Serverland

von Josefine Rieks 
2,0 Sterne bei15 Bewertungen
Serverland
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DisasterRecoverys avatar

Euphorisch und aufgekratzt habe ich mich in dieses Buch gestürzt. Aber am Ende bin ich mir nicht sicher, was mir die Autorin sagen will.

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Inhaltsangabe zu "Serverland"

Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart hat Josefine Rieks einen rasanten wie klugen Roman geschrieben. Ein Debüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446258983
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:19.02.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Armillees avatar
    Armilleevor 4 Monaten
    Aufregend abgründig ?

    Ein - für mich - teures Buch, dass dem Preis überhaupt nicht gerecht wurde.

    Die Story klang interessant. Die Welt ohne Internet. Ich konnte mir das nicht mehr vorstellen.
    Mal abgesehen von den vielen Fachausdrücken rund um den PC fand ich mich hier der Langeweile ausgesetzt. Ein ständiges Rumgegammel der Protagonisten.  Drogen und Sex. Oberschlaue Jugendliche. Alkohol und dumme Sprüche. 
    Nur 170 Seiten und was mich hier richtig ärgerte : wenn ein Kapitel zu Ende war, wurde die Geschichte erst  auf der übernächsten Seite fortgesetzt. So war sehr oft 1 1/2 Leerseiten zu "sehen"
    Was für eine Verschwendung.
    Vielleicht bin ich auch schon zu alt, um diese Geschichte richtig einzuordnen ;o) 
    Wer weiß!

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    Cornelia_Ruoffs avatar
    Cornelia_Ruoffvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Schade!
    Schade!

    „SERVERLAND“ VON JOSEFINE RIEKS

    2. ZUM INHALT

    Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Die Idee einer Zukunft ohne Internet fand ich interessant. Sowohl politisch, als auch gesellschaftlich und philosophisch.

    Josefine Rieks hat diese Idee in „Serverland“ verwendet. Zusammen mit anderen Jugendlichen versucht Reiner, das Internet wiederherzustellen. Das Lesen von alten Facebook Accounts und ihren Posts wird zu deren Lieblingsbeschäftigung.

    Der Roman spielt in den Niederlanden und in Deutschland gegen Ende des Jahrhunderts.

    Wir erfahren viel über Laptops und PC’s und warum Apple Geräte besser und manchmal schlechter als andere Computer sind. Reiner ist ein technischer Nerd.

    Für die Grundidee gebe ich 5 Punkte.

    Die erste Frage, die ich mir beim Lesen stellte: Wie hat die Autorin das Setting entworfen? In 60 Jahren hat sich ja doch viel verändert!
    Ich empfand keine Veränderung zur heutigen Zeit! Es werden Markennamen genannt, die wir heute auch kennen!
    Wenn ich mir heute Tatsachenfilme aus den 50er Jahren anschaue, finde ich, dass sich sehr viel verändert hat.
    Marken ändern sich, Techniken entwickeln sich weiter. Wenn es kein Internet gibt, wie verwenden die Menschen stattdessen die Zeit. Womit trösten sie sich?

    Die zweite Frage war: Warum gibt es kein Internet mehr? Und wenn es weltweit kein Internet mehr gibt und die Regierung es abgeschafft hat, welche Regierung?

    Und letztendlich, warum ließen Millionen Menschen zu, dass eine so riesige Einnahmequelle versiegt? Wurde es verboten?

    Die Gruppe um Reiner ist weder visionär noch revolutionär, geschweige denn politisch oder philosophisch.

    Was ist letztendlich die Aussage? Ich weiß es nicht!

    2/5 Punkten

    3. PROTAGONISTEN

    Reiner ist ein Computer Nerd, der keine Ambitionen hat, Karriere zu machen. Er sucht ein Gemeinschaftsgefühl, dass er glaubt, in seiner Gruppe zu finden.

    Außer Computer und Computerspiele interessiert ihn nichts. Wirkliche Freunde kann ich nicht erkennen. Gefühlsmäßig ist Ebbe.

