José Saramago Der Doppelgänger

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Inhaltsangabe zu „Der Doppelgänger“ von José Saramago

Ist der Mensch einzigartig? Der Geschichtslehrer Tertuliano Máximo Afonso holt sich zur Ablenkung vom Leben einen Film aus der Videothek. Erwartungsgemäß gefällt ihm der Film nicht. Aber wie groß ist seine Überraschung, als er feststellt, dass ihm eine der Nebenfiguren zum Verwechseln ähnlich ist. Am nächsten Tag beginnt er seinem Doppelgänger nachzuforschen. Zu seinem Schrecken muss er feststellen, dass beide absolut identisch sind. Der große Roman des Nobelpreisträgers

Schaurig spannend, wie unser Bewusstsein in die Verwirrung getrieben wird.

— Maeusekind
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  • Bin ich etwa nicht einzigartig?

    Der Doppelgänger
    Kerstin_Westerbeck

    Kerstin_Westerbeck

    15. July 2017 um 11:53

    Was wenn es dich zweimal gäbe – ein hundertprozentiges Duplikat von dir? Diese Frage bricht unerwartet in Geschichtslehrer Tertuliano Máximo Afonsos Leben ein, als er sich eines Abends nichtsahnend ein Video ansieht. Er entdeckt darin einen Schauspieler, den Nebendarsteller António Claro, der ihm in jeder Hinsicht gleicht, mehr als ein Zwilling. Das Gesehene löst eine kleine Schockreaktion in ihm aus und natürlich kann er nicht anders, als der Sache nachgehen und besagten Schauspieler ausfindig machen. Das aber braucht seine Zeit, denn Tertuliano Máximo Afonso geht methodisch eher konservativ vor. Derweil sich das Unfassbare und die gleichzeitig bohrende Frage: bin ich etwa nicht einzigartig? auf seinen Gemütszustand auswirken, lernt der Leser den Alltag des Lehrers kennen. Nicht sonderlich viel spielt sich dort ab. Es gibt eine Geliebte (Maria da Paz), seine Mutter und ein paar Lehrerkollegen. Mit seiner Beziehung zu Maria da Paz ist er leicht überfordert. Anfänglich möchte er sie lieber loswerden als die Beziehung vertiefen. Dann aber kommt es ihm in den Sinn, sie doch für seine Zwecke – das Aufspüren des Doppelgängers – zu "benutzen" … Tertuliano Máximo Afonsos hat keinen klaren Plan für sein Leben – und das vermeintliche Doppel kann somit nur zur Bedrohung werden. Als es dann auch noch zur Gegenüberstellung kommt, alle Zweifel ausgeräumt werden und klar ist: ja, das Geburtsdatum stimmt und selbst Muttermale und Narben sitzen bei beiden an denselben Stellen, reagiert auch „der Andere“ António Claro. Keiner möchte das Duplikat des jeweils anderen sein. Keiner möchte seine Identität zugunsten des anderen aufgeben. António Claro unternimmt jedoch den ersten Schritt, um gegen den selbsternannten „Gegner“ eine Art Racheakt zu verüben ... Kurz habe ich an dieser Stelle überlegt, ob sich hierin jetzt ein charakterlicher Unterschied ankündigt. Saramago aber untergräbt diese Frage gleich wieder – indem er Tertuliano Máximo Afonso zu ganz ähnlichen Waffen greifen lässt ... Die völlig überraschende Wende am Ende des Romans, ist vermutlich eine indirekte Antwort Saramagos auf die kurz zuvor gestellte Frage des Geschichtslehrer, unmittelbar nach der Feststellung der totalen Übereinstimmung: Werden wir auch zusammen sterben? Die Antwort auf diese Frage aber greift weiter, betrifft – meiner Meinung nach – eine ganze Gesellschaft … Tertuliano Máximo Afonso ist ein Name der hängenbleibt. Und auch wieder nicht, weil es nicht unbedingt ein leicht einzuprägender Name ist. Deshalb wiederholt Saramago ihn mit schöner Regelmäßigkeit immer vollständig. Der Lehrer gleicht jedoch einem Mann ohne Gesicht, versteckt sich hinter seinem Fachwissen und kommt außer bei einem (vielleicht) unterschwellig gärenden Konflikt mit dem Mathematiklehrer-Kollegen emotional nicht aus sich raus. Um sich aber von seinem vermeintlichen Duplikat zu unterscheiden, müsste er eigentlich auf das zurückgreifen können, was ihm offensichtlich fehlt: eine Vorstellung davon, wer er selbst ist. Zu spät versucht er an eben dieser Stelle seinem Leben eine Richtung zu geben und eine Entscheidung zu treffen (für Maria da Paz) – denn das Schicksal macht ihm unerwartet einen Strich durch die Rechnung … "Der Doppelgänger" von José Saramago liest sich nicht unbedingt locker runter. Lange Sätze, keine Absätze, viele Nebensätze, wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen abgesetzt … machen das Lesen eher beschwerlich. Man findet jedoch irgendwann einen Rhythmus, geht mit und weiß intuitiv wer gerade spricht. - Absicht? Vermutlich. Einmal im Fluss, ändert der Autor jedoch plötzlich die Richtung, greift der Handlung vor, kommentiert oder stellt sogar etwas in Frage. Dazu bringt er auch noch den gesunden Menschenverstand ins Spiel, der personifiziert mit dem Protagonisten eine Art innerer Monolog führt. Ich hatte immer wieder das Gefühl, es geht Saramago nicht nur um seinen Protagonisten. Seine Sprache fliesst immer weiter … ähnlich dem „Fluss“ in der Großstadt(?) Wie der Autor ein paarmal andeutet, ist Tertuliano Máximo Afonso einer unter Millionen, Einwohner einer Metropole – und dort ist er nie einzigartig, weil Identität in Anonymität übergeht … Ganz abstrakt von außen betrachtet ist dort jeder ein Duplikat des anderen. Der Mensch wird erst zum Individuum, wenn man ihn einzeln betrachtet. Genau davor aber hat Tertuliano Máximo Afonso eigentlich Angst.

