Josef H. Reichholf

 4 Sterne bei 154 Bewertungen
Autor*in von Der Hund und sein Mensch, Rabenschwarze Intelligenz und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ökologie und Literatur: Josef H. Reichholf, geboren 1945 in Aigen am Inn, ist ein deutscher Schriftsteller, Ökologe, Evolutionsbiologe und Zoologe. Er studierte Biologie, Geografie und Chemie und verbrachte seine Zeit nach dem Studium mit zahlreichen Forschungsreisen und Auslandsaufenthalten. 

Seine Bücher beziehen sich vor allem auf die Natur, den Klima- und Umweltschutz, Ökologie und den Naturschutz. 

Für seine Arbeiten wurde er mit der „Treviranus-Medaille“, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Biologen ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet. 2010 wurde sein Bestseller „Rabenschwarze Intelligenz“ als „Wissenschaftsbuch des Jahres“ prämiert.

Alle Bücher von Josef H. Reichholf

Cover des Buches Der Hund und sein Mensch (ISBN: 9783446267794)

Der Hund und sein Mensch

(34)
Erschienen am 17.08.2020
Cover des Buches Rabenschwarze Intelligenz (ISBN: 9783492259156)

Rabenschwarze Intelligenz

(28)
Erschienen am 01.03.2011
Cover des Buches Stadt, Land, Fuchs (ISBN: 9783351038564)

Stadt, Land, Fuchs

(10)
Erschienen am 14.03.2022
Cover des Buches Naturgeschichte(n) (ISBN: 9783442745029)

Naturgeschichte(n)

(8)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Einhorn, Phönix, Drache (ISBN: 9783596187225)

Einhorn, Phönix, Drache

(7)
Erschienen am 20.08.2015
Cover des Buches Ornis (ISBN: 9783548376066)

Ornis

(6)
Erschienen am 12.02.2016
Cover des Buches Das Leben der Eichhörnchen (ISBN: 9783446264076)

Das Leben der Eichhörnchen

(5)
Erschienen am 23.09.2019
Cover des Buches Das Leben der Eichhörnchen (ISBN: 9783423349970)

Das Leben der Eichhörnchen

(4)
Erschienen am 20.08.2021

Videos

Neue Rezensionen zu Josef H. Reichholf

Cover des Buches Mensch (ISBN: 9783446281332)
M

Rezension zu "Mensch" von Josef H. Reichholf

M.Lehmann-Pape
Wie wir wurden und wer wir sind

Wie wir wurden und wer wir sind

 

Am Anfang steht eine einfache Beobachtung der letzten Jahrzehnte. Nach Beendigung des kalten Krieges war nicht nur die Welt im Taumel, sondern auch Reichholf sacht optimistisch, dass Liberalität, Freiheit, Kooperation, die Prinzipien der Menschenrechte (Freiheit sollte über die globale Vernetzung auch in autoritäre Systeme „einsickern“, was z.B. im „arabischen Frühling“ ja auch genauso geschah), insgesamt also „goldene Zeiten“ anbrechen würden.

 

„Das Erschrecken kam schnell“!

 

Umgehend lösten eine Vielzahl und in der Zahl sich ständig steigernde globale Konflikte den „kalten Krieg“ mehr als ab, bis hin zur Gegenwart, in der sich die „Weltmächte“ in verschiedenen, teils neuen Konstellationen in einer Weise gegenüberstehen, die einen umfassenden Krieg mit unabsehbaren Folgen wieder in gefährliche Reichweite haben gelangen lassen.

 

Aber warum ist das so? Und was folgt daraus?

Dem geht Reichholf Schritt für Schritt nach, „entzaubert“ dabei idealisierte Vorstellungen von „dem Menschen“, der eben keineswegs „edel und gut“ ist (und auch nicht, ehrlich gesagt nach der Lektüre des Buches) auch nur „werden könnte.

 

Denn zuallererst, so Reichholfs Setzung, ist der Mensch ein „biologisches Wesen“ und kein „Geist-Wesen“. Und auf dem Weg der (biologischen) Evolution ist die Entwicklung dieses Wesens durchaus klar zu erkennen und somit ist eines der Ergebnisse des Werkes, dass die Grundhaltung von Auseinandersetzung, Kampf um Ressourcen, Jagen und Sammeln und alles andere dazu über zigtausende von Jahren nicht „aufgelöst“, sondern sich jeweils bestmöglich den Zeiten nur „angepasst“ hat. Mithin, dass das, was Zivilisation genannt wird, nur eine Form der „Tünche“ über das Wesen des Menschen gelegt ist.

 

Mit drei Kernthesen, die Reichholf im Werk verfolgt, argumentiert und mit den Erkenntnissen der Evolutionsbiologie durchaus nachvollziehbar begründet.

 

Es gibt nicht „den Menschen“.

Die „Natur des Menschen“ ist wirkmächtiger als „der Geist des Menschen“ (wie Paulus schon treffend bemerkte: „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach“. Und das Fleisch „gewinnt“. Weitgehend immer).

Die Gegenwart ist ohne die Vergangenheit nicht zu verstehen und daher kann und ist die Zukunft auf längere Sicht grundlegend nicht planbar.

