Josef Haslinger Opernball: Roman

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Inhaltsangabe zu „Opernball: Roman“ von Josef Haslinger

Die Gäste des Wiener Opernballs werden zum Ziel eines Terroranschlags. Ein Fernsehjournalist, der die Live-Übertragung aus den Ballsälen koordinieren soll, beobachtet das Verbrechen auf den Monitoren. Sein eigener Sohn ist unter den Opfern. Die Kameras laufen weiter und senden weltweit auf zahllose Bildschirme das Sterben von Tausenden. Der TV-Journalist versucht, von Trauer um seinen Sohn getrieben, die Hintergründe des Anschlags zu klären. Sie sind verworren, von Schlamperei und Zufällen geprägt. Mindestens so verworren wie das Weltbild jener kleinen Gruppe, die das Morden vorbereitete. Josef Haslingers spannender Medienroman und Politthriller entwirft das Panorama einer vom Terrorismus bedrohten Wohlstandsgesellschaft. Er zeigt die grotesken politischen Widersprüche auf zwischen Liberalität und Bedürfnis nach Sicherheit; den kaum kontrollierbaren Einfluß des Fernsehens auf Alltagsleben und Regierungsentscheidungen sowie das fatale Zusammenwirken von wiederaufflammendem Nationalismus, Fremdenfurcht und politisch motivierter Gewalt.

Obwohl schon vor 20 Jahren erschienen hat es nichts von seiner Aktualität verloren.

— Arun
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    Opernball: Roman
    Arun

    Arun

    Opernball von Josef Haslinger Eine fiktive Geschichte, in der ein Anschlag auf eines der größten gesellschaftlichen Ereignisse in Österreich den „Wiener Opernball“ eine tragende Rolle spielt. Handlung. Der Journalist Kurt Frazer welcher seinen Sohn bei einem Terroranschlag auf den Opernball verliert versucht die Hintergründe der Tat aufzuklären. Bei seinen Recherchen werden dabei die gesellschaftlichen und politischen Untiefen der Alpenrepublik beleuchtet. Meine Meinung. Ein kraftvoller und vielschichtiger Roman, der uns ein lebendiges Bild von Österreich vermittelt. Quer durch alle Gesellschaftsschichten reichen die vielfältigen Handlungsträger. Aktuelle aber auch weiter zurückliegende Politik ist ein Thema. Neben der „Bewegung der Volkstreuen“ deren Anführer seine abstrusen Ideen und Ansichten aus einem Konglomerat von religiösen Büchern, abgerundet durch das Machwerk von Adolf Hitler „Mein Kampf“ bezieht, gibt es noch einen tiefgründigen Überblick zur Medienlandschaft sowie zu den diversen Strömungen in der Parteienlandschaft. Fazit. Der Autor breitet ein Füllhorn von Informationen mit großem Wiedererkennungswert aus. Seine Sozialkritik verpackt er in eine windungsreiche und spannende Handlung. Ein Buch nach meinem Geschmack.

