Josef Winkler Das wilde Kärnten

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Inhaltsangabe zu „Das wilde Kärnten“ von Josef Winkler

»Josef Winkler schreibt gegen die Macht von Ritualen an, indem er sie bilderreich, phantasievoll, leidenschaftlich wiederholt in einer Sprache, die deren Repressionscharakter aufdeckt. Machtrituale sind zugleich Sprachrituale, das ist Josef Winklers Erkenntnis, der dabei von seinen Erfahrungen am eigenen Leib als Bauernkind in einem katholischen Dorf in Kärnten zehrt. Die Sprache Josef Winklers ist eine aus mehrfachem Querstehen, Außenseitertum und entsprechenden Wunden hervorbrechende und sich ihren Sturzweg schaffende Sprache, deren Atemstoß das Signum der Notwendigkeit, Originalität und Legitimität erkennen läßt.«

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  • Rezension zu "Das wilde Kärnten" von Josef Winkler

    Das wilde Kärnten

    einMalTee

    Josef Winkler. Geboren und aufgewachsen ist der österreichische Autor im Kärntener Dorf Kamering. Davon erzählt er. Das ist seine Geschichte. Das hat ihn geprägt, denn es war zugleich sein Schicksal. Dieses Dorf, das er so hasst. Die Bauerntätigkeit, die er verabscheut. Die Vaterfigur, die er verachtet; die zugleich aber auch den eigenen Sohn verachtet. „Das wilde Kärnten“ ist ein Konglomerat der ersten drei Bücher von Winkler: Menschenkind, Der Ackermann aus Kärnten, Muttersprache. Geschrieben hat er sie überwiegend in Italien oder in anderen österreichischen Dörfern als seinem Heimatort. Von 1979 bis 1982 hat er diese 849 Seiten zusammengeschrieben. Die Tätigkeit des Schreibens ist sein Befreiungsschlag von all dem, was er so hasst. Ohne Schreiben würde Winkler nicht leben können. Folglich ist seine Sprache teils hart, teils sehr metaphorisch und oft auch nicht ganz zu durchschauen. Es sind keine Romane, die er niedergeschrieben hat. Es sind meistens Gedanken, kleine Episoden; das was ihm gerade durch den Kopf geht. In Menschenkind sind es Geschichten aus seiner Jugend und dem Aufwachsen im kleinen Dorf. In Der Ackermann aus Kärnten ist die Thematik klar. Es geht um seinen Vater. Jenen Menschen, den er nicht ausstehen kann. Die fehlende Liebe, die er nicht erhalten hat, formen seine Ablehnung gegen den Mann seiner Mutter, seinen eigenen Erzeuger. Muttersprache als letztes Buch im Buch zelebriert die Sprache en detail. Es fehlt zwar der rote Faden, aber das will Winkler ja auch nicht. Er will nicht unterhalten. Stellvertretend für Muttersprache ist sicherlich der Abschnitt, in dem er sich als Embryo in dem Bauch seiner Mutter beschreibt. Er bekommt alles mit, sieht durch ihre Haut hindurch, riecht was sie riecht und isst, was seine Mutter isst. Immer wieder will er sich so lange drehen, bis er sich mit der eigenen Nabelschnur erdrosselt hat, damit er nicht in diesem Dorf groß wird. Wenn ihm etwas gefällt, versucht er mit den schleimbedeckten Händen zu klatschen. Ein surreales Bild, aber es lässt den Autoren verstehen. Gerade dieser Autor macht es dem Leser mit diesem Werk wahrlich nicht leicht. Oft kehren die gleichen Episoden wieder. Immer wieder muss er von Jakob und Robert schreiben, die sich mit dem Kalbsstrick erhängt haben. Viele Passagen sind inhaltlich völlig ungebunden aneinandergereiht, anschließend kommen wieder zusammenhängende Erzählungen. Macht es also Sinn als Leser sich das anzutun? Sicherlich. Gerade, wenn man spätere Werke von Winkler gelesen hat, ist Das wilde Kärnten ein Schlüssel zum Verständnis der Denkweise des Österreichers. Als Einstieg in seine Literatur bestimmt nicht zu empfehlen. Wer spannende Heimatliteratur erwartet, wird auch enttäuscht. Spannend ist es nicht immer und stellvertretend für Kärnten wahrscheinlich auch nicht. Allerdings ein Schrei nach draußen für ein Individuum, das es nicht aushält, genau dort in den Bergen großzuwerden.

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  • Rezension zu "Das wilde Kärnten" von Josef Winkler

    Das wilde Kärnten

    Lysander

    14. August 2009 um 00:27

    Ein sehr sprachmächtiges Buch. Geburt und Tod, Leben und Leiden werden bis an die Grenzen des gerade noch Erträglichen geschildert. Das ist kunstvoll und gewiss einzigartig in der deutschsprachigen Literatur. Mich hat es jedoch weitgehend überfordert, leider, denn ich war von "Natura morta" von Winkler sehr angetan gewesen.

  • Rezension zu "Das wilde Kärnten" von Josef Winkler

    Das wilde Kärnten

    opticus

    28. February 2009 um 19:32

    ziemlich brutal die lage am land beschrieben und immer wieder hin- und herwechseln zwischen verschiedenen Handlungen.
    für mich zu schwierig zu lesen, schade!!!

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