Joseph Conrad

 3,7 Sterne bei 501 Bewertungen
Autor von Das Herz der Finsternis, Heart of Darkness und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Joseph Conrad

Polnischer Klassiker der britischen Weltliteratur: Der adelige Sohn polnischer Eltern kam in der heutigen Ukraine mit dem Namen Józef Teodor Nałęcz Konrad Korzeniowski zur Welt, wurde in Marseille zum Seemann und bereiste als britischer Kapitän zahlreiche asiatische und afrikanische Schauplätze seiner Romane. Er zählt zu den großen Meistern der englischen Literatur und gehört auch heute noch zum Repertoire der Schullektüre, obwohl Englisch nach Polnisch, Russisch und Französisch erst seine vierte Sprache war. Er wird der Moderne und dem Realismus zugeordnet und erlangte seinen literarischen Durchbruch mit Spiel des Zufalls, aber auch Romane wie Lord Jim, Nostromo oder Herz der Finsternis bleiben international unvergessen. Viele seiner Werke wurden verfilmt oder adaptiert. Im Alter von 66 Jahren verstarb er in Bishopsbourne und wurde anschließend in Canterbury begraben.

Neue Bücher

Cover des Buches Das Herz der Finsternis (ISBN: 9783962817046)

Das Herz der Finsternis

Neu erschienen am 21.04.2021 als Taschenbuch bei Null Papier Verlag.
Cover des Buches Der Geheimagent (ISBN: 9783752809411)

Der Geheimagent

Neu erschienen am 13.03.2021 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Alle Bücher von Joseph Conrad

Cover des Buches Das Herz der Finsternis (ISBN: 9783943889802)

Das Herz der Finsternis

 (236)
Erschienen am 16.03.2018
Cover des Buches Lord Jim (ISBN: 9783492550123)

Lord Jim

 (33)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Der Geheimagent (ISBN: 9783492550109)

Der Geheimagent

 (15)
Erschienen am 15.11.2017
Cover des Buches Sieg (ISBN: 9783104908533)

Sieg

 (8)
Erschienen am 06.06.2018
Cover des Buches Taifun /Zwischen Land und See (ISBN: 9783596510047)

Taifun /Zwischen Land und See

 (8)
Erschienen am 19.04.2007
Cover des Buches Almayers Luftschloss (ISBN: 9783492550093)

Almayers Luftschloss

 (8)
Erschienen am 15.11.2017
Cover des Buches Schattenlinie (ISBN: 9783458342342)

Schattenlinie

 (7)
Erschienen am 22.11.1999
Cover des Buches Meistererzählungen (ISBN: 9783717515265)

Meistererzählungen

 (5)
Erschienen am 01.03.1995

Neue Rezensionen zu Joseph Conrad

Cover des Buches Das Herz der Finsternis (ISBN: 9783943889802)Der_Buchklubs avatar

Rezension zu "Das Herz der Finsternis" von Joseph Conrad

Viel Metaphorik, wenig Haltung
Der_Buchklubvor 5 Monaten

Die volle Buchbesprechung gibt's in unserem Podcast:

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Vorsicht, Spoiler!

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Cover des Buches Der Niemand von der »Narcissus« (ISBN: 9783866486126)oceanlovers avatar

Rezension zu "Der Niemand von der »Narcissus«" von Joseph Conrad

Wortgewaltig!
oceanlovervor 6 Monaten

Kraftvoll geschriebener, eindrucksvoller Blick in die Welt der Seefahrt des 18./19. Jahrhunderts und dabei sowohl optisch, als auch durch Kommentierung und Nachwort, die bei der Kontextualisierung ungemein helfen, hervorragend aufbereitet.


Zur vollständigen Rezension: https://oceanlove--r.blogspot.com/2020/11/der-niemand-von-der-narcissus.html


Bei maritimer Belletristik ist an Joseph Conrad, gebürtig  Józef Teodor Nałęcz Konrad Korzeniowski, nicht vorbeizukommen - neben Melville einer der Autoren, der selbst zur See fuhr und darüber schrieb. Schon länger wollte ich Die Schattenlinie lesen und habe mich nun entschieden, zunächst zu einem seiner kontroversesten und gerade neu aufgelegten Romane zu greifen.

Warum kontrovers? Im Amerikanischen als The Children of the Sea erschienen, bevorzugte Conrad doch den britischen (und ebenfalls ins Deutsche übersetzten) Titel mit rassistischem N-Wort und verwendete diesen Begriff auch im Roman. Mirko Bonné hat hier eine gelungene und geschickte Neuübersetzung geschaffen - nur in der einen Szene, in der sich der Schwarze Seemann James Wait gegen die rassistische Beschimpfung wehren kann, fällt der Begriff.

In diesem optischen wie redaktionellen neuen Gewand konnte mich die Geschichte mit ihrer brillanten Erzählweise begeistern - Conrads Schreibstil mutet beinahe poetisch an; ist voller ausschweifender und zugleich wunderschön formulierter Beschreibungen der See und des Lebens der Seefahrenden. 

