Josefa vom Jaaga

 4.8 Sterne bei 18 Bewertungen
Autorin von Das Herzogsgut, Ein General und Schandmaul und weiteren Büchern.
Josefa vom Jaaga

Lebenslauf von Josefa vom Jaaga

... muss an dieser Stelle leider entfallen, da Josefa bei seiner Abfassung regelmäßig vor Langeweile einschläft.

In aller Kürze: Sie ist Jahrgang 1972, geboren und aufgewachsen in einem kleinen bayerischen Landstädtchen namens Erding, in dem sie nach wie vor lebt und vermutlich auch begraben werden wird. Sie hat weder Kinder noch Ehemänner, Hauskatzen oder Singvögel, und es gibt nichts, aber auch rein gar nichts Interessantes über sie zu erzählen.

Dürfte wohl der Hauptgrund dafür sein, dass sie sich lieber mit dem Leben anderer Leute beschäftigt als mit ihrem eigenen.                

Alle Bücher von Josefa vom Jaaga

Das Herzogsgut

Das Herzogsgut

 (6)
Erschienen am 06.10.2011
Ein General und Schandmaul

Ein General und Schandmaul

 (5)
Erschienen am 03.08.2018
Otkers Urkunde

Otkers Urkunde

 (3)
Erschienen am 24.03.2014
Eine Bayerische Hochzeit. Band 1: Karoline

Eine Bayerische Hochzeit. Band 1: Karoline

 (2)
Erschienen am 29.12.2017
Eine Bayerische Hochzeit. Band 2: Auguste

Eine Bayerische Hochzeit. Band 2: Auguste

 (2)
Erschienen am 29.12.2017

Neue Rezensionen zu Josefa vom Jaaga

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Ein General und Schandmaul" von Josefa vom Jaaga

"Teufel auch!"
Bellis-Perennisvor 13 Tagen

Auch mehr als 200 Jahre nach seinem Tod am 31. Mai 1809 ist General Lannes, Marschall von Frankreich und Duc de Montebello ein bekannter Name im Dunstkreis von Napoleon Bonaparte. Als Sohn eines Stallknechts nützt er die Chancen, die die Französische Revolution bietet und ist seit 1796 stets an der Seite Napoleons.

Den aus der Revolution hervorgegangen neuen Machthabern steht u.a. die adelige Familie Guéheneuc gegenüber, die dem „Grande Terreur“ der Jakobiner entkommen ist und nun wieder in Paris Fuß fassen will.

Die siebzehnjährige Louise Guéheneuc wird, um ihrem Vater bei der Anbahnung von Geschäften behilflich zu sein, in den Salon der Joséphine Bonaparte eingeführt. Nebenbei soll eine vorteilhafte Heirat arrangiert werden.  Mit ihrem freundlichen und zurückhaltenden Wesen ist sie gerne gesehener Gast und trifft mehrfach auf Jean Lannes, der Geschäftspartner ihres Vaters ist. Francois Guéheneuc schätzt den geradlinigen Lannes sehr, der sich auf dem glatten Parkett der Salons äußerst unwohl fühlt. Jean Lannes, der sein Herz auf der Zunge trägt und auf Grund seiner mangelnden Schulbildung das höfische Geschwätz nicht beherrscht, findet in der klugen Louise eine angenehme Gesprächspartnerin. Während sich die meisten Damen über Kleidung klatschen, ist Louise eine aufmerksame Zuhörerin, die gerne Lannes‘ Schilderungen von den diversen Schlachten lauscht, denn diese Berichte unterscheiden sich gewaltig von den Jubelmeldungen, die die Bulletins Napoleons verlautbaren.

Die Familie Bonaparte, allen voran Napoleon, mischt sich in allerlei persönliche Belange ein, wenn sie zu ihrem eigenen Nutzen sind. So soll Jean Lannes, quasi als Anerkennung für seine Dienste, Aimée Leclerc heiraten, die sich aber in General Nicolas Davout verliebt und sich vehement weigert, den Rüpel Lannes zu ehelichen. Die daraus entstehenden Verwicklungen sind von der Autorin hinreißend erzählt.  

