Joseph Gelinek Die 10. Symphonie

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Inhaltsangabe zu „Die 10. Symphonie“ von Joseph Gelinek

Die Musikwelt steht kopf, als Dirigent Ronald Thomas in einem Privatkonzert den ersten Satz von Beethovens verschollener Zehnter aufführt. Am nächsten Tag wird Thomas enthauptet in einem Park bei Madrid gefunden. Wer mordet im Dienste der Musik? Eine fieberhafte Suche in codierten Notenschriften und alten Partituren beginnt …

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  • Leserunde zu "Die Bradshaw-Variationen" von Rachel Cusk

    Die Bradshaw-Variationen
    Daniliesing

    Daniliesing

    "Die Bradshaw-Variationen" von Rachel Cusk ist ein ganz besonderer Roman im Rowohlt Verlag, für den wir 25 Testleser suchen. Es ist ein Buch, das selbst ein wenig wie ein Musikstück ist, mal ruhig und angenehm, mal dramatisch und laut - vor allem aber mit viel Gefühl. Rachel Cusk hat einen emotionalen Roman aus dem Leben eines Musikers geschrieben, der zwar völlig in der Musik lebt, sich dafür aber schwer mit dem Alltäglichen tut: Seitdem Thomas Bradshaw aus dem Arbeitsleben ausgestiegen ist, um sich um seine achtjährige Tochter zu kümmern, lernt er Klavierspielen, was ihm in den schwierigen mittleren Jahren über die Runden hilft. Seine Frau Tonie hat indessen eine überaus fordernde Vollzeitstelle an der Universität angenommen – ein Rollentausch, der, vom Rest der Familie misstrauisch beäugt, bald zu komischen und auch zu tragischen Verwicklungen führt. Denn Thomas besorgt zwar regelmäßig frische Blumen fürs «Musikzimmer», teure italienische Schuhe für die Tochter, vertieft sich in die Goldberg-Variationen. Aber in Fragen der Haushaltsführung ist er eher Ach als Bach. Tonie hat dagegen mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen: mit einem Vorgesetzten, der sie auf sehr subtile Weise klein hält, mit den Annäherungsversuchen eines jüngeren Kollegen – und, nicht zuletzt, den missbilligenden Blicken der ultrakonservativen Eltern. Wenn ihr Lust aufs Versinken in dieser kleinen Musikwelt rund um die Familie Bradshaw in Buchform habt, bewerbt euch jetzt als Testleser unter "Bewerbung & Bekanntgabe" der Gewinner. Die 25 Testleser und jeder, der noch Lust hat, können sich dann später hier intensiv über das Buch austauschen und eine Rezension schreiben. Ihr könnt euch bis einschließlich 31. Juli 2011 als Testleser bewerben und mit etwas Glück das Buch gewinnen. Erzählt uns hierfür, welche Leidenschaft ihr habt - ist es vielleicht wie bei Thomas Bradshaw im Buch die Musik oder etwas ganz anderes? Wir sind gespannt! Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier: http://www.rowohlt.de/fm/131/Cusk_Bradshaw.pdf

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    Bokmask

    Bokmask

    23. June 2011 um 09:16

    Dieses Buch war das Erstlingswerk des Autors, ich habe es als zweites gelesen, nachdem mir „Die Geige des Teufels“, in dem es um Paganini geht, sehr gut gefallen hat. Die Idee, klassische Musik in einem Thriller zu verarbeiten, fand ich persönlich sehr interessant, sodass ich um die Bücher nicht herumkam. In diesem Werk rankt sich alles um die 10. Symphonie von Ludwig von Beethoven. Ob sie jemals geschrieben wurde, steht in den Sternen, aber in diese Geschichte wurden die Gerüchte und Forschungsergebnisse um dieses Rätsel der klassischen Musikwelt gekonnt eingeflochten. Meiner Meinung nach wird ein wenig zu viel mit Ausdrücken jongliert, die ein Leser, der sich nicht mit Klassik beschäftigt, nicht kennen kann. Spannung ist fast von Anbeginn der Geschichte vorhanden, diese wird immer weiter ausgebaut und kann bis zur Aufklärung der Geschehnisse gehalten werden. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, wenn man sich etwas in der klassischen Musik auskennt. Einige Szenen sind so bildlich beschrieben, dass ich der Meinung bin, dieses Werk sollte nur von Erwachsenen gelesen werden. Erzählt wird aus der Sicht der jeweiligen Figur, die gerade im Vordergrund agiert. Ebenfalls gibt es einen Strang, der in die Vergangenheit geht und diese aus der Sicht von Ludwig von Beethoven erzählt. Sehr schnell hatte mich der Autor in den Bann seiner Geschichte gezogen, die Seiten liefen nur so davon. Nach zwei Tagen hatte ich dieses Werk ausgelesen, sodass ich gespannt bin auf weitere Werke von Joseph Gelinek. Ich vergebe vier von fünf Sternen. Bisher veröffentlicht: Die 10. Symphonie Die Geige des Teufels (Jedes Werk ist eigenständig, es handelt sich um keine Serie)

