Abgründe

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Inhaltsangabe zu „Abgründe“ von Josef Wilfling

Begegnungen mit der Bestie Mensch Das Unfassbare war bei ihm der Normalfall: Der legendäre Mordermittler Josef Wilfling hatte es tagtäglich mit Menschen zu tun, die Ungeheuerliches getan oder erlebt haben. In Abgründe erzählt er seine spektakulärsten Fälle, schildert Tathintergründe, gibt den Blick in seelische Abgründe frei und zeigt: Die Wirklichkeit ist packender als jeder Krimi. Als der Leiter der Münchner Mordkommission Josef Wilfling Anfang 2009 nach 42 Dienstjahren in Pension ging, verabschiedete sich eine Legende: Der Star-Ermittler und Vernehmungsspezialist klärte den Sedlmayr- und den Moshammer-Mord auf, schnappte Serientäter und verhörte Hunderte Kriminelle. Rund 100 Fälle von Mord und Totschlag hat er während seiner Dienstzeit bearbeitet, und das mit einer Aufklärungsquote von nahezu 100 Prozent. Jetzt deckt er die spannendsten und erstaunlichsten seiner Fälle auf und geht der Frage nach, wie und warum Menschen zu Mördern werden. Doch er zeigt nicht nur, wo das Böse seinen Ursprung hat, sondern beantwortet auch Fragen wie: Töten Frauen anders als Männer? Wie verhält sich ein Unschuldiger? Woran erkennt man einen Lügner? Wahre Geschichten über die Abgründe der menschlichen Natur - atemberaubend erzählt und spannender, als es ein Roman je sein könnte.

Erdrückend, wozu Menschen fähig sind. Sachlich und unspektakulär, aber doch fesselnd geschrieben.

— luckyup
luckyup

Ein großartiger Schocker! Darf in keinem Regal ambitionierter Krimischreiber fehlen, die lebensnahe Horrorstories für ihre Geschichte suchen

— AnnaRupp
AnnaRupp

Nichts für schwache Nerven

— glanzente
glanzente

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    Abgründe
    AnnaRupp

    AnnaRupp

    02. January 2016 um 16:08

    Das -für mich- wichtigste zuerst: Die Geschichten sind zwar etwas abgeändert, aber beruhen allesamt auf wahren Ereignissen. Wenn man sich vor Augen führt, dass das alles mehr oder weniger in unmittelbarer Nähe passierte und immer wieder passieren könnte, das ist schon ziemlich unheimlich!!! Geschrieben ist das ganze mit dem gebührendem Ernst und einem zwinkernden Auge, was das Lesen so herrlich erfrischend macht. Die Fälle selbst haben es einfach nur in sich und manchmal habe ich mir gewünscht, am Ende würde stehen, dass das alles doch nur fiktiv war.Fazit: Nach vielen mäßigen Büchern endlich mal wieder eines, das mich so richtig umgehauen hat und garantiert nicht im Regal verstauben wird!

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    Klein-Alex

    Klein-Alex

    Das Leben ist zuweilen bizarrer, als die Fiktion und dieses Buch schildert Episoden, in denen das sichtbar wird.
    .
    Joseph Wilfling, seiner Zeit jahrzehntelanger Kommissar bei der Münchner Mordkommission, berichtet über ausgewählte Fälle seiner Laufbahn, die ihm besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben sind.
    .
    Er hat das Buch bewusst darauf ausgelegt, nur die reinen Fakten und Ereignisse zu schildern, ohne dabei emotional oder bewertend zu sein.
    An sich ist dies ein intellektueller und vernünftiger Ansatz, allerdings hat das im Endeffekt dazu geführt, dass sich die einzelnen Geschichten über die Mörder und ihre Beweggründe so trocken und zähflüssig lesen, wie Paragraphen eines Gesetzbuches.
    .
    „Das Leben erzählt selbst die besten Geschichten“
    doch aber bitte nicht so.
    Schade, dass das Lektorat hier diesbzgl. nicht eingegriffen hat.