 

Natürlich mag man anmerken, dass Reichholf als Zoologe ebenfalls nur eine subjektive Perspektive einnimmt (was er nicht bestreitet). Oder auch, dass manche Momente im Buch doch ein stückweit hergeholt oder in eine bestimmte Richtung argumentativ gezwungen werden, dennoch legt Reichholf eine zu bedenkende Sicht auf den Menschen vor, die über weite Strecken mehr dessen erklärt, was an auch destruktivem Verhalten im Kleinen und im Großen zu sehen ist, als es humanwissenschaftliche Betrachtungsweisen aktuell überzeugend zu fassen vermögen. Mitsamt der doch nicht breit bekannten Erkenntnis, dass die Evolution zwar ständig verändert bis in Gene hinein eingreift, dies sich aber ohne „größeren oder übergeordneten Plan“ vollzieht.

 

Das alles verfasst Reichholf in gut lesbarem, bildkräftigem Stil ohne ständige Abstraktionen. Mit Blicken auf das Wesen des Menschen, dass diesen erkennbar werden lässt. Aber eher nicht in „guter“ Richtung, sondern im Gegenteil. Was den Menschen unter anderem von so gut wie allen Bereichen der Tierwelt unterscheidet (mit Ausnahmen, schaut man manche „Affen-Spiele“ mit kleineren Tieren an). Denn Töten, Morden, Foltern, all jene Unmenschlichkeiten, die täglich und überall sich Bahn brechen, sobald Menschen unter Druck stehen oder es einfach „können“ (für den Augenblick „straflos“), sind tatsächlich „einmalig“.

 

Doch das alles ist am Ende nicht hoffnungslos. Sondern, wie so gut wie alles, ja durchaus veränderbar. 

Wäre da nicht die Neigung, ebenfalls aus evolutionärer Entwicklung und beruhend auf dem starken „natürlichen“ Drang, „Dazuzugehören“ und in dieser Hinsicht manipulierbar zu sein, fundamentalistische, jede auf sich die komplexe Welt vereinfachende, „Religionen und Ideologien“ von Beginn der kulturellen Entwicklung der Menschheit an schon (und bis heute ungebrochen) federführend gewesen.

 

Eine hochinteressante Lektüre.

Cover des Buches Der tropische Regenwald (ISBN: 9783596184088)
T

Rezension zu "Der tropische Regenwald" von Josef H. Reichholf

toms
Wie Nährstoffarmut die Artenvielfalt prägt

Ich finde das Buch sehr gelungen. Es verfolgt konsequent den Zusammenhang zwischen Nährstoffarmut und Artenvielfalt (besonders in Amazonien) und macht die komplexen Zusammenhänge im Regenwald gut verständlich. Die Vergleiche mit europäischen Ökosystemen sind hilfreich um die Eigenheiten des Regenwaldes einzuordnen. Insgesamt ein klar strukturiertes und spannendes Buch.


Cover des Buches Stadt, Land, Fuchs (ISBN: 9783351038564)
bibliophilecatss avatar

Rezension zu "Stadt, Land, Fuchs" von Josef H. Reichholf

bibliophilecats
Interessanter Inhalt

Was ich mir erhofft habe: Es klang nach einem interessanten Sachbuch über die heimische Fauna.

Was mir gefallen hat: Wunderschöne Illustrationen, interessante Fakten und flüssig zu lesen

Was mir nicht gefallen hat: Die Formatierung des Leseexemplar-ebooks: es gibt nur Zeilenumbrüche, keine Absätze. Daher bin ich beim Lesen fast außer Atem gekommen und habe mich gehetzt gefühlt. Schade, denn es war teilweise so anstrengend, dass ich keine Lust hatte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen.

Fazit: Eigentlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber durch die furchtbare Formatierung des ebooks musste ich mich zwingen, es wieder in die Hand zu nehmen wenn ich es einmal weggelegt hatte. Sehr schade.


Danke an Netgalley und den Aufbau-Verlag für das Leseexemplar.

Gespräche aus der Community

In fast 10 Millionen Haushalten in Deutschland lebt ein Hund. Und in seinem Buch "Der Hund und sein Mensch" erzählt Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf von dieser ganz besonderen Beziehung zwischen Mensch und Hund - gespickt mit allerlei erstaunlichen Informationen. Wir suchen 35 Leser*innen, die das Buch schon vor dem Erscheinungstermin lesen und auf LovelyBooks sowie drei weiteren Seiten rezensieren möchten.

304 BeiträgeVerlosung beendet
Laurie8s avatar
Letzter Beitrag von  Laurie8

https://www.lovelybooks.de/autor/Josef-H.-Reichholf/Der-Hund-und-sein-Mensch-2570401125-w/rezension/2750018216/


Es tut mir sehr leid, aber ich habe mir mit dem Buch unglaublich schwer getan und konnte es einfach nicht in kurzer Zeit am Stück lesen.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

in 179 Bibliotheken

auf 23 Merkzettel

von 7 Leser*innen aktuell gelesen

von 2 Leser*innen gefolgt

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