Josef Bierbichler Mittelreich

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Inhaltsangabe zu „Mittelreich“ von Josef Bierbichler

Im Ersten Weltkrieg zerschlägt eine feindliche Kugel zuerst den Stahlhelm und dann den Schädel des ältesten Sohnes vom Seewirt. Also muß sein jüngerer Bruder Pankraz das väterliche Erbe antreten. Der überlebt zwar den zweiten großen Krieg, wäre aber trotzdem lieber Künstler als Bauer und Gastwirt geworden. Da braucht es schon einen Jahrhundertsturm, der droht, Haus und Hof in den See zu blasen, damit aus Pankraz doch noch ein brauchbarer Unternehmer und Familienvater wird. Aber als der eigene Sohn ihn später anfleht, ihm die Erziehung im katholischen Internat zu ersparen, versteht er ihn nicht. Zu sehr ist man in diesen Zeiten mit anderem beschäftigt: das Vergangene vergangen sein zu lassen und die Geschäftsbedingungen der neuen Gegenwart zu studieren. Eine Seewirtschaft in Bayern, bizarre Gäste und eine Familie über drei Generationen, heillos verstrickt ins ungeliebte Erbe. Josef Bierbichler, der große Menschendarsteller des deutschen Theaters und Films, erzählt hundert Jahre Deutschland. Ein Epos über Krieg und Zerstörung, alte Macht und neuen Wohlstand, über die vermeintlich fetten Jahre.

Kraftvoll, realistische Beschreibung des ländlichen Lebens als Bauer und Gastwirt über drei Generationen. Deftig und drastisches Bayern.

— deruhu99
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  • Deutsche Geschichte aus dem Blickwinkel eines Gastwirts

    Mittelreich
    PaulTemple

    PaulTemple

    Knapp 80 Jahre lang hat der Leser das Vergnügen, das Auf und Ab einer bayerischen Seewirtschaft mitsamt ihren Besitzern zu verfolgen. Familiäre Streitereien, Skandale, aber auch schöne Erinnerungen werden auf herrlich amüsante, teils skurril bayerische Art und Weise erzählt. Von der harten Feldarbeit über die Mechanisierung, dem aufkommenden Tourismus bis zum leisen Abgesang in den 1980er Jahren spannt sich der Erzählbogen. Zusätzlich inhaltliche Tiefe erlangt Mittelreich durch die historische Komponente, denn der Leser erfährt anhand von Kneipengesprächen, Anekdoten und Episoden viel über die jeweilige Zeit, in der die Menschen leben. Sei es das Totschweigen der NS-Diktatur unter der Adenauer-Republik, das Aufbegehren der Jugend in den 1960ern oder die Protestbewegung in den 1980ern - die Protagonisten kommen auf privater Ebene immer wieder mit den geschichtlichen Umwälzungen in Berührung, müssen Veränderungen hinnehmen, bestehen oder scheitern an ihnen. Gerade dieser Aspekt macht Mittelreich zu einem wundervollem Schmöker, der auch für Geschichtsinteressierte definitiv geeignet ist!

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  • Rezension zu "Mittelreich" von Josef Bierbichler

    Mittelreich
    Gruenente

    Gruenente

    07. March 2013 um 08:37

    Ein Lauf durch den größten Teil des 20.Jahrhunderts anhand eines Gasthofes an einem See in Bayern. Viktor, das Faktotum des Seeirtes erinnert sich am Ende seines Lebens an die alte und neuere Zeit. Vom ersten Wltkrieg über den zweiten, der klate Krieg, Hippies, Demos, Stürme, Morde, Kindesmissbrauch,Politik, Schlachten, Tradition, Familie, Generationen, Kirche, der erste Fernseher im Dorf, Feste, Alkohol., Krankheit, Tod... So ziemlich alles kommt zur Sprache. In lange gedrechselten Sätzen, von denen ich einige mehrmals lesen musste, andere mich zum auflachen gebracht haben. Eine Sammlung von lustigen, traurigen und tragischen Ereignissen rund um den Seewirt, seine Familie, das Dorf und die Menschen die dort arbeiten. Ich musste schon genau aufpassen um immer zu durchschauen um wen es genau ging. Es wird viel geredet, aber oft herrscht auch Sprachlosigkeit und das Unvermögen wirklich miteinander zu reden. Ich empfand das Buch oft als anstrengend, aber es war auch interessant. Gerade diese bäuerliche Sichtweise der Dinge. Vielleicht ein Buch, dass ich mir für den Urlaub in Bayern hätte aufheben sollen...

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