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  • Opernball

    Opernball: Roman
    ButterflyBook

    ButterflyBook

    13. June 2015 um 16:57

    Opernball Dies ist die Inhaltsangabe, die ich für den Deutschunterricht verfasste, nachdem ich das Buch gelesen hatte. Inhaltsangabe 1. Kapitel – Der Kameramann Die Geschichte wird von hinten aufgerollt und beginnt mit dem dramatischen Ereignis, dass Neonazis einen Giftgasanschlag auf den Wiener Opernball ausüben. Bei diesem stirbt auch der Sohn von einer der Hauptpersonen: Kurt Fraser. Nach dem Tod seines Sohnes beginnt er über dessen Werdegang nachzudenken. Damals heiratete er selbst seine Kollegin Heather und bekam mit ihr einen Sohn: Fred. Dieser war zwar kein Wunschkind, aber Heather wollte ihn trotzdem bekommen. Während dieser ein Kind war, stritten er und seine Frau allerdings viel und nach einem Umzug kümmerten die beiden sich wenig um Fred, da sie mehr Geld verdienen mussten. Nach der Scheidung hört Kurt lange nichts mehr von seinem Sohn, er bezahlt nur die Alimente. Erst als Heather ihn anrief, um ihm mitzuteilen, dass ihr inzwischen siebzehn Jahre alter Sohn die High-School abgebrochen habe und heroinsüchtig sei, gewinnt er wieder an Interesse für seinen Sohn. Nach einer langen Suche findet er ihn endlich und führt ein Gespräch mit ihm, bei dem Fred sehr merkwürdige, sinnlose Antworten. 2. Kapitel – Ingenieur (1) Der Ingenieur berichtet vom Geringsten. Dieser hatte ein sehr spezielles Verhältnis zu seinem Vater, das sich ein bisschen als Hassliebe beschreiben lässt. Einerseits spielte er eine große Rolle in seinem Leben, aber andererseits mochte er ihn nicht wirklich. Der Vater erwartete von seinem Sohn, dass er Jura studieren würde, was dieser jedoch nicht wollte, da sein bevorzugter Beruf zuerst Abt war. Dieser Wunsch entstand als er den Abt von Kremsmünster kennenlernte, der von da an sein großes Vorbild war. Später wollte er aber dann Schriftsteller werden – was sein Vater ebenfalls nicht erlaubte. Als dann seine noch nicht einmal vierzig Jahre alte Mutter, die er sehr innig liebte, bei einem Unfall ums Leben kam, zog er nach Wien. Der Ingenieur, der auch Mitglied der „Bewegung der Volkstreuen“ war, behauptet am Ende des Monologs, sie seien es nicht gewesen, die die Menschen in der Oper umgebracht hatten. Sie hätten vorgehabt nur Kohlenmonoxid zu verwendet. 3. Kapitel – Fritz Amon (1) Der Polizeiinspektor berichtet von seinem Einsatz am Tag des Opernballs. Er erzählt, dass er eineinhalb Jahre zuvor im Museumseck, einem sehr verkommenen, zwielichtigen Plätzchen in Wien, einen kleinen abgetrennten Finger gefunden hatte. Es stellt sich heraus, dass dieser von einem Jugendlichen stammt und mit einem stumpfen Messer abgeschnitten worden ist. Mehr erfährt man nicht, da niemand außer Herrn Amon glaubt, dass eine spannende Geschichte dahintersteckt, bei der es sich lohnt, weiter nachzuforschen. 4. Kapitel – Befreiung Wegen seiner jüdischen Herkunft und kommunistischen Überzeugung hatte Kurts Vater Kurts Feuerbach vor dem "Anschluss" im Frühjahr 1938 vor den Nazis fliehen müssen. In London lernte er die tschechische Emigrantin Blanka kennen, die an einer Grundschule Englisch unterrichtete und ihm sein Germanistikstudium finanzierte, bis er bei Kriegsbeginn auf der Isle of Man interniert wurde. Um nicht nach Kanada abgeschoben zu werden, meldete er sich zur Royal Army und nahm den Namen Kirk Fraser an. 1946 kehrte er nach London zurück, heiratete