Joseph Gelinek Die Violine des Teufels

(15)

Lovelybooks Bewertung

  • 18 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 7 Rezensionen
(6)
(4)
(3)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Violine des Teufels“ von Joseph Gelinek

Was hat der »Teufelsgeiger« Paganini mit einem Mord im heutigen Madrid zu tun? Die Geigerin Ane Larrazábal wird nach einem ihrer berühmten Konzerte stranguliert aufgefunden. In blutiger Schrift prangt das arabische Wort für »Satan« auf ihrer Brust. Und ihre einzigartige Stradivari mit dem geschnitzten Teufelskopf ist unauffindbar – sollte das Instrument tatsächlich fluchbeladen sein? Die Spur führt die Polizei bis zum makabren Tod des Meisters Paganini selbst, vor nahezu 200 Jahren … Beklemmende Spannung, berauschender Klang – der neue Musikthriller von Joseph Gelinek!

Ein Buch mit Wow-Effekt

— Tapsi0709

Fazit: Wer eher ruhig angelegte Thriller bzw. Krimis mag und sich dazu noch ein wenig für klassische Musik interessiert, wird bei „Die Violine des Teufels „ mit einer packenden, komplexen und informativen Story belohnt, die zudem noch mit detailreich beschriebene Charaktere aufwarten kann.

— Bellexr

Stöbern in Krimi & Thriller

Crimson Lake

Nach der Eden-Trilogie ist "Crimson Lake" der Auftakt zu einer neuen Reihe, die hoffentlich schnell weitergeht!

RubyKairo

Angstmörder

Tolles Duo, mit einem spannenden Fall inkl. unvorhersehbarer Wendungen ...

MissNorge

Im Traum kannst du nicht lügen

Absolut empfehlenswert! Mein persönliches Krimihighlight 2017!

marielilith

Origin

Mein erster Dan Brown: unglaublich interessant und spannend!

marielilith

Geheimnis in Rot

Ein Krimi wie ein weihnachtliches Familientreffen: mit Licht- und Schattenseiten.

hesi

Spectrum

Etwas langatmiger Lesestoff. Habe oft die Lust am Weiterlesen verloren. Dafür ein Top Cover.

oztrail

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Violine des Teufels

    Die Violine des Teufels

    Tapsi0709

    19. February 2017 um 06:26

    Erst habe ich gedacht, ein Buch über klassische Musik wäre nichts für mich, aber dann hat es mich doch sehr schnell in seinen Bann gezogen, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Spannung von vorne bis hinten und man grübelt schon fast bis zum Schluss wer denn der Täter ist. Solche Bücher liebe ich. Es ist sehr flüssig geschieben. Außerdem kommen 3 Kapitel vor, die den Tod Paganinis beschreiben und seinen angeblichen Pakt mit dem Teufel. Es gibt selten Bücher, die mich so fesseln. Dieses kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen.

    Mehr
  • Die Violine des Teufels

    Die Violine des Teufels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Bei diesem Buch fragte ich mich nach dem Überlesen des Klappentextes, wie man den Geiger Paganini in einem Thriller unterbringt. Klassische Musik und Thriller, das hat mich mehr als neugierig gemacht. In Madrid wird nach einem Konzert die weltberühmte Violinistin Ane Larrazábal tot in einem Nebenraum des Konzertsaals aufgefunden. Sie war die derzeit beste Violinistin, die Europa zu bieten hatte. Niemand spielte Paganini so virtuos wie sie. Die Geigerin wurde stranguliert, und auch ihre einzigartiges Instrument, eine echte Stradivari mit einem Teufelskopf als Schnecke, ist seit dieser Tat unauffindbar. War es ein Raubmord oder steckt noch mehr dahinter? Sollte das Instrument tatsächlich mit einem Fluch beladen sein, wie es unter Kennern heißt? Der sehr sympathische Inspector Raúl Perdomo, einer der erfahrensten Ermittler der Madrider Polizei, übernimmt den Fall. Er verfolgt jede Spur – bis hin zum makabren Tod Paganinis persönlich. „Die Violine des Teufels” wurde mit viel Liebe zur Musik geschrieben und verbindet spannende Unterhaltung mit fundiertem Musikwissen. Kein Wunder, denn das Pseudonym Joseph Gelinek steht für einen spanischen Musikwissenschaftler. Der Autor kennt sich also auf diesem Gebiet bestens aus, was auch sehr eindrücklich zu spüren ist. Als Leser erfährt man beiläufig interessante Dinge; skurrile Anekdoten über bekannte Musiker … wann man bei einem klassischen Konzert klatschen muss bzw. darf … Wer diesem Thema gegenüber aufgeschlossen ist, wird sich für das Buch begeistern können. Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und vier Sterne - aber nur aufgrund der Spezialisierung auf klassische Musik, sonst wären es eindeutig 5.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Die Violine des Teufels" von Joseph Gelinek

