Josef Haslinger

 3,8 Sterne bei 173 Bewertungen
Autor von Opernball, Das Vaterspiel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Josef Haslinger

Josef Haslinger, geboren 1955 in Zwettl / Niederösterreich, lebt in Wien und Leipzig. Spätestens seit Erscheinen seiner Romane Opernball (1985) und Vaterspiel (1999) zählt er zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Josef Haslinger

Cover des Buches Opernball (ISBN: 9783104001203)

Opernball

 (77)
Erschienen am 10.07.2012
Cover des Buches Das Vaterspiel (ISBN: 9783104002125)

Das Vaterspiel

 (25)
Erschienen am 30.06.2010
Cover des Buches Phi Phi Island (ISBN: 9783104032467)

Phi Phi Island

 (24)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Jáchymov (ISBN: 9783596186525)

Jáchymov

 (19)
Erschienen am 13.12.2012
Cover des Buches Mein Fall (ISBN: 9783100300584)

Mein Fall

 (5)
Erschienen am 29.01.2020
Cover des Buches Politik der Gefühle (ISBN: 9783596123650)

Politik der Gefühle

 (4)
Erschienen am 01.10.1995
Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783104032474)

Zugvögel

 (5)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Klasse Burschen (ISBN: 9783104032672)

Klasse Burschen

 (2)
Erschienen am 26.06.2014

Neue Rezensionen zu Josef Haslinger

Cover des Buches Opernball (ISBN: 9783104001203)
Liebes_Buchs avatar

Rezension zu "Opernball" von Josef Haslinger

Kultbuch
Liebes_Buchvor 9 Monaten

Eigentlich ist das Buch berühmt und auch verfilmt. Ich kenne den Film leider auch nicht.

Es fängt hervorragend an, dümpelt dann aber nur so vor sich hin. Mich hat das leider nicht überzeugt.

Obwohl es wegen des Themas lesenswert ist.


Kommentare: 2
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Cover des Buches Mein Fall (ISBN: 9783100300584)
tinstamps avatar

Rezension zu "Mein Fall" von Josef Haslinger

Leider nur ein Fall von vielen...
tinstampvor 2 Jahren

Eine weitere Biografie, die ich schon vor Monaten gelesen habe und die sich ebenfalls mit dem Thema Kindesmissbrauch beschäftigt. Diesmal sind wir wieder bei der katholischen Kirche gelandet, die für viele Fälle dieser Art bekannt geworden ist.


Josef Haslinger ist im niederösterreichischen Waldviertel aufgewachsen. Der Bauernsohn kommt aus einem christlichen Haushalt und war als Junge Minstrant, wie viele Kinder bei uns am Land. Zu dieser Zeit war es nur Jungen erlaubt zu minstrieren. Erst in den 2000 Jahren durften auch (in den Kirchengemeinden, die keinen erzkonservativen Prietser hatten) Mädchen als Minstranten aushelfen. Josef war sehr gläubig und sein Berufswunsch war demnach der eines Priesters. Mit seiner glockenhellen Stimme und seiner musikalischen Begabung fiel er jedoch auf und wurde Mitglied bei den berühmten Wiener Sängerknaben. Sein Glaube war  ein wichtiger Bestandteil seines Lebens, der jedoch durch genau die Menschen, zu denen er aufgeblickt hatte, zerstört wurde. Erst sehr spät - und zwar nachdem seine Peiniger gestorben sind - legt er Zeugnis ab, was ihm damals im Konvikt des Stiftes Zwettl passiert ist. Haslinger wollte niemanden, der noch lebt, an den Pranger stellen.