    Ich kann das nicht genau sagen, woran es liegt. Reiner weckt keine Sympathie bei mir..

    3/5 Punkten

    4. SPRACHLICHE GESTALTUNG

    Deutsche Umgangssprache und Englisch. Ich nehme an, das soll untersttreichen, dass Englisch die internationale Sprache im Internet ist. Ich fand es eher komisch.

    2/5 Punkten

    5. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUN

    „Serverland“ von Josefine Rieks hat 176 Seiten und ist am 19.02.2018 unter der ISBN 978-3-446-25898-3 als E-Buchtext bei Hanser Verlag im Genre: Romane erschienen.

    Das Cover hat Schriftzüge aus Neongelb oder Neongrün auf schwarzem Hintergrund. Vielleicht einen alten Computer auf der Dos-Ebene imitierend.

    3/5 Punkten

    6. FAZIT

    Ich bin enttäuscht. Ich finde die dahinterliegende Idee genial! Aber die Idee ist leider in kein passendes Setting eingebettet. Ich glaube an den Lateiner Spruch „Tempera mutantur – nos mutamur in illis.“ Die Zeiten ändern sich und wir uns mit oder in ihnen bzw. durch sie. 60 Jahre in der Zukunft muss sich etwas verändert haben!

    Und wie ist diese Ausgangssituation entstanden?

    Ich muss Geschichten durchdenken, überdenken, reflektieren und mir vorstellen können. Das gelingt mir hier nicht.

    Aber: Wenn sich jemand einfach nur auf das Gedankenspiel einlässt, der findet es vielleicht ganz nett:

    Internet wurde abgeschafft
    – Gruppe von Jugendlichen wollen das Internet und die sozialen Medien wieder „anschalten“,
    – und das alles nur mit dem Zweck die abgelichteten Menschen zu beobachten – zu stalken?

    MACH DIR DEIN EIGENES BILD – LESE DAS BUCH – SCHREIB MIR DEINE MEINUNG!

    @Hanser Verlag: Vielen Dank für das Rezensionsexemplar

    Ich vergebe insgesamt 2,5/5 Punkten.

     Connies Schreibblogg

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    seschatvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Debütroman, dessen Sinn sich mir nicht erschlossen hat und der m. E. zu destruktiv ausgefallen ist.
    Enttäuschende Utopie

    Im Vorfeld hatte ich mir wirklich mehr von Josefine Rieks Debütroman "Serverland" versprochen, da ich die Vorstellung, in der Zukunft ohne das Internet zu leben, recht spannend und interessant fand. Aber es sollte anders kommen...


    Der blasse, wortkarge Hauptcharakter Reiner wurde von Rieks als nerdiger Außenseiter mit hohem IT-Verständnis angelegt, was anfangs noch Spannung versprach, sich aber mit der Zeit, aufgrund seiner Eindimensionalität, abnutzte. Seine Mission klingt aus heutiger Perspektive unvorstellbar. Er möchte nämlich nichts anderes schaffen, als das Internet wiederzubeleben, das von staatlicher Seite abgeschafft worden ist. Demzufolge sammelt er allerlei Elektroschrott und alte PCs. Durch Zufall gelangt er dann auch noch nach Holland und gründet dort in einer alten Fabrikhalle mit stillgelegten Servern eine Jugendbewegung. Gemeinsam will man Youtube, Facebook & Co wieder nutzbar und sehbar machen. 

    An sich finde ich Rieks Romanidee in der heutigen, von Social Media dominierten Welt innovativ und philosophisch spannend, doch die Umsetzung erfolgte mehr als mangelhaft. Denn nicht nur die handelnden Personen ließen Esprit und Aktionismus vermissen, sondern auch die Story. Dröge, repetitiv und unspektakulär waberte die Handlung so vor sich hin, weil mehrfach Endlosspiralen aus Gammelei, Alkoholismus, Drogenkonsum und Hippie gleichen Diskussionen abgespult wurden. Kurzum, die jugendliche Internetbewegung scheiterte auf ganzer Linie. Wahllos wurden dabei Videos aus längst vergangenen Tagen konsumiert und die vor sich hin dilettierende Jugendgeneration bloßgestellt. Die deutsch-englischen Dialoge setzten dem ganzen Unfug dann noch die Krone auf.

