Joschka Fischer , Fritz Stern Gegen den Strom

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Inhaltsangabe zu „Gegen den Strom“ von Joschka Fischer

<p>Zwei außergewöhnliche Freunde im Gespräch&#160;- Joschka Fischer, Außenminister außer Dienst und langjähriger Spitzenpolitiker der Grünen, hat sich im vergangenen Sommer mit Fritz Stern, dem amerikanischen Historiker deutscher Herkunft und Friedenspreisträger, im Wissenschaftskolleg zu Berlin getroffen, um über die Erfahrungen der Vergangenheit und die Herausforderungen der Gegenwart zu reden.<br /> Ob es dabei um die Finanzkrise und die Europäische Union am Scheideweg geht, um den Ersten Weltkrieg und den misslungenen Frieden von Versailles, um ein heikles Thema wie Israel, die Rolle der Deutschen im Nahost-Konflikt (und das Grass-Gedicht), um die Zukunft der USA und den Aufstieg Chinas&#160;- stets geht es scharfsinnig, lebhaft und konkret zu in diesem Dialog zwischen zwei Männern, die jeder auf seine Weise mehr als einmal im Leben gegen den Strom geschwommen sind.</p>

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  • Ein Gespräch über Geschichte und Politik

    Gegen den Strom
    Chrischan

    Chrischan

    12. October 2014 um 10:35

    Was erwartet man von einem Gespräch zwischen dem Historiker Fritz Stern und dem ehemaligen Außenminister Joschka Fischer? Eine hitzige Debatte oder einen verbalen Schlagabtausch über richtige und falsche Entscheidungen? Weit gefehlt, die beiden verbindet eine enge Freundschaft und so diskutieren sie in einem herzlichen, ehrlichen und offenen Gespräch über Revolutionen, Integration und sparen auch heikle Themen wie Israel nicht aus. Eine interessante und erhellende Verknüpfung historischer Entscheidungen und gegenwärtiger Politik. Wie auch schon bei Helmut Schmidt und Fritz Stern ("Unser Jahrhundert") findet hier ein Interview in ruhiger und gelassenere Umgebung statt. Der Historiker interviewt den Politiker, der Politiker den Historiker. Beide analysieren Geschichte und Gegenwart, erhellend für den Leser. Und selbst, wenn man den Politiker und Menschen Joschka Fischer nicht mag, so zeigt er doch ein profundes Wissen und eine politische Standhaftigkeit, die einem als Leser ein gewisses Maß an Respekt abnötigt. (c) Christian Hesse, Oktober 2014

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  • Rezension zu "Die Deutschen und die Welt" von Joschka Fischer

    Gegen den Strom
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. March 2013 um 15:14

    Anregendes, teils intensives Gespräch Auch wenn Joschka Fischer und Fritz Stern zwei verschiedenen Generationen vom Alter her angehören, beide eint einiges, wie sich in diesem Gesprächsband herausstellt. Beide stehen „an der Seitenlinie“, beiden haben ein aktives, sich intensiv innerlich wie (zumindest bei Fischer) auch äußerlich „auseinandersetzendes“ Leben gelebt. Und beide sind in der Lage, ihre Gedanken präzise und treffend mitzuteilen. So ist es, vorweg gesagt (und egal, wie man inhaltlich zu den Positionen und Personen steht) eine wahre Freude, diesem Gedankenaustausch, der vom kleinen, durchaus auch persönlichem ins große, politische, weltumspannende reicht, zu folgen. Natürlich ist Europa ein Thema, natürlich wird deutlich, dass beide die vollständige Union und die Vergemeinschaftung der Schulden als Königsweg der europäischen Einigung sehen. Mehr noch, als einzig noch möglichen Weg, ohne das ganze Gebilde der europäischen Einheit zu zerstören. Interessant hierbei auch die leitenden Rollen in verschiedenen inneren Ausprägungen, die benannt werden. Dass „Frankreich politisch“ und „Deutschland fiskalisch“ über einen großen Schatten zu springen haben, es sonst aber nicht gelingen wird. Trotz der drängenden Aktualität dieses Themas, die Gedanken schweifen weit in diesem Buch. Persönliche Erinnerungen, Prägungen durch Landschaft, Heimat und Aufwachsen teilen beide einander (und damit dem Leser) mit (Fischer hier mehr als Stern). Den „modernen Menschen“ und, natürlich, hier vor allem den Politiker moderner Prägung, der weniger „brennt“, sondern von Beginn an quasi „inhaliert“, sich für eigene Interessen, den eigenen Weg erst einmal schlau und kompetent zu machen, der daher nicht ausgeprägt bereit ist, sich für eine Überzeugung auch quer zu stellen, sondern sich eben vor allem durch unverfängliche Worthülsen gestaltet. Man nimmt es Fischer fast durchaus ab, dass diese grundlegende „Schelte“ ihm tatsächlich in dieser schriftlichen Form nicht leicht über die Lippen kommt, dass es ihm vor Zeiten ernst war damit, nicht in das Fahrwasser Helmut Schmidts und anderer zu verfallen, die nur noch leichte Verachtung für nachkommenden Politiker übrig hatten. Allerdings nimmt man dieses eben doch nur mit der kleinen Einschränkung für bare Münze, als dass man um das Selbstbewusstsein Joschka Fischers ja nicht erst seit gestern weiß. Munter lassen beide die Zeiten Revue passieren und versäumen nicht, an gegebenem Ort in die Tiefe einzutauchen. Von den Geburtsjahren und der Heimat der Kindheit über Prägungen und berufliche Entscheidungen, von 68 zu rot gründ, über einen Kanzler mit klarer Kante (Schröder) bis zur Israelfrage und zur Zukunft des Westens angesichts geopolitischer Verschiebungen, klar, präzise und durchaus aus persönlicher Sicht Wenden sich beide wesentlichen und wichtigen politischen und Lebensthemen zu. Im Gesamten ein gut zu lesendes Buch mit klar erkennbaren Haltungen und Meinungen und ebenso klaren Analysen zu den Fragen der Zeit. Auch wenn man der ein oder anderen Folgerung nicht zuzustimmen gedenkt, zur intellektuellen Auseinandersetzung du zur Reflektion aktueller Problematiken ist das Buch hervorragend geeignet.

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