Josefina Rivera

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Josefina Rivera

Kälter als die Nacht

Kälter als die Nacht

 (8)
Erschienen am 15.05.2015
Cellar Girl

Cellar Girl

 (1)
Erschienen am 30.01.2014

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Rezension zu "Kälter als die Nacht" von Josefina Rivera

Schockierender Erfahrungsbericht
NiWavor 10 Monaten

Als Josefina bei Gary Heidnik ins Auto steigt, weiß sie nicht, dass ihr Monate der Pein und des Schreckens bevorstehen. Denn sie hat sich einen psychopathischen Serienkiller als Freier ausgesucht, der sie daraufhin in seinem Keller gefangen hält.

„Kälter als die Nacht“ ist kein Thriller, kein Krimi, sondern schonungslose Realität. Josefina Rivera wurde tatsächlich vom mehrfachen Mörder Gary Heidnik entführt, der später in der Todeszelle gelandet ist.

Josefina Rivera ist eines seiner Opfer, das ihm nach Monaten der Qual durch ihre Tapferkeit und Durchsetzungskraft entkam.

Ausgerechnet vor Thanksgiving steigt die drogensüchtige Prostituierte bei einem Mann ins Auto ein. Statt der paar erhofften Dollar für ihren Drogenkonsum, wird sie von ihm in den Keller verfrachtet. Wenig später kommen weitere junge Frauen hinzu.

Rivera berichtet von den Wochen im Keller. Zuerst war sie allein, später hat sich Heidnik weitere Frauen ‚angeschafft‘. Schonungslos erläutert sie ihre Erlebnisse, die Schreckmomente und ihren eigenen Zwang, die Hoffnung nicht aufzugeben.

In diesem Buch hat Josefina Rivera nicht nur dieses Verbrechen sondern auch ihre eigene Geschichte verarbeitet. Sie erzählt, warum sie bei Adoptiveltern gelandet ist, wo sie eine liebevolle Erziehung genossen hat und sich trotzdem nicht vom Drogensumpf fern halten konnte.

Außerdem berichtet sie von ihren eigenen Kinder, die ihr aufgrund ihrer Profession und Abhängigkeit entglitten sind. Wobei natürlich auch Heidnik einiges an Schuld daran zu tragen hat.

Josefina Rivera ist eine starke Frau, die sich mit diesem Buch ihren Erinnerungen und ihrem Leben stellt. Besonders die Szenen im Keller haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Man merkt Josefinas Hilflosigkeit, fühlt sich mit ihr ausgeliefert und hat ständig vor Augen, dass es tatsächlich so geschehen ist.

Außerdem rechnet Josefina mit der Presse ab. Nachdem Heidnik gefasst wurde, hat sich eine Pressemeute auf die überlebenden Opfer gestürzt und nahm besonders die farbige Prostituierte in Augenschein. Abstruse Behauptungen, erschütternde Schuldzuweisungen und entgleisende Spekulationen haben Josefinas Leben erneut aus der Bahn geworfen, womit sie mit diesem Buch wohl aufräumen will.

Sie veranschaulicht ihre guten und schlechten Seiten, geht auf ihren Drogenkonsum und ihr Dasein als Prostituierte ein, und zeigt den Medien, dass sie trotzdem ein Opfer und sicher keine Täterin ist. Allerdings ist mir genau dieser Teil etwas zu viel gewesen. Man merkt der Autorin ihre bemühten Rechtfertigungsversuche an, die sich mir persönlich etwas zu sehr gezogen haben.

Gleichzeitig beschreibt sie Gary Heidniks Wesenszüge, seine berechnende Art und die brutale Vorgehensweise. Kein Hauch Menschlichkeit war laut diesem Bericht an ihm. Zudem hat sie seinen Opfern damit ein Andenken gesetzt, indem sie u.a. von Sarah erzählt, mit der sie trotz schrecklichster Umstände wunderbare Momente verbracht hatte.

Meiner Meinung nach hat Josefina Rivera mit „Kälter als die Nacht“ einen schonungslosen Bericht über die Zeit in Heidniks Gewalt geschrieben und damit mit lüsternen Spekulationen über sich und die anderen Opfer aufgeräumt. Dieses Buch ist keinesfalls für schwache Nerven und sollte mit Bedacht gelesen werden!

Kommentare: 6
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anja_bauers avatar

Rezension zu "Kälter als die Nacht" von Josefina Rivera

naja, die Tiefe fehlt
anja_bauervor 2 Jahren

Thomas Harris Figur Buffalo Bill in „Schweigen der Lämmer“ wurde von einer Peron inspiriert.  Gary Heidnik! Ein hochintelligenter Psychopath ohne Worte.