Blanka und wurde College-Professor für Germanistik. Kirks Eltern hatten den Krieg nicht überlebt: Sie waren in Auschwitz ermordet worden. Auf einem von vier Fotos, die Kirk von der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen mitgebracht hatte, war er in britischer Uniform zu sehen. Seinen Sohn Kurt, der die Bilder immer wieder heimlich anschaute, faszinierten zuerst die Leichenberge, bis er sich in der Pubertät mehr für die Nacktheit der Toten interessierte. Es waren die ersten nackten Frauen, die er sah. Nachdem er mehrere Studien abgebrochen hatte, bekam er eine Stelle beim BBC. Von dort erklomm er die Karriereleiter. Unter anderem filmt er im Irak eine Dokumentation, bei der er einen Bunker ausgraben lässt. Als man dann jedoch auf die Leichen in dem Bunker stoßt, darf nicht mehr weiter gefilmt werden. Der Film erlangt trotzdem internationale Beachtung. 5. Kapitel – Ingenieur (2) Der Ingenieur erzählt, dass der Geringste bei einer Baufirma als Hilfsarbeiter angestellt war. Dort hatte er ihn auch kennen gelernt, da er selbst gerade seine Ausbildung als technischer Zeichner abgeschlossen hatte und dann auf derselben Baustelle arbeitete wie Joe. Es wurden dann aber immer mehr Ausländer angestellt, was Joe gar nicht gefiel. Er lehnt sich auch dagegen auf, aber vergeblich. Besonders gut mit dem Geringsten verstand sich der Polier. Nach einiger Zeit fand der Ingenieur heraus, dass die beiden nationalsozialistisch angehaucht waren. Ein Onkel des Poliers besaß einen verfallenen Bauernhof in der Nähe von Rappottenstein. Dorthin wurde der Ingenieur eines Tages eingeladen und als neuntes und letztes Mitglied in die von einem Joe geführte "Bewegung der Volkstreuen" aufgenommen. Eines der Mitglieder ist der Kranführer der Baustelle, der Blader genannt wurde. Im Keller des Bauernhofes lagerten die „Volkstreuen“ viele Waffen, mit denen sie gerne Schießspiele spielten. Außerdem luden sie ab und zu die Neumeier Annerl zu sich ein, doch nach sieben oder acht Mal war sie auf einmal verschwunden. 6. Kapitel – Fritz Amon (2) Er berichtet, dass kurz vor dem Opernball zur Öffentlichkeit durchgesickert war, dass einige rechts eingestellte Politiker die Veranstaltung werden würden. Diese Tatsache löste viele Proteste aus. 7. Kapitel – Die Bewährungsprobe Kurt bekam von dem Privatsender ETV in Wien ein Jobangebot, er hing jedoch an seinem Job als Kriegsberichterstatter beim BBC in London. Sein Sohn Fred befand sich zu dieser Zeit gerade in einer Londoner Privatklinik für Drogenabhängige. Am Ende nimmt Kurt das Angebot an, allerdings nur unter der Bedingung, dass Fred ebenfalls eingestellt wird, und zwar als Kameramann. Die Entzugstherapie zeigte langsam erste Erfolge und doch dann wieder Rückfälle. Fred fürchtete sich vor Strahlen aller Art und war der Ansicht, nur Hakenkreuze könnten ihn davor beschützen. Dann brachte ihn sein Vater in ein Entzugscamp in New Mexiko, wo er zwei Monate verbringen sollte. 8. Kapitel – Ingenieur (3) Der Ingenieur wurde in die Gruppe der „Volkstreuen“ aufgenommen. Feilböck schlug vor, noch andere Mitglieder aufzunehmen, doch der Geringste war davon überzeugt, dass die Gruppe bereits die richtige Größe hatte. Jeden Sonntag feiern sie eine Totenmesse, bei der sie nationalsozialistische Inhalte besprechen. Es kristallisiert sich heraus, dass die „Volkstreuen“ sich schon langsam von den Nazis abheben wollen. Ihr Hauptziel ist es, alle Ausländer aus Österreich zu verbannen. 9. Kapitel – Fritz Amon (3) Die Gruppe „Ausländerhilfsverein“, die laut dem Polizeiinspektor sehr radikal eingestellt ist, plante eine Opernballdemonstration aus Rache für Abdul Haman, der von einem Wiener Polizisten getötet worden war. Mitglieder der Gruppe sind einerseits Einheimische, die sich für Ausländer einsetzen und andererseits ägyptische Mohammedaner. Am Abend des Opernballs hätte Fritz Amon eigentlich frei, doch auf einmal wird Verstärkung gebraucht und Amon muss auf seinen Feierabend verzichten. Es kommt eine Alarmfahndung herein: gesucht wird Karl Feilböck, Mitglied der „Entschlossenen“. Als Amon erfährt, dass ein fehlender kleiner Finger sein Merkmal ist, wurde er hellhörig. Die Polizeiinspektoren mussten sich in der Roßauer Kaserne einfinden. Dort erfuhren sie, dass der Finger Karl Feilböck gehörte. Vor einiger Zeit war er Mitglied der „Bewegung der Volkstreuen“. Er trat jedoch dann aus und gab der Polizei einen entscheidenden Hinweis zu einem Attentat. Als deren Führer nach dem sogenannten „Gürtelhausbrand“ geflohen war, wurde die Bewegung verboten. Später kam er dann wieder zur Polizei, um sie vor den „Entschlossenen“ zu warnen. Diese würden einen Anschlag auf den Opernball planen. Er selbst wollte jedoch nicht mitmachen, weshalb ihm der kleine Finger abgerissen worden war. Mehr Informationen gab er jedoch damals nicht und beim darauf folgenden Opernball passierte nichts. Für die kommende Nacht würden so viele Polizisten wie möglich bereit sein. 10. Kapitel – Zurück in die alte Welt Kurt Fraser berichtet von seinen Dreharbeiten für die Kriegsdokumentation „Die Hölle von Mostar“. Man erfährt, dass bei dem „Gürtelhausbrand“, einem Anschlag auf ein Wohnhaus, 24 Ausländer getötet worden waren. Herr Fraser machte sich auf den Weg nach Sarajewo um wieder einmal einen Krieg zu filmen und bereitete daheim alles für die Ankunft von Fred vor. Die Doku wurde ein großer Erfolg und Fred war seinem Vater einigermaßen dankbar, dass er ihn auf das Entzugscamp geschickt hatte. 11. Kapitel –Ingenieur (4) Die Volkstreuen hielten eine Sitzung am Bauernhof ab. Sie saßen vor einem Altar und der Geringste ließ Stellen aus der Bibel und anderen Texten vor, die alle nationalsozialistische Gedanken enthielten. Der Ingenieur verpflichtete sich so wie die anderen Mitglieder zu Schweigen. Sie tätowierten sich gegenseitig zwei Achter auf den kleinen Finger, die für „Heil Hitler“ standen. Eines Abends wurde Joe von Türken überfallen und die Gruppe beschloss, in zwei Monaten das Haus niederzubrennen, da der Geringste dann das Geld geerbte haben würde, das er brauchte, um sich eine neue Wohnung leisten zu können. Dieser Brand würde später der „Gürtelhaubrand“ werden. Die acht Mitglieder überlegten sich einen genauen Plan samt Alibis und ihr Plan schien aufzugehen. Druckeberger und der Professor wurden nur wenige Tage später verhaftet. 12. Kapitel – Fritz Amon (4) Am Abend des Opernballs schienen die Demonstranten gegen den Ball dem Polizeiapparat überlegen und die Lage scheint aussichtslos. Die Polizisten mussten sich in der Passage zusammenfinden und der Gebrauch von Schusswaffen wurde strengstens untersagt. Die „Chaoten“ wurden immer mehr und man versuchte sie unter Kontrolle zu halten, was die große Medienpräsenz nicht einfacher machte. 13. Kapitel – Ingenieur (5) Feilböck suchte den Kontakt zu kirchlichen Organisationen, wohingegen der Geringste ihnen kritischer gegenübersteht. Die Gruppe plante ihre nächste Aktion, genannt „Harmagedon“. Nach der Rückkehr von Joe aus Amerika trafen sich die Mitglieder wieder. Joe hatte seinen Namen geändert und hieß von da an Steve Huff, war Mormone und hatte eine lupenreine Identität. Genannt werden wollte er von da an nur noch der Geringste oder eben Steve Huff, der Mormone. Bei einer erneuten Sitzung in einer Ruine entsteht die neue Verbindung, die sich „die Entschlossenen“ nennt. 14. Kapitel – Der Kontrakt Da Fred ein unordentliches Leben führte und Kurt mit seinem Sohn nicht so gut zurecht kam, zog dieser in eine eigene kleine Wohnung im selben Haus wie sein Vater. Kurt Fraser plante die Ausstrahlung des Opernballs auf ETV. Kurt besuchte außerdem Rosa Novotny, die Jugendliebe seines Vaters. 15. Kapitel – Richard Schmidleitner (1) Diese Person ist der Besitzer einer Brotfabrik, der auf der Straße Jan Friedl kennengelernt hatte, der so tut als wäre er ein Hund. Herr Schmidleitner lud Jan Friedl zu einem Mittagessen ein, bei dem sich herausstellte, dass Friedl seine Aktion als Aktion für Feminismus sah. Schmidleitner versprach ihn bei seinen Projekten zu unterstützen, da er allgemein gerne Skandale finanziert. Zum Opernball lud er Catherine Petit aus der Schweiz und Jan Friedl in seine Stammloge ein. Bevor die Live-Übertragung begann, flatterten plötzlich schwarze Zettel mit der Aufschrift „Wir sind der letzte Dreck!“ aus einer der Logen zu Boden. Sie waren vom Ausländerhilfsverein verstreut worden. 16. Kapitel – Fritz Amon (5) Die Demonstranten wurden immer unbändigbarer und eine Frau wird zu Boden gerissen und gerät unter die Füße der Polizisten, da die Chaoten immer mehr Druck ausüben und die Polizisten immer mehr zusammendrängen. Als die Kobra gekommen war, schaffte sie es, die Demonstranten zu bändigen. Aber auf einmal fiel ein Schuss und dann attackierten die Demonstranten die Polizisten mit Molotow-Cocktails. 17. Kapitel – Ingenieur (6) Der Geringste war mit dem Ingenieur immer gerne in Ausländergasthäuser gegangen. Obwohl er Ausländern gegenüber sehr feindlich eingestellt war, kam es dem Ingenieur so vor, als würde er sich dort am wohlsten fühlen. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, was für Kontakte Joe zur Polizei hatte, aber er vermutete es wären gute. Nur Joe weiß über den gesamten Plan von Harmagedon Bescheid, da ihm zwar alle alles erzählen, er aber nur die nötigsten Infos für einzelne an diese weitergibt. Einmal saßen der Ingenieur, der Blade, Pandabär und der Polier gemeinsam beim Mittagessen, da sie ja gemeinsam auf einer Baustelle arbeiten, und aufgrund einer Bemerkung des Bladen begannen sie zu phantasieren, was sie machen würden, wenn sie Ausländer so behandeln dürften wie sie es wollen. Eines Tages sahen sie Feilböck, doch sie beachteten sich gegenseitig nicht. Der Ingenieur berichtet alles dem Geringsten und eines Tages treffen sich die Männer von der Baustelle mit Feilböck und dieser äußert sein Misstrauen gegenüber dem Geringsten, da dieser nicht mit anderen kooperieren wolle. 18. Kapitel – Claudia Röhler (1) Claudia Röhlers Vater ruft diese alle paar Tage um 5 Uhr morgens an. Eines Tages, als er wieder anrief, lud er Frau Röhler und ihren Mann zum Opernball in Wien ein. Nachdem das Ehepaar erfahren hatte, dass der Opernball am Geburtstag des Vaters stattfinden würde, sagte es zu, da der Opernball das letzte Mal am 21. Februar stattgefunden hatte, als er mit der Liebe seines Lebens dort gewesen war. 19. Kapitel – Ingenieur (7) Der Geringste lud den Ingenieur zu sich nach Hause ein, weshalb sich dieser als „Auserwählter“ sah. Sie trafen sich in der Wohnung eines Herrn Leitners, der ein Verbündeter von Joe war, und besprachen eine angemessene Strafe für Feilböcks Verstoß gegen die von Joe erlassenen Gesetze. Eine Finca auf Mallorca wurde für Feilböck gemietet. 