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    • 2
  • Double the Trouble

    Der Doppelgänger
    Babscha

    Babscha

    24. February 2017 um 00:22

    Als Tertuliano Máximo Afonso, geschiedener,  leicht eigenbrötlerischer und verschrobener Geschichtslehrer, dazu noch selbsternannter Depressiver, sich ein von einem Kollegen zur Stimmungsaufhellung empfohlenes Video anschaut, traut er seinen Augen nicht, als er in einer Filmrolle sein absolutes Ebenbild, nicht im Sinne eines Zwillings, sondern eines genetischen Duplikats, entdeckt. Das haut ihn zunächst aus den Socken und er lässt nichts unversucht, diese Person ausfindig zu machen und persönlich zu treffen. Was ihm zuletzt auch gelingt. Was er damit allerdings für einen Stein ins Rollen bringt, der sich dann zu einer Gerölllawine entwickelt, ahnt er nicht mal ansatzweise. Die kammerspielartig auf wenige Personen beschränkte Geschichte selbst entwickelt sich zunächst äußerst gemächlich und langwierig, was nach gewisser Zeit die Lesegeduld auf eine ziemlich harte Probe stellt (und zumindest bei mir auch den fünften Stern kostet). Sie nimmt nach gut der Hälfte zum Glück allerdings doch noch richtig Fahrt auf und bietet zum Ende hin dann echte Saramago-Qualität, indem er die beiden entscheidenden Hauptfiguren nach Lust und Laune und mit einem messerscharfen Blick für menschliche Verwerfungen demontiert. Der unverwechselbare Schreibstil des Autors ohne Punkt und Komma ist ja aus seinen bisherigen Werken bekannt, man liest sich aber schnell ein und dieser bietet ja auch den Vorteil blitzschneller sprühender Dialogführungen. Überzeugend auch hier wieder die gedrechselte, bewusst altertümliche Ausdrucksweise Saramagos, die er gekonnt auf eine Story der heutigen Zeit aufsetzt und die  ihm viel Raum für geschickt zwischen den Zeilen platzierte, hintergründige eigene Gedanken und subtile Anmerkungen zur Unvollkommenheit dieser Welt und ihrer Menschen bietet. Insgesamt ein außergewöhnliches und zuletzt richtig spannendes Buch mit einer intelligent konstruierten was-wäre-wenn-Idee, die der angestrebten menschlichen Individualität so sehr zuwider läuft, dass der Schritt vom Entsetzen zum zielgerichteten Verderben nicht weit ist. Lesenswert.

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    • 2
  • Auch der Tod braucht mal ne Auszeit