    FAZIT
    Ein Debütroman, dessen Sinn sich mir nicht erschlossen hat und der m. E. zu destruktiv ausgefallen ist. Wer endlose Langeweile mag, dem kann ich diese Lektüre getrost empfehlen. 

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    SigiLovesBookss avatar
    SigiLovesBooksvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Buchidee, aber mehr als vage umgesetzt - konnte leider nicht überzeugen, 2,5*
    Serverland

    "Serverland" von Josefine Rieks erschien als HC, gebunden im Hanser-Verlag, 2018. Es handelt sich um eine fiktive und futuristische Geschichte, die in den nachfolgenden Jahrzehnten spielt, in Berlin und den Niederlanden verortet ist und seinen LeserInnen eine Post-Internetära beschreibt, da das Internet seit Langem abgeschaltet wurde....


    Inhalt:

    Reiner, der Mitte 20 ist und bei der Post arbeitet, sammelt alte Laptops und versucht, sie wieder zum Laufen zu bringen. Er lädt sich am liebsten Spiele herunter wie "Grand Theft Auto" (das ich kenne und gräßlich finde), Lara Croft u.a. Jedoch stürzen alle downloads nach einigen Minuten ab und so versucht er, der ein durchaus technisches Geschick aufweist, nach Verbesserungsmöglichkeiten. Ein Freund aus Schulzeiten, Meyer, kommt auf ihn zu und lädt ihn ein, mit nach Holland zu fahren, da es dort wohl in stillgelegten Industriebrachen alte Serverhallen gibt und er Reiner durchaus zutraut, jene wieder zum Laufen zu bringen. Dort angekommen, treffen beide auf einige Jugendliche, die ebenfalls an der Idee interessiert sind, alte Videos von YouTube wieder zum Leben zu erwecken und vor allem eine Welt, in der virtuell alles "geteilt" wird. Es entwickeln sich Gruppen, man schafft ein Plenum und es gibt Konkurrenzdenken und Beziehungen untereinander, die das ganze Vorhaben nicht eben vereinfachen. Jede Menge Haschisch und 6packs werden konsumiert und Reiner nimmt sich eine berufliche Auszeit, um den Servern zuleibe zu rücken und das technische Material aufzutreiben. Er lanciert durch seine Fachkenntnis durchaus zu einem Leader, fühlt sich jedoch im Grunde einsam....

    Meine Meinung:

    Anfangs hatte ich Mühe, überhaupt in diese skurrile Geschichte hineinzukommen. Vieles ist sehr vage - und bleibt es auch. Auch die Figuren wie Reiner oder Meyer empfand ich als bruchstückhaft, da die nüchterne Sprache nicht darauf angelegt ist, viel von den Protagonisten preiszugeben. Der Ich-Erzähler Reiner spricht im Roman immer von "den Jugendlichen", was ich als sehr distanziert empfand, da er ja im gleichen Alter ist und kaum der Adoleszenz entwachsen sein dürfte. Er und die Gruppe ist auf jeden Fall auf der Suche nach der Idee des Teilens, den Werten einer gerechteren, globalisierten Welt, was als Maxime deklariert wird. Andererseits wird nicht erklärt, weshalb das Internet von der Regierung abgeschaltet wurde - ob es ein Energieproblem gab? In Holland und den USA scheint dieses Problem jedenfalls nicht zu existieren oder nicht in dem Maße, denn dort gibt es Jugendbewegungen, "Rebellen", die das gleiche Interesse haben und sich daher zusammenschließen, um das Internet wieder herzustellen. "Niemand musste sich einsam fühlen" heißt es im Roman: Gab es demzufolge nach dem Abschalgten eine Vereinzelung, ja Vereinsamung der Gesellschaft? All diese Fragen muss man sich als LeserIn selbst beantworten. Der Roman lässt dies offen. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass Reiner emotionale Probleme hatte, sich fürchtete, dass die revolutionäre Idee in der uninteressierten Masse untergeht und unter einem Gefühlschaos litt, das auch seine Beziehung zu Frauen miteinschloss.

