Jorn Lier Horst Winterfest

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Winterfest“ von Jorn Lier Horst

Ove Bakkerud möchte eigentlich nur ein letztes Wochenende in seinem Sommerhaus am Meer verbringen, bevor er es winterfest macht. Doch bei seiner Ankunft findet er die Eingangstür aufgebrochen vor, die Hütte selbst ist von Einbrechern vollkommen verwüstet. Und es kommt noch schlimmer: In einer der Nachbarhütten entdeckt er eine grausam verstümmelte Leiche. Hauptkommissar William Wisting hat von Anfang an den Eindruck, dass diesem Fall etwas Unheilvolles anhaftet: Auf dem Rückweg vom Fundort des Toten wird er überfallen, der Täter flieht unerkannt. Zu seinem Unmut quartiert sich seine Tochter Line, eine Kriminalreporterin, ausgerechnet in einem Ferienhaus unweit des Tatorts ein. Und dann fallen auch noch massenhaft tote Vögel vom Himmel, ohne dass es dafür irgendeine logische Erklärung gibt. Als im Laufe der Ermittlungen Lines Wagen in mehreren Überwachungsvideos auftaucht, bekommt der Fall eine unerwartete und – für Wistings Geschmack – viel zu persönliche Wendung. Seine Tochter scheint in dieser Geschichte ein entscheidendes Puzzleteil zu sein …

Fesselnd erzählter, realistischer Polizeiroman.

— Daninsky
Daninsky

Stöbern in Krimi & Thriller

Die Moortochter

Entsprach leider nicht meinen Erwartungen...

Antika18

Tot überm Zaun

Cosma Pongs ist (zu) aktiv und (über-)motiviert - und bringt damit ihre Tochter Paula zur Verzeiflung. Dem Leser gefällt's!

MissStrawberry

Der Mann zwischen den Wänden

Düsterer Thriller aus Schweden mit einem Ende, das kein Ende ist.

AmyJBrown

Mörderisches Ufer

Genau meinen Lesegeschmack getroffen

Laberladen

Geständnisse

Lesen - Punkt! Wundervoll geschrieben und eine eindringliche Story!

Janna_KeJasBlog

Schwesterherz

Band 2 ist wohl ein Muss!

Stups

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Winterfest" von Jorn Lier Horst

    Winterfest
    goldfisch

    goldfisch

    07. December 2012 um 10:51

    Dieser norwegische Krimi ist einfach hervorragend.Von der ersten bis zur letzten Seite ist Spannung garantiert. In einer Ferienhaussiedlung hat es zahlreiche Einbrüche gegeben. In einem der Häuser liegt eine Leiche. Die Polizei ist schnell vor Ort und ermittelt. Hubschrauber kreisen, Spuren werden gesichert und Kommissar Wisting wird bei dem Einsatz überfallen. Hat der Überfall etwas mit dem Mord zu tun? Bald schon taucht ein weiterer Toter aus. Ausgerechnet Wistings Tochter findet die Leiche. Wisting ist sich nicht sicher, hat seine Tochter etwas mit dem Fall zu tun? Zeitgleich fallen tote Vögel über dem Ferienhausgebiet vom Himmel. Der Fall wird immer rätselhafter. Sehr lesenswert, gehört unter den Weihnachtsbaum!