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    mabuerele

    mabuerele

    27. September 2010 um 18:03

    Ein Autounfall im Jahre 1980 in Almeria und der Besuch der Spanischen Hofreitschule in Wien im Jahre 2007 sind Inhalt der ersten beiden Kapitel des Romans. Dann wechselt die Erzählung nach Madrid des Jahres 2007 und man befindet sich plötzlich in einem Krimi der besonderen Art. Daniel Paniagura, Musikprofessor, wird zu einem Konzert im kleinen Kreis eingeladen. Der Komponist behauptet, aus Fragmenten Ludwig van Beethovens den ersten Satz seiner 10. Symphonie rekonstruiert zu haben. Am nächsten Tag ist der Komponist tot. Er wurde enthauptet. auf seinem Kopf ist eine Notenzeile eintätowiert. Paniagura wird von der Polizei, aber auch von der verantwortlichen Richterin als Experte hinzugezogen. Er glaubt, dass die Notenzeile eine verschlüsselte Nachricht zu dem Ort ist, an dem sich die 10. Symphonie Beethovens befindet. Denn eines war ihm nach dem Konzert klar: Was er gehört hat, war keine Rekonstruktion. Das war original Beethoven. Er weiß, dass die handschriftliche Partitur, sollte sie gefunden werden, Millionen Wert ist. Eine spannende Handlung, viel Verdächtigte, kein klares Motiv - aber das ist nur die eine Seite des Krimis. Die zweite vermittelt dem Leser einen Einblick in das Schaffen und das Leben Beethovens. Dabei ist der Teil so geschickt in die Krimihandlung eingefügt, als gehöre er dahin. Man liest also nicht nur einen Krimi, sondern frischt auch seine Kenntnisse über Fuge, Symphonie, Allegro u. ä. auf. Auch das Leben Beethovens in Wien wird dargestellt. Dabei spielt neben seinen musikalischen Wirken vor allem sein Umgang mit Frauen eine Rolle. Wer war seine “Unsterbliche Geliebte“? Und der Roman hat noch einen weiteren Handlungsstrang. Zur Aufklärung des Verbrechens ist es notwendig, Kenntnisse über Kryptographie und Steganographie zu vermitteln. Wie konnten Texte mit Noten verschlüsselt werden? Das das Musiker schon seit Jahrhunderten machen, war mir neu. Meiner Meinung nach ist dem Autor ein erstklassiger Thriller gelungen, der seine Leser nicht nur mit der Aufklärung eines Mordes - übrigens mit überraschendem Ausgang - unterhält, sondern auch ein Stück Bildungsroman ist. Übrigens: Hat Beethoven nun eine 10. Symphonie geschrieben oder hat er nicht??

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2010 um 21:50

    Spannender Thriller für Musikfans

  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    Kiara

    Kiara

    02. October 2009 um 16:39

    "Die 10. Symphonie" ist wohl der musikalischste Thriller des Jahres: Der berühmte Dirigent Ronald Thomas wird enthauptet in einem Park bei Madrid aufgefunden - einen Tag nachdem er in einem Privatkonzert den ersten Satz von Beethovens verschollener zehnter Symphnoie aufgeführt hat. Die Polizei ist ratlos und bittet den Musikwissenschaftler Daniel Paniagua um Hilfe. Dieser hat eigentlich schon genug private Probleme mit seiner Freundin, begibt sich aber trotzdem fieberhaft auf die Suche nach der Lösung des Falls - und der zehnten Symphonie! Joseph Gelinek ist selbst Musikwissenschaftler und Beethoven-Experte, was der Leser auch sehr schnell merkt, da man von Anfang bis Ende des Buches mit Musiktheorie versorgt wird. Ich fand es sehr interessant so viel über klassische Musik und vor allem über Beethoven zu erfahren - aber für Menschen, die dieses Interesse nicht teilen, ist das Buch wohl eher ungeeignet. Die häufigen musiktheoretischen Einschübe tragen auch sehr dazu bei, dass die Handlung immer wieder ins Stocken gerät. Dennoch ist "Die 10. Symphonie" fesselnd und schlüssig geschrieben und hat mich bis zum Ende miträtseln lassen was tatsächlich hinter dem Mord an Thomas steckt. Für Thriller- und Musikliebhaber ist dieser Roman also ein Muss und für alle anderen ein solider Kriminalfall. "Joseph Gelinek" ist übrigens ein Synonym. Der "echte" stammte aus Böhmen und war zu Beethovens Zeit ein begehrter Klavierlehrer und Hauspianist des Wiener Adels.