    Fazit:

    Eine faszinierende, interessante Romanidee, die für mich leider viel zu konturlos blieb und viele Fragen offen lässt, die den Leser ratlos zurücklassen. 2,5 Sterne 
    Interessieren würde mich dennoch, wie Programmierer und Experten aus der IT-Branche diesen Roman lesen - und bewerten. Womöglich ganz anders?




    Kommentare: 1
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    Naburas avatar
    Naburavor 7 Monaten
    YouTube-Videos von heute in einer internetlosen Zukunft

    In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhundert hat Reiner, der bei der Post arbeitet, ein recht spezielles Hobby: Er sammelt alte Computer und spielt auf denen mit halbwegs funktionstüchtigem Akku alte Spiele. Für den Rest der Bevölkerung handelt es sich bei diesen Geräten nur noch um Elektroschrott, denn das Internet wurde vor Jahrzehnten abgeschaltet. Doch dann wird Reiner von einem Schulfreund kontaktiert, der ihm zeigt, dass es noch immer stillgelegte Serverhallen gibt. Reiner gelingt es, eine Verbindung zu den Servern herzustellen und YouTube-Videos aus unserer Zeit abzuspielen.

    Wie blicken Menschen in etwa sechzig Jahren auf Videos von heute, wenn sie diese Art des unbegrenzten Teilens per Mausklick nicht mehr kennen? Das Buch verspricht ein interessantes Gedankenexperiment zu dieser Frage. Zu Beginn lernt man den Protagonisten Reiner kennen, dessen Leben nicht sonderlich aufregend ist. In seiner Freizeit widmet er sich ganz seinen gesammelten Computern und den Spielen, die er auf einigen davon spielen kann. Bald wird er von einem alten Schulfreund kontaktiert, der ihn mitnimmt zu alten Servern und ihn fragt, ob er die Verbindung zu ihnen herstellen kann. Reiner bejaht. Einige Zeit später fahren sie  einer noch größeren Serverhalle, wo Reiner das Vorhaben in die Tat umsetzt und eine App schreibt, die das auch anderen ermöglicht.

    Bei mir hat die Handlung zahlreiche Fragen aufgeworfen, auf die keine Antwort gegeben wird: Warum wurde das Internet abgestellt? Warum hat sich ansonsten rein gar nichts verändert? Woher weiß Meyer von den Serverhallen? Warum ist sonst noch keiner auf die Idee gekommen, eine Verbindung zu den Servern herzustellen? Warum sind Computer Elektroschrott, wenn man auf ihnen noch Spiele spielen kann? Wie haben Menschen aus aller Herren Länder ohne Internet davon erfahren, was in der Serverhalle vor sich geht? Was läuft im zensierten Fernsehen, wenn die gefundenen Videos so anders sind? Das sind nur einige Beispiele für all die Fragen, mit denen man als Leser allein gelassen wird.

    Die Charaktere erhalten wenig Tiefe, ich hätte gern mehr über ihre Motivation erfahren. Stattdessen stehen Partys, Alkohol und Drogen im Vordergrund. Immer mehr Menschen kommen zur Serverhalle und es entsteht eine Art Kommune, in der nur wenige sich wirklich für die gefundenen Videos interessieren. So bleibt für diese in dem ohnehin schon kurzen Buch wenig Platz. Man unterhält sich über einige Videos, die hinten im Buch auch zum Nachschauen mit Link angegeben sind, doch die Reaktion ist meist irgendwo zwischen „Cool“, „Schräg“, „Heftig“ oder „Warum hat man so was mit der Welt geteilt?“. Mir hat sich bis zum Schluss leider nicht erschlossen, was die Botschaft des Buchs sein soll.

