José Saramago Kain

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Inhaltsangabe zu „Kain“ von José Saramago

Das Vermächtnis des Nobelpreisträgers José Saramago war bekennender Atheist und eckte regelmäßig bei der katholischen Kirche an. In seinem letzten Roman schreibt er die Bibel kurzerhand um und lässt den Brudermörder Kain eine ganz eigene Reise durchs Alte Testament antreten. Mit Phantasie, Ironie und einem Schuss Boshaftigkeit führt der große Romancier die göttliche Allmacht ad absurdum. "Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Uneinigkeit mit Gott, weder versteht er uns, noch verstehen wir ihn", heißt es in Saramgos Kain, und es könnte das Motto des Buches sein. Saramago schickt seinen Kain an die unterschiedlichsten Schauplätze des Alten Testaments und lässt ihn aktiv an den biblischen Episoden teilhaben. So ist Kain dabei, als Abraham aufgefordert wird, seinen Sohn Isaak zu opfern, wobei er ihm überzeugend die Unsinnigkeit dieses Unternehmens vor Augen führt und Schlimmeres abwendet. Er interpretiert auf seine Weise die Zerstörung von Sodom und Gomorrha, ist fassungslos angesichts der Babel'schen Sprachverwirrung und findet sich am Ende auf der Arche Noah wieder. "Portugals bedeutendster Romancier" (Die Zeit) hat mit Kain ein kraftvolles, provozierendes letztes Werk geschrieben.

Voller Hass und Verachtung erzählt

— Alais
Alais

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  • Saramagos Abrechnung mit dem Gott des Alten Testaments

    Kain
    Alais

    Alais

    25. June 2017 um 14:03

    Saramago erzählt Höhepunkte der Grausamkeit des altestamentarischen Gottes neu: von der Vertreibung aus dem Paradies bis hin zur Sintflut. Dabei folgt der Leser bzw. Hörer den Spuren Kains, der in eine Art Wettstreit mit Gott tritt. Dies hätte, aus der Feder dieses genialen Schriftstellers, grandios werden können, aber leider wurde daraus nur eine von Hass und Verachtung für den Gottesglauben triefende Erzählung, die für mich auch die wunderbare Stimme des Sprechers Helmut Krauss nicht mehr retten konnte. Auch wenn es zwischendurch immer wieder spannend wurde, beispielsweise auf Noahs Arche, auf der ein Mörder umging, musste ich mich durchquälen und vermisste das Aufblitzen der Weisheit, die ich mir bei einem Werk von Saramago immer erhoffe. Dieses Mal hat er mich leider enttäuscht.

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