20. Kapitel – Diese verdammte Erinnerung Kurt Fraser bereitete mit viel Herzblut die Ausstrahlung des Opernballs auf ETV vor. Er freute sich schon besonders auf diesen Ball, weil sein Sohn Fred einer der Kameramänner sein würde. Catherine Petit würde später nicht am Opernball erscheinen, da sie durch einen Zollbeamten aufgehalten worden war. Kurt Fraser reiste mit seinem Sohn zu Weihnachten nach London zu Freds Großeltern. Kurze Zeit später war Michael Reboisson, der nicht zum Opernball kommen würde, in Wien. Als Kurt eines Abends noch ins Büro musste, um einen Zettel zu holen, bemerkte er, dass seine Zettel in Unordnung waren. Ihm kam die Idee, Michael Reboisson wisse von einem Anschlag auf den Opernball Bescheid und aus diesem Grund wurde er selbst von diesem beauftragt, im Regiewagen zu sitzen. Später soll sich herausstellen, dass Kurt ohne Herrn Reboisson bereits tot wäre, da er sich dann zur Zeit des Anschlags im Opernhaus befunden hätte. 21. Kapitel – Richard Schmidleitner (2) Richard Schmidleitner besuchte am Ball den Kommerzialrat Schwarz in seiner Lodge und die beiden sprachen über Geschäfte. Anschließend redete er mit dem alten Dolezal und dessen Frau. 22. Kapitel – Ingenieur (8) Er berichtet sehr blutrünstig davon, wie Feilböck seine „gerechte“ Strafe bekommen hatte. Den abgerissenen Finger hatte er am Karlsplatz deponiert. 23. Kapitel – Claudia Röhler Sie erzählt von den Vorbereitungen, die sie, ihr Mann und ihr Vater für den Opernballbesuch trafen. Während sie zum Opernhaus gingen, staunten sie über das sehr große Polizeiaufgebot und der Vater meint, diese Situation komme ihm vor wie im Krieg. Am Ball selbst waren sehr viele Besucher und alle stehen dicht gedrängt. Der Vater äußerte, er wäre damals zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges Mitglied der Nazis gewesen, was seine Tochter sehr schockierte. Außerdem würde er am nächsten Tag gerne seine große Liebe treffen. Claudia wollte ihm jedoch nicht sagen, dass diese bereits gestorben war. Die beiden tanzten noch ein wenig und der Vater bewies ihr, dass er kein Nazi gewesen sei. Dann beschloss seine Tochter mit ihrem Mann schon ins Hotel zu gehen, da sie sich mit Orangensaft angeschüttet hatte. Herbert, ihr Mann, würde ihren Vater in zweieinhalb Stunden abholen, doch dieser ging schon kurz danach alleine heim. 24. Kapitel – Ingenieur (9) Feilböck schien verschwunden zu sein und auch seine Mutter wusste nicht, wo er war. Vom Geringsten erfuhr der Ingenieur, dass Feilböck sie an die Polizei verraten hatte. Joe würde ihn „beseitigen“, während die anderen ein Sonnwendfeuer vorbereiteten. Als die Männer von der Baufirma nach fast zwei Jahren erstmals wieder am Hof waren, bemerkten sie Feilböcks Auto. Sie gingen in den Schießkeller hinunter und fanden Feilböck tot am Boden liegend vor. Neben ihm saß der Geringste. Er meint, er habe Totenwache gehalten. Sie zerstückelten Feilböck und verbrannten ihn beim Sonnwendfeuer. Im nächsten halben Jahr wurde der Ingenieur immer wieder nach Joe, Feilböck und George aus Irland, als den sich Joe beim Sonnwendfeuer ausgegeben hatte, gefragt, doch er blieb bei seinen Lügen. 