Josef B. Aldenhoff Bin ich psycho ... oder geht das von alleine weg?

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Inhaltsangabe zu „Bin ich psycho ... oder geht das von alleine weg?“ von Josef B. Aldenhoff

Schlaflosigkeit, Burn-out, Depression – wo verläuft die Grenzlinie zwischen einer vorübergehenden Stimmung und einer ernsthaften Krankheit? Allzu oft ist uns die Seele ein Buch mit sieben Siegeln. Wir empfinden ihre Reaktionen auf die vielfältigen Anforderungen unseres Lebens als Zumutung und staunen, dass sie sich in starken Gefühlen äußert, die verunsichern und uns aus der Bahn werfen können. Ist das alles normal? Geht es von selbst wieder weg? Bin ich krank? Fragen, die für den erfahrenen Psychiater und Therapeuten Josef Aldenhoff Alltag sind. In seinem Wegweiser durch das Labyrinth unserer Seelenzustände erläutert er Empfindungen, die sich zu Depressionen, Sucht, Panik oder Traumata auswachsen können. Er erklärt, was man über ihre Entstehung weiß und wie man Abhilfe finden kann. Unverblümt, realistisch und mit einem Hauch (Selbst-)Ironie vermittelt er notwendiges Wissen und Vertrauen in die seelischen Selbstheilungskräfte. Der Autor ermutigt dazu, heftige Emotionen und psychische Störungen ohne Tabu als Teil unseres Lebens anzunehmen.

Tolle Übersicht über die geläufigen psychischen Störungen.

— melli_2897
melli_2897

Für mich eine klare Kaufentscheidung und eine 5 Stenre Bewertung, dieses Buch finde ich sehr toll geschrieben und sehr hilfreich.

— trollchen
trollchen

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    Bin ich psycho ... oder geht das von alleine weg?
    melli_2897

    melli_2897

    05. May 2016 um 13:25

    Der Psychotherapeut Prof. Dr. Josef Aldenhoff versteht es wie kein anderer dem Leser den Unterschied zwischen menschlicher Eigenart und einer psychischer Störung als Krankheitsbild zu offenbaren. Dabei bleibt er nicht nur bei der bloßen Schilderung der Krankheitsbilder und deren Ausprägungen, sondern weist darauf hin, welche Art von Therapie oder Medikament in der Regel eingesetzt werden, um die Störung einzudämmen oder gänzlich zu behandeln. In relativ kurzen Kapiteln werden alle möglichen mehr oder weniger alltägliche Probleme vorgestellt, die mit unserer Psyche zusammenhängen. Ich sehe das Buch nicht als Selbsthilfebuch, sondern als knappe Einführung in die klassischen Krankheiten, mit denen sich ein Psychotherapeut befasst. Wer nur Interesse an einer einzelnen Thematik hat, findet womöglich anderweitig spezifischere Literatur und ist damit auch besser beholfen. Im Anhang finden sich Erläuterungen zu häufig verwendeten Fachbegriffen, die einem häufig unterkommen, wenn man sich mit psychischen Erkrankungen beschäftigt. Auch für Betroffene oder Angehörige kann eine Zusammenfassung von gut verständlichen Definitionen hilfreich sein. Aldenhoff erklärt die Begriffe so, dass sie für jeden zugänglich sind - auch ohne jegliches Vorwissen - ohne dabei auf fachliche Korrektheit zu verzichten. Am Schluss gibt es eine kleine Übersicht über die Medikamente, die in der Psychotherapie Anwendung finden. Diesen Abschnitt fand ich besonders Spannend im Hinblick auf die möglichen Nebenwirkungen, die Eigenarten des einzelnen Medikaments und seine genaue Auswirkung auf das psychische Befinden. Insgesamt kann ich das Buch absolut empfehlen - egal ob als alltagstaugliches Nachschlagewerk oder interessante Wochenendlektüre.

