Joseph Coulson Abnehmender Mond

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Inhaltsangabe zu „Abnehmender Mond“ von Joseph Coulson

Zwei ungleiche Brüder, eine charismatische Frau – die große, tragische Liebe. Einst waren die Tollmans eine stolze Detroiter Arbeiterfamilie, nun müssen sie, vom Schicksal gedemütigt, im Wald hausen, die Tochter ertrinkt, die Mutter erblindet. Da erscheint ihnen noch einmal der Glanz vergangener Tage: Katherine Lennox, eine exzentrische Jazzpianistin, lockt die beiden Söhne der Familie in ihren Bann. Sie schöpfen Hoffnung auf ein glücklicheres Leben. Eine verhängnisvolle Dreiecksgeschichte beginnt …

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  • Rezension zu "Abnehmender Mond" von Joseph Coulson

    Abnehmender Mond
    emeraldeye

    emeraldeye

    09. March 2011 um 14:08

    Im Zentrum von "Abnehmender Mond" stehen zwei charakterlich sehr gegensätzliche Brüder, Philip und Stephen Tollman. Philip, der ältere, ist impulsiv, willensstark, radikal, in vielerlei Hinsicht "dunkel". Er ist der Liebling seiner Mutter Jessica, auch wegen der tragischen Umstände seiner Geburt. Stephen kommt 18 Monate später "ohne Kampf und Tragödie" zur Welt und so wird auch sein Leben verlaufen. Er ist der besonnene, realistische, fast fatalistische Gegenpol. Und obwohl er in nahezu jeder Hinsicht im Schatten seines Bruders steht, ist er es, dessen Stimme hörbar bleibt. Nur einmal begehrt er gegen seine "Nebenrolle" auf, nämlich als beide Brüder sich in dieselbe Frau, Katherine, verlieben. Katherine entscheidet sich für Philip, der sie ohne ein Abschiedswort verläßt und eine andere heiratet. Stephen versucht im Laufe seines Lebens immer wieder, sie für sich zu gewinnen, er ist wie besessen davon, dass sie ihn lieben muß, doch es wird ihm nicht gelingen. Alles, was sein Bruder für sich beansprucht, gehört für immer ihm. Stephen akzeptiert diese Tatsache schließlich, auch weil er miterleben muß, wie sein Bruder an seinen Leidenschaften und radikalen Entscheidungen zugrunde geht. "Ich denke an meinen Bruder. Was ich noch von ihm habe ist Erinnerung." Joseph Coulson hat eine Geschichte voller Tragik, Trauer und Hingabe geschrieben. Schlüssig zegt er, wie die Herkunft eines Menschen sein Leben beeinflussen kann. Dass er ihr nicht entkommen kann, ganz egal, was er auch versucht. Schicksalsschläge und Entscheidungen tun ihr Übriges, um ein Leben im Nichts enden zu lassen. Philip steht für Kampf, Auflehnung und schließlich Resignation und Rückzug. Stephen für HIngabe, Akzeptanz, Toleranz und immer wieder neu beginnen. Was sie verbindet, ist ihre gemeinsame Vergangenheit und das wird immer so bleiben. Joseph Coulson gelingt es, am Beispiel der Familie Tollman ein interessantes Bild der amerikanischen Arbeiterklasse über 50 Jahre hinweg zu zeichnen. Seine Sprache bleibt schlicht und nahe an den Protagonisten dran. Doch der Teil, der aus Katherines Sicht erzählt wird, besticht auch mit wunderbaren poetischen Beschreibungen der Dreierbeziehung. Eine Familiengeschichte der besonderen, lesenswerten Art.

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