José-Louis Bocquet , Catel Muller Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges

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Inhaltsangabe zu „Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges“ von José-Louis Bocquet

Von Montauban 1748 bis zum Pariser Schafott 1793: Fünfundvierzig Jahre des außergewöhnlichen Lebens einer Frau und die Erfindung einer neuen Idee in Europa: der Kampf für die Rechte der Frauen. In einer bürgerlichen Familie in der Provinz geboren, vermutlich als uneheliches Kind eines Dramatikers, hat Marie Gouze, genannt Olympe de Gouges, die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts durchquert, wie es nur wenige Frauen taten. Als Schriftstellerin und engagierte Polemikerin grenzt sie sich durch ihren unabhängigen Geist und die mitunter radikale Originalität ihrer Standpunkte ab. Sie setzt sich für die Abschaffung der Sklaverei und insbesondere für die bürgerlichen und politischen Rechte der Frauen ein. Wegen ihrer Ablehnung von Robespierre und den Verfechtern der Revolution wird sie während der Terrorherrschaft guillotiniert. Catel und Bocquet schildern in romanhafter und doch historisch präziser Weise das Leben dieser besonderen Frau, deren Ideale ihrer Zeit voraus waren und die Kernwerte unserer heutigen Gesellschaft bilden. Ein wunderbares Frauenporträt und eine leidenschaftliche Hommage an eine der wichtigsten Figuren des Feminismus.

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  • Rezension zu "Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges" von José-Louis Bocquet

    Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges
    HelmuthSantler

    HelmuthSantler

    15. March 2013 um 12:16

    Von der Wiege bis zur Bahre, in dem Fall die Guillotine, begleitet diese Bild-Biografie eine der bedeutendsten Vordenkerinnen für die Rechte der Frau und die Abschaffung der Sklaverei: Olympe de Gouge. Welch scharfer Geist hier seine spitze Zunge wetzte, welch unerschrocken selbstironische Polemikerin hier zu Werke ging, wird im folgenden Zitat deutlich (aus Art. X in Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin): Die Frau hat das Recht, aufs Schafott zu steigen; sie muss gleichermaßen das haben, ein Podium zu besteigen. Bocquet hat ein atemloses Szenario geschaffen und damit einem atemlosen Leben ein würdiges Denkmal gesetzt. Mit Fortdauer der komplexen, sich überschlagenden Ereignisse ist es allerdings keinesfalls immer leicht, den Rollen der zahlreichen Protagonisten zu folgen, ohne über detaillierte Kenntnisse der französischen Revolution zu verfügen. Leider weist nichts auf den ausführlichen und überaus nützlichen Biografieteil im Anhang hin (Korrektur: es gibt ein Inhaltsverzeichnis, es ist das Letzte in diesem Buch), der in der Reihenfolge des Auftretens genau jene Einordnung der Haupt- und Nebenfiguren ermöglicht, die das Lesen auf einer tiefergehenden Ebene erst möglich macht. So gut der Gesamteindruck auch ist: In Sachen sauberer verlegerischer Arbeit wurde leider geschludert. Nicht nur, dass die Existenz der Biografien sich nur dem ziellosen Vorab-Blätterer am Ende des Bandes erschließt, sind diese auch sehr fehlerhaft und entweder ohne oder mit einem wirklich schlechten Lektorat in Druck gegangen. Ganz im Gegensatz zur Bild-Biografie selbst übrigens, welche mit aller Sorgfalt behandelt wurde, die einer großen historisch-biografischen Arbeit zusteht. Die zudem ein grafisches Kunstwerk ist: Dafür sorgt die Partnerin Bocquets, Catel Muller, die nach Kiki von Montparnasse nunmehr zum zweiten Mal eine besondere Frau mit ihrem charakteristischen Zeichenstil aus harten Kontrasten und weichen Linien in Szene setzt. Faszinierend die Ausdrucksvielfalt, die mit einem so minimalistischen, mitunter trügerisch naiv wirkenden Strich möglich ist: Ein ganzes, pralles Leben in einem Gesicht.

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