Jorun Thørring Im Auge des Feuers

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Inhaltsangabe zu „Im Auge des Feuers“ von Jorun Thørring

Tromso, Oktober 2007. Johan Fjeld traut seinen Augen nicht. Vor der Haustür steht sein Bruder Karl, der 1969 bei einem Brand ums Leben kam. Davon war Johan zumindest bis jetzt festüberzeugt. Wer aber liegt dann in seinem Grab? Und wo war Karl all die Jahre? Wenige Tage später ist Karl Fjeld tatsächlich tot, und Johan steht unter dringendem Tatverdacht. Doch dann gibt es weitere Leichen in der nordnorwegischen Stadt, und die Polizei steht vor vielen Rätseln. Der eigenwillige Ermittler Aslak Eira muss vorerst die Schneehuhnjagd absagen und sich weit zurück in die Vergangenheit begeben; hinein in die Geschehnisse rund um die Brandnacht im Mai 1969.

Unterhaltsam. Verliert aber zum Finale hin und weißt ein paar Logik stolperer auf.

— Daninsky
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  • Die Stadt des Brandes

    Im Auge des Feuers
    Daphne1962

    Daphne1962

    27. January 2017 um 19:20

    Fast 50 Jahre ist es her, im Oktober 1969 gab es in Tromso einen verheerenden Brand. Die Hafenregion der nordnorwegischen Stadt mit ihren Lagerhäusern und Kontoren brannten aus. Dieses damalige Ereignis hat die Autorin Jorun Thorring zum Schauplatz ihres Kriminalromans genommen. Sie war als Jugendliche selbst Augenzeugin des Geschehens. Im Auge des Feuers ist der 2. Fall des samischen Kommissars Aslak Eira. Das Samische Volk wurde früher Lappen genannt. Sie haben auch eine eigene Sprache. Hauptpersonen sind die Mitglieder der Familie Fjeld, der ein großer Schaden bei besagtem Brand zugefügt wurde. Es mussten auch Menschen dabei ihr Leben lassen. Einer davon steht allerdings im Jahr 2007 bei seinem Bruder Johan unverhofft vor der Tür. Begeisterung löst sein Erscheinen nicht aus. Es dauert auch nicht lange und Karl Fjeld wird ermordet aufgefunden. Es wird schnell klar, wer der Tote ist und es spricht sich auch schnell herum in der Stadt. Die Wunden der damaligen Ereignisses sitzen bei einigen Betroffenen noch immer sehr tief. Es wurde viel verschwiegen und Gerüchte machten sich breit. Kommissar Eira muss diese alten Unterlagen noch einmal überprüfen und sich zwangsläufig damit befassen. Denn mit dem Tot des vermeintlich Auferstandenen gibt es einige Verbindungen zum Brandereignis 1969. Damals gab es allerdings noch keine DNA, man musste sich auf das Verlassen, was man sah oder einem erzählt wurde. Nicht einfach für ihn und seine Kollegen, zumal er derzeit mit seinem Sohn Probleme bekommt. Er hat ihn alleine aufgezogen und wenn seine Abläufe aus dem Ruder geraten macht ihn das nervös. Die Ermittlung laufen schwierig an, denn immerhin ist das erste Todesopfer doch schon seit über 40 Jahren tot. Oder wen hat man statt seiner beerdigt? Die Autorin hat mit den wechselnden Dramen und schwierigen Protagonisten, eine gewisse Spannung erzeugt, so das man den Krimi kaum aus der Hand legen möchte und relativ zügig beendet. Man hört die Flammen förmlich knistern. Schade nur, das Aslak Eira noch nicht weiter ermittel.

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  • Rezension zu "Im Auge des Feuers" von Jorun Thørring

