Joschka Fischer Scheitert Europa?

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Inhaltsangabe zu „Scheitert Europa?“ von Joschka Fischer

Scheitert Europa? Diese Frage erschien vor dem Jahr 2009 als völlig realitätsfern, denn die EU war ein Erfolgsprojekt, das zwar jede Menge Schwierigkeiten und dann und wann auch Rückschläge zu bewältigen hatte, aber scheitern? Unmöglich.Mit dem 15. September 2008 änderte sich alles. Das globale Finanzsystem stürzte in seine schwerste Krise seit 1929, in deren Gefolge die Weltwirtschaft in eine neue Weltwirtschaftskrise abzukippen drohte, und es sollte gerade Europa sein, das sich dadurch plötzlich in einer bis heute anhaltenden Existenzkrise wiederfand. Seitdem ist die Gefahr des Scheiterns des europäischen Einigungsprojektes sehr konkret geworden. Europa erinnert an jemanden, der beim Überqueren eines Flusses von einer gewaltigen Flutwelle überrascht wird und blitzschnell entscheiden muss, ob er zurückschwimmen soll; ob er versuchen soll, dort zu bleiben, wo er ist und sich treiben zu lassen; oder ob er versuchen soll, das andere Ufer zu erreichen. Die Krise hat seit 2009 die bestehende EU, ihre Machtverteilung und ihre Institutionen und Politiken mehr verändert, als es selbst eingefleischte Pro-Europäer für möglich gehalten hätten. Leider war diese Entwicklung krisen- und nicht strategiegetrieben, aber dennoch ist das Ergebnis positiv. Wichtiger aber noch ist es, dass diese Veränderungsdynamik einen machbaren Weg zur Vollendung der politischen Integration eröffnet hat, der jenseits der alten Pfade und Konfrontationen zwischen europäischen Föderalisten und Intergouvermentalisten liegt. Diesen Weg hin zu den Vereinigten Staaten von Europa aufzuzeigen und auszuformulieren, darum wird es in dem vorliegenden Buch vor allem gehen.

Werbebroschüre für die "Vereinigten Staaten von Europa".

— kvel
kvel

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kvel

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    Scheitert Europa?
    kvel

    kvel

    13. November 2014 um 01:19

    Inhalt: Joschka Fischer versucht u.a. folgende Punkte dem Leser zu vermitteln: - Angst vor anti-europäisch gesinnten Parteien - Angst vor der Renationalisierung - Europa muss unbedingt militärisch aufrüsten - strategische Vision für das Projekt Europa muss die volle politische Integration sein mit gemeinsamer Regierung, gemeinsamen Parlament, gemeinsame Fiskalpolitik und ein gemeinsamer Schuldenmechanismus, Energieunion, gemeinsame Sicherheits- und Außenpolitik Zitate aus dem Buch: S. 40: "Deutschland ist und bleibt zu groß für Europa und zu klein für die Welt, zu klein für eine eigenständige weltpolitische (im heutigen Fall weltwirtschaftliche) Rolle." S. 64: "Die Europäische Union wurde nicht auf Umfragen und Mehrheitsstimmungen gebaut, dann hätte es sie niemals gegeben. Sie wurde vielmehr von Staatsmännern gebaut, die nicht nach ihrer Popularität schauten (und gerade deshalb populär waren zu ihrer Zeit!) und aus Minderheitenpositionen demokratische Mehrheiten machten." S. 115: "Und die Europäer sind zerstritten wie immer, militärisch desinteressiert und schwach und wurden zudem über Jahre hinweg durch ihre hausgemachten Illusionen über den Segen europäisch-russischer Kooperation, russisches Geld und Geschäft in ihrem friedlichen Wolkenkuckucksheim eingeschläfert." S. 148: "Der gemeinsame Markt war dabei immer nur Instrument, niemals aber Selbstzweck der europäischen Integration, die als ihr Ziel neben der wirtschaftlichen immer auch und zuallererst die politische Integration verfolgte." Meine Meinung: Die abgedruckte Rede von Winston Churchill (Züricher Rede 1946) als Einstimmung auf das Buch, macht deutlich, wessen Geistes Kind die Idee der Vereinigten Staaten von Europa ist; und Joschka Fischer rührt dafür die Werbetrommel. Klar: Jedem steht seine eigene politische Meinung zu. Was mich bewog, mich für dieses Buch zu entscheiden: 1. Weil mich das Thema "Europa" interessiert und es mich interessiert wie es mit "Europa" weitergehen wird oder soll. 2. Weil Joschka Fischer der Autor ist; und davon versprach ich mir, seine persönliche Meinung sowie Grundgedanken und Hintergründe zur EU quasi aus erster Riege zu erfahren. Der Schreibstil des Autors hat mir persönlich gar nicht gefallen: Der Satzbau ist unnötig verkompliziert und oftmals erschreckt sich ein einzelner Satz über eine viertel Seite. Außerdem stellt Joschka Fischer in diesem Buch oftmals Behauptungen auf ohne diese näher zu belegen, bleibt an vielen Stellen zu unkonkret und betrachtet Probleme nicht zu Ende (z.B. dass aufgrund der vielen Nationalitäten in der EU viele Sprachen und Identitäten unter einen Hut gebracht werden müssten).

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