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  • Ein wunderbares Buch, welches die Angst vor psychischen Erkrankungen ein wenig nehmen kann, welches

    Bin ich psycho ... oder geht das von alleine weg?
    trollchen

    trollchen

    09. December 2014 um 16:14

    Bin ich Psycho oder geht das von alleine weg Herausgeber ist C. Bertelsmann Verlag (29. April 2014) und das Buch hat 368 Seiten. Ich habe es als Ebook gelesen. Kurzinhalt: Schlaflosigkeit, Burn-out, Depression – wo verläuft die Grenzlinie zwischen einer vorübergehenden Stimmung und einer ernsthaften Krankheit? Allzu oft ist uns die Seele ein Buch mit sieben Siegeln. Wir empfinden ihre Reaktionen auf die vielfältigen Anforderungen unseres Lebens als Zumutung und staunen, dass sie sich in starken Gefühlen äußert, die verunsichern und uns aus der Bahn werfen können. Ist das alles normal? Geht es von selbst wieder weg? Bin ich krank? Fragen, die für den erfahrenen Psychiater und Therapeuten Josef Aldenhoff Alltag sind. In seinem Wegweiser durch das Labyrinth unserer Seelenzustände erläutert er Empfindungen, die sich zu Depressionen, Sucht, Panik oder Traumata auswachsen können. Er erklärt, was man über ihre Entstehung weiß und wie man Abhilfe finden kann. Unverblümt, realistisch und mit einem Hauch (Selbst-)Ironie vermittelt er notwendiges Wissen und Vertrauen in die seelischen Selbstheilungskräfte. Der Autor ermutigt dazu, heftige Emotionen und psychische Störungen ohne Tabu als Teil unseres Lebens anzunehmen. Meine Meinung: Das Buch hatte ich ein wenig anders erwartet, war aber sehr positiv überrascht, denn es ist sehr interessant, sehr fundiertes Wissen und es ist sehr flüssig geschrieben. Also, es kommen nicht so viele Fremdwörter vor und die die vorkommen, sind allgemein verständlich. Die Themen werden für jeden gut verständlich erklärt und werden auch von der Betroffenenseite her beleuchtet. Es werden sehr viele verschiedene Kapitel beschrieben, wie z.B. Depressionen, Suizidalität, Psychosen, Schlafprobleme und viele andere. Für mich interessant waren die Ausführungen zur Zwangsunterbringung und zur Therapie, die sicherlich vielen manschen auch die Angst nehmen kann, wenn er solche Dinge mal braucht. Denn der Autor gibt sehr viele nützliche Hinweise, die jeder Betroffene für sich selber nehmen kann oder auch nicht. Im hinteren Teil erstreckt sich ein Glossar über ca. 50 Seiten, die die meisten Fremdwörter noch einmal erklärt und was es damit auf sich hat. Die Erklärungen sind wiederum so fachlich einwandfrei wie auch für Laien nachvollziehbar. Deswegen finde ich das Buch sehr wertvoll für jeden Leser, egal, ob er ein Betroffener oder ein Beteiligter oder ein von Berufs wegen Beteiligter ist. Faszinierend für mich waren auch die Übersicht über die Medikamente, die in der Praxis Anwendung finden, sie sind sehr hilfreich. Mein Fazit: Ein wunderbares Buch, welches die Angst vor psychischen Erkrankungen ein wenig nehmen kann, welches nicht nur hilfreich für Betroffene ist, sondern auch für Menschen, die beruflich mit solchen Menschen zu tun haben. Für mich eine klare Kaufentscheidung und eine 5 Stenre Bewertung, dieses Buch finde ich sehr toll geschrieben und sehr hilfreich.

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  • Grenzbestimmungen

    Bin ich psycho ... oder geht das von alleine weg?
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. May 2014 um 13:30

