Josef Girshovich

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Rezension zu "Wem gehört der Tod?: Vom Recht auf Leben und Sterbehilfe Intelligent leben 9" von Josef Girshovich

Ein ganz wertvoller und unideologischer Beitrag zu der gegenwärtigen Debatte
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

Dieses kleine Buch aus der Debattenreihe „Intelligent leben“ des Kein & Aber Verlags ist ein ganz wertvoller und unideologischer Beitrag zu der gegenwärtigen Debatte um die Möglichkeiten und Grenzen der Sterbehilfe. Verfasst hat es Josef Girshovich. Er ist 1981 geboren und arbeitet zur Zeit als Berater im deutschen  Bundestag.

Kaum ein anderes Buch zu diesem Thema hat mich in diesem Jahr so überzeugt wie dieses, das redet „vom Recht auf Leben und Sterbehilfe“. Und in dieser Spannung bewegen sich die Gedanken und Argumente des Autors.

 

In folgendem Zitat ist meines Erachtens gut zusammengefasst, worum es ihm geht bei diesem umstrittenen Thema, bei dem er im Übrigen die Religion als Begründung einer Ächtung der Sterbehilfe außen vor lassen will, weil wie er sagt, die „Religion- und auch meine persönliche Religiosität – geschwächt wird“.

 

„Die Frage ist vielmehr: Sind wir bereit, den freien Willen des Einzelnen zu akzeptieren, selbst wenn dieser freie Wille der eigenen Vorstellung von Wille, Freiheit und Lebensplanung zuwiderläuft`? Und weiter: Sind wir bereit, diesen uns fremden Willen wegen des besagten Rechts darauf auch zu verteidigen? Wobei dieser Wille nur solange zu dulden ist, als er keines anderen Lebensfreiheit einschränkt. Und natürlich soll jeder die Freiheit haben, andere von der Richtigkeit seines Willens zu überzeugen.“

 

Girshovichs Buch ist ein leises und wohlbelegtes Plädoyer für die Sterbehilfe. Doch es ist kein Zufall dass das letzte Kapitel des Essays die Überschrift „Zweifel“ trägt und sein  letzter Satz jedem Leser ein ernsthaftes Nachdenken aufgibt:

„Für jeden Menschen kommt die Zeit zu sterben: für den einen zu früh, für den andern im hohen Alter, für den einen leiderfüllt, für den anderen ohne große Schmerzen, für den eine einsam, für den andern im Kreise seiner Familie. Und bis zu diesem letzten Schlag der Uhr führe sich ein jeder von uns immer wieder zu Gemüte, dass Sinn, Wert, Würde, Freiheit und Fron des Lebens das Leben selbst sind – so lange wie möglich.“

 

 

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Rezension zu "Reise nach Jerusalem" von Josef Girshovich

Rezension zu "Reise nach Jerusalem" von Josef Girshovich
Gospelsingervor 8 Jahren

Der Auslöser war eine Wette, wie so oft unter Männern. Josef Girshovich hat mit seinen Kumpels gewettet, dass er es in zwanzig Tagen von Berlin nach Jerusalem schafft, und das ohne Geld.
Also den Rucksack gepackt und los. In Deutschland war es erst einmal nicht so problematisch, sich per Anhalter vorwärts zu bewegen und jemanden zu finden, der eine Übernachtung, eine Dusche und eine Mahlzeit spendiert.
In den sieben Ländern, die Deutschland von Jerusalem trennen, wird der Autor sehr unterschiedlich aufgenommen und behandelt. Auch die Auffassungen von Caritas, und wie diese ausgeführt wird, ist nicht überall gleich. Aber immer und an jedem Ort finden sich schließlich hilfsbereite Menschen. In manchen Gegenden allerdings darf der Autor nicht erwähnen, dass er Jude ist.
In die Reiseerzählung eingestreut sind immer wieder Hinweise auf die Geschichte der Gegenden und Orte, durch die der Autor zieht. Die heutige Situation wird in Beziehung gesetzt mit Homers Werken. Dazwischen tauchen immer wieder Erinnerungen an seinen Großvater auf.
Das ist interessant und ich fand die Beschreibungen spannend, aber mich hat der Schreibstil gestört, der nicht zum langsamen Reisen passt, er ist zu atemlos, zu verkürzt.
Deshalb bin ich mit dem Buch nicht ganz warm geworden.

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