»Meine Eltern hatten mich der Gemeinschaft der Patres anvertraut, weil mich dort das Beste, das selbst sie mir nicht geben konnten, erwarten würde. Ich habe sie heimlich oft verflucht, weil sie mich nicht darauf vorbereitet hatten, was dieses Beste sei …« 


Manche Leser werden sich denken, dass der Autor viel zu spät mit seinen Bericht an die Öffentlichkeit ging und wie er sich nach so langer Zeit noch detailliert an einige Handlungen erinnern kann. Er hat sie jedoch bereits früher aufgeschrieben und solche einschneidenen Erlebnisse vergisst man sein Leben lang nicht. Ich möchte auf keinen Fall urteilen und ziehe den Hut, dass er sich dazu geäußert hat, was ihm damals widerfahren ist. Dabei wurden ihm auch genug Steine in den Weg gelegt, denn Haslinger versuchte schon früher auf die Missstände in der Kirche hinzuweisen. Er musste jedoch bald feststellen, dass sich das Interesse an Aufklärung und Entschädigung in überschaubaren Grenzen hielt. Haslinger hat sich mit seiner Biografie endlich seiner Vergangenheit gestellt. Erschütternd liest man, wie der junge Sängerknabe vom zuerst väterlichen Freund und Priester manipuliert und später missbraucht wurde. Für Außenstehende sind die Beschreibungen manchmal vielleicht etwas nüchtern und sachlich, doch ich denke anders hätte der Autor nicht über seine Vergangenheit und die Seelenqualen, die er erleiden musste, schreiben können.Man schließt das dünne Büchlein mit einem Gefühl von Wut im Bauch und kann verstehen, dass der Autor noch jahrzehntelang unter diesen Vorgängen zu leiden hatte. 


Fazit:Ein bewegender Rückblick in die Kindheit des  Autors Josef Haslinger, der noch jahrezehntelang unter den psychischen und physischen Missbrauch zu leiden hatten. Leider nur ein Fall von zu vielen....

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Cover des Buches Mein Fall (ISBN: 9783100300584)
CorinaPfs avatar

Rezension zu "Mein Fall" von Josef Haslinger

Schockierende Geschichte
CorinaPfvor 3 Jahren

Inhalt: 

Josef Haslinger kommt als Kind ins Internat in Stift Zwettel. Er möchte wenn er groß ist Pfarrer oder Priester werden. Er ist Sängerknabe, aber was ihn in Sift Zwettel erwartet mit dem hätte niemand gerechnet. Josef wird schnell der Liebling eines Paters und dieser beginnt immer mehr von ihm zu wollen und Josef kann sich dem nicht wiedersetzten...

 Schreibstil: 

Dies ist die wahre Geschichte über Josef Haslinger dem Autoren. Er schrieb das Buch für die Dokumentation für die Stelle für die Missbrauchsopfer der katholischen Kriche. Das Buch war für mich schwer zu lesen, da es immer wieder Abschweifungen gab in die Vergangenheit von Herrn Haslinger jedoch dies  immer wieder Einblicke in seine Kinderheit  gab. Auch waren sehr viele Ausdrücke der katholischen Kirche dabei, die ich nachschlagen musste und so den Lesefluss etwas hemmte. Ich durfte beim Lesen dieses Buches nicht abgelengt werden, da es eine nicht ganz so leichte Schreibstil war.

 Protagonist: 

Josef Haslinger möchte mit diesem Buch dokumentieren, was alles in seiner Interantszeit passiert ist. Man spürt aber immer wieder, dass er die Täter in Schutz nehmen möchte. Ich spürte aber auch seinen Zwiesplat bei der Geschichte, er weiß dass die Patres ihn und andere Schüler ausgenutzt haben und trotzdem, nahmen sie einen wichtig Teil seiner Familie ein.  


Fazit: 

Das Buch konnte mich voll für sich einnehmen. Ich las es in kurzer Zeit durch. Ich kenne Stift Zwettl sehr gut da ich in der näheren Umgebung zur Schule gegangen bin und ich selber als Religionslehrer einen Mönch aus diesem Stift hatte. Das Buch ließ mich schuockierend zurück und imemr wieder frage ich mich wieso so oft darüber hinweggesehen wird. In diesem Buch werden nicht nur sexuelle missbräuche aufgedeckt sondern auch physische sowie psychische.  Vieles wird danach unter den Teppich gekährt und die Opfer sehen sich nicht mal als solche, da sie so manipuliert wurden.  Ich gebe dem Buch 5 Sterne.

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