    Die Violine des Teufels

    Bellexr

    24. February 2012 um 10:20

    Der Fluch der Stradivari . Die gefeierte Geigerin Ane Larrazábal gibt in Madrid ein vielumjubeltes Konzert, bei dem sie auch ein Stück von Paganini spielt. Kurz nach der Pause wird das Konzert jedoch abgebrochen, die 26-jährige Geigerin wurde tot im Chorraum aufgefunden. Auf ihrer Brust steht mit Blut geschrieben das arabische Wort „Satan“ und ihre Stradivari, die angeblich dem Teufelsgeiger Paganini gehört haben soll, ist spurlos verschwunden. Der beim Konzert anwesende Kommissar Raúl Perdomo übernimmt den Fall. Doch erste Ermittlungsansätze verlaufen ins Leere. Da greift Perdomo auf recht unkonventionelle Methoden zurück, um den Fall zu lösen. Diese Spur führt ihn zurück zum rätselhaften Tod des Meistergeigers Paganini. . Von der ersten Seite an merkt man, dass der Autor mit dem Pseudonym Josef Gelinek ein Musikwissenschaftler ist. Wie schon in seinem Debütroman „Die 10. Symphonie“ lässt er sein fundiertes musikalisches Wissen auch dieses Mal fast auf jeder Seite des vorliegenden Thrillers einfließen. Das mag für musikalisch Desinteressierte langatmig sein. Wer sich jedoch ein wenig für Musik, besonders noch für die Klassik und einigen dazugehörigen Anekdoten interessiert, wird begeistert sein. Ich höre zwar sehr gerne und auch viel Musik, ab und an auch Klassik, würde mich jedoch nie als Klassik-Fan bezeichnen, gelangweilt habe ich mich jedoch zu keiner Zeit. Ganz im Gegenteil, ich fand die gut vermittelten Informationen des Autors äußerst interessant. . Josef Gelinek beginnt seinen Thriller gleich mit dem Mord an der berühmten Geigerin und stellt einem auch gleich seinen Protagonisten Raúl Perdomo wie auch dessen Privatleben vor. Anfangs sieht durch die Zeichnung auf Ane’s Brust alles nach einem fundamentalistischen Anschlag aus, doch schon schnell ist klar, dass die Ermittlungen in eine andere Richtung laufen müssen. Mehr aus Neugier nimmt Perdomo Kontakt zu einer Wahrsagerin auf, die bereits in der Vergangenheit für die Polizei tätig war. Diese führt ihn auf eine ganz andere Spur, bei der auch der Meistergeiger Paganini eine entscheidende Rolle spielt. Zumal der Stradivari der ermordeten Geigerin nachgesagt wird, dass sie einmal ihm gehört hätte. . Der spanische Autor verbindet hier geschickt historische Fakten und musikalisches Fachwissen zu einem spannenden Thriller, der praktisch von der ersten Seite an einen in seinen Bann zieht. Josef Gelinek hat einen eher ruhigen, aber dennoch nicht minder fesselnden Schreibstil, dem es mühelos gelingt, eine kontinuierliche Spannung aufzubauen. Und obwohl ich gleich zu anfangs schon eine Vermutung in Bezug auf den Täter hatte, hat dies mich im weiteren Verlauf überhaupt nicht gestört, da der Autor kaum Hinweise auf die Identität wie auch dessen Beweggründe gibt. So rätselt man automatisch bis zum Schluss mit und die Auflösung ist meines Erachtens wirklich gelungen und absolut schlüssig. . Sein Protagonist Raúl Perdomo ist bei der Arbeit eher ein Einzelgänger und deshalb nicht sonderlich begeistert, als ihm bei diesem brisanten Fall ein Partner zur Seite gestellt wird. So gut es geht, ignoriert er diesen jedoch und geht ermittlungstechnisch lieber eigene Wege. Zumal ihn diese auch zu einer Wahrsagerin führen, der er anfangs äußerst skeptisch gegenübersteht, schon bald jedoch von ihrer Arbeit überzeugt ist. Privat ist Perdomo seit einem guten Jahr Witwer und hat einen 13-jährigen musikbegeisterten Sohn, dem es oftmals mehr als einmal peinlich ist, dass sein sehr sympathisch beschriebener Vater so absolut unmusikalisch ist. Bei allen anderen Mitwirkenden gelingt es dem Autor mühelos, diesen ein facettenreiches Profil zu geben, sodass man zwar eine gute Vorstellung von ihnen erhält, sie aber dennoch etwas undurchschaubar bleiben. . Fazit: Wer eher ruhig angelegte Thriller bzw. Krimis mag und sich dazu noch ein wenig für klassische Musik interessiert, wird bei „Die Violine des Teufels „ mit einer packenden, komplexen und informativen Story belohnt, die zudem noch mit detailreich beschriebene Charaktere aufwarten kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Violine des Teufels" von Joseph Gelinek