    „Serverland“ basiert auf der Idee, das in einer Zukunft ohne Internet YouTube-Videos von heute gefunden werden. Es ist eine interessante Idee, die jedoch nicht konsequent weitergedacht wurde und viel zu unkonkret bleibt.  Das Setting wird so grob skizziert, sodass ich mich nicht gut in die Welt von Reiner eindenken konnte. Auch er selbst bleibt als Charakter blass. Nach hundertsechzig Seiten habe ich dieses schmale Buch mit einem großen Fragezeigen im Kopf beendet.

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    DunklesSchafs avatar
    DunklesSchafvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe keine Ahnung, was das Buch mir sagen wollte - für mich eine totale Zeitverschwendung.
    Fehlschlag: Serverland - Josefine Rieks

    Die Idee war einfach so klasse – eine zukünftige Welt ohne Internet? Tausend Fragen sind mir durch den Kopf geschwirrt. Lässt sich das Internet überhaupt noch aus unserem Leben entfernen? Warum ist es verschwunden? Was ist mit der Welt passiert? Wie läuft das Leben jetzt ab – zurück in die Steinzeit? Oder alles gar nicht so schlimm?
    Die Antworten auf diese Fragen bleibt das Buch mir leider schuldig.

    Reiner arbeitet bei der Post, doch seine Leidenschaft sind alte Laptops. Die Relikte aus der Vergangenheit sammelt er und zockt darauf Videospiele, soweit möglich. Meyer, den er noch aus seiner Schulzeit kennt, aber nicht viel von ihm hält, führt ihn ins Wunderland, ins „Serverland“. Ein altes, verlassenes Gebäude, in dem die früheren Server von Google Inc. vor sich hin stauben. Dort hat sich eine jugendliche Gemeinde versammelt und versucht den Zeitgeist von früher wiederzubeleben.

    Die jugendliche Gemeinde ist genau so, wie man sie sich vorstellt. Viel Party, viel Alkohol, viel Rauchen. Mit einem Hauch von Hippie. Daran soll es wohl angelehnt sein. Und die jugendliche Gemeinde ist sehr international. Das heißt, dass es viele englische Gespräche gibt, die nicht ins Deutsche übersetzt sind. Mal abgesehen davon, dass es das zwar einfaches Englisch ist, finde ich es nicht gut, dass diese Passagen unübersetzt sind. Nicht jeder kann Englisch.

    Die Internationalität der jungen Menschen gibt mir Rätsel auf. Denn nicht nur das Internet ist verschwunden – auch Computer oder jegliche elektronische Datenverarbeitung scheint verschwunden, ja sogar verpönt zu sein. Wie kommen also die Amerikaner nach Holland (dort, wo die Server stehen)? Sind die vor Wochen mit einem Ozeandampfer losgefahren? Ein Flugzeug oder ein anderes, neueres Schiff kann es ja nicht gewesen sein, denn diese funktionieren ohne Computer schlicht und einfach nicht mehr.

    Das ist auch die Sache, an der es meines Erachtens im Buch krankt. Die Welt scheint unverändert, nur das Internet, bzw. die EDV scheint verschwunden. Es gibt keine Missstände in der Versorgung der Bürger, es gibt Autos (mit welcher Elektronik die wohl fahren?) und und und. Wieso gibt es keine einschneidenden Veränderungen wenn die digitale Ader aus unserer Welt gerissen wird? Das ist für mich nicht nur unverständlich, sondern auch unrealistisch. Es wird aber auch auf gar nichts davon eingegangen.