Meine Meinung: 

Die Autorin hat einen erfrischenden Roman geschrieben, in dem fast ausschließlich historische Persönlichkeiten vorkommen. Er liest sich wie das „Who is Who“ der Napoleonischen Ära. Geschickt werden die politischen Ereignisse, die zum Aufstieg Napoleons geführt haben eingeflochten. Gleichzeitig klingen auch sozialkritische Töne an, wenn die Bonapartes die Lebensweise des „Ancien Régime“ imitieren und damit die eine oder andere Gepflogenheit, die Errungenschaften der Revolution ad absurdum führen. Der Leser erhält Geschichtsunterricht, ohne dies zu merken. Gut gefallen haben mir die authentischen Berichte aus dem Munde General Lannes, der die geschönten Bulletins Napoleons ablehnt. Lannes berichtet ungeschminkt vom Leiden und Sterben auf den diversen Schlachtfeldern und schreckt auch nicht davor zurück „seinen“ Feldherrn herb zu kritisieren. Immerhin holen Lannes und seine Männer häufig die Kohlen aus dem Feuer, wenn Napoleon nicht ganz so genial agiert, wie er es die Leute gerne glauben machen will. 

Lannes‘ Aussagen sind immer wieder Anlass zum Grinsen. So bezeichnet er Joachim Murat, Napoleons Schwager, als „Schönschwätzer vom Parlament“. 

Herrlich ist auch zu lesen, wie Louises Familie das eine oder andere Wort aus Jeans Wortschatz übernimmt. Teufel auch! 

Fazit: 

Ein penibel recherchierter historischer Roman, dem ich sehr gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

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Philienes avatar

Rezension zu "Ein General und Schandmaul" von Josefa vom Jaaga

Ein liebenswetes Schandmaul
Philienevor 14 Tagen

Manchmal stößt man durch Zufall auf ein Buch und dann entpuppt es sich als wahrer Schatz. So ging es mir hier. Ich durfte das Buch in einer Leserunde lesen und bin sehr froh und dankbar.

In dem Buch geht es um die junge Louise, sie ist zur Zeit der ReviuRevol aus Paris geflohen und kann nun unter Napoleons Herrschaft dorthin zurückzukehren. In Paris wird sie in den Kreis rund um Hortense Beauharnais ( der Stieftochter Napoleons) aufgenommen und lernt dort die Familie Bonaparte kennen. Außerdem trifft sie immer wieder auf General Lannes. Dieser trägt sein Herz auf der Zunge und wirkt auf andere oft grob und unghobelt.
Das Buch spielt im unmittelbaren Umfeld Napoleons und doch erzählt es auf eine erfrischende Art die Geschichte der Personen die nicht immer im Licht der Öffentlichkeit stehe. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den vielen Namen, aber das war schnell vorbei. Noch schneller habe ich Loise und vor allen Lannes ins Herz geschlossen. Er ist wunderbar unangepasst, ich habe oft über ihn geschmunzelt. 
Der Erzählstil der Autorin lässt einen wunderbar in die Geschichte eintauchen und mit den Figuren mitleiden, lieben und leben. Es gibt viele Humorvolle Stellen und trotzdem erfährt man auch neues über die Geschichte.
Kurz gesagt: unbedingt lesen!


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lielo99s avatar

Rezension zu "Ein General und Schandmaul" von Josefa vom Jaaga

Ein geradlieniger und ehrlicher General
lielo99vor 15 Tagen

Während sich die Autoren bei Romanen und Biographien rund um Napoleon im wahrsten Sinne des Wortes überschlagen, gibt es nur wenig von seinen Bekannten zu lesen. Die sind aber nicht weniger interessant und das macht Josefa vom Jaaga in ihrem Roman deutlich. Jean Lannes (Duke of Montebello) war enger Vertrauter Napoleons und General in seiner Armee. Der Roman „Ein General und Schandmaul“ beschreibt, wie er seine große Liebe Louise findet. Aber das Buch ist keineswegs ein Liebesroman.


Hier werden die Verhältnisse kurz nach der französischen Revolution geschildert. Auch der Feldzug Napoleons in Italien kommt zur Sprache. Das Leben am Hof des Korsen Napoleons und die Kluft zwischen Armen und Reichen ist ebenfalls ein Thema. Beobachter werden sich fragen, ob die Revolution tatsächlich nur Gutes für das gemeine Volk brachte.


Mir gefiel das Buch, da Frau Josefa vom Jaaga genau recherchierte und die Fakten belegbar sind. Ihre humorvolle Art zu schreiben zog mich in den Bann und auch die anhaltende Spannung gehörte dazu. Der Roman sollte viel häufiger gelesen werden, denn das hätte dieses wunderbare Buch mehr als verdient. Ohne das Lesen über Herrn Lannes wüsste ich zum Beispiel nicht, was ein Ölschinken ist und dass es schon damals die „Schönschwätzer vom Parlament“ gab.


