José Saramago Hoffnung im Alentejo

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Inhaltsangabe zu „Hoffnung im Alentejo“ von José Saramago

Die Provinz Alentejo, das Land der Sonne, Olivenhaine und Korkeichen, aber auch das Land der Latifundien, Großgrundbesitzer und Tagelöhner. José Saramago schildert wortmächtig den harten Alltag der Arbeiter, ihr anfängliches Aufbegehren gegen die Allmacht des Patrons bis hin zu den ersten organisierten Streiks. "Hoffnung im Alentejo" ist ein bewegender Tribut an die Männer und Frauen, unter denen Saramago als Kind aufwuchs, und ein faszinierender Einblick in das frühe Werk des Nobelpreisträgers.

Sprachgewaltige Beschreibung der tristen Realität der portugiesischen Landbevölkerung zu Beginn des 19. Jhdt. Ein Meisterwerk ersten Ranges.

— pedestrian

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  • Rezension zu "Hoffnung im Alentejo" von José Saramago

    Hoffnung im Alentejo

    Lax

    23. August 2010 um 18:01

    Der Roman „Hoffnung im Alentejo“ von Jose Saramago ist eine Geschichte über des Leben in der portugiesischen Region des Tejo Flusses. Über vier Generationen hinweg, begleitet der Leser die Familie Mau-Tempo und durchlebt die Geschichte dieses Landes von der Jahrhundertwende bis zur Nelkenrevolution im Jahre 1974. Jose Saramago, der 2010 verstarb, war einer der bekanntesten Schriftsteller Portugals. Geboren wurde er 1922 in einer Familie von Landarbeitern. Diese bearbeiteten nicht das eigene Land, sondern das Latifundium der Großgrundbesitzer. Deshalb kennt Saramago auch die Nöte, Ängste und Entbehrungen der Familie, die er in diesem Roman beschreibt. „Das Leben ist ein Spiel voller Tücke.“ Die Geschichte der Familie Mau-Tempo, - der Name bedeutet schlechtes Wetter auf portugiesisch - beginnt mit einer Vergewaltigung an einem Brunnen. Der durch diesen Akt gezeugte Junge erhält die blauen Augen des Vergewaltigers und diese auffallenden Augen werden manche Generation überspringen und erst später wieder zu sehen sein. Die Monarchie Portugals ist am zerbrechen. Arbeiter erheben sich überall auf dem Land und die erste Republik des Landes entsteht. Das Leben der Landarbeiter, das Saramago gespickt mit vielen Metaphern, Redewendungen, Geschichten und Poesie schmückt - “Manche sagen, Träume seien Schäume, doch wenn ich drei Nächte hintereinander von einem Schatz träume...dann ist es gewiss, dass ich ihn finden werde.“ -, wird auch nach der erfolgten Revolution nicht besser. „Eindeutiger ist die Geschichte der zwei von den Mauren vergrabenen Steintruhen, die eine voll Gold, die andere voll Pest. Man sagt, dass niemand den Mut fand, sie zu suchen, aus Angst, die Truhe mit der Pest zu öffnen. Wäre sie jedoch nicht geöffnet worden, wäre die Welt nicht so, wie sie ist, so voller Pest.“ Im Jahre 1932 wird Antonio Salazar Premierminister des Landes und eine sechsunddreißigjährige Diktatur des Estado Novo beginnt. Die rechtlosen Landarbeiter werden von der Guardia und der PIDE - Portugals Geheimpolizei zur Zeit der Diktatur - eingesperrt und gefoltert, gemäß dem Motto: „Wer dich nährt, der dich lehrt.“ Abweichende Meinungen werden nicht zugelassen und angebliche kommunistische Aktionen werden sofort unterbunden. Die Gefängnisszenen schildert Saramago durch die Augen der unwissenden Ameisen, doch der furchtbaren Realität kann sich der Leser nicht entziehen. Joao Mau-Tempo überlebt diese Tortur nur in dem er zur gefühllosen „Statue“ wird. Doch zwischen all dieser Gewalt erlebt der Leser die Geburt neuer unschuldiger Kinder, entflammender Liebe, die Schönheit des Alentejo mit den Korkeichen und Olivenhainen und vor allem der Hoffnung auf ein besseres Leben. „...doch was wird geschehen, wenn sich eines Tages alle zusammenschließen?“ Wie schon so oft, vereinen sich die Menschen und lehnen sich auf gegen diese unmenschliche Behandlung. Sie überreichen einander Blumen, deren Namen wandeln sich von Gänseblümchen zu Tausendschönchen, „...und eines Tages wird es mit der Nelke auch so sein.“ I Manchmal sind Saramagos Anspielungen auf die politischen Veränderungen sehr dezent und ein Leser, der sich nicht mit der Geschichte Portugals auskennt, wird vieles überlesen. Doch selbst dann bleibt ein wahrhafter Lesegenuss. Kaum ein Leser wird sich der bildhaften Sprache und der fesselnden Erzählung Saramagos entziehen können. Nicht umsonst hat Jose Saramago, als erster portugiesischer Autor 1998 den Nobelpreis erhalten für seine mit Parabeln, Vorstellungskraft, Leidenschaft und Ironie gespickte Sprache. Der Roman wurde 1982 mit dem Preis der Stadt Lissabon ausgezeichnet. Zudem dürfte der Roman einer seiner persönlichsten sein.

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  • Rezension zu "Hoffnung im Alentejo" von José Saramago

    Hoffnung im Alentejo

    berka

    05. August 2008 um 15:44

    Das Alentejo ist das karge Hinterland der Algarve. Die Geschichte einer Familie über 4 Generationen. Man erfährt viel über Land und Leute, auch als Reisebegleiter geeignet.

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