    Dann hab ich überlegt, ob  mir die Autorin vielleicht etwas anderes mit dem Buch sagen möchte. Aber ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung was. Diese jungen Menschen sitzen beisammen, haben eine Art Plenum gegründet, aber eigentlich gibt es nur ein paar wenige, die etwas verändern wollen. Die anderen hängen einfach dort ab. Und selbst die, welche etwas verändern wollen – was genau? Die Jugendlichen ziehen YouTube Videos von den Servern, brennen diese auf DVDs und schicken diese wahllos an Menschen (DVD Player gibt es anscheinend noch) – warum? Hier reden wir nicht von bedeutenden Reden oder Momenten der Geschichte, sondern von Robbie Williams „Rock DJ“ Video oder irgendwelchen Jugendliche, die Geräusche machen. Total albernes Zeug.

    Will die Autorin mich also dadurch darauf aufmerksam machen, dass im Internet nur Unsinn kursiert? Hm, vielleicht. Aber tatsächlich hätte die Autorin so viel mehr mit dieser Grundidee erreichen können, dass mir diese offensichtliche Tatsache einfach nicht ausreicht. Das Buch war kurz – nur 179 Seiten lang – aber tatsächlich habe ich nun das Gefühl, meine Zeit hätte wesentlich besser investiert werden können.

    Fazit:
    Die Grundidee war so gut, vielleicht schon zu verdammt gut, denn die Umsetzung konnte leider überhaupt nicht überzeugen. Das Buch war für mich tatsächlich reine Zeitverschwendung. Ich hab keine Ahnung was das Buch mir sagen wollte.

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    Bookster_HROs avatar
    Bookster_HROvor 8 Monaten
    Josefine Rieks | SERVERLAND

    In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft lebt die Jugend brav und unverdorben in einer Welt ohne Internet, denn dieses wurde schon vor Jahrzehnten abgeschaltet. Reiner, ein junger PC-Experte, der in seiner Freizeit uralte Laptops aufmotzt und verloren geglaubte Spiele zockt, bekommt durch seinen Schulfreund Meyer die Gelegenheit, bei einer nahezu archäologischen Expedition mitzuwirken: Sie brechen im äußersten Norden der Niederlande in das alte Google-Datenzentrum ein, verbinden sich mit den stillgelegten Servern und betreten so die Ruinenlandschaft von YouTube. Sie tauchen ein in längst vergessene Videos und träumen von einer Zeit, in der alles miteinander geteilt werden konnte, in der die Verbindung zu jedem anderen Menschen auf der ganzen Welt nur ein paar Mausklicks entfernt war.

    Keine Frage – diese Wiederentdeckung muss verbreitet, muss geteilt werden. Reiner und ein paar Helfer der schnell wachsenden Befreiungsaktion machen Kopien der Videos und verschicken sie auf DVD wahllos per Post. Der Fund spricht sich schnell herum und schon bald tummeln sich hunderte Jugendliche aus ganz Europa auf dem Google-Areal. Reiner merkt schnell, dass die ursprüngliche Idee, eine längst vergessene Freiheit zurückzugewinnen, durch die Massen kaum noch zu verfolgen ist. Je mehr Leute dazukommen, desto mehr weicht der Traum dem Chaos. Idealismus ist eben nicht massentauglich und leider extrem kurzlebig – Das Projekt droht zu kippen…

    Josefine Rieks (*1988) präsentiert uns in ihrem Debütroman eine Utopie der ganz anderen Art. Während die gängigen Zukunftsromane meist die totale Überwachung durch gigantische Konzerne mit Monopolstellung prophezeihen oder gleich das Austerben unserer Art durch einen verlorenen Krieg gegen die Maschinen, geht Rieks in die entgegengesetzte Richtung und ersinnt eine Welt ohne Technik, in der sich die Menschen dem Fortschritt und der Digitalisierung verweigert haben – ein höchst interessantes Setting.