    Die Violine des Teufels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2011 um 22:08

    Inhalt: Nach einem Konzert in Madrid wird die gefeierte Geigerin Ane Larrazábal im Chorraum des Konzerthauses ermordet aufgefunden. Sie wurde erwürgt und anschließend wurde ihr mit Blut das Wort “Satan” in arabischer Schrift auf die Brust geschrieben. Doch das ist nicht der einzige Schock, denn außerdem ist Larrazábals Stradivari mit dem Teufelskopf als Schnecke unauffindbar, welcher nachgesagt wird, dass sie Paganini höchstpersönlich gehört haben soll. Kommissario Perdomo, selbst von persönlichen Schicksalen gezeichnet, übernimmt den Fall und stellt sich der Frage, ob hinter dem Mord mehr steckte als ein Raubmord. Meine Meinung: Das Thema hat mich sofort interessiert, denn eher untypisch für mein Alter habe ich eine Schwäche für klassische Musik und dabei haben es mir vor allem das Klavier und die Geige angetan. Zusätzlich ist Paganini ein spannendes Thema und als dann auch noch der Kommissar gleich von Anfang an sympathisch war, hatte ich das Buch im Nu durchgelesen. Die Einleitung bis zur tatsächlichen Ermittlung ist etwas lang, jedoch an keiner Stelle langatmig. Als dann die eigentlichen Ermittlungen beginnen ist der Spannungsbogen stets angespannt, denn jeder Befragte bringt immer wieder neue, unerwartete Wendungen in die Geschichte. Die immer wieder erwähnten Musikstücke habe ich stets nachdem ich das Buch weggelegt habe gleich angehört, was der Geschichte noch mehr Tiefe gab. Alle Charaktere sind glaubwürdig und der Kommissar wird durch die stetigen Einblicke in sein Privatleben sofort nahbar und sympathisch. Auch die Auflösung war letztendlich wirklich spannend und keineswegs enttäuschend oder zu früh vorhersehbar. Fazit: Ein wirklich spannender Thriller, der nicht nur Musikbegeisterte fesseln wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Violine des Teufels" von Joseph Gelinek