    Im Auge des Feuers
    AennA

    AennA

    31. October 2011 um 10:31

    Eigentlich ist Karl seit fast 40 Jahren tot, verbrannt bei dem großen Feuer im Jahr 1969,....doch nun steht er plötzlich bei seinem Bruder Johan vor der Tür! Trotzdem löst sein Auftauchen keine Begeisterungsstürme aus, und wenig später findet man Karls Leiche. Und es soll nicht die Einzige bleiben in dem kleinen Städtchen Tromsø. Für Kommissar Asrak Eira tun sich viele Fragen auf, und die Ermittlungen erweisen sich als schwierig... Alles hat den Anschein, als ob die Ereignisse von heute mit dem Brand vor fast vier Jahrzehnten zusammenhängen. Doch keiner will reden.... Die norwegische Schriftstellerin Jorun Thørring legt mit "Im Auge des Feuers" bereits ihren zweiten Krimi mit Ermittler Asrak Eira vor. Den ersten Band "Glaspuppen" kenne ich noch nicht, doch ist mir Thørrings sympathischer Kommissar so ans Herz gewachsen, dass ich Lust habe, noch mehr von ihm zu lesen. Dabei ist "Im Auge des Feuers" kein Krimi, bei dem man vor Spannung die Luft anhält. Es dauert eine ganze Weile, bis der Leser sich an den eher nüchternen und ruhigen Stil der Autorin gewöhnt hat, bei dem er eher unvermittelt mit Mord und Totschlag konfrontiert wird. Man muss auf jeder Seite auf Alles gefasst sein, und das macht hier die Spannung aus. Hinzu kommt eine insgesamt gut konstruierte Geschichte, die über kleine Längen hinwegsehen lässt. Zeitweilig hatte ich schon das Gefühl, dass Eira auf der Stelle tritt. Aber vielleicht war ich auch deshalb so ungeduldig, weil ich wissen wollte, welches Geheimnis sich hinter dieser Geschichte verbirgt. Auch über einen kleinen medizinischen Fauxpas bin ich gestolpert... Jorun Thørring lässt ihre Leser unterschiedliche Spuren verfolgen, bringt immer wieder neue Verdächtige ins Spiel. Den wahren Täter hatte ich schon ziemlich früh im Visier, muss aber eingestehen, dass es die Autorin geschafft hat, mich immer wieder zu verunsichern. Letztendlich war die Auflösung für mich aber nicht hundertprozentig schlüssig. Mit der Lektüre von "Im Auge des Feuers" ist gutes "Kopfkino" garantiert. Wie schon bereits erwähnt, versteht es die Autorin hervorragend, dem Leser ihre Hauptcharaktere nahe zu bringen. Die Einblicke in Asraks Privatleben mit den Sorgen um seinen halbwüchsigen Sohn Niillas, der seine erste Liebe erlebt, sowie die Beziehung zu der Psychologin Mona tragen dazu bei, dass sich der Leser ein gutes Bild machen kann. Auch die Nebenpersonen werden sehr gut charakterisiert und haben ein klare Vorstellung in meinem Kopf erzeugt. Die gegenseitige Anrede der Protagonisten des Buches war für mich eher gewöhnungsbedürftig. Im Vorfeld wird von der Übersetzerin darauf hingewiesen, dass auf das in Norwegen übliche "Du" verzichtet wird, außer natürlich im vertraulichen Fall. Die Ermittler reden sich jedoch mit "Du" und Nachnamen an, das hat mich persönlich schon irritiert. Letztendlich kann ich sagen, dass mir "Im Auge des Feuers" trotz einiger kleiner Kritikpunkte gut gefallen hat, was hauptsächlich an Thørrings angenehmen, ausgeglichenen Schreibstil sowie der hervorragenden Darstellung sowohl der Schauplätze als auch ihrer Charaktere liegt.

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  • Rezension zu "Im Auge des Feuers" von Jorun Thørring

    Im Auge des Feuers
    Ailis

    Ailis

    25. March 2011 um 10:54

    ------------- 3 bis 4 Sterne ------------- "Im Auge des Feuers" ist ein klassischer Kriminalroman, eigentlich ganz so, wie ich es liebe, und dennoch bin ich noch unentschlossen, welchen Eindruck genau dieses Buch bei mir hinterlassen hat. Es handelt sich hierbei um den zweiten Roman mit dem samischen Ermittler Aslak Eira, der Kriminalhauptkommissar der norwegischen Polizei ist. Er lebt und arbeitet in Tromsø, einer Stadt in Nordnorwegen, und schon beim Lesen konnte einem mitunter sehr kalt werden. Sein zweiter Fall beginnt mit einer kleinen Sensation, denn es hat ganz den Eindruck, als sei ein Mann von den Toten auferstanden: Karl Fjeld, der seit einem Brand im Jahre 1969 als vermisst galt und schließlich für tot erklärt wurde, weil man eine Leiche im heruntergebrannten Bürogebäude der Familie Fjeld für seine hielt, taucht nach knapp 40 Jahren wieder auf und ist quicklebendig. Das scheint jedoch irgendjemandem ganz und gar nicht zu gefallen, denn kurz darauf ist Karl tot - seine Leiche, der der Kopf abgetrennt wurde, wird von einem Wanderer im Gebirge gefunden. Karls Leiche war jedoch nicht die erste, die mit dem Brand von 1969 in Verbindung gebracht wird und bleibt auch nicht die letzte. Aslak Eira und sein Team müssen also alte Akten auskramen und weit zurück ins Jahr 1969, um die aktuellen Mordfälle lösen zu können. Das allein wäre schon Anstrengung genug, doch Eira hat auch privat einige Probleme, die ihm den Schlaf rauben. Sein Sohn Niillas, 17 Jahre alt und im Kampf um seine Unabhängigkeit vom Vater, hat eine neue Freundin, die ein Interesse an Eira zeigt, was weit über das normale Maß hinausgeht... Die Geschichte an sich ist gut durchdacht, es gibt mehrere Stränge, denen man folgen kann und man legt sich im Kopf auch gleich mehrere Verdächtige zurecht, doch eins bleibt unklar: das Motiv! Leider hat sich das für mich bis zum Schluss nicht so ganz logisch ergeben, es ist vielmehr so, als würde man versuchen, ein großes Puzzlestück in eine viel zu kleine Lücke zu zwängen: die Form stimmt, aber perfekt passen tut es nicht. Und auch manche Schlussfolgerungen wirken irgendwie unförmig und man kann gar nicht nachvollziehen, wo diese Informationen nun herkommen oder sie sind wiederum so simpel, dass man sich unweigerlich fragt, warum um diesen Geistesblitz nun so ein Aufhebens gemacht wird. Daher wirkt dieser Roman an manchen Stellen einfach ein bisschen naiv, was mich einige Male an Agatha Christies Krimis erinnerte, die ja auch oft nach einem sehr simplen Muster gestrickt sind und in denen alltägliche Kleinigkeiten den Fall lösen. Doch trotz aller Unlogik habe ich diesen Roman nicht weggelegt. Er ließ sich locker runterlesen, der Kommissar ist ein sympathischer und interessanter Mann und der Fall an sich auch schön verzwickt, nur die Auflösung hätte einfach eleganter erfolgen können - alles in allem also ein Kriminalroman mit Potential.

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