Josefina Rivera geht auf den Strassenstrich, um ihre Drogensucht zu finanzieren. Doch dann gerät sie an den Falschen, an Gary Heidnik. Er entführt sie und kettet sie im Keller an. Nach und nach kommen weitere Mädchen und alle erleiden eine unvorstellbare Qual au Hunger, Gewalt und Missbrauch. Gary Heidnik will Babys von den Mädchen! Nach und nach schmiedet Josefina einen Plan, um sich und die anderen zu befreien.  Doch dieser Plan ist gefährlich und kann tödlich enden. Wird sie es schaffen??

 

Kälter als die Nacht ist ein wahrer Fall von Entführung, Gewalt und Missbrauch über Monate hin weg. Gary King ist einer der schlimmsten Psychopathen der Geschichte. Seine Tat ist die wahre Geschichte hinter dem Film Schweigen der Lämmer.

Josefine Rivera berichtet von ihrer Gefangenschaft, schonungslos und bis in kleinste Detail. Sie lässt nichts aus und man spürt förmlich die Angst und Verzweiflung. Den Schmerz und die Hoffnungslosigkeit.

Auch die Gerichtsverhandlung wird hier bis ins Detail beschrieben.  Doch der Hauptteil dreht sich um die Gefangenschaft von Josefina Rivera.

 

Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte von Josefina Rivera, der Hauptteil besteht aber natürlich aus der Entführung, Vergewaltigungen, Folterungen und das Leben angekettet im Keller. Bei Gary Heidnik handelt es sich um einen hochintelligenten Psychopathen, der auch den Tod zweier Mädchen nicht kümmert.

Ich habe ja schon viele True Crime Bücher gelesen, aber ich gestehe, dieses hat mich nicht ganz so überzeugt. Es fehlt mir hier an Tiefe. Die Geschehnisse werden hier nur runtererzählt, aber viel Hintergrundwissen über den Täter, wie Kindheit oder ähnliches, bekommt man hier nicht. Gerade das wäre interessant, warum er so geworden ist. Zwar wird es oberflächlich angeschnitten, aber mehr auch nicht.

Auch die Hauptprotagonistin  Josefina Rivera kommt nicht gut rüber. Ich gestehe, ich hätte sie am Schluss zu gerne geschüttelt. Warum fängt sie bloß wieder mit den Drogen an?

Alles im allen fehlt es hier massig an Tiefe und konnte mich daher als True Crime Buch nicht so überzeugen.  Ich habe da weitaus bessere gelesen mit mehr Hintergrundwissen und Informationen.

 Und wenn einer hier Buffalo Bill erwartet, oder zumindest die Inspiration, der wird ein wenig enttäuscht sein. Zwar ist Gary Heidnik genauso schlimm, aber nicht zu vergleichen mit den Taten von der Filmfigur.

 

 

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KruemelGizmos avatar

Rezension zu "Kälter als die Nacht" von Josefina Rivera

Rezension zu Kälter als die Nacht
KruemelGizmovor 3 Jahren

Buchrückseitentext:

Als Josefina in den Wagen von Gary Heidnik steigt, ahnt sie nicht, dass sie sich einem Psychopathen ausliefert. Es ist der Mann, der Thomas Harris später zu der Figur des Buffalo Bill in seinem Welterfolg "Das Schweigen der Lämmer" inspiriert.
Heidnik überwältigt Josefina und kettet sie sowie fünf weitere Mädchen in seinem Keller an, wo sie Hunger, Gewalt und Missbrauch erleiden. In ihrer Not wächst Josefina über sich hinaus: Sie schmiedet einen Plan, um sich und ihre Mitgefangenen zu befreien. Doch wird ihr waghalsiges Unternehmen auch gelingen? 

Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte von Josefina Rivera, der Hauptteil besteht aber natürlich aus der Entführung, Vergealtigungen, Folterungen und das Leben angekettet im Keller. Bei Gary Heidnik handelt es sich um einen hochintelligenten Psychopathen, der auch der Tod zweier Mädchen nicht kümmert.

Das Buch ging mir unter die Haut, auch ohne sich  in die kleinsten blutrünstigen Details zu ergehen. Der Stil ist recht sachlich gehalten und die Erlebnisse alleine reichen schon aus um zu schockieren, da es sich um eine wahre Begebenheit handelt. 

Wer hier einen zweiten Buffalo Bill erwartet wird allerdings enttäuscht werden, Thomas Harris ließ sich bei der Erschaffung seines Psychopathen von den verschiedensten Serienkiller inspirieren nicht nur von Gary Heidnik. 

Mein Fazit :
Eine erschreckende Geschichte die mir unter die Haut gegangen ist. Leseempfehlung für alle True Crime-Fans und auch für Thrillerfreunde.

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