    Eine Zeit ohne Tod
    Babscha

    Babscha

    Die Story: In einem ungenannten mittelgroßen Land dieser Erde stellt der Tod pünktlich mit dem ersten Glockenschlag des neuen Jahres seine Tätigkeit ein. Allerdings nur dort; außerhalb der Landesgrenzen ändert sich nichts am Werden und Vergehen der Menschheit. Dies führt natürlich in kürzester Zeit zu chaotischen Zuständen. Nicht nur die alte Königinmutter bleibt in der Schwebe zwischen Leben und Tod, tausenden Todkranken, Unfallopfern und sonstigen Siechen, deren Zeit jetzt eigentlich gekommen wäre, geht es nicht anders. Politik und Klerus sehen sich ebenfalls mit einer nie dagewesenen Situation konfrontiert, die es möglichst elegant zu lösen gilt. Da sind die jetzt ja nicht mehr mögliche Auferstehung im Sinne der Bibel genau wie eine mittelfristig unaufhaltsam wachsende Zahl von Rentnern und Pflegebedürftigen, die es zu versorgen gilt, nur die Spitze des auf Kollisionskurs dahindriftenden Eisbergs. Aber siehe da: Nach dem ersten Schock zeigen sich alle Beteiligten durchaus erfinderisch bei der Lösung des Problems, natürlich immer schön unter Wahrung der eigenen Interessen. Keiner jedoch weiß, warum der Tod so handelt und wie das Ganze letztlich weitergehen soll. Meinung: Saramago strapaziert in seinem Buch eine wahrlich außergewöhnliche, abstruse Idee. Und das mit allen Konsequenzen und mit einem sehr genauen Gespür für das Handeln und Denken von Menschen in Ausnahmesituationen. Während der Roman in der ersten Hälfte noch beschaulich einsteigt und langsam an Fahrt aufnimmt, brennt der Autor danach ein rabenschwarzes Feuerwerk von guten Ideen ab. Ein Genuss zu lesen, wie er dabei in seiner ganz speziellen Sprache, respektlos und mit großem Wortwitz alle betroffenen Parteien aufs Korn nimmt und dabei gekonnt in ihrer ganzen Einfältigkeit und Unfähigkeit entlarvt und bloßstellt. Und wir lernen tatsächlich auch den Tod selbst kennen einschließlich seines Wohnsitzes. Das liest sich ziemlich ungewohnt aber gut, sowie zusätzlich beschleunigt durch den dem Autor offensichtlich eigenen Verzicht auf jede grammatikalisch saubere Darstellung wörtlicher Rede. Insgesamt ein reichlich durchgeknalltes, aber unbedingt lesenswertes Stück Literatur, das den Menschen -genau so wie den Tod- zeigt, wie er wirklich ist: Berechnend, rücksichtslos, gepaart mit einer guten Portion Stupidität und Hilflosigkeit, wenn etwas mal außerhalb der Norm läuft.

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    • 3
  • Mit der leichtfüssigen Größe eines Elefanten

    Die Reise des Elefanten
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Nun ist ein ausgewachsener indischer Elefant nicht gerade das, was man klassischerweise zu den gängigen Geschenken zählt, aber wenn man König Johann der Dritte von Portugal ist und anno 1551 in die Verlegenheit gerät, dem österreichischen Erzherzog (und späteren Kaiser) Maximilian in Wien ein angemessenes königliches Geschenk zu unterbreiten, ohne recht zu wissen was ein solches angemessenes königliches Geschenk eigentlich ist, und man gerade zufällig einen Elefanten bei sich herumstehen hat, von dem man sowieso nicht weiß wozu er eigentlich gut ist, dann mag ein solches Verlegenheitsgeschenk sicher angehen. Was wie die verrückte Ausgangsidee eines modernen Romanciers klingt, ist in Wahrheit eine auf historischen Tatsachen beruhende Fußnote in der Geschichte. Durch Zufall, so berichtet Saramago in seinem Nachwort zum Buch, sei er auf diese historisch belegte Anekdote gestoßen. Aus dem Zufallsfund hat der große portugiesische Literat eine wunderbare kleine Erzählung gemacht, deren liebenswerter Charme vor allem in den Figuren steckt, die er zum Leben erweckt. Mit leisem Humor zeichnet Saramago die verrückte Wirklichkeit einer uns fremden und fernen Epoche. Fast erwartet man mit jedem weiteren Schritt, den der Elefant Salomon über die iberische Halbinsel macht, auf den berühmten Don Quichote und seinen Pagen Sancho Pansa zu treffen, deren Abenteuer nicht viel weniger absurd waren. Doch obwohl das Ganze im 16. Jahrhundert spielt lässt Saramago keinen Zweifel daran aufkommen, dass er uns mit einem sehr modernen Blick durch diese historische Begebenheit begleitet. Das geschichtliche Ereignis - auch wenn er den Fakten chronologisch verlässlich folgt - ist ihm nur ein Anlass. Und so lässt er - leicht und scheinbar mühelos plaudernd - die Ereignisse dahinplätschern, um bei jeder Gelegenheit mit viel Ironie die weltlichen und klerikalen Mächte und ihre Hierarchien ins Visier zu nehmen. Dass er dabei seine Erzählung augenzwinkernd auch mit einer großen Prise Selbstironie würzt, rückt den großen Literaten menschlich nur näher an seine Leser heran. Im Vergleich zu anderen Werken Saramagos, die ihren Lesern mit großer Wucht begegnen, kommt dieser Elefant auf leichten fast unscheinbaren leisen Sohlen daher. Eine Saramago-Light-Version ist dieses eher dünne Buch trotzdem nicht. Wer sich jedoch auf Saramagos besondere Sprache einlässt, wird bei dieser ungewöhnlichen Reise jede Menge kleiner Schätze heben.  

