Josef Giger-Bütler »Sie haben es doch gut gemeint«

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Inhaltsangabe zu „»Sie haben es doch gut gemeint«“ von Josef Giger-Bütler

Die Wurzeln der Depression liegen in der Kindheit. Hier werden die Verhaltensmuster vorbereitet, die sich später bei Erwachsenen hinter depressiven Zuständen verbergen. Sie waren Kinder, die sich ständig selbst überfordert haben. Kinder, die versucht haben, es allen Recht zu machen außer sich selbst. Verständlich, einfühlsam und weitgehend unter Verzicht auf fachpsychologische Begriffe wie vor ihm nur Alice Miller beschreibt Josef Giger-Bütler die Familienkonstellationen und Erziehungsstile, die krank machen. Von der Krankheit »Depression« hört und liest man heute fast täglich. Aber wann verbirgt sich hinter emotionalen und körperlichen Zuständen wie Lustlosigkeit, Interesselosigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Müdigkeit wirklich eine Depression? Der Schlüssel für die Beantwortung dieser Frage liegt für den Autor dieses Buches in der Kindheit und in der Familie. Hier werden die depressiven Verhaltensmuster geformt. Es handelt sich um Kinder, die sich ständig selbst überfordern, weil ihre Umgebung es von ihnen verlangt. Um Kinder, die versuchen, es allen Recht zu machen - außer sich selbst. Diese »Zurücknahme« von der Welt geht soweit, bis von ihrem Selbst nicht mehr viel übrig geblieben ist. Aber diese Kinder funktionieren nach außen hin. Und genau hier liegt das eigentlich Krankmachende an der Depression, der lebenslange Kampf gegen die Selbstaufgabe, der, wenn er verloren wird, zur Aufgabe des eigenen Lebens führen kann.

sehr eindrücklich und hilfreich

— Zuckerkeks

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  • Rezension zu "»Sie haben es doch gut gemeint«" von Josef Giger-Bütler

    »Sie haben es doch gut gemeint«

    Sokrates

    24. August 2011 um 08:26

    In seinem dritten Band über Depression befasst sich Josef Giger-Bülter mit den Voraussetzungen innerhalb von Familien, die erst den Grundstein dafür legen, dass sich bei depressiven Kindern eine Depression über Jahre hinweg manifestieren kann. Entgegen seinen anderen beiden Büchern geht der Autor hier in Gänze psychoanalytisch vor; er gibt keine Tips für eine Verbesserung der eigenen Situation, sondern erklärt vielmehr anhand einzelner Fallbeispiele die Entstehung depressiver Menschen, wurzelnd in deren familiären Umfeld. Das Buch bietet eine Fülle an Beispielen und Fakten, die die Vielfalt der Entstehungsmöglichkeiten gut darstellen. Dabei geht der Autor nicht einseitig vor; seine Darstellungen zeigen vielmehr, dass die Entstehungsvoraussetzungen unterschiedlicher nicht sein können. Im Prinzip sind innerhalb von Familien alle möglichen denkbaren Charakterformen mögliche Ursachen einer Depression beim Kind, wenn es denn selbst die entsprechende Disposition mitbringt. So gesehen, wird man sicher - sofern man mit einem solchen Vorsatz an das Lesen herangeht - einen speziellen Einzelfall nicht wiederfinden, auch wenn Giger-Bülter doch sehr detailreich die Möglichkeiten einer Entstehung aufzählt. Damit versucht das Buch lediglich die eindeutigsten Entstehungsmuster aufzudecken und zu verstehen; der Einzelfall bedarf weiterhin der individuellen psychotherapeutischen Behandlung. Unabhängig davon war das Buch eine sehr interessante Lese-Bereicherung.

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  • Rezension zu "»Sie haben es doch gut gemeint«" von Josef Giger-Bütler

    »Sie haben es doch gut gemeint«

    nic

    17. September 2009 um 08:46

    Wie praktisch, dass hier im Buch keine Lösungsansätze sind, sondern ausschließlich die Grundsteinlegung der Depression behandelt wird. So muss man sich gleich noch den zweiten Teil kaufen und hat dann insgesamt knapp 36 Euro für zwei dünne Büchlein ausgegeben. Sie haben es doch gut gemeint hat für mich nicht zu den Tops der Depribücher gehört. Ich habe es nicht mal zu Ende gelesen. Vielleicht kann ich das noch tun, vielleicht auch nicht. Ich finde die Abhandlung wenig fundiert. Wie ich es verstanden habe, beruht alles einzig und allein aus den Erfahrungen des Autors, der auch Therapeut ist. Das Wort "Überforderung" kommt ca. 10.000 mal vor. Überforderung der Überforderung, blabla. Ich war beim Lesen jedenfalls irgendwann überfordert. Ständige Wiederholungen haben mich ermüdet bis ich irgendwann nicht mehr bei der Sache war. Für Angehörige ist das Buch erst recht abschreckend, nehme ich an. Jedenfalls für solche, die sich wirklich ernsthaft bemühen den Kranken und die Krankheit verstehen zu wollen. Es gibt weitaus bessere Bücher über Depressionen. Das hier war für mich jedenfalls nichts. Wobei mir schon klar ist, woher die Depressionen kommen und dass die Kindheit eine sehr große, wenn nicht die größte Rolle spielt. Vielleicht ist das Buch einfach nichts, wenn man vorab schon einiges über Depressionen gelesen hat. Als Einsteigerbuch mag es evtl. ok sein. Ich fand es nicht gut.

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