Joris K Huysmans Tief unten

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Inhaltsangabe zu „Tief unten“ von Joris K Huysmans

Huysmans folgt in diesem Roman Baudelaires ästhetischem Prinzip, 'Schönheit aus dem Bösen zu gewinnen', und läßt seinen Helden Durtal eine Studie über Gilles de Rais schreiben, der für seine zahllosen Verbrechen im 15. Jahrhundert zum Feuertod verurteilt wurde. Durtal befaßt sich mit der Religionssekte der Satanisten und ihren düsteren Ausdrucksformen, mit Astrologie und Alchimie und wird selbst immer mehr in diese finstere Welt hineingezogen - bis zur Teilnahme an einer schwarzen Messe.

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  • Rezension zu "Tief unten" von Joris-Karl Huysmans

    Tief unten
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    15. November 2012 um 01:34

    "Unter der Begleitung bewaffneter Männer trat Gilles ein. Er war abgezehrt, blaß, in einer Nacht um zwanzig Jahre gealtert. Seine Augen brannten zwischen den gebräunten Lidern, seine Wangen zitterten." . Der Autor Joris-Karl Huysmans ist dem Genre der Dekadenz zuzuordnen, was auch erklärt, warum er sich in "Tief unten" dem Waffengefährten der Jean D´Arc und späteren Folterer und Vergewaltiger von Kindern zuwendet. Dabei handelt es sich um Gilles des Rais, den man wegen seiner Grausamkeiten in einem Atemzug mit Vlad Teps, der Blutgräfin und Jack the Ripper nennen kann. Verpackt wird diese Story in die Recherchen des Autoren Durtal über eben diesen Mann. Diese Abschnitte, wenn Durtal an seiner Abhandlung über den berüchtigten Gilles des Rais schreibt, waren mit Abstand die besten des Buches. Gekonnt werden die Gräueltaten beschrieben und lassen somit den Leser fassungslos und vor Ekel zitternd zurück. Dabei wird ein guter Einblick in das Seelenleben des Verbrechers gewährt, wodurch ich diese Abschnitte förmlich verschlang. Doch so genial wie sich diese Szenen bewährten, so schlecht waren die restlichen, die sich mit Durtals realem Leben befassten. Ständig verbringt er Zeit mit seinem Freund Des Hermies und besucht einen Glöckner. Diese Treffen laufen immer gleich ab und beinhalten dazu noch endlos, langweilige Gespräche über die Seele der Glocken. Durch diese Monotonie muss der Leser sich eher durch "Tief unten" quälen, was auch durch die zwar schöne, aber sehr anspruchsvolle Sprache gesteigert wird. Auch Durtals Affäre mit einer verheiraten Frau empfand ich persönlich als sehr zäh und noch langweiliger. Und die groß angekündigte schwarze Messe am Ende des Buches war mehr als enttäuschend, genauso wie der eigentliche Schluss. . Fazit: Ein grundsätzlicher interessanter Roman für alle, die mehr über Gilles des Rais erfahren möchten. Der Rest lässt dagegen mehr als zu wünschen übrig.

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  • Rezension zu "Tief unten" von Joris-Karl Huysmans

    Tief unten
    Jennifer

    Jennifer

    14. November 2007 um 10:43

    Ein Buch meiner Sturm und Drang Zeit. Es besticht inhaltlich durch die Themenvielfalt und deren Informationsdichte zu damals zeitgenössischen Persönlichkeiten und wissenschafltichen Diskursen. Der Roman zeigt im Grunde einen Lebensausschnittt des in Paris des späten 19. Jahrhunderts lebenden Schriftstellers Durtal, als dieser an einer Biographie des berüchtigten Kindermörders Gilles de Rais arbeitet. Durch seine Recherchen und Reflexionen über diese Person gerät er selbst in die Faszination des Bösen und Verbotenen. Stilistisch zwar im Sinn des Naturalismus sehr detailgetreu erzählt, was dem Roman keineswegs schadet, sondern zu einer sehr feinen und facettenreichen Wiedergabe von Stimmungen, Beobachtungen und Berichten führt.

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