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    greenamazone

    greenamazone

    23. July 2009 um 20:18

    Auf den Spuren der 10. Symphonie gerät Daniel Paniagua immer tiefer in die Geheimnisse um dieses mystische Musikwerk Beethovens. Um den Tätern des Mordopfers Ronald Thomas - Dirigent des "überarbeiteten 1. Satzes der Symphonie" - auf die Spur zu kommen muss er in die Vergangenheit und das Leben beethovens eindringen und gerät immer mehr selber in Gefahr. Leichte Lektüre, spannend geschrieben und mit viel Hintergrundwissen, was musikalische Feinheiten anbelangt. Und man erfährt auch das ein oder andere über den Mensch Beethoven.

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    MrsCodyMcFadyen

    MrsCodyMcFadyen

    30. June 2009 um 00:32

    -Dreieinhalb Sterne mal wieder- Ja was soll ich sagen. Zuerst einmal hatte ich mit mehr Action gerechnet, denn das hier war eher ein Kriminalroman anstatt einem Thriller. Denn viel Spannung war nicht da. Der Inhalt des Buches bestand darin, den Mord an einem Musiker aufzuklären, der einen Tag zuvor einen Aufsehen erregenden Anfang von Beethovens Symphonie - der verschollen geglaubten 10.- gespielt hatte. Daniel Paniagua, Musikwissenschaftler und Beethoven Spezialist, macht sich, nebenbei hilft er der Polizei bei der Aufklärung des Mordes, auf die Suche nach den Schriftstücken, die die 10. Symphonie beinhalten sollen. Die Handlung war in Spanien, abwechselnd mit Wien und die Zeit Beethovens, durch die vielen nicht allzu langen Kapitel ist man eigentlich gezwungen, das Buch recht flott durchzulesen um sich nicht andauernd wieder "reinlesen" zu müssen. War nämlich manchmal verwirrend die Sprünge zwischen Richterin und dem Musikwissenschaftler, dann den Personen in Wien und Beethoven selbst, dem auch wenige Kapitel gewidmet sind. Ein Pluspunkt ist, dass man von diesem Buch unglaublich viel lernen kann über Beethoven, klassische Musik allgemein, Notenlehre und die Symphonien. Ich hätte das Buch daher fast als Lehrbuch rausgegeben... Was außerdem noch gut war, war dass die Handlung dann zum Schluss doch noch eine extreme Wendung genommen hatte. Man konnte mutmaßen, wer den Musiker nun umgebracht hat, aber am Ende wurde man/ich doch überrascht. Dreieinhalb Sterne von mir, aber dem Roman kommt die 10. Symphonie erheblich näher, als einem Thriller!