    Die Figuren, die Rieks durch ihre reanalogisierte Welt trotten lässt, sind von Langeweile zermürbt, brav gekleidet und sprühen nicht gerade vor Kreativität und Energie; erst die Entdeckung der YouTube-Müllhalde erweckt ihre Lebensgeister. Das passt natürlich ganz gut zur spaßbefreiten Zukunftsvision, liest sich dafür aber auch recht spröde. Überhaupt werden ab der Hälfte des Roman große Lücken in der Handlung bemerkbar, die so wirken, als wüsste Rieks nicht mehr wohin mit ihrer Story, als wäre ihr – um beim Thema zu bleiben – der Saft abgedreht worden. Themen werden angesprochen, aber nicht weiterverfolgt, Dialoge verlaufen sich im friesischen Dünensand und dazu gesellt sich eine gewisse stilistische Unschärfe: Worte wie irgendwoher und irgendwie kommen öfter vor, als es dem Text guttut.

    Kurzum: Das Buch hält nicht, was der Klappentext verspricht. Schade eigentlich, denn zweifellos hat Rieks Talent und ein Händchen für gute Settings – SERVERLAND aber bleibt eher ein schriftstellerischer Gehversuch. Ein Buch, das hier und da zum Nachdenken anregen mag – zum Beispiel wie zukünftige Generationen unseren Datenmüll werten könnten –, als relevanter Beitrag zu gegenwärtigen Diskussionen reicht es aber nicht. Drei Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich auf Euren Besuch ***

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    Schurkenblogs avatar
    Schurkenblogvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Der Geschichte fehlt es leider so ziemlich an allem, was gute Geschichten brauchen. Nur Bier und Joints gibt es im Überfluss.
    Für diesen Roman braucht man viel Bier und noch mehr Joints.

    In naher Zukunft ist noch alles beim Alten. Es gibt Bier, es gibt Wodka, Joints, Zigaretten und der Diesel ist auch nicht verdrängt worden. Nur das mit dem Internet ist Geschichte.
    Auch bei den jungen Menschen hat sich nicht viel geändert. Es gibt noch immer Computernerds, die jetzt nur nicht mehr im Apple-Shop oder Microsoft-Store kaufen, sondern Platinen, Kabel, Motherboards beim Schrotthändler oder im Trödelladen suchen.

    Reiner ist so ein Nerd. Wenn er nicht gerade eine Ausrede parat hat, warum er nicht zu seiner Arbeit als Postzusteller kommen kann, dann spielt er. Computerspiele natürlich. Command und Conquer zum Beispiel.

    Da die Ära des Internets tabuisiert ist, sind natürlich viele jungen Leute neugierig, warum diese Zeit so verdrängt wird. Kein Wunder also, wenn sich die Nerds bald in holländischen Google-Serverhallen treffen, um dort Daten zu ziehen.
    Die Story ist schnell erzählt, denn die wechselt zwischen Serverhalle und Dünen, zwischen YouTube-Videos ziehen und Lagerfeuerzusammenkunft, zwischen Bier und Joints und dem Auskotzen danach. Und das wie in einem Video, das man sich hundert Mal anschauen kann. Immer wieder. Und noch einmal. Und noch einmal.

    Wem das noch nicht genug ist, der wird auch sprachlich überrascht sein. Denn natürlich werden viele Dialoge in Englisch gesprochen. Internet war schließlich international, genauso wie das holländische Nerdtreffen im Buch. Also: "in English, please".

    Ein Glück ist, dass das Buch nur 176 Seiten hat. Viel länger hätte ich es ohne Bier und Joint wohl nicht durchgehalten. Die ewigen Wiederholungen, die jungen Leute, die sich betrinken und bekiffen, und das immer und immer wieder. Dazu keinerlei Änderungen, obwohl das Buch ja ca. 30, 40 Jahre in der Zukunft spielt und das Fehlen des Internets einiges an Problemen ausgelöst haben müsste.

    Ohne Bier, ohne Joint war das leider kein Lesegenuss und nur schwer erträglich. Es fehlt einfach so ziemlich alles, was gute Geschichten brauchen.

