Dies ist keine Liebesgeschichte

von José A. Pérez Ledo 
4,5 Sterne bei8 Bewertungen
Dies ist keine Liebesgeschichte
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

A

Monotones Leben und Pessimismus treffen ironische Nüchternheit. Absolut lesenswert für alle, die schon mit den Augen rollen.

LESETANTE_CAROs avatar

"Dies ist keine Liebesgeschichte" ist sehr wohl eine Liebesgeschichte. Keine schnulzige, aber eine sehr intelligente Geschichte.

Alle 8 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Dies ist keine Liebesgeschichte"

Daniel Durán glaubt nicht an die Liebe. Der Mittdreißiger ist überzeugt, dass die großen Gefühle nichts weiter sind als ein gefaktes Produkt aus der Traummaschinerie Hollywood. Deshalb fällt er aus allen Wolken, als seine beste Freundin Sara ihn bittet, ihr Trauzeuge zu werden. Doch während der Hochzeitsvorbereitungen lernt der neurotische Daniel die quirlige, verrückte und ziemlich hübsche Kindergärtnerin Eva kennen und mit einem Mal ist er sich seiner Überzeugungen gar nicht mehr so sicher. Hollywood hin oder her – Eva will erobert werden. Und plötzlich erlebt Daniel seine ganz persönliche Liebesgeschichte ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492060639
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:20.03.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.03.2017 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne5
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    A
    Ann31vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Monotones Leben und Pessimismus treffen ironische Nüchternheit. Absolut lesenswert für alle, die schon mit den Augen rollen.
    Ganz gewiss eine Liebesgeschichte

    Nein. Er braucht keine Liebe. Daniel hat Hollywood durchschaut mit ihrer kommerziellen Idee, dass zwei Menschen sich binden könnten. Er weiß, dass es so eine ewige Liebe nicht gibt, seit Sara und er nicht mehr zusammen sind. Und nun schreibt er weiter an den Biografien von ehemals mächtigen Managern und Firmenchefs. Dabei könnte er es so leicht haben. Daniel ist geborener Journalist mit fertiger Ausbildung - und hat mit seinen 35 Jahren noch nicht das gemacht, was schon lange sein Traum war - einen Roman schreiben. Einen echten. Doch diese Hoffnung und den Rückschlag zugleich fegt er immer wieder weg und genießt stattdessen ausgiebig seine Freizeit mit geschlossenen Fenstern und Türen. Und zudem ist er Trauzeuge seiner noch immer besten Freundin Sara. Frage bitte nicht… Als er bei der Biografie eines feinen Herrn fast keine Informationen über ihn bekommen kann, möchte er dessen Tochter Eva interviewen. Sie aber sträubt sich nicht nur gegen ihren Vater, sondern auch gegen den etwas zu neugierigen Journalisten, der ihr plötzlich auf Schritt und Tritt folgt. Doch irgendwie merken beide, wie ihnen die Furcht vor der Liebe die Zukunft versperrt, und sie wagen in seiner Direkt- und Unbeholfenheit und ihrem Nähe suchenden Misstrauen einen Weg zu zweit.

    Daniel erzählt von den Erlebnissen und betrachtet sein Umfeld mit nüchterner Ironie aus seiner persönlichen Perspektive auf die Welt. Er erkennt mit wacher Intelligenz Zusammenhänge und liegt manchmal genauso perfekt daneben wie sonst richtig. Daraus ergibt sich eine passende Situationskomik, die den Leser überraschen, aber auch schockieren kann. Selbst wenn Daniel in der Handlung einen völlig monotonen Tag ohne jegliche Motivation abseits von Pessimismus durchlebt, kann der Leser die schönsten und eigenartigsten Dinge durchmachen.

    Perez Ledo ist ein talentierter Autor und nach diesem langen – aber durchaus kurzweiligen – Werk kann man ihm alles zutrauen.

    „Dies ist keine Liebesgeschichte“ ist ein echter Indie, doch jeder, der der ersten Seite im Buch irgendeine Art der Reaktion entgegenbringt, sollte es lesen.

    (Leseprobe hier: https://www.piper.de/buecher/dies-ist-keine-liebesgeschichte-isbn-978-3-492-06063-9, 5.6.2018)

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 5 Monaten
    Dies ist keine Liebesgeschichte

    Lesegrund: 

    Bei diesem Buch hat mich der Titel gleich neugierig gemacht und auch der Inhalt klang nach einer wirklich schönen Geschichte, die von mir gelesen werden wollte. 

     

    Handlung: 

    In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Daniel Durán. Daniel ist Mitte dreißig und überzeugt davon, dass es die große Liebe nur auf der Leinwand gibt. Als seine beste Freundin Sara ihn bittet ihr Trauzeuge zu werden ist er überrascht und als er kurze Zeit später während seiner journalistischen Arbeit, bei einem Auftraggeber auf Eva trifft, beginnt eine aufregende Zeit. Die smarte Kindergärtnerin trifft ihn mitten ins Herz und plötzlich muss der Protagonist sich ernsthaft fragen, ob es die großen Gefühle vielleicht doch geben könnte ...


