Joschka Fischer

 3.8 Sterne bei 52 Bewertungen
Autor von Mein langer Lauf zu mir selbst, Die rot-grünen Jahre und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Der Abstieg des Westens

Erscheint am 07.03.2019 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Joschka Fischer

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Mein langer Lauf zu mir selbst

Mein langer Lauf zu mir selbst

 (23)
Erschienen am 01.08.2001
Die rot-grünen Jahre

Die rot-grünen Jahre

 (11)
Erschienen am 01.11.2008
"I'm not convinced"

"I'm not convinced"

 (4)
Erschienen am 18.02.2011
Gegen den Strom

Gegen den Strom

 (2)
Erschienen am 12.02.2013
Die Rückkehr der Geschichte

Die Rückkehr der Geschichte

 (2)
Erschienen am 01.07.2006

Neue Rezensionen zu Joschka Fischer

Neu
K

Rezension zu "Scheitert Europa?" von Joschka Fischer

Werbebroschüre für die "Vereinigten Staaten von Europa".
kvelvor 4 Jahren

Inhalt:
Joschka Fischer versucht u.a. folgende Punkte dem Leser zu vermitteln:
- Angst vor anti-europäisch gesinnten Parteien

- Angst vor der Renationalisierung
- Europa muss unbedingt militärisch aufrüsten
- strategische Vision für das Projekt Europa muss die volle politische Integration sein mit gemeinsamer Regierung, gemeinsamen Parlament, gemeinsame Fiskalpolitik und ein gemeinsamer Schuldenmechanismus, Energieunion, gemeinsame Sicherheits- und Außenpolitik


Zitate aus dem Buch:
S. 40: "Deutschland ist und bleibt zu groß für Europa und zu klein für die Welt, zu klein für eine eigenständige weltpolitische (im heutigen Fall weltwirtschaftliche) Rolle."
S. 64: "Die Europäische Union wurde nicht auf Umfragen und Mehrheitsstimmungen gebaut, dann hätte es sie niemals gegeben. Sie wurde vielmehr von Staatsmännern gebaut, die nicht nach ihrer Popularität schauten (und gerade deshalb populär waren zu ihrer Zeit!) und aus Minderheitenpositionen demokratische Mehrheiten machten."
S. 115: "Und die Europäer sind zerstritten wie immer, militärisch desinteressiert und schwach und wurden zudem über Jahre hinweg durch ihre hausgemachten Illusionen über den Segen europäisch-russischer Kooperation, russisches Geld und Geschäft in ihrem friedlichen Wolkenkuckucksheim eingeschläfert."
S. 148: "Der gemeinsame Markt war dabei immer nur Instrument, niemals aber Selbstzweck der europäischen Integration, die als ihr Ziel neben der wirtschaftlichen immer auch und zuallererst die politische Integration verfolgte."


Meine Meinung:

Die abgedruckte Rede von Winston Churchill (Züricher Rede 1946) als Einstimmung auf das Buch, macht deutlich, wessen Geistes Kind die Idee der Vereinigten Staaten von Europa ist; und Joschka Fischer rührt dafür die Werbetrommel.


Klar: Jedem steht seine eigene politische Meinung zu.


Was mich bewog, mich für dieses Buch zu entscheiden:
1. Weil mich das Thema "Europa" interessiert und es mich interessiert wie es mit "Europa" weitergehen wird oder soll.
2. Weil Joschka Fischer der Autor ist; und davon versprach ich mir, seine persönliche Meinung sowie Grundgedanken und Hintergründe zur EU quasi aus erster Riege zu erfahren.


Der Schreibstil des Autors hat mir persönlich gar nicht gefallen:
Der Satzbau ist unnötig verkompliziert und oftmals erschreckt sich ein einzelner Satz über eine viertel Seite.


Außerdem stellt Joschka Fischer in diesem Buch oftmals Behauptungen auf ohne diese näher zu belegen, bleibt an vielen Stellen zu unkonkret und betrachtet Probleme nicht zu Ende (z.B. dass aufgrund der vielen Nationalitäten in der EU viele Sprachen und Identitäten unter einen Hut gebracht werden müssten).


