Joseph E. Stiglitz Im freien Fall -

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Inhaltsangabe zu „Im freien Fall -“ von Joseph E. Stiglitz

Das Plädoyer des Nobelpreisträgers für eine neue globale Wirtschaftspolitik Joseph Stiglitz beschreibt in seinem neuen Buch, wie solch eine krisenfeste und gerechtere Wirtschaftsordnung aussehen könnte. Neben einer besseren Regulierung der Finanzmärkte und einer aktiveren Rolle des Staates in der Wirtschaft, müssen wir vor allem dafür Sorge tragen, weltweit Arbeitsplätze zu sichern und den Wohlstand gerechter zu verteilen.

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  • Rezension zu "Im freien Fall -" von Joseph E. Stiglitz

    Im freien Fall -
    Kaivai

    Kaivai

    19. June 2011 um 16:02

    Der Zahn der Zeit hat Karies. Der Schmelz, das was den Zahn leben läßt, ist kreuz und quer verseucht mit Parasiten, die sich vollsaugen und dann so fett vor lauter Geld werden, dass der Rest des Zahns kaum noch was zum beißen hat. Ganz zurecht sagt der Zeitgeist: Wirtschaft. Das ist der Grund auf dem wir leben. Materiell. Seelisch leben wir auf anderem Grund. Auf einem Mosaik von Gründen. Eins dieser Mosaiksteine heißt Gerechtigkeit. Wenn arm und reich weltweit immer weiter auseinanderdriften, dann hat der Zahn der Zeit seinen Biss verloren. Er quält sich mit dem Leid sovieler, die der Selbstgerechtig und -gefälligkeit jener zum Opfer fallen, die sich auf den Finanzmärkten die Taschen vollstopfen. Joseph Stiglitz ist der derzeit beste Zahnderzeitarzt in Sachen Wirtschaft, u.a. ausgezeichnet mit dem Nobelpreis. In seinem Buch schildert er die Finanzkrise 2008. In seinem Fokus steht die USA. Er beschreibt die Entstehung und den Verlauf der Immobilienblase, die Konsequenzen der Lehmanpleite, die Reaktionen der Bushadministration und nach dessen Abwahl die von Obama (dass Obama dieselben Fehler fortführt, zeigt wie sehr die Wallstreet den Fuß in der Tür hat). Immer wieder kommt Stiglitz auf die Frage zurück, inwieweit ein freier Markt überhaupt möglich ist und inwieweit die Politik involviert sein muß. Eine hochinteressante Frage, die ich so gut noch nirgends beantwortet gefunden hab. Dort liegt ja auch der Kern unserer heutigen Wirtschaftsprobleme, als der Cowboy Ronald Reagan beschloß in den goldenen Westen zu reiten, ihm zur Seite die eiserne Lady Margaret Thatcher, und beide stießen sie die Türen auf, damit der Markt endlich wirklich frei sein konnte. Das nennt sich Deregulierung und frei waren dann nur die Haifische und die vermehrten sich explosionsartig und die Freiheit der kleinen Fische verengte sich auf die Wahl der Tarnung (auch diesen Abschnitt der Wirtschaftshistorie beschreibt Stiglitz anschaulich und nachvollziehbar). Unfaßbar ist, wieviel derzeit schiefläuft, im Weltwirtschaftsleben. Aber: es gibt immer auch Wege zum Besseren. Stiglitz zeigt sie auf. Mit all seiner Kompetenz. Ich bin begeistert beim lesen. Mir leuchtet das völlig ein, wohin die Reise gehen muss. Und dafür muss die Politik das Ruder fest in die Hand nehmen. Aber: wenn selbst Steuermann Obama nicht auf Kurs kommt, wer dann. Da bleibt doch nur ein neuer Wahlspruch und der heißt: "Yes we camp".

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