intensiver mit dem Kanon der Weltliteratur beschäftigt, bleibt auch mal bei Joris Karl Huysmans hängen. Sein Protagonist, der Prototyp des wohlstandsverwahrlosten Kretin, hat kein Bock mehr auf nichts. Das Leben ist fad, alles ausgelutscht, nichts bereitet ihm mehr Freude, Frauen und Männer hat er auch schon durch, Drogen rocken nicht mehr, auf's Reisen hat er keine Lust. Was bleibt da noch? Der gepflegte Rückzug in die Dekadenz. Des Esseintes bastelt an seinem Privatreich, Schildkröten müssen mit Gold-Pailetten besetzt werden, eine eigene Destille im Wohnzimmer, alles schillert in erlesenen Farben. Die Bediensteten laufen mit Pantoffeln durch die Gegend, weil auch das Dröhnen der Schritte ihn stört. Langsam driftet er in seine eigene Sphäre ab. Huysmans betreibt hier Namedropping bis zum Erbrechen, von Odilon Redon bis zu Mallarme und den Dichtern der Antike; jaja, auch damals galt man schnell als Intellektueller Hipsterdandy, wenn man sich auskannte in der "Scene". Wie liest sich das? Stellenweise witzig und gut, stellenweise ist es grottenlangweilig. Der Schluß ist auch unbefriedigend, so, als habe sich Huysmans nicht entschließen wollen: Geht er jetzt drauf und wird wahnsinnig, der eitle Sack (der ja ihn selbst verkörpert) oder kehrt er zurück in die Zivilsation und fristet dort ein dumpfes Leben? Naja, Huysmans bekehrte sich in späteren Jahren zum katholischen Glauben und lebte in einem Kloster und Glaubensbrüdern...

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  • Rezension zu "Gegen den Strich" von Joris-Karl Huysmans

    Gegen den Strich

    PantaRhei

    20. May 2008 um 01:12

    ein wunderbarer Roman ueber die Aesthetik des Lebens und die einsicht das es letzendlich doch nicht reicht.

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