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    *Wölkchen*

    *Wölkchen*

    22. June 2009 um 23:10

    Ich gebe zu, ich habe mich blenden lassen: Ein Thriller, in dem Wien, Musik und sogar Musikwissenschaft eine Rolle spielen – damit kann man mich ködern, das scheint wie für mich geschrieben! Ich gebe auch zu, dass ich das Buch zum Großteil auf einer längeren Zugfahrt verschlungen habe: Leicht zu lesen und kurzweilig hat es durchaus Spaß gemacht. Aber es blieb dennoch hinter meinen Erwartungen zurück. Wien, Musik(wissenschaft) und ein Mord mögen die richtigen Zutaten sein. Doch wenn dem dann noch Freimaurer, Illuminaten, Kryptologie und ein Napoleonnachfahre beigemixt werden, muss ich leider in abgewandelter Form sagen: Zuviele Zutaten verderben hier den Brei beziehungsweise das Buch! Die Handlung ist schnell beschrieben: Alles deutet darauf hin, dass der Dirigent Ronald Thomas das verloren geglaubte Manuskript von Beethovens 10. Symphonie gefunden hat. Der Musikwissenschaftler Daniel Paniagua wohnt einem von Thomas geleitetem Privatkonzert bei, in dem der erste Satz der Symphonie gespielt wird. Am nächsten Tag wird Thomas ermordet aufgefunden… Paniagua wird als Beethoven-Experte für die Lösung des Mordes hinzugezogen – und soll die musikalisch verschlüsselten Botschaften entziffern, die auf die Spur des Manuskripts und damit auch auf die Spur des Mörders führen zu scheinen. Der Autor, selbst Musikwissenschaftler, hat sich die Aufgabe gestellt, einerseits einen Thriller zu schreiben, der auf einem Musikmythos beruht und mit Hilfe von fundierten Kenntnissen der Musiktheorie gelöst werden kann, andererseits seinen Lesern, die wahrscheinlich zum Großteil nicht über dieses fundierte musiktheoretische Wissen verfügen, diese Kenntnisse näher zu bringen. Das führt zu teilweise sehr gezwungenen Dialogen, wenn beispielsweise Paniagua seinem Chef, Ordinarius eines musikwissenschaftlichen Instituts, erklärt, welcher Fortschritt Beethovens Instrumentierung war. „Er war zum Beispiel der Erste, der Piccoloflöte und Posaunen in einer Symphonie eingesetzt hat“. Kaum vorstellbar, dass das ein Professor der Musikwissenschaft nicht weiß, selbst wenn Beethoven nicht sein Spezialgebiet ist! Zu abgehoben wird es für mich spätestens dann, als einige Kapitel eingeschoben werden, die in Wien zu Beethovens Lebzeiten spielen. Die Handlung spielt mit dem Mythos der 10. Symphonie Beethovens, von der nur Skizzen überliefert sind. Sie ist also insofern realistisch, als dass man sich durchaus vorstellen kann, dass diese Symphonie tatsächlich komponiert wurde und die Partitur irgendwann entdeckt wird. Doch mit der Verlagerung ins 19. Jahrhundert ist jeglicher Illusion des Realismus dahin und die Handlung wird rein spekulativ. Schade. Wie gesagt, ich habe mich von einigen Aspekten des Inhalts verführen lassen, muss aber ehrlicherweise zugeben, dass Aufmachung und Klappentext des Buches ziemlich genau die Richtung weisen, in die das Buch geht: Das Cover, in Rottönen gehalten, ist ziemlich reißerisch, ebenso der Klappentext, in dem von der Suche nach dem „Heiligen Gral der Musik“ die Rede ist – Dan Brown und Co lassen grüßen. „Die 10. Symphonie“ ist ein schneller Krimi (weniger Thriller) für zwischendurch mit oberflächlichen Anekdoten zu Musikgeschichte und Musiktheorie – das Richtige für Zug oder Strand, als nachhaltige Lektüre aber eher weniger geeignet.