    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von José A. Pérez Ledo hat mir gut gefallen. Der Autor schreibt flüssig und humorvoll und die öfter auftretenden ironischen Passagen haben mich gut unterhalten.

    Charaktere: 

    Die Ausarbeitung der Charaktere habe ich als gut empfunden, wobei ich sagen muss, dass mir die skurillen Eigenschaften des Protagonisten ab und an etwas zu überzogen wirkten. Das sollte wahrscheinlich den Humor noch besser zum tragen bringen, aber, in meinen Augen, wäre hier etwas weniger, manchmal mehr gewesen. Die anderen Charaktere habe ich als liebevoll gezeichnet empfunden und was mir bei Daniel gut gefallen hat war, dass eine Entwicklung vonstatten ging. 

     

    Spannung: 

    Also, langweilig ist mir beim Lesen dieser Geschichte keinmal gewesen, auch wenn es nicht spannend war. Es war interessant und ich habe mich durch die gute Handlung toll unterhalten gefühlt. Und letzteres auch ohne richtige Spannungsmomente. 

     

    Emotionen:   

    Die Emotionen hat der Autor schön dargestellt. Auch wenn ich mir manchmal etwas mehr Empathie für den Protagonisten gewünscht habe. Daniel ist sehr eigen, aber dennoch ein toller Charakter. Seine Entwicklung und die zarte Liebesgeschichte haben mir ein wohliges Gefühl verschafft. Es gab keine großen Höhen und Tiefen, aber die Momente in denen Emotionen gezeigt wurden wirkten durchaus authentisch, was ich sehr schön fand. 

     

    "Dies ist keine Liebesgeschichte" ist ein unterhaltsamer Roman mit viel Humor. Manches war mir etwas zu übertrieben dargestellt, aber ich hatte, mit dieser Geschichte, dennoch schöne, kurzweilige Lesestunden.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    LESETANTE_CAROs avatar
    LESETANTE_CAROvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: "Dies ist keine Liebesgeschichte" ist sehr wohl eine Liebesgeschichte. Keine schnulzige, aber eine sehr intelligente Geschichte.
    EIne wunderbar intelligente und ironische Liebesgeschichte ohne jeden Kitsch

    Daniel Durán ist studierter Journalist, ein ziemlicher Eigenbrötler und möchte aber lieber Autor sein. Sein großer Traum ist es, einen Roman zu schreiben. Bis jetzt ist ihm das noch nicht gelungen und er verdient sein Geld mit dem Schreiben von Biographien reicher Leute. Dabei kommt er ganz gut weg, denn obwohl er jedes Mal ein halbes Jahr zum Arbeiten veranschlagt, braucht er nur ein paar Wochen. Leicht verdientes Geld also. Als sein aktueller Auftrag Daniel mit der Kindergärtnerin Eva bekannt macht, ändert sich sein Leben. Die beiden kommen sich relativ schnell näher, aber leider geht diese Liebesgeschichte keinen geraden Weg. Daniel muss im Laufe der Zeit viele Erfahrungen machen und über sich und sein Leben nachdenken. Dabei kommt er nicht umhin, auch über seinen Schatten springen zu müssen. Ob es am Ende mit der Liebe zu Eva klappt?

    Ich mochte "Dies ist keine Liebesgeschichte" sehr, denn Daniel Durán ist ein wundervoller Eigenbrötler, der nur langsam lernt, sich sozial und angepasst zu verhalten. Anfangs sind seine Avancen zu Eva mehr und minder erfolgreich, da er durch seine pessimistische, von grundauf ehrliche und direkte Art, die Frau, die er liebt, oft verletzt. Er macht im Laufe der Handlung eine positive Entwicklung, wird erwachsen und lernt sich auch mal mit seiner Meinung zurückzunehmen. Daniel lernt zudem Verantwortung zu übernehmen, denn im Laufe seiner Arbeit findet er heraus, welche Machenschaften sein aktueller Kunde so treibt.

    Ledos Erzählstil ist sehr klug und gefiel mir sehr. Besonders die ironischen, zynischen und sarkastischen Töne erfreuten mein Leserherz. Daniels Geschichte liest sich locker weg, ist leicht und auch witzig. So warm und romantisch diese Geschichte ist, so wenig kitschig ist sie. Das mochte ich sehr. Ich hatte viel Spaß beim Lesen, weil die Handlung auch viel Situationskomik beinhaltet. Dabei habe ich das beim Lesen des Klappentextes so gar nicht erwartet und war positiv überrascht.