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    fwieflorian

    fwieflorian

    23. February 2013 um 16:33

    Nichts fasziniert die Menschen mehr als das Betrachten der Schlechtigkeit aller anderen und und die Informationen über das UInheil, das sie anrichten. Davon legt die Literatur seit vielen tausend Jahren Zeugnis ab. Man muss sich nur mal die Spektakel der zahllosen Hinrichtungen vom Mmittelalter bis in die Neuzeit vor Augen führen oder - ganz modern - sich die Gaffer bei Autounfällen ansehen. Wenn nun einer sich professionell mit Verbrechen befasst und das beschreibt, dann ist das natürlich von besonderem Reiz. Das mag der Anlass sein, das Buch 'Abgründe' zu erwerben. Liest man es dann, wird deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine Sammlung sensationeller Geschehen handelt, die einem einen wohligen Schauer über den Rücken jagen, obwohl manche Beschreibung der Untaten knallhart und brutal ist, sondern dass hier ein Mann in klaren und einfachen Worten Wesentliches aus dem breiten Feld der Gewaltkriminalität schildert. Nach der Lektüre weiß man ein wenig mehr über die nüchterne Polizeiarbeit und die Methoden der Ermittlung. Aber - und das scheint mir wichtiger - hier schreibt ein Mensch über Menschen, einer, der auch im schlimmsten Mörder noch den Mitmenschen sieht und versucht, die seelischen Abgründe, aus denen heraus die fürchterlichsten Unteten entstehen, zu verstehen. Sein Ziel ist nicht die Vernichtung eines Gegners, sondern das Aufspüren der Wahrheit. Das glaubt man ihm ohne Einschränkung, zumal er immer wieder auch seine eigene Befindlicghkeit, seine Gedanken und Gefühle schildert. So schildert er eine kleine Episode, nach der es der Polizei gelungen war, einen Jungen von 7 Jahren, der von zu Hause weggelaufen war, wieder einzufangen und er es übernehmen sollte, dem Jungen die Leviten zu lesen. Das brachte er n icht übers Herz und kaufte dem kleinen Kerl sogar ein eis. Sein eigener Kommentar dazu: "Ich hatte versagt." Ein lesenswertes Buch, das uneingeschränkt zu empfehlen ist.

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    JuliaO

    JuliaO

    31. July 2012 um 22:03

    Spannendes Thema, gut erzählt. Wer gerne etwas über authentische Mordfälle und deren Aufklärung lesen will ist hier gut bedient.

  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    Sundowner

    Sundowner

    15. May 2012 um 10:51

    Da ich ein Faible für Mord und Totschlag habe, sind die Bücher nicht schlecht, aber nicht zu vergleichen mit amerikanischen Büchern zum Thema

  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    AllesSchwarz

    AllesSchwarz

    25. April 2011 um 15:14

    Josef Wilfling, mittlerweile pensionierter Mordermittler, hat festgestellt, dass sich die sieben Todsünden auch in Mordfällen finden lassen und so hat er das Buch zusammengestellt.
    Er ist kein gelernter Autor, aber gerade das macht das Buch so menschlich. Es zeigt, das auch Mordermittler keine Maschinen sind und auch mal Fehler machen. Wie sich von der Entdeckung einer Straftat bis zur Täterüberführung eine Ermittlung entwickelt und das niemand gefeit ist vor Sünde...
    Und man sieht mal wieder, das manche Kriminalfälle nicht in seiner Grausamkeit erfunden werden müssen, da sie das wirkliche Leben schreibt.
    Es geht um Eifersucht, Habgier, Rache, reine Mordlust, Grausamkeit, Heimtücke und er lässt seine eigenen Gedanken einfliessen, wie z.B. bei "Töten Frauen anders als Männer?"

    Ich fand die einzelnen Kapitel spannend und interessant geschrieben und man merkt dem Mann an, dass er seinen Beruf gerne ausgeführt hat. Zu Anfang hatte ich meine Bedenken, befürchtete ich doch, dass es sehr trocken geschrieben ist. Aber ich fand es teilweise sehr interessant und manche Fälle haben mich richtig gefesselt und oft konnte ich beim Lesen ein Kopfschütteln ob der Grausamkeit der Menschen nicht unterdrücken.

    Und ich fand es gut, dass er seine zwei berühmtesten Mordfälle (Sedlmeyr und Moshammer) in diesem Buch nicht behandelt hat! Das hätte dann ein bisschen was von Selbstbeweihräucherung gehabt. Die Auswahl der Fälle war interessant.

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    Denise93

    Denise93

    06. November 2010 um 13:38

    dieses Buch habe ich mir von meiner Oma ausgeliehen. Echt cooles Teil. Alles aus dem wahren Leben und doch so wie man es eigentlich nur aus dem Film kennt - oder noch schlimmer.

  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    dantonello

    dantonello

    19. October 2010 um 21:26

    Bei Abgründe handelt es sich um keinen Roman, sondern um Tatsachenberichte, warum aus Menschen Mörder wurden.
    Der Autor war bis zu seiner Pensionierung im letzten Jahr Leiter der Morkommission in München.

  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    ChiefC

    ChiefC

    03. August 2010 um 22:41

    Der Titel ist Programm und das Buch genauso gut und packend geschrieben wie Ferdinand von Schirachs "Verbrechen." Nur dass von Schirach schier unfassbare Kriminalälle als Strafverteidiger erlebt und geschildert hat und Wilfling als langjähriger Leiter der Münchner Mordkommission. Unter anderem hat er die Morde am Schauspieler Sedlmayr und am Modeguru Moshammer aufgeklärt. Von diesen, in wohl allen Details bereits aus den Medien bekannten, Fällen schreibt er nichts. Doch die geschilderten "Abgründe" sind mindestens genauso interessant - aber auch sehr erschreckend. Jeden Tatort-Drehbuchschreiber würde man der Übertreibung bezichtigen, wenn er sich solche Plots ausdächte. Wilflings Buch überzeugt durch eine klaren, unpathetischen Stil, der aber durchaus nicht frei ist von persönlichen Emotionen und Selbstreflexionen. Das macht das Buch bei allem Horror auch menschlich. So hadert Wilfling nicht nur zwischen den Zeilen immer wieder sowohl mit der Justiz als auch mit psychiatrischen Gutachtern. Er ist ebenso wie der "normale" Bürger fassungslos, wenn ein seit Jahren auffälliger Gewalttäter selbst im Wiederholungsfall noch nach Jugendstrafrecht verurteilt wird und schließlich auch noch für die Tötung eines Menschen aus reiner Mordlust mit zehn Jahren davonkommt. Offen übt der pensionierte Beamte auch Kritik an dem unzureichenden juristischen Instrument der nachträglichen Sicherungsverwahrung. Die jüngsten Vorfälle, die vom Europäischen Gerichtshof augrund gesetzlicher Lücken erzwungenen Freilassungen gefährlicher Straftäter, geben ihm leider Recht.

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    Nil

    Nil

    21. July 2010 um 21:37

    Josef Wilfling hat 22 Jahre lang bei der Münchner Mordkommission gearbeitet und so einige Fälle miterlebt. In diesem Buch beschreibt er eindrucksvoll und ganz in seiner eigenen Wortwahl seine Erlebnisse. Anhand einiger schwer verdaulicher Fälle schildert er nicht nur die schier unfassbare Grausamkeit von einigen Mördern sondern gibt dem Leser auch den Blick frei hinter die Kulissen der Mordkommission.
    Ich selbst bin auch wie andere auf das Buch durch ein Radiointerview mit ihm aufmerksam geworden und wollte es danach unbedingt lesen. Im Nachhinein gut, denn so konnte ich mir auch den Tonfall vorstellen wie er es selbst vorlesen würde.
    Nichts für schwache Nerven und keine geeignete Bettlektüre, aber sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    bücherelfe

    bücherelfe

    Auf dieses Buch bin ich durch eine Radiosendung gestossen, in welcher Josef Wilfling interviewt worden war.

    Josef Wilfling schildert die spektakulärsten Fälle seiner 42 Dienstjahre auf der Münchner Mordkommission Unfassbar, was er uns da serviert; Unfassbar deshalb, weil all diese Verbrechen tatsächlich passiert sind. Fast nebenbei erfahren seine Leserinnen und Leser wie es auf einem deutschen Morddezernat wirklich zugeht und wie viel die dortigen Mitarbeitenden bei ihrer Tätigkeit auszuhalten haben.

    Fazit: Kein Buch für schwache Nerven und empfindliche Mägen. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    Kurile

    Kurile

    28. June 2010 um 22:12

    Manchmal bin ich irgendwie ... doch auch sensationslüstern. Wie beim Autounfall auf der Autobahn - leider.

  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    08. May 2010 um 13:43

    Ein sehr spannend geschriebenes Buch, ich habe es am Stück durchgelesen. Aber keine Literatur für schwache Nerven. Eigentlich hat man überhaupt keine Vorstellung, was auf der Strasse frei herumläuft, ist auch gut so! Das Buch ist teilweise sehr erschreckend verfasst. Sehr gelungen sind die Kommentare vom Autor.

  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    sueorange

    sueorange

    06. May 2010 um 18:45

    Der Blick ruht auf der Bestie Mensch...

    Josef Wilfling war bis Anfang 2009 Leiter der Münchner Mordkommission. Nach 42 Dienstjahren ging er in Pension. Rund 100 Fälle von Mord und Totschlag hat er mit sehr hoher Aufklärungsquote bearbeitet, darunter auch den Sedlmayr- und den Moshammer- Mord. In seinem Buch „Abgründe- Wenn aus Menschen Mörder werden“ lässt er die Leser an der Aufklärung seiner spannendsten und erstaunlichsten Fälle teilhaben.