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    Bellexr

    Bellexr

    03. June 2009 um 16:30

    Der junge spanische Musikwissenschaftler Daniel Paniagua erhält von seinem Chef eine Einladung zu einem bemerkenswerten Konzert. Der berühmte Dirigent Ronald Thomas wird aus Fragmenten des Anfangs der 10. Symphonie Ludwig van Beethoven‘s, die er zu einer Komposition zusammengeführt hat, in Madrid ein Konzert geben. Am nächsten Tag wird Ronald Thomas enthauptet in einem Park aufgefunden. Spuren an der Leiche weisen darauf hin, dass Thomas’s Tod etwas mit der 10. Symphonie zu tun hat und Daniel als Beethoven-Experte wird mit in die Ermittlungen eingebunden. Sehr schnell gelangt Daniel zu der Überzeugung, dass er an dem Abend nicht eine Komposition von Thomas mit Fragmenten von Beethoven gehört hat, sondern dass die ganze Komposition das Werk Beethovens ist und der tote Dirigent anscheinend in deren Besitz gekommen ist. Eine fieberhafte Suche nach dieser angeblich nicht existierenden Symphonie beginnt, an der natürlich noch Andere größtes Interesse haben. .. Man merkt sofort, dass es sich bei dem Autor um einen Musikwissenschaftler und Beethoven-Experten handelt, der sich des Pseudonyms Joseph Gelinek bedient, der zu Beethovens Zeiten als ein bekannter Klavierlehrer galt. Allerdings sind diese Informationen rund um Beethoven und der klassischen Musik sehr geschickt und verständlich in die Geschichte eingearbeitet, ohne hierbei belehrend oder detailverliebt zu sein, sondern durchaus interessant und informativ, auch für Leser, die sich nicht für Klassische Musik und Beethoven interessieren. .. Sein sehr lockerer, flüssiger und lebendiger Schreibstil fesselt einen schon nach kurzer Zeit an das Buch und die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut und hält problemlos bis zum Ende des Thrillers. Die Wechsel der verschiedenen Erzählstränge sind dramaturgisch gut gesetzt, sodass keine Längen entstehen. .. Seinen Protagonisten Daniel beschreibt der Autor als einen jungen Beethoven-vernarrten Musikwissenschaftler, der immer knapp bei Kasse ist, sein Motorrad liebt und eine ziemlich komplizierte Beziehung zu seiner Freundin hat. Dies stellt J. Gelinek sehr lebendig und facettenreich dar, sodass Daniel einem sofort sympathisch ist. Die anderen Figuren nehmen ebenfalls schnell Konturen an, haben Ecken und Kanten und einige sind äußerst rätselhaft beschrieben, was neugierig macht und zum Weiterlesen reizt. .. Auch für Nicht-Beethoven-Fans ist dieser Thriller durchaus lesenswert, da hier ein interessantes Thema originell und spannend umgesetzt wurde, ohne sich dabei blutrünstiger Szenen und vieler Morde bedienen zu müssen.

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  • Rezension zu "Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. April 2009 um 19:10

    Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich mich auf einen rasanten Thriller gefreut - und bekam statt dessen eine Abhandlung über das Werk Beethovens, vermischt mit ein bisschen Freimaurertum, Illuminaten und - ach ja - einem Mord. Für diesen hat sich der Autor zwar eine spektakuläre Methode ausgedacht, trotzdem hat man während des ganzen Lesens das Gefühl, dass der Mord nur ein Vorwand ist, um hemmungslos über Beethovens 10. zu spekulieren, von der man bis heute nicht weiß, ob sie jemals existiert hat. Die "fieberhafte Suche" besteht aus einem gelegentlichen Szenenwechsel zwischen Wien und Madrid, wobei der Handlungsstrang in Wien nur einen kleinen Part hat und lediglich zur Erklärung einiger Dinge in Beethovens Leben dient. Rasante Verfolgungsjagden erwartet man in diesem Buch vergebens. Dafür bekommt man eine Einführung in Musiktheorie, Morsecodes, Verschlüsselungstechniken und die Entstehung von Musikstücken. Man merkt deutlich, dass der Autor Musikwissenschaftler ist. Für Leser, die keine Ahnung von Musiktheorie oder den Werken Beethovens haben, dürften manche Dialoge zu fachbezogen sein um sie zu verstehen. Wer am Anfang gut aufgepasst hat, für den ist dann die Auflösung des Falls auch keine wirkliche Überraschung. Zugute halten kann man dem Autor einen angenehmen und flüssigen Schreibstil der verhindert, dass in dem Buch Längen entstehen. Gut unterhalten habe ich mich, auch wenn ich das Buch insgesamt eher als durchschnittlichen Krimi betrachte. Zudem habe ich mich gelegentlich über erzählerische Schnitzer geärgert, bei denen ich nicht sicher bin, ob es sich um eine unglückliche Übersetzung handelt oder ob der Autor den Faden verloren hat. So beantwortete der Lebensgefährte des Opfer die Frage, wie lange die Beziehung zum Opfer bestand mit der Aussage: wir hätten nächste Woche Einjähriges gefeiert, wenige Seiten später berichtet er aber, dass er vor knapp zwei Jahren nicht mit zu einem Essen durfte, weil die Gastgeber ihn als schwulen Lebensgefährten nicht dabei haben wollten. Ein Blinder, berichtet, dass bei einem bestimmten Gegenstand der Abdruck eines weiteren Gegenstandes zu sehen gewesen sei und Computermonitore waren lt. Autor in grauer Vorzeit nicht monochrom sondern schwarz weiß. Wer Beethoven kennt und mag und Krimis ohne viel Blut und mit mäßiger Spannung erwartet, der ist mit diesem Buch sicher gut bedient.

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