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    • 8
  • Tiefgang und Rätsel

    Der Doppelgänger
    oszillieren

    oszillieren

    30. April 2013 um 13:12

    Ein philosophischer, rätselhafter Roman, der die anfängliche Spannung nicht konsequent aufrecht erhalten kann, am Ende dafür aber umso heftiger überrascht. Die Hauptfigur Tertuliano Máximo Afonso führt ein recht durchschnittliches Leben. Seine Geliebte hängt mehr an ihm als er an ihr, er kann sich zu einer Vertiefung der Beziehung nicht durchringen. Seinem Beruf als Geschichtslehrer geht er zwar nicht gleichgültig nach, aber leidenschaftslos. Es müsste endlich mal was passieren, und das tut es auch: Auf Empfehlung eines Kollegen sieht er sich auf Video einen Film an und macht eine seltsame Entdeckung: Einer der Nebendarsteller sieht genauso aus wie er. Kein Zweifel möglich, ein Doppelgänger. Tertuliano begibt sich wie ein Detektiv auf die Suche nach diesem Mann, von dem er noch nicht einmal den Namen kennt. Obwohl er von Anfang an ein ungutes Gefühl hat, ignoriert er seine innere Stimme und gibt nicht auf, bis er die Identität des Schauspielers herausgefunden hat. Dafür spannt er auch seine Freundin Maria ein—ein folgenschwerer Fehler, wie selbst ein unaufmerksamer Leser erahnen kann. Diese erste Phase des Buches gefällt mir am besten, da sie an meinen Lieblingsroman von Saramago, "Alle Namen", erinnert. Auch dort macht sich der Protagonist auf die Suche nach jemandem und lässt alles hinter sich, riskiert seinen Beruf und sein Leben, weil er instinktiv fühlt, dass es sein Schicksal ist, diesem einen Rätsel auf die Spur zu kommen. Gleichzeitig macht es an dieser Stelle Spaß zu spekulieren, was überhaupt dahinter steckt: Etwas Übersinnliches? Oder bildet sich Tertuliano das alles nur ein? Ist sein Doppelgänger sein Zwilling, von dem er bei der Geburt getrennt wurde? Alles ist noch so schön offen und weil es so spannend war, habe ich ca. die ersten 100 Seiten regelrecht verschlungen. Als die Handlung voranschreitet, wird man als Leser jedoch schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es ist kein Buch von Agatha Christie, bei der stets eine perfekte Auflösung garantiert ist. Saramago erklärt in Der Doppelgänger nichts--es ist, wie es ist. Während man am Ende mit einer bestimmten Entwicklung hätte rechnen können, traf mich die letzte Szene wie ein Schlag. Ganz raffiniert ergibt ein am Anfang des Buches gepflanzter und fast vergessener Hinweis plötzlich Sinn. Und dann ist das Buch zu Ende. Wow. Effekthascherei? Vielleicht. Wieder einmal sind mir Charaktere von Saramago ans Herz gewachsen. Die Handlung an sich ist aber nicht ohne Längen. Insgesamt vier Sterne von mir.

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  • Rezension zu "Der Doppelgänger" von José Saramago

    Der Doppelgänger
    Geisterhoernchen

    Geisterhoernchen

    20. October 2010 um 18:41

    Ein wunderbares Buch! Saramago ergibt sich in diesem Roman einem Exzess an Nebensätzen. Punkte sind Mangelware. Dieses stilistische Element soll die Gedankenprozesse der handelnden Personen, den übergangslosen Fluss der Gedankengänge verdeutlichen. Das macht den Roman aber nicht allein aus: Er ist sehr kurzweilig; man kann den weiteren Fortgang und den Ausgang nicht abwarten, muss immer weiter lesen. Ich bin sehr kritisch was Romane anbelangt: Ich lobe nicht alles über den grünen Klee, wie viele andere Zeitgenossen, aber diesen Roman kann ich sehr guten Gewissens empfehlen! LESEN! :)

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  • Rezension zu "Der Doppelgänger" von José Saramago

    Der Doppelgänger
    beate

    beate

    14. May 2007 um 15:18

    Ist zwar etwas fantastisch, aber dennoch sehr ansprechend. Heilsam ist m.E. die Verwirrung, die der Protagonist erlebt und die uns allen von Zeit zu Zeit not tut, auch wenn sie erstmal unangenehm erscheint.