Josef H. Reichholf

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Autor von Rabenschwarze Intelligenz, Naturgeschichte(n) und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Josef H. Reichholf

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Rabenschwarze Intelligenz

Rabenschwarze Intelligenz

 (26)
Erschienen am 01.03.2011
Naturgeschichte(n)

Naturgeschichte(n)

 (8)
Erschienen am 12.11.2012
Einhorn, Phönix, Drache

Einhorn, Phönix, Drache

 (7)
Erschienen am 20.08.2015
Ornis

Ornis

 (6)
Erschienen am 04.11.2015
Warum die Menschen sesshaft wurden

Warum die Menschen sesshaft wurden

 (3)
Erschienen am 01.02.2010
Das Rätsel der Menschwerdung

Das Rätsel der Menschwerdung

 (3)
Erschienen am 01.09.1997
Der Ursprung der Schönheit

Der Ursprung der Schönheit

 (2)
Erschienen am 18.02.2011

Neue Rezensionen zu Josef H. Reichholf

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Rezension zu "Ornis" von Josef H. Reichholf

Die Kunst Vögel zu beobachten
Kristall86vor 3 Monaten

Die Vogelwelt bezeichnet man mit dem griechischem Wort „Ornis“. Aber dieses Wort hat auch eine Doppelbedeutung wenn man nur einen Artikel davor setzt, nämlich „die“. Dann geht es nämlich um die Ornithologen, die Vogelkundler. Vögel zu beobachten macht unheimlich viel Spass und Freude. Es schult den Blick und die Auffassungsgabe. Wer besonders viel Freude daran hat, kann aus seinem Hobby auch schnell einen Beruf machen. Warum nicht das Nützliche mit Schönen verbinden? Josef H. Reichholf nimmt uns mit in seine ganz private Vogelwelt. Er erzählt uns mit voller Hingabe wie er es damals mit 13 Jahren geschafft hat, sich mit den Vögeln zu verbinden, sie zu beobachten und sie zu schätzen. Er berichtet mit großer Leidenschaft, warum einige Vögel eben so ein Gefieder haben, wie und warum sie so leben, was sie ausmacht in ihrem Lebensraum und warum sie eben so wichtig sind für uns. Genau in der heutigen Zeit trifft er den Nerv der Leser und vermittelt ihnen sehr bewusst, was es heißt, sein Flugpersonal im Garten zu schützen und zu pflegen. Überrascht hat mich, dass es auch sehr bekannte Vogelbeobachter gab. Da fühlt man sich doch gleich unter Gleichgesinnten, egal ob ein Amerikanischer Präsident oder man selbst. Man fühlt sich in einer Liga und allein durch dieses Wissen, werden einem diese Menschen schon sympathisch. Denn wer Vogel beobachtet ist einer von uns - das steht fest. Reichholf berichtet ebenso welch große Mühe und Arbeit in solchen Beobachtungen steckt. Man selbst steht oft am Fenster und beobachtet das Futterhaus das in unmittelbarer Nähe steht, aber es gibt Regionen auf diesem Erball, die erfordern viel Kraft um das man die kleinen gefiederten Freunde sehen darf. Ein sehr interessantes Buch, das mit viel Fachwissen gespickt ist und das mit Bedacht gelesen werden will. Aber es ist für jeden Vogelfreund ein absolutes Muss! Deshalb bekommt dieses Buch auch eine klare Leseempfehlung! Ich danke dem Verlag für das Leseexemplar!

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Rezension zu "Einhorn, Phönix, Drache" von Josef H. Reichholf

historisch - biologische Betrachtung von Fabeltieren
annluvor 10 Monaten

*In jedem Fabelwesen steckt somit etwas, das sie unter der vorhandenen Vielzahl anderer Lebewesen auszeichnet und geradezu prädestiniert für die Mythologisierung.*


Fabeltiere, märchenhafte Tierwesen und mythische Tiere sind es, denen sich dieses Buch widmet. Seien es Phoenix, Drache oder Einhorn, die antike Tierwelt aber auch Schwäne, Lerchen, Wolpertinger und das Weihnachtstier. Aus zoologischer Sicht – verknüpft mit geschichtlichen Hintergründen – betrachtet der Autor die Frage woher unsere Fabelwesen kommen.



Das Buch widmet sich einer Vielzahl an Tieren, die in Mythen, Geschichten und Erzählungen vorkommen. Dabei wird nehmen die einen ganze Kapitel ein, während andere nur mal eben kurz erwähnt werden. Im Vordergrund stehen dabei immer die zoologischen Details. Der erste Abschnitt widmet sich dem Phoenix. Die These welches Tier dahinter stecken könnte, wird bald aufgestellt um sie dann mit – für meinen Geschmack zu ausführlichen – zoologischen Hintergründen zu versehen. Dabei nehmen auch die Phoenizier einen Großteil des Kapitels in Anspruch.


Auf mich hat dieser erste Teil eher abschreckend gewirkt, war er mir deutlich zu lang und ausschweifend (da manchmal vom Thema abkommend). Auch der nächste Abschnitt, der sich dem Eisvogel und den Schwänen widmet war ein gänzlich anderes Thema, als ich mir vom Buch erwartet hatte. Zu sehr konzentrierte er sich auf das Zoologische.


Erst die darauf folgende Sammlung an (verhältnismäßig) kürzeren Betrachtungen zu den Lerchen in Shakespeares Werken – hätte ich in diesem Kontext nicht erwartet – dem sehr interessanten Kapitel um das Weihnachtstier und der Betrachtung warum der Mensch Fabelwesen für sich erfindet konnte mich mit dem Buch versöhnen.


