José Vicente Alfaro

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José Vicente AlfaroDie Tränen der Osterinsel
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Die Tränen der Osterinsel
Die Tränen der Osterinsel
 (1)
Erschienen am 10.11.2015

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Rezension zu "Die Tränen der Osterinsel" von José Vicente Alfaro

Mord auf der Osterinsel
Karin_Kehrervor 3 Jahren


Der spanische Archäologe Germán Luzón de Estrada arbeitet bei Ausgrabungen an einem der faszinierendsten Ort der Erde: auf den Osterinseln. 
Doch seine Begeisterung schlägt in Angst und Panik um, als der Ausgrabungsleiter, der Norweger Erick Solsvik,brutal ermordet wird. 
Aber nicht nur der Tod seines Kollegen und die Tatsache, dass ein skrupelloser Mörder offenbar weitere Entdeckungen archäologischer Funde verhindern will, machen Germán zu schaffen. Eine Affäre mit einer Insulanerin vor zehn Jahren ist nicht ohne Folgen geblieben und nun muss er sich mit dem Gedanken vertraut machen, seine Tochter kennen zu lernen.

Die Osterinsel als Schauplatz für einen Krimi zu wählen ist sicher eine interessante Idee. 
Der Autor hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, nicht nur ein Verbrechen zu schildern sondern dem Leser auch die Geschichte dieses sagenumwobenen Fleckchens Erde näher zu bringen. 
Eine Karte der Insel sowie Zeichnungen und Erklärungen der wichtigsten Symboltiere der Rapanui, wie die Bevölkerung der Osterinsel genannt wird, vervollständigen den Einblick in die wechselvolle Geschichte, bei der auch die Unruhen der letzten Zeit zur Sprache kommen.
Während Letzteres also ganz gut mit Hilfe von Rückblicken und Berichten für seine neu entdeckte 10-jährige Tochter gelingt, überzeugt die Krimihandlung nicht sehr.
Dazu trägt vor allem der unbeholfene Schreibstil, der der Übersetzung geschuldet ist, bei.
Stilblüten wie „sie spazierte ihre bildschöne Silhouette durch den Garten“ oder „ihre Kehle brachte nur eine dünne Stimme zustande“ tun beim Lesen einfach nur weh. Auch dass aus „Kunsthandwerk“ plötzlich „Handkunstwerk“ wird, muss an der sehr dilettantischen Übersetzungsarbeit liegen.

Für Germán kommt nicht wirklich Sympathie auf, er agiert und reagiert oft unverhältnismäßig überzogen, auch machohaft und egozentrisch und vor allem unlogisch. Die neu gefundene Familienidylle ist mir zu zuckersüß und frei von jeglichen Konflikten dargestellt, verliert sich in endlosen Dialogen. 
Und der Mord an Solsvik? Nur eine Randnotiz wert und auch die Aufklärung ist nicht unbedingt aufregend – wobei das wichtigste aufgeworfene Rätsel eigentlich ungeklärt bleibt …

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