Insbesondere der, sich über 50 Seiten ausstreckende, Sturm war so eindringlich, so ergreifend geschildert, dass ich förmlich in das Buch gesaugt zu werden glaubte. Dank der ausführlichen Kommentierung im Anhang sollten auch nicht-seeaffine Leser*innen den nautischen Ausführungen folgen können; ich denke jedoch, dass das Lesen dann deutlich beschwerlicher wenn nicht sogar freudlos sein könnte. Ich jedoch genoss es natürlich, Leinen und Eigentümlichkeiten des Segelns wiederzuerkennen; das Gefühl auf See zu sein nachvollziehen zu können!

Handlungsverlauf und Thematik des Buches sind für mich zweigeteilt - zum einen der maritime Aspekt im ersten Teil der Geschichte und schließlich die zwischenmenschliche Dynamik, auf der der Fokus in der zweiten Hälfte liegt. Während ich den Seefahrtsschilderungen mit Freude folgte, konnte mich der Konflikt an Bord nicht fesseln. Müsste ich eine inhaltliche Zusammenfassung des Buches schreiben, fiele mir das außerordentlich schwer - geht es doch nur vordergründig um den Sturm und die Pflege des kranken James Wait, sondern vielmehr um die komplexe Dynamik innerhalb der gesamten Besatzung.

Die düster-tiefsinnige Art, wie dieses Buch geschrieben und erzählt ist, konnte mich in den Bann schlagen, während zugleich inhaltlich wenig geschah; die handelnden Personen mich nicht emotional erreichten und ich mir nicht einmal sicher bin, verstanden zu haben, was Conrad uns genau sagen möchte. Und doch; gerade die scheinbare Trägheit seiner Geschichte, der Zauber seiner Sätze, die Faszination der See und die Parallelwelt des Segelschiffes - die beiden eigentlichen Handlungsträger - machten das Buch zu einem unvergesslichen Leseerlebnis für mich. 

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Cover des Buches Das Herz der Finsternis (ISBN: 9783943889802)stefan182s avatar

Rezension zu "Das Herz der Finsternis" von Joseph Conrad

Die Suche nach Kurtz
stefan182vor einem Jahr

Inhalt: Getrieben von dem Wunsch, die unbekannten Flecken des Globus zu erkunden, heuert Marlow als Schifffahrtskapitän bei einer Kolonisationsgesellschaft an, die im Kongo angesiedelt ist. Dort erhält er den Auftrag, den Elfenbeinhändler Kurtz aus dem Inland wieder zurück zur die Küste zu eskortieren, wobei sich die Reise als Abenteuer und mehr als psychische Belastung entpuppt.

Persönliche Meinung: "Herz der Finsternis" wird aus der Ich-Perspektive Marlows erzählt. Den Rahmen der Erzählung bildet ein Treffen Marlows mit seinen Freunden, denen er seine Erlebnisse auf dem Kongo in Form einer Binnenerzählung aus der retrospektive berichtet. Die Handlung verläuft recht linear und beschränkt sich weitgehend auf die Rückführung des Elfenbeinhändlers Kurtz, die Marlow immer weiter in den Primärwald führt. Die Suche nimmt surreale Züge an: Marlow denkt, er würde Kurtz immer näher kommen, nur um am nächsten Posten zu erfahren, dass Kurtz schon weiter ins Landesinnere gezogen ist. Dabei hört er immer neue Gerüchte über Kurtz, die Marlows Bild von diesem schon fast ins Numinose steigern. Andererseits wird eingehend beschrieben, wie sich die Reise ins Landesinnere und die Schwüle des Kongos immer stärker auf die Psyche Marlows auswirken, sodass die Reise für ihn alptraumhafte Züge annimmt. Dies spiegelt sich im Erzählstil wieder: Während in der Rahmenhandlung noch lyrisch und metaphernreich erzählt wird, tritt dies in der Binnenhandlung zugunsten eines nüchternen und eher schwerfällig-drückenden Erzählstils zurück. Zugleich ist "Herz der Finsternis" aber auch ein Beispiel dafür, dass man Klassiker kritisch (und hier: post-kolonial) lesen muss: Zwar wird das Kolonialsystem als solches in der Handlung negativ gesehen, doch ist die Erzählung (besonders am Ende) durchzogen von Stereotypen und Vorurteilen des "weißen Mannes" der indigenen Bevölkerung gegenüber, wobei auch ein sozialdarwinistisch-rassistisches Überlegenheitsdenken auftritt. Im Anschluss an die Erzählung findet sich ein Nachwort des Schriftstellers Urs Widmer, der die biografischen Bezüge Joseph Conrads zur Erzählung aufführt und erörtert.

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Zusätzliche Informationen

Joseph Conrad wurde am 02. Dezember 1857 in Berdytschiw (Ukraine) geboren.

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