Im Abschnitt um die antike Tierwelt, der von den Legenden um Herakles eingeleitet wird, habe ich dann auch das gefunden, was ich vorher stark vermisst habe – das Eingehen auf die Mythen und nicht nur auf die Tiere, die in diesen vorkommen. So hat mir dieser Abschnitt besonders gefallen.


Das Einhorn war das nächste namensgebende Fabeltier, das behandelt wurde. Die Klärung, worum es sich beim ursprünglichen Einhorn handelte erfolgte recht schnell. Danach wurde ein Bogen zur ägyptischen Tierwelt geschlagen, was ich sehr interessant fand.


Das Kapitel um die „Himmelstiere“ (Sternzeichen) befasste sich überraschend gar nicht mit Tieren, sondern mit den Zeitrhythmen des Menschen und welchen großen Einfluss die jahreszeitlichen Rhythmen und die Änderungen die diese in der Natur hervorrufen auf den Menschen hatten und haben. So machte dieser Abschnitt einen Exkurs in die Kulturgeschichte des Menschen.


Als letzter Abschnitt widmete sich der Autor dem Drachen. Auf diesen Abschnitt war ich besonders gespannt, da ich Drachen und Reptilien spannend finde. Der Autor konnte mich mit seiner Theorie zum Drachenmythos überraschen. So war dieser Abschnitt wieder deutlich historischer geprägt, als gedacht.


Fazit: Das Buch hat einen schlechten ersten Eindruck auf mich gemacht, da ich den Beginn als deutlich zu langatmig empfand und nicht das angetroffen habe, was ich erwartet hatte. Dann aber wurde es interessanter und ich hab so einiges Neues erfahren. Die Kombination aus sehr reichhaltigen zoologischem Wissen und geschichtlichen Fakten kam mir sehr gut recherchiert vor.

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M

Rezension zu "Evolution" von Josef H. Reichholf

Sachkundig und ästhetisch umgesetzt
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Sachkundig und ästhetisch umgesetzt

Schon in seinem letzten Werk über die „Vogelwelt“, wie auch in manch anderen Themen zu anderen Zeiten, hat Josef H. Reichholf verdeutlicht, dass ihm nicht nur der Inhalt, sondern auch das „drum herum“ zu konkreten Sachverhalten ebenso bedeutsam ist, wie die Form, in der er schreibt und sein Werk je illustriert.

All dies gilt auch für sein neues Werk, in erkennbar komprimierter, aber in keiner Weise oberflächlicher Form die gesamte Evolution des Menschen nachzuvollziehen und diese, reich illustriert und sehr verständlich und flüssig verfasst, Schritt für Schritt nachzugehen.

In weiten Teilen dabei im Hintergrund den Gedanken eben auch mitlaufen lassend, wohin sich diese Evolution entwickeln könnte. Nicht nur das Geschehene somit, sondern auch das, was sich aus dem „roten Faden“ der Evolution selbst an Prognosen ableiten lässt, an gegenwärtig auch „geschehender Evolution“ ist in guter Weise Reichholfs Thema mit im Buch.

„Denn je größer unsere Eingriffsmöglichkeiten werden, desto umfänglicher werden wir sie auch nutzen“.

Mit Folgen. Denn Evolution ist keine Einbahnstraße, führt Reichhilf aus, kein „immer besser und schöner“, sondern hat auch bedrohliche Seiten. Wie z.B. aktuell in der sich steigernden Verbreitung multiresistenter Keime 8was Bakterien angeht) oder mutierender und damit schwer zu behandelnder Infektionskrankheiten (Viren). Evolution heißt eben auch, das alles Leben sich entwickelt, überleben will, sich anpasst, neuere, bessere Wege für die eigene Spezies sucht und damit evolutionäre Ereignisse einander beeinflussen und bedingen. Diese Verbindungen sind es, die Reichholf plakativ zu beschreiben versteht und damit dem Leser einen tieferen Einblick in die Abläufe der Evolution vermittelt, als es nur einige bekannte Merksätze oder Stichworte vermögen würden.

Und auch das gilt, trotz aller Krankheiten, Bakterien und Viren: „Menschen, nicht wilde Tiere, sind die schlimmsten Feinde anderer Menschen“. Gehört das zur „normalen“ Evolution oder ist der Mensch als Art, als Lebensform irgendwie „aus der Art geschlagen“?

Fragen, die Reichholf aufgreift, ohne dabei die bisherige Entwicklung im Rahmend er Evolution zu kurz kommen zu lassen. Fragen, anhand derer er zudem die „Schönheit(en)“ des Lebens, die Vielfalt der Arten zu Wort kommen lässt und die hinter dieser „Schönheit“ liegenden Regeln und Gesetzmäßigkeiten auf den Punkt benennt.

Bis dahin, auch die Verschiedenart der Kulturen und der Religionen mit als Teil der (sozialen) Evolution zu betrachten und auch hier dem Leser differenzierte Einschätzungen zur Verfügung zu stellen.

So bietet dieses Buch weit mehr als nur eine „trockene“ Darstellung des aktuellen Standes der wissenschaftlichen Forschung zur Evolution, sondern vielmehr entwirft Reichholf ein breites und buntes Bild des Lebens und verleiht seiner Hoffnung Ausdruck, dass durch die modernen Möglichkeiten der Vernetzung und der immer mehr globalisierten Welt eine „geeinte Menschheit“ neue Entwicklungen (Evolution) hervorbringen wird.

Ein hervorragendes Buch.

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