    Mehr
  • Rezension zu "Winterfest" von Jorn Lier Horst

    Winterfest
    marion_gallus

    marion_gallus

    12. October 2012 um 20:54

    n Norwegen steht der Herbst vor der Tür und die Ferienhäuser direkt am Meer sind größtenteils bereits winterfest gemacht. Dies nutzt eine Einbrecherbande aus, und räumt mehrere Hütten leer. Teure Gegenstände wie Fernseher, Stereoanlagen o.ä. nehmen die Räuber auf ihren Zügen mit sich. Als ein Bewohner in einer Nachbarhütte eine übel zugerichtete Leiche entdeckt, tritt Kommissar William Wistig auf den Plan. Er ist einer der ersten am Tatort, kann allerdings nicht viel tun, da die Spurensicherung noch mitten in ihrer Arbeit ist. Als er vom Tatort zurück nach Hause fährt, wird er überfallen und sein Auto geraubt. Im Laufe der Ermittlungsarbeit stößt Wisting auf die Erkenntnis, dass der PKW seiner Tochter zur Mordnacht in Richtung der Feriensiedlung unterwegs war. Sie arbeitet als Journalistin und Wisting kann sich nicht erklären, wie seine Tochter in den Fall verwickelt sein könnte. Als ihm seine Tochter mitteilt, dass sie für eine Weile in der familieneigenen Ferienhütte wohnen will ist Wisting nicht wirklich begeistert. Die Gegend ist unsicher, die geerbte Hütte befindet sich in genau der Feriensiedlung, in der der Mord und die Überfälle geschehen sind. Doch Line (seine Tochter) lässt sich nicht beirren. Sie will nach der Trennung ihres Freundes dort wieder zu sich selber finden, sich sammeln, ausspannen und schreiben. Auch das immer mehr tote, schwarze Vögel vom Himmel fallen verunsichert Line nicht. Doch Wisting hat nun zusätzlich zur schweren,umfangreichen Ermittlungsarbeit ein weiteres Problem: Die Sorge um seine eigene Tochter … *** Jørn Lier Horst veröffentlichte den ersten Krimi um seinen Kommissar William Wisting bereits im Jahre 2004. Für mich ist es der erste Roman des Autors, doch dies hatte für auf das Verständnis der Handlung keinen negativen Einfluss. Es gab sicherlich viele Namen von Kollegen, die Leser der vorherigen Bücher besser verstanden haben, doch folgen konnte auch ich. Auch wenn es bei den norwegischen Namen nicht immer ganz einfach war. Da Jørn Lier Horst selber als leitender Ermittler bei der norwegischen Polizei arbeitet schafft der Autor es, diese Arbeit sehr professionell und real rüberzubringen. Er ist sehr gut auf die verschiedenen Methoden der Polizei eingegangen und bei dieser Arbeit dabeizusein hat mir gut gefallen. Ich muss aber sagen, auch Autoren die selber keine Polizisten sind, können diese Arbeiten sehr gut beschreiben (siehe Horst Eckert!). Was mir an dem Protagonisten William Wisting sehr gut gefallen hat war, dass er ein ganz normaler Mann war. Er ist kein schöner Machotyp, der im Anzug versucht junge Kolleginnen anzumachen oder Kollegen auszustechen. Er ist auch kein verklemmter, verkorkster Einzelgänger, der ein Alkohol oder Tablettenproblem hat. Nein! Er ist einfach ein Ermittler, der seinen Job gerne macht, der eine erwachsene Tochter hat und der in einer Beziehung zu einer gleichaltrigen Frau lebt, mit der er sich abends bei einem Glas Wein einfach gut unterhält und zum Beispiel über ihre Träume spricht. Er hört auf sein inneres Gespür, arbeitet ehrlich und gerne mit seinen Kollegen zusammen. Das hat ihn mir sehr sympathisch gemacht. Denn diese anderen „typischen“ Ermittler, die ich oben erwähnt habe, sind ja eigentlich eher die Regel mittlerweile. Die Handlung ist kompliziert, verstrickt und hochinteressant. Wie verschiedene Ereignisse ineinandergreifen und die Puzzleteile nach und nach ineinander fallen ist stimmig und gut ausgearbeitet. Das Mysterium um die toten Vögel zieht sich durch die gesamte Handlung und die Auflösung ist nicht abgedreht, sondern logisch und gut. Der Schreibstil ist angenehm, die Ausdrucksweise nicht flach, sondern gehoben und die Stimmung des herbstlichen Norwegen hat der Autor wunderbar eingefangen. Auch die Beschreibung der Metropole des Nachbarlandes hat mich angesprochen, er sieht schöne Dinge und beschreibt auch negatives sehr einfühlsam. Das Buch präsentiert der Verlag in einer gebundenen Ausgabe, mit einem Cover das anspricht. Der Betrachter schaut durch ein zerbrochenes Fenster einer Ferienhütte auf das Nachbarhaus. Das Thema des Buches ist durch diesen Einband gut dargestellt und mich spricht er an. Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen spannenden, einfühlsamen, ruhigen, stimmigen aber dennoch verzwickten und komplizierten Kriminalroman. Er wirkt sehr echt durch seine so „normalen“ Charaktere, keine ausgeflippten Sonderlinge, die die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich ziehen. Ein fesselndes Lesevergnügen für gemütliche Leseabende, wenn es draußen dunkler und kälter wird!!

    Mehr