    „Was die Arbeit einer echten Mordkommission betrifft, so steht die Teamarbeit im Vordergrund. Den Super- Detektiv à la „Columbo“ gibt es nicht, und einer wie „Schimanski“ würde bei keiner einzigen Mordkommission länger als einen Tag Dienst tun.“

    Aus der Gruppe der niederen Beweggründe hat Wilfling drei Mordmerkmale ausgesucht, auf die er sein Augenmerk richtet: Habgier, Mordlust und Befriedigung des Geschlechtstriebes. Zudem schildert er je einen Fall zu Heimtücke, Grausamkeit, Gemeingefährlichkeit und Verdeckungsmord. Neben diesen besonderen Einblicken in seine Arbeit, geht er der Frage nach, ob Frauen anders töten als Männer. Er beleuchtet das Verhalten Unschuldiger und zeigt auf, woran man Lügner erkennt.

    Dem Autor ist es in seinem Buch gelungen, den Lesern seinen Alltag als Ermittler näher zu bringen. Fall für Fall reiht er aneinander, seine Erzählweise ist packend, aber weder beifallheischend noch sensationslüstern. Wilfling kommt in seinem Buch ganz ohne Ausführungen zu seinen bekanntesten Fällen aus. Seine gute Beobachtungsgabe spiegelt sich auch in den Geschichten wieder und vermittelt das Gefühl hautnah mit dabei zu sein. Er verzichtet weitestgehend darauf zu psychologisieren, versucht juristische Wertungen außen vor zu lassen und überlässt die moralische Sicht der Dinge dem Einzelnen selbst. Besonders Krimiliebhabern kann ich dieses Buch ausnahmslos empfehlen, es zeigt, dass die Wirklichkeit manchmal skurriler ist, als man es sich in der Phantasie ausmalen würde.

    „Abgründe – Wenn aus Menschen Mörder werden“ – ein erschreckender Blick auf die dunklen Seiten der Menschen!

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  • Rezension zu "Abgründe" von Josef Wilfling

    Abgründe
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    30. April 2010 um 13:34

    Abgründe – Josef Wilfing
    Josef Wilfing ging letztes Jahr – 2009 nach 42 Jahren des aktiven Polizeidienstes in Pension. 22 Jahre davon arbeitete er und leitete die Münchner Mordkommission und klärte die prominenten Mordfälle von Walter Sedlmayr und den Modezar Moshammer auf. Er gilt als erfahrener und sehr erfolgreicher Spezialist bei Vernehmungen von Opfern, Zeugen und Tätern.
    Im Heyne Verlag ist nun sein erstes Buch „Abgründe – Wenn Menschen zu Mördern werden“ erschienen.
    Inhalt
    Schon im Vorwort des Autors und ehemaligen Ermittler wird dem Leser deutlich wie sehr Josef Wilfing seinen „Job“ geliebt hat, es war mehr als nur die tägliche Arbeit, es war seine Bestimmung Menschen zu überführen, die aus den ganz verschiedensten Gründen ihre Hemmungen und die Grenze der Menschlichkeit überspringen und zu berechnenden und (oder) kaltblütigen Mördern werden können.
    Angelehnt an die „7 Todsünden“ (Hochmut, Habgier, Neid, Zorn, Wollust, Völlerei, Trägheit) erzählt der Kommissar nicht nur über seine Erfolge bei den manchmal strapaziösen und zeitintensiven Ermittlungen, sondern auch über seine persönlichen Fehlern, und den Opfern.
    So spannend und manchmal auch abgründig grausam ein Krimi sein kann, so ist es doch das Leben das immer wieder die spannendsten und leider auch realistischen Tragödien und Dramen wiedergibt.
    So obskur und manchmal nicht zu glauben oder zu begreifen schildert Wilfing Tathergänge, die Motivation des Täters oder der Täter, die Feinheiten des Zuhörens bei Verhören, bei dem man sich jegliche Moral besser sparen sollte, und sich gänzlich an den bestehen Fakten und Indizien orientiert. Der Autor Wilfing entnimmt aus dem Fundus seiner Erfahrungen die Fälle die ihn mit am meisten geprägt haben und die sicherlich überwiegend intensiv sich immer und immer wieder in seinem Kopf abspielen. Das hier schnell der Eindruck entsteht das ein Mordermittler immer auch psychisch auf höchste gefordert wird, und diese Leichen, die traumatisierten Angehörigen die vielleicht ihr Kind zu betrauern haben, oder die Beweggründe von raffinierten Mördern, immer tiefe seelische Spuren hinterlassen Sich verschließen dagegen funktioniert nicht, gerade als Ermittler, so beschreibt der Autor sich selbst, muß man mit dem „Mörder“ denken, wissen was in diesem vorgeht und wie ein Raubtier das auf die Beute wartet in Vernehmungen manchmal blitzschnell reagieren, wenn sich die Chance auftut, dass der Gegner Signale zeigt um sich beichtend den Beamten zu offenbaren. Als Ermittler also ist man neben dem eigenen Beruf gleich noch Psychotherapeut und Sozialarbeiter in eine Person.
    Josef Wilfing erzählt zwar kühl und nüchtern, trotzdem werden die Leser über seine Erfahrungen und seine Fälle zweifelsfrei nachdenken. In seiner Laufbahn hat Wilfing viel erlebt, gesehen und menschliche Schicksale und Tragödien, aber auch der Erfolg und die Freude wenn man einen Täter überführen konnte, erlebt und deswegen weiß er wovon er schreibt.
    Sein Stil ist prägnant klar und deutlich; kristallklarer kann er nicht mehr sein und zugleich kritisiert er auf den ersten Seiten und im Laufe des Buches, die deutsche Gesetzgebung und das Strafmaß. Hier spricht er sich ganz klar für eine Sicherheitsverwahrung aus und nimmt ein deutlich und überzeugt Stellung zu diesem, gerade auch brisanten Thema. Das „Mord“ zwar eine Gewalttat bleibt die im Grunde und Gesetz bestraft werden muss, davon weicht er nicht ab und hält sich halt ein Fakten, aber wohlweißlich erklärt er in seinen Fällen „warum“ manche Menschen die Barriere übersteigen und zum Mörder werden?! Ist ein „Mord“ entschuldbar, oder gar verständlich, wenn das Opfer ein Sadist war der die Kinder und seine Frau gefoltert, erniedrigt und geschlagen hat? Hier kommt neben dem Verstand, dass Gefühl zum Ausdruck, dem sich auch ein Kriminalbeamter nicht verweigern kann, schließlich ist der Beamte auch ein emotionaler Mensch und nicht nur ein Werkzeug der Gesellschaft und des Staates. Das sich hier der Leser seinen persönlichen Gedanken nicht verwehren kann, ist sicherlich gewollt.
    Josef Wilfing beschönigt oder überzeichnet die Grausamkeiten nicht, was ich im höchsten Maße lobenswert finde. Als Kritikpunkt habe ich nur empfunden, dass man nicht so sehr auf die „Angehörigen“ eingegangen ist und deren Situation! Es ist ja zweifelsfrei so, dass man wenn man jemanden getötet hat, nicht nur ein „Opfer“ auf der Strecke bleibt, sondern oftmals eine ganze Familie den Verlust spürt. Welche Grausamkeit und welche psychologischen Schäden solch ein brutaler Eingriff in das tägliche Leben hat, bleibt leider etwas im dunklen. Vielleicht ist es aber auch reiner Selbstschutz des Autors, denn die Geister die man dadurch ruft werden nicht wieder lebendig, sie quälen nur weiter. Trotzdem hätte ich gerne mehr darüber gelesen, was ein Ermittler fühlt, empfindet, woran er denkt, wie lange das anhält und wie er mit solchen Gewalttaten in seinem persönlichen Umfeld umgeht und sicherlich auch welche immense Aufgabe auf den Beamten zukommt, wenn er den gewaltsamen Tod den nächsten Angehörigen möglichst schonend beibringen muss!
    Fazit
    Alles in allem ist das Buch „Abgründe von Josef Wilfing“ absolut empfehlenswert. Es hält sich an Fakten, driftet nicht ab in fantasievolle Erzählungen und mach sehr deutlich wie „Mörder“ denken, bzw. was deren ausschlaggebendes Motiv sein kann.
    Das Thema „Mord“ ist ein solch komplexes Thema mit so vielen unterschiedlichen Perspektiven, dass hoffentlich der „Normalbürger“ in seinen Leben nicht kennenlernen will und wird. Wilfing erzählt seine Erfahrungen aus seiner Perspektive des Ermittlers, nicht des Opfers aber manchmal des Täters. So spektakulär ein guter und durchdachter Krimi auch sein kann, die Wahrheit zu analysieren und zu hinterfragen ist spannender als jeder atemanhaltender Krimi oder Thriller im Kino oder Fernsehen.
    „Abgründe – Wenn Menschen zu Mördern werden“ ist ein authentischer Thriller für sich. Eindrucksvoll spannend, kritisch und hinter der Bühne schauend – ein fantastischer und sehr empfehlenswertes Buch das mit einer „Mordserfahrung“ verfasst wurde.
    Michael Sterzik

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