    "Dies ist keine Liebesgeschichte" ist sehr wohl eine Liebesgeschichte. Keine schnulzige, aber eine sehr intelligente Geschichte, die mich gut unterhalten hat, bei der ich lachen konnte und die ich durchweg empfehlen kann.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    A
    Anne49vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungenes Debüt
    Dies ist (k)eine Rezension

    Ganz kurz, worum geht es? Daniel schreibt die Biografie eines Unternehmers und verliebt sich in dessen Tochter Eva.


    Das, was diesen Roman so besonders macht, ist sein souveräner, locker-flockiger Erzählstil. Da sitzt jedes Wort. Ein Dank auch an die Übersetzerin Johanna Schwering.


    Der Ich-Erzähler Daniel philosophiert über Hollywoodfilme, Tütensuppen und das Leben im Allgemeinen. Zitat gefällig? »Es handelt sich um einen dieser albernen Trends 'made in USA', so wie Halloween, Muffins oder die Atombombe.«


    Preislich für ein E-Book am oberen Ende (12,99 Euro), aber es hat sich gelohnt.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr
    Intelligent geschriebene, amüsante Liebesgeschichte um einen sympathischen Eigenbrötler


    Daniél Durán ist 35 Jahre alt und studierter Journalist. Er träumt davon, einen Roman zu schreiben, aber stattdessen verdient er seinen Lebensunterhalt im Auftrag von Unternehmen mit dem Verfassen von Biographien über scheidende Manager oder Firmeninhaber. Auch wenn ihn die Leben der zu porträtierenden Persönlichkeiten nicht interessieren, ist es für Daniél leicht verdientes Geld, da er eine Bearbeitungszeit von sechs Monaten veranschlagt, tatsächlich aber nur wenige Wochen beschäftigt ist. 


    Sein aktueller Auftrag ist etwas kniffliger, da ihm sein Auftraggeber nur wenige Interviewpartner, von denen er etwas über den Inhaber der Firma erfahren könnte, benennt. Da es sich bei dem Immobilienunternehmer Monteis um keinen beliebten Arbeitgeber zu handeln scheint, ist es für Daniél umso wichtiger, auch mit Familienangehörigen zu sprechen. Die einzige in Frage kommende Interviewpartnerin ist seine Tochter Eva, die den Kontakt zu ihrem Vater vor Jahren abgebrochen hat und sich weigert, an der Biographie mitzuwirken. 


    Daniél, der nach der Trennung von seiner einzigen Liebe Sara, bei der es sich heute um seine beste Freundin handelt, Liebe und Gefühlen abgeschworen hat, ist fasziniert von der resoluten jungen Frau, die wieder Leben in sein monotones Dasein bringt. 


    Daniél hat allerdings nicht nur Probleme, Gefühle zuzulassen, er ist auch gegenüber seinen Mitmenschen wenig empathisch. Unweigerlich verletzt er Eva durch seine direkte und sozial inkompetente Art. 
    Mit seinen unbeholfenen Entschuldigungen kann er Eva auch nicht wieder zurückgewinnen, weshalb er zunächst in ein tiefes Loch fällt und sich noch mehr zurückzieht. Sara schafft es, ihn wieder aufzuraffen und er stürzt sich sodann in die Arbeit. Bei den Recherchen zu Monteis wird er auf dessen skrupellose Machenschaften aus der Vergangenheit aufmerksam, die Daniél wieder Eva näher bringen...


    "Dies ist keine Liebesgeschichte" ist selbstverständlich nur ironisch gemeint, denn jede Geschichte ist eine Liebesgeschichte - "selbst eine Rachegeschichten denn man rächt sich nur aus Liebe". So wird man in den Roman eingeführt und es sind lauter intelligente Sätze und Bonmots dieser Art, die für sehr vergnügliche Lesestunden sorgen. 


    Der Roman um den sympathischen Einsiedler Daniél ist ironisch-witzig geschrieben und bietet bis zum Schluss aufgrund der lebendigen Dialoge und der skurrilen Eigenarten von Daniél eine sehr gute Unterhaltung. Es ist keine reine Liebeskomödie, sondern auch eine Geschichte um einen jungen Mann, den man zunächst als etwas verschrobenen und pessimistischen Charakter kennenlernt, der sich aber im Verlauf der Geschichte persönlich weiterentwickelt, Interesse für seine Mitmenschen aufbringt und endlich aus der Monotonie des Alltags ausbricht. 


    Voller Situationskomik ist der Debütroman von José A. Pérez Ledo eine intelligent geschriebene (Liebes-)geschichte, die all den Lesern gefallen wird, die "Das Rosie-Projekt" von Graeme Simsion mochten.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Miamous avatar
    Miamouvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für alle geeignet, die dem genreklassischen Kitsch so gar nichts abgewinnen können - hat mir gut gefallen!
    Kommentieren0
    woll-gartens avatar
    woll-gartenvor 6 Monaten
    Alencos avatar
    Alencovor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Der Liebesroman, der keiner sein wollte

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks