José Sanabria

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von José Sanabria

Wie die Zeit vergeht

Wie die Zeit vergeht

 (2)
Erschienen am 25.01.2016
Ein Blatt im Wind

Ein Blatt im Wind

 (2)
Erschienen am 20.07.2018

Neue Rezensionen zu José Sanabria

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Rezension zu "Ein Blatt im Wind" von José Sanabria

Ein poetisches Bilderbuch, das einen mitnimmt auf eine Reise in die Welt der Menschlichkeit
Buchraettinvor 8 Monaten

Die Geschichte beginnt mit einem Bild unter dem ein Satz steht. Es ist eine Geschichte, die mit dem Geburtstag des Ich –Erzählers beginnt. Ein Name springt ins Auge „ El Barco“ und das Gebäude auf der Zeichnung ähnelt eher keinem Krankenhaus, sondern einer Fabrik.
Wessen Geburtstag findet hier wohl Erwähnung?
Beim Weiteranschauen der Bilder und Lesen der Texte erschließt sich der Ich-Erzähler. Wer es ist? Das muss jeder Leser selbst herausfinden.
Ich finde es schön, wenn man als Vorleser die hier mitlesen Kinder einfach raten lässt, wer ihrer Meinung nach der Erzähler sei. Wer hier wohl geboren wurde und nun ein zu Hause sucht?
Alle anderen, außer dem Ich –Erzähler, finden schnell ein zu Hause- nur er bleibt zurück. Aber ihm stand nun ein ganz besonderes Abenteuer bevor. Er gliedert sich in viele Teile auf und alle erleben einen besonderen Moment mit ganz verschiedenen Menschen.
Die Geschichte gefällt mir sehr gut. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise- ein Abenteuer, das viele verschiedenen Menschen und verschiedene Augenblicke ihres Lebens einfängt. Es ist eine ungewöhnliche Erzählweise mit der Wahl des Ich-Erzählers.
Zu Beginn der Geschichte erfährt der Leser in einem kleinen Textbaustein ein wenig über den Autor und die Autorin dieses Bilderbuches. Der Autor ist gleichzeitig auch der Illustrator. Sie stammen beide aus Südamerika und arbeiten in Argentinien.
Die Zeichnungen wirken auf mich, wie mit Tusche gemalt. Für mich sind sie fast ein wenig dunkel. Es ein ganz eigener Stil. Ich finde, gerade Zeichnungen sind sehr vom Geschmack des jeweiligen Betrachters abhängig. Ich mag lieber detaillierte Zeichnungen, hier verwischt es mir persönlich manchmal zu sehr. Aber sie strahlen einen gewissen Charme aus.
Was mir gut gefallen hat ist die Reise, die der Leser und Betrachter ganz gleich welchen Alters, mit dieser Geschichte und dessen ungewöhnlichen Erzähler unternimmt.
Es ist eine Reise durch die Welt der Gefühle, Empfindungen und Emotionen des Menschen. Und zurück bliebt dennoch ein Geheimnis- was hat der Ich –Erzähler dem Mann wohl für ein Geheimnis verraten- welche Nachricht hat er ihm überbracht- was meint ihr?
Ein poetisches Bilderbuch, das einen mitnimmt auf eine Reise in die Welt der Menschlichkeit- die Emotionen, Empfindungen und eine wunderschöne Bilderbuchunterhaltung bietet.

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Rezension zu "Wie die Zeit vergeht" von José Sanabria