    Grenzbestimmungen Ab wann ist die Grenze überschritten, die aus einem „normalen“ Problem oder einer „vorübergehenden Stimmung“ oder aus einem „matten Zustand“ (oder Ähnlichem) eine zu behandelnde, tiefer gehende „Störung“ machen? Das, letztlich, ist die Kernfrage, der Professor Josef Aldenhoff, Wissenschaftler und Therapeut, in diesem Buch sehr sorgsam und auf dem Hintergrund seiner beruflichen Erfahrungen, u.a. als Leiter einer psychiatrischen Einrichtung, lesenswert nachgeht. In einer Zeit und in einer Welt, in denen die öffentliche Diskussion und die mediale Darstellung sich seit längerem bereits des Themas der „psychologischen Erkrankungen“ breit angenommen hat. Was natürlich gerade auf den „Burnout“ in besonderer Form zutrifft, der eine Vielzahl von Veröffentlichungen bereits nach sich gezogen hat und phasenweise in aller Munde war. Hinter dem eher flapsig formulierten Titel findet sich somit eine durchaus wichtige Frage, die im Buch seriös aufgenommen wird und dem Leser sehr fundiert Hinweise an die Hand zu geben versteht, vieles an eigenem Befinden reflektiert zunächst zu betrachten und damit einordnen zu können. Mit Grauzonen, die sicherlich nicht auszuräumen sind, Grenzwertigkeiten, die Aldenhoff durchaus aber auch sorgfältig benennt. Wobei im Zweifel eben immer gilt, dies medizinisch abklären zu lassen. Sehr verständlich zudem benennt Aldenhoff im Buch durchweg Anzeichen, die für eine „echte“ Erkrankung sprechen bietet auch hier klare Hinweise für den Leser. Soweit eine Eigenbetrachtung gewollt und möglich ist, natürlich. „Geht es Ihnen eigentlich gut, oder sind sie nicht mehr so sicher“? Das ist die Leitfrage, die Aldenhoff zu Beginn des Buches formuliert. Fakt ist, dass zumindest statistisch gesehen, die Quantität der „seelischen Probleme“ rapide zugenommen hat. Andererseits, machen nicht Psychiater und die pharmazeutische Industrie gerne aus „Mücken Elefanten“, entweder aus Geschäftsdrang oder um die eigene Wichtigkeit zu zementieren? Auch dieser Frage stellt sich Aldenhoff natürlich im Buch und verlässt den Faden einer differenzierten und sachgerechten Darstellung nicht. In der Form strukturiert Aldenhoff dabei thematisch. Die wichtigen „seelischen Erscheinungen“ dessen, was Menschen an „Zuständen“, „Emotionen“, „Bedrängungen“ mit sich oder mit anderen begegnen kann, nimmt Aldenhoff auf, stellt diese je grundsätzlich zunächst dar und bietet sodann in jedem der Kapitel eine Vielfalt von Anhaltspunkten zur eigenen Überlegung in Richtung des Grades zwischen „normal“ und „pathologisch“ mit den entsprechenden Anzeichen der „Übergänge“. Angst, „Blues“ oder Depression, eingebildetes „Kranksein“, Schmerz, Schlafstörungen, Beziehungsprobleme, Essstörungen, Missbrauch, Trauma, Bipolarität, Zwänge, Psychosen, es sind die grundlegenden Elemente und Bereiche, die hier eine empathische Darstellung finden. Ergänzt durch eine grundsätzliche Betrachtung der „Seele“, einen sehr empfehlenswerten Exkurs in die „Vor- und Nachteile“ des Denkens, eine Darlegung, wie eigentlich eine Therapie funktioniert und ein nachhaltiger und wichtiger Aufruf zu „Respekt vor sich selbst“. Wobei gerade das Kapitel über „Das Denken“ einen sehr guten Einstieg in das gesamte Buch bildet (nach der ebenso gut zu lesenden Einführung), denn vieles an „Befindlichkeiten“ bis hin zu „Störungen“ findet einen wichtigen Ursprung im Denken. Im Versuch, das eigene Denken zu kontrollieren. Im „überrannt werden von Gedanken“. Im „Denken auf falschen Voraussetzungen“, in der ständigen Interpretation der Welt das bewertende Denken. Mit Humor, sehr verständlich im Stil, sehr flüssig im Tempo, mit vielfachen Beispielen aus der „Lebenspraxis““ und, vor allem, fundiert, legt Josef Aldenhoff eine echte Hilfe für die Betrachtung des eigenen „Zustandes“ vor und gibt in vielfacher Form auch eine Art der „Entwarnung“, indem er ruhig und sachlich den „Abweichungen von der Norm“ dort, wo sie einfach zum Leben und zum Alltag dazugehören, ihren „Krankheitswahn“ auch nimmt. Versehen mit einem sehr übersichtlichen Glossar, welches die Orientierung im Buch und nach der Lektüre hervorragend vereinfacht. Alle sin allem ein hervorragendes Buch für das Verstehen des eigenen Inneren, den Respekt vor der eigenen Seele und deren nuancenreichen Formen, ihre Befindlichkeit auszudrücken. Wobei manches eben von alleine wieder vergeht und anderes nicht.

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