25. Kapitel – Richard Schmidleitner Richard Schmidleitner verließ die Oper, um Catherine Petit vom Flughafen abzuholen. Als er herauskam, traute er seinen Augen kaum. Vor den Toren der Oper wütete ein wilder Kampf, der durch die Demonstrationen verursacht worden war. Während er seinen Chauffeur suchte, fielen die ersten Schüsse. Am Flughafen angekommen, verzögerte sich die Ankunft von Catherine Petit, da ihr Schoßhündchen kein Impfzeugnis hatte. Als Herr Schmidleitner den Zöllner endlich davon überzeugen hatte können, sie trotzdem einreisen zu lassen, machten sie sich auf den Weg zur Oper. Plötzlich hören sie im Radio anstatt der aktuellen Verkehrslage, dass sich in der Oper eine Tragödie ereignet hatte. Die Menschen stürzten zu Boden. Die Ursache wäre noch ungeklärt und man müsse für die Opfer beten, dass sie nicht sterben würden. 26. Kapitel – Requiem Kurt Fraser musste eine Dokumentation über den Anschlag auf die Oper machen, doch der Tod seines Sohnes Fred beschäftigte ihn zu sehr. Es wurden zahlreiche Totenlisten veröffentlicht und die Regierung rief einen Trauermonat aus. Heather, Freds Mutter, kam für den Trauermarsch und Freds Begräbnis am folgenden Tag von London nach Wien. Am Marsch nahmen 600 000 Menschen teil. 27. Kapitel – Ingenieur (10) Er erzählt, dass der Plan für Harmagedon immer mehr Gestalt annahm. Man erfährt außerdem, dass die Personen alle mit Kurt Fraser sprechen und ihm ihre Versionen der Geschichte erzählen. Geplant wäre gewesen, dass sich in den drei Gasflaschen eine spezielle Kohlenmonoxidmischung befindet Stattdessen waren sie jedoch mit Blausäure befüllt, welche weitaus schlimmere Folgen hatte als es Kohenmonoxid gehabt hätte. Der Ingenieur war der einzige gewesen, der am Opernballabend vorerst zu Hause war. Von Joe bekam er dann die Mitteilung, nach Mallorca zu flüchten, was er auch tat. 28. Claudia Röhler (3) Sie hatte den Ball mit ihrem Mann verlassen und mit ihm im Hotel eine schöne Zeit verbracht, als sie im Fernsehen die grausamen Bildern von den Leichen in der Oper sahen. Vergeblich versuchten sie ihren Vater zu finden. Auch am nächsten Tag wussten sie noch nicht, ob er unter den Toten war oder ob er in ein Krankenhaus gebracht worden war. Endlich erfuhren sie, als sie bei Claudias Schwester Sigrid waren, dass er in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Nach einigen Tagen erwachte er endlich aus dem Koma. Am Abend des Opernballs war er gerade dabei gewesen, die Oper zu verlassen, als er die Blausäure gerochen hatte. Zuerst ging es mit dem Vater bergauf, doch eines Tages starb er. 29. Kapitel – Auf Abwegen In diesem Kapitel wird erklärt, wie Kurt Fraser zu den Interviews gekommen war. Meine Meinung Da das Buch in einer sehr komplexen Struktur verfasst ist und die Geschichte verschiedene Erzählstränge aufweist, fiel es mir am Anfang schwer, das Buch zu lesen und den Inhalt zu verstehen. Je mehr ich jedoch las, desto klarer wurde mir die Handlung. Ich bin absolut beeindruckt, wie der Autor Joseph Haslinger so ein Buch schreiben konnte, da jedes Kapitel wie ein Puzzleteil ist. Am Ende ergibt die Masse an unterschiedlichen, zuerst unzusammenhängend scheinenden, Informationen ein Gesamtbild, für das jede einzelne Information wichtig ist. Manche Teile werden etwas zu ausführlich beschrieben, beispielsweise der Teil, in dem Claudia Röhler von dem Oberschenkelbruch ihres Vaters berichtet. Alles in allem ist „Opernball“ aber ein wirklich lesenswertes Buch.

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