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Gespräche aus der Community

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Josefas avatar

Liebe Lovelybooker,


hätte jemand von euch vielleicht Lust, mit mir und meiner Louise ins Paris des Jahres 1799/1800 aufzubrechen? Ich habe das Gefühl, Louise könnte etwas moralische Unterstützung gut gebrauchen. In Frankreich hat sich immerhin, zehn Jahre nach dem Sturm auf die Bastille, gerade die Armee unter Führung eines gewissen Napoleon Bonaparte an die Macht geputscht. Louise' Eltern haben vor, sich mit dieser neuen Regierung gut zu stellen – und Louise selbst soll verheiratet werden …

Nun ist Louise eine überaus vernünftige junge Dame, die Hochzeiten als das sieht, was sie damals waren: ein Geschäft. Insofern weiß ich nicht, ob ich euch große Romantik versprechen kann. Was sich mit Sicherheit nicht vermeiden lassen wird, sind persönliche Zusammentreffen mit Herrn Bonaparte samt Gattin, Verwandtschaft und Anhang. Und, so viel darf man wohl verraten, manche Herren aus der Umgebung Napoleon Bonapartes sind Louise dann doch durchaus einen zweiten Blick wert.

Damit ihr euch nicht um die Katze im Sack bewerben müsst und vorher schon mal prüfen könnt, ob ihr mit meiner Schreibe klarkommt, verlinke ich hier den Amazon-»Blick ins Buch«.

Ich verlose bis zu zehn E-Books. Schreibt hier als Bewerbung bitte einfach, ob euch die Zeit Napoleons generell interessiert, und wieso (oder wieso nicht).

Das wäre übrigens auch das, was ich mir persönlich von dieser Leserunde erhoffe: Mich hat erst vor einigen Jahren der Napoleon-Virus erwischt, während ich diese Epoche vorher völlig uninteressant fand. Ich würde gern wissen, inwieweit ich mit der Geschichte eure Vorstellung von der Zeit inhaltlich und sprachlich getroffen habe.

Louise und ich freuen uns über jeden, der sich für die Geschichte interessiert! Hoffentlich auf bald!

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Letzter Beitrag von  Josefavor 4 Minuten
Unaussprechlich? *g* Und dabei habe ich mich eh' schon bemüht, das Schlimmste abzuwenden. Weißt du, das historische Vorbild für den Richter Lantpert ist ein Freisinger Iudex namens "Ellantperht". Rotraud hat aber völlig recht. "Das Herzogsgut" war die erste Geschichte, die ich habe drucken lassen. Davor habe ich viel Fanfiction geschrieben, und viele viele Sachen, die unvollendet auf Computern schlummerten und irgendwann mit diesen alten PCs zusammen ausrangiert wurden ^_^. Aber die allererste historische Erzählung in Romanlänge, die ich wirklich fertiggeschrieben habe, war über Hannibal. Da war ich so Anfang zwanzig, meine ich. Nach dem "Herzogsgut" kamen etliche Kurzgeschichten mit Lantpert und Fulcko, dann die zweite längere Erzählung "Otkers Urkunde". Und dann kam eine lange Weile gar nichts - ich denke, weil ich mit dem Ergebnis meiner Schreiberei im Grunde unzufrieden war. Auch wenn man sich selbst immer sagt: Es ist ein Hobby und es ist mir egal, ob sich jemand dafür interessiert oder nicht. Enttäuscht und demotiviert ist man irgendwo doch. Tja, und dann kam Napoleon. Und wenn der Kaiser dich zu den Waffen / an den Rechner ruft, was will man da machen, nicht? *g* Diese Geschichte hier rund um Louise ist eigentlich ein Nachschlag zur "Bayerischen Hochzeit". Ein Thema, in das ich mich dermaßen verliebt habe, dass ich mir zum ersten Mal ein Lektorat gegönnt habe (zumindest ein Teillektorat; mehr hätte ich mir für einen Text dieser Länge nicht leisten können). Da sind zwar gleich etliche Urlaubsgelder dafür draufgegangen, aber ich habe es unheimlich genossen, und es hat dem Text auch sehr, sehr gut getan! Lannes wird in der "Hochzeit" allerdings nur einmal erwähnt; dafür bin ich in der Literatur ständig über seinen Namen gestolpert und habe dann angefangen, ein bisschen nachzulesen. Und Louise' Name tauchte zum ersten Mal auf in einer Biographie von Marie-Louise, Napoleons zweiter Gattin.
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