Sie vergeht wie im Fluge.
MuenisBookWorldvor 3 Jahren

Es war mal ein Schiff, das transportierte Menschen von Ort zu Ort. Eines Tages kaufte aber ein Händler dieses Schiff und benutzte es für den Transport von Waren. Als es dann selbst dafür nicht mehr nützlich genug war, wurde es für die Fischerei verwendet. Und irgendwann brauchte es niemand mehr, sodass es alleine und einsam im Hafen stand.
Es war mal eine Familie, die war reich und lebte nobel und hatten ein schönes Leben. Die Familie wurde von Zeit zu Zeit immer verschwenderischer, so dass sie mittellos wurden. Sie musste in ein kleineres Haus ziehen. Irgendwann war die Familie aber so arm, dass sie ins Hafenviertel zog.
Diese obdachlosen Menschen haben schließlich das verlassene Schiff bewohnt und richteten es wieder ein. Danach fuhren sie in ihrem "alten-neuen" Zuhause los.
Das Schiff in dem Kinderbuch trägt eine prägnante und wichtige Botschaft mit sich.
Es zeigt, dass die Menschheit das Schätzen von Dingen im Leben vergisst und sie dadurch einfach weggeworfen werden. Aber so ticken doch die Menschen, oder? Sobald sie aufsteigen, sei es im Beruf oder anderweitig, lassen sie das Alte im Leben zurück, weil sie ja nun was besser haben. Aber irgendwann landen sie wieder da, wo sie angefangen haben. 
Die Geschichte selbst ist in drei Teile aufgeteilt. Die Hauptaspekte werden dabei vor den Kapitelanfängen erwähnt, wie: das Schiff, die Familie und der Aufbruch.Die einzelnen Geschichten hängen miteinander zusammen. Die Familie aus dem zweiten Teil landet im Endeffekt wieder auf dem Schiff, dass sie im ersten Kapitel verlassen haben.
Wie ein gutes altes Sprichwort sagt: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Nur durch gemeinsames Handeln schaffen es die Menschen das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen und reisen, dorthin, wo die Sonne scheint. 
Das Kinderbuch ist insgesamt sehr kurz gefasst. Das liegt daran, dass der Fokus der Geschichte auf den Illustrationen liegt, die der Autor José gezeichnet hat. 
"Wie die Zeit vergeht" von José Sanabria ist wieder eines dieser Kinderbücher, die eher für Erwachsenen gemacht wurden, als für Kinder. Ob Kinder die Aussage hinter dieser schönen Geschichte erspähen werden, ist fragwürdig, dennoch würde ich es weiterempfehlen wollen, da sie schön illustriert ist. 

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W

Rezension zu "Wie die Zeit vergeht" von José Sanabria

Über die Vergänglichkeit von Glück und die Kraft die jedem gemeinschaftlichen Neuanfang innewohnt
WinfriedStanzickvor 3 Jahren



Wie vergänglich ist alles, was existiert, wie zerbrechlich ist das Leben, das zunächst blüht und dann vergeht.
Der kolumbianische Autor und Illustrator Jose Sanabria, der seit 1992 in Buenos Aires lebt und dort neben einem Cafe eine Ilustratorenschule betreibt, hat in diesem von Gabriela Stöckli ins Deutsche übertragenen Bilderbuch in einer wunderbaren dreiteiligen Geschichte erzählt von einer Reise durch die Zeit. Diese Reise und die einfachen, märchenhaften Worte, die er dafür wählt, sind gleichzeitig eine Metapher für die Vergänglichkeit des Glücks.

In einer ersten Geschichte wird ein Schiff beschrieben. Zunächst transportiert es als Passagierdampfer wichtige Menschen. Später wird es Transportmittel für verschiedene Waren benutzt, und als es auch dafür nicht mehr reicht, als Fischerboot. Doch bald ist das ehedem stolze Schiff zu einem Wrack geworden, das verlassen und verrostet vergessen am Ufer liegt. Seine Lebenszeit ist vorbei.

In der zweiten Geschichte geht es um Menschen. Doch ihnen ist ein ähnliches Schicksal beschieden wie dem Schiff aus der ersten. Zunächst reich und mit einem schönen Leben beschenkt, lebt eine Familie in einem großen Haus. Doch Leichtfertigkeit und Verschwendungssucht machen die Familie ärmer und sie muss in ein kleines Haus ziehen. Nach einem weiteren Abstieg in ein noch kleineres Haus verlieren sie auch dieses und landen im Hafenviertel, wo die wirklich armen Leute leben.

Von dort werden sie irgendwann vertrieben und landen genau dort, wo das Schiff aus der ersten Geschichte vor sich hin rostet. In einer dritten  Geschichte, die von Aufbruch und Solidarität handelt richten sie und andere Menschen ohne Obdach das Schiff wieder her, und sie schaffen es tatsächlich mit ihm dorthin zu fahren, wo die Sonne scheint.
Und wieder hat das Schiff Menschen an Bord, die wichtig sind.  

Ein schönes poetisches Bilderbuch über das Auf und Ab des Lebens, die Vergänglichkeit von Glück und die Kraft die jedem gemeinschaftlichen Neuanfang innewohnt.





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