Josef Breuer

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Alle Bücher von Josef Breuer

Studien über Hysterie

Studien über Hysterie

 (2)
Erschienen am 09.12.2011
Aminosäuren

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Erschienen am 01.10.1985

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Rezension zu "Studien über Hysterie" von Josef Breuer

Rezension zu "Studien über Hysterie" von Josef Breuer
Heike110566vor 8 Jahren

Das Buch erschien in seiner ersten Auflage 1895 und in zweiter Auflage, die für diese Ausgabe als Textgrundlage diente, 1908. Dies muss man natürlich berücksichtigen, wenn man das Buch liest.
Es ist kein Buch, das den aktuellen Erkenntnissen in der Psychologie entspricht. Hingegen ist es ein Buch, dass Einblicke in die erste Phase der Arbeiten Freuds auf dem Gebiet der Psychoanalyse und der Persönlichkeitsstörungen bietet.
Die Krankengeschichten, die von Freud und Breuer in diesem Buch beschrieben werden, sind sehr detailliert und bieten auch dadurch gute Einblicke in die betroffenen Persönlichkeiten. Die damalige Zeit war ja nicht gerade eine Epoche in der die Frau sich frei entfalten konnte. Gesellschaftliche Zwänge bestimmten ihr Da-Sein. In sicher nicht wenigen Fällen führten diese zu psychischen Problemen.
In den Darstellungen werden die Korrelationen zwischen Da-Sein und Psyche deutlich und auch was psychische Probleme, die nicht bewältigt wurden, nach außen für Folgen bewirken können.
Deutlich wird aber auch, dass Psychotherapie auch eine Aufgabe für die andauernde Funktionsfähigkeit der Gesellschaft hat. Es geht nicht darum die Betroffenen zu befähigen sich zu verwirklichen, sondern leider oft nur darum, dass sie ihren Stand gemäß funktionieren.
Die Schreibstile Breuers und Freuds sind sehr unterschiedlich. Freud ist ein sehr guter Erzähler. Seine Patientinnenbeobachtungen lesen sich wie kleine Novellen, sind also auch unterhaltsam zu lesen. Bei Breuer ist eher ein nüchtener Sachton bestimmend.
Das Buch ist aus psychologisch-historischer Sicht und auch in Bezug auf die Gesellschaft jener Zeit zweifellos sehr lesenswert. Und die Krankenberichte sind zudem auch kleine unterhaltsame Geschichten.

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