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    DisasterRecoverys avatar
    DisasterRecoveryvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Euphorisch und aufgekratzt habe ich mich in dieses Buch gestürzt. Aber am Ende bin ich mir nicht sicher, was mir die Autorin sagen will.
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    ju_theTrues avatar
    ju_theTruevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: das buch liest sich ganz flüssig weg. auch wenn ich nicht so wirklich weiß, worauf die autorin hinaus wollte. 2,5 Sterne.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Ein Zukunftsroman über die Gegenwart: "Aufregend abgründig: Digitale Deppen. Kaputte Freaks. Typen, die von nichts eine Ahnung haben.“ Jan Brandt

    "Durch ihren Perspektivwechsel bringt Josefine Rieks das Kunststück zustande, die prosaische Gegenwart der Produkte in ein Archiv zu verwandeln und sie dabei mit dem Glanz der Nostalgie auszustatten. Natürlich ist das alles sehr ironisch, wie immer in Pop-Romanen.“ Matthias Schümann, NDR Kultur, 21.3.18
    "Kein Zweifel also, dass die Kultur der Digitalität endlich mehr motivischen Einzug in unsere zeitgenössische Belletristik finden muss. Ein Glück beweist Rieks mit ihrem aufrüttelnden Debüt, [.] wie einfach es gehen kann: Man fängt da an zu schreiben, wo andere aufhören über die Freiheit des Internets nachzudenken." Judith Poznan, Musikexpress, 15.3.18
    "Es handelt sich also gar nicht im Science-Fiction, sondern um, sagen wir, eine retromanische Fantasie: um eine Geschichte, die in der Zukunft spielt, eigentlich aber die Vergangenheit und damit wiederum unsere Gegenwart meint. […] Der Witz an 'Serverland' ist, dass der Roman sich darüber subtil lustig macht, genauso wie über die naive Utopie der digitalen Steinzeit.“ René Hamann, taz, 14.3.18
    "Dieses Buch ist wie ein Geheimnis, das ein Insider einem anderen ins Ohr flüstert.“
    Thomas Lindemann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.03.18
    "Josefine Ricks bietet mit ihrer geschickten zeitlichen Konstruktion, vermeintlich retrospektiv auf den heutigen Status des Internets zu blicken, eine kurzweilige Lektüre mit interessanten Denkanstößen.“ Raphael Smarzoch, Deutschlandfunk Büchermarkt, 5.3.18
    "Die […] Autorin widersteht der Versuchung, die Zukunft tatsächlich zu gestalten, sie mit allzu viel Farbe auszumalen. […] Dieser Verzicht auf den großen Knall, diese Nicht-Inszenierung, die im Übrigen dazu führt, dass sich das Stück prächtig ins Theater übersetzen lassen würde, ergibt durchaus Sinn. So setzt die knappe Handlung keinerlei Fett an und läuft auch nicht Gefahr, zur Räuberpistole zu werden. Die Fantasie holt Rieks stattdessen aus der Gegenwart.“ Jochen Overbeck, SPIEGEL Online, 24.02.18
    "‘Serverland‘ ist clever, entspannt, lässig und unbekümmert. Josefine Rieks mischt die Genres, ohne dass das literarische Experiment im Vordergrund stünde. Sie nimmt sich, was sie brauchen kann, und fügt die Elemente von Dystopie, Roadnovel und Versuchsanordnung im Geiste Becketts zu einem schlichten Plot mit höchst origineller Zeitstruktur … 'Serverland‘ ist ein Roman von klugem Understatement, kühl unterspielt und prägnant erdacht." Meike Feßmann, Süddeutsche Zeitung, 20.02.18
    "Möglicherweise ist ‚Serverland‘ am Ende auch eine sehr kluge Analyse vom Aufstieg und beginnenden Zerfall einer analogen Bewegung, die noch zur Voraussetzung hat, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein."
    Kristina Kaufmann, spex, März/April 18

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