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W

Rezension zu "Die Vereinigten Staaten von Europa" von Joschka Fischer

Ein leidenschaftliches und engagiertes Plädoyer für die Zukunft Europas
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

 

Mit einem leidenschaftlichen und engagierten Plädoyer für die Zukunft Europas meldet sich Joschka Fischer mit seinem neuen Buch auf der publizistisch-politischen Bühne zurück. Bei keinem anderen als Winston Churchill nimmt er Anleihe, der 1946 schon die „Vereinigten Staaten von Europa“ vorhersagte.

 

Genau darauf läuft auch sein Buch hinaus: Fischer plädiert dafür, diese Idee nicht aufzugeben und weiter auf sie hin zu arbeiten, trotz aller Probleme und Krisen, die er vorher beschrieben hat.  Der große Knall der Finanzkrise 2009 hat Europa und sein Selbstverständnis ins Schlingern gebracht. Diese Krise analysiert er noch einmal genau, was man auch früher schon ähnlich in anderen Sachbüchern gelesen hat. Das ist für ihn ein Anlass, ausführlich noch einmal in die EU und die europäischen Geschichte einzusteigen, bevor er die strategische Krise der EU beschreibt.

 

Die Lehre, die er als ehemaliger Außenpolitiker und Verfechter der europäischen Idee aus seinen Überlegungen zieht ist klar und überzeugend:

Der Weg zu dem Ziel der Vereinigten Staaten von Europa muss konsequent weitergegangen werden, wobei ein ganz besonderen Wert gelegt werden muss, auf die Herausbildung einer europäischen Demokratie. Deutschland und Frankreich macht er dabei als entscheidende Faktoren dafür aus, ob dieser Prozess gelingt.

 

Ich muss gestehen, dass ich bei aller Würdigung des Buches, sehr skeptisch bin, ob dieser Prozess gelungen kann. Zu schnell, zu unüberlegt ist die EUR in den letzten zehn Jahren durch Ländern erweitert worden, die weder ökonomisch noch rechtsstaatlich in diesen Kreis passten. Zu eigennützig und nationalistisch agieren viele Ländern, als dass man sich ernsthaft vorstellen könnte, sie wären bereit, nochmehr nationalstaatliche Kompetenzen an eine zentrale europäische Regierung abzugeben. Die vielen eurokritischen  und -feindlichen Parteien in den meisten Mitgliedsstaaten kommen ja nicht von ungefähr. Sie drücken eine Stimmung in der Bevölkerung aus, die für die Zukunft Europas in Fischers Sinne wenig Gutes erhoffen lässt.

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Rezension zu "Gegen den Strom" von Joschka Fischer

Ein Gespräch über Geschichte und Politik
Chrischanvor 4 Jahren

Was erwartet man von einem Gespräch zwischen dem Historiker Fritz Stern und dem ehemaligen Außenminister Joschka Fischer? Eine hitzige Debatte oder einen verbalen Schlagabtausch über richtige und falsche Entscheidungen? Weit gefehlt, die beiden verbindet eine enge Freundschaft und so diskutieren sie in einem herzlichen, ehrlichen und offenen Gespräch über Revolutionen, Integration und sparen auch heikle Themen wie Israel nicht aus. Eine interessante und erhellende Verknüpfung historischer Entscheidungen und gegenwärtiger Politik.

Wie auch schon bei Helmut Schmidt und Fritz Stern ("Unser Jahrhundert") findet hier ein Interview in ruhiger und gelassenere Umgebung statt. Der Historiker interviewt den Politiker, der Politiker den Historiker. Beide analysieren Geschichte und Gegenwart, erhellend für den Leser.
Und selbst, wenn man den Politiker und Menschen Joschka Fischer nicht mag, so zeigt er doch ein profundes Wissen und eine politische Standhaftigkeit, die einem als Leser ein gewisses Maß an Respekt abnötigt.

(c) Christian Hesse, Oktober 2014

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