    Die Violine des Teufels

    MichaelSterzik

    Die Violine des Teufels (Joseph Gelinek) Niccolò Paganini war schon zu Lebzeiten eine Legende. Seine Interpretation von Capraccio Nr. 24 ist legendär, nicht zuletzt durch seine eindrucksvolle und bisher nicht erreichte Spielweise, sondern auch durch seine hageres, fast schon dämonisches Aussehen. Sein Umgang mit der Violine ist unerreicht, und man sagte ihm nach, er hätte ein Pakt mit dem Teufel geschlossen, denn nur so könnte Paganini derartig schnell und perfekt spielen. Doch auch seine Instrumente sind berühmt, besonders die Violine von Stradivari, eine von insgesamt sieben aus seiner persönlichen Sammlung. Deren Klang ist einzigartig, dass viele Künstler sagen, der Klang sei wie eine Kerze, aufflackernd, hell und sinnlich. Über die Akustik, dem Klangkörper der Violine und der Herstellung ranken sich einige Legenden. Zweifelsfrei allerdings gehört eine Stradivari zu den besten der Violinen auf der ganzen Welt. Joseph Gelinek lässt in seinem neuesten Musikthriller „Die Violine des Teufels“ eine Stradivari töten, zumindest bringt diese Geige Unglück über die Besitzer. Ein Fluch, oder morden Menschen um diese berühmte Geige in ihrem Besitz zu nehmen?! Inhalt Inspector Raul Perdomo besucht mit seinem dreizehnjährigen Sohn Georgio, der ein begabter Geigenspieler ist, dass Konzert von Ane Larrazabal, einer der bedeutendsten Geigensolisten des Landes und zugleich einer der renommiertesten Musikerinnen der Welt. Heute Abend findet ein Konzert der berühmten Solistin im Auditorio Nacional im schönen Madrid. Es ist das erste Mal das Vater und Sohn gemeinsam ein Konzert besuchen und schon auf der Fahrt erklärt Georgio seinem Vater den Ablauf des Konzertes und wie man sich als Zuschauer und Hörer im Publikum zu verhalten hat. Schon im ersten Teil des Konzertes ist das Publikum begeistert und auch Perdomo und sein Sohn lassen sich von der Musik bezaubern. Nach der Pause allerdings betritt der Direktor der Veranstaltung die Bühne und verkündet, dass der zweite Teil des Konzertes nicht stattfinden kann. Falls sich ein Angehöriger der Polizei unter den Zuschauern befinden sollte, so sollte dieser sich bitte umgehend zu den nahegelegenen Garderoben begeben. Perdomos erste Vermutung, dass die Stradivari von Ane Larrazabals gestohlen worden ist, bewahrheitet sich leider nicht. Die berühmte Solistin wurde ermordet aufgefunden, stranguliert und auf ihrer Brust mit Blut geschriebene arabische Schriftzeichen. Aber auch ihre berühmte Stradivari mit dem einzigartigen Teufelskopf ist unauffindbar. Musste die junge Musikerin deswegen ihr Leben lassen?! In den nachfolgenden Ermittlungen wird klar, dass das Motiv des Mordes nur der Raub der sehr wertvollen und berühmten Stradivari sein kann. Gerüchte über einen Fluch der über die Geige gesprochen wurde, machen die Runde. Auch Perdomo der überaus skeptisch ist, recherchiert und trifft dabei auf Unfälle und Selbstmorde die alle mit dieser Geige von Stradivari zu tun haben... Kritik „Die Violine des Teufels“ von Joseph Gelink ist ein Musikthriller der sich ganz klar von seinen Verwandten abhebt. Im Grunde geht es hier um den vorliegenden Roman nur um die Musik selbst. Angefangen über den Besuch des Konzertes bei dem Perdomo schon eine klassische, theoretische Unterweisung durch seinen Sohn bekommt, oder bis hin zu einem Besuch in die Vergangenheit in der man Paganini in seinen letzten Atemzügen begleitet, ganz gleich wo – es ist Musik im Spiel. Spannung wird hier über große Längen nicht erzeugt, der Autor findet viel mehr Gefallen daran sich mit der Stradivari, den Musikern oder überhaupt über die dramatischen Details der Musikgeschichte auseinanderzusetzen, als daran zu arbeiten den Spannungsbogen zu steigern. Es gibt zwar kleinere Nebengeschichten wie z.B. das Verhältnis zwischen Perdomo und seinem Sohn Georgio, doch all dies wirkt auf einen evtl. unmusikalischen Leser eher langweilig. Der Roman „Die Violine des Teufels“ ist einzig und alleine für Musikliebhaber geschrieben, und hier vor allem für diejenigen die den Klang, die Musik einer Violine lieben. Die Figuren des Romans sind stupide und eindimensional beschrieben. Einzig und alleine Paganini selbst, der in einigen Kapitel auftritt, verleiht dem Roman das nötige interessante etwas. Hätte der Autor seinen Roman in der Vergangenheit spielen lassen, z.B. mit Paganini und Stradivari, vielleicht in einer Kulisse mit Rom, Mailand, Paris oder London, wäre der Roman um Dimensionen besser gewesen. Also ein musikalischer, historischer Thriller – ja – das wäre auch für die „klassischen“ Leser von spannungsgeladenen Thrillern etwas gewesen. Fazit Hier werden sich die Geister teilen: Einerseits ist der Roman sehr gut und vor allem überzeugend, weil man viel über Musik und überhaupt von Violinen erfährt, andererseits bleibt die Spannung völlig auf der Strecke. Jeglicher Musikliebhaber der im Klang mit sich selbst und einer Violine den größten Gefallen findet, wird diesen Roman lieben. Viele andere, die noch kein klassisches Violinen Konzert oder eine musikalische Ausbildung haben, werden hier schnell die Lust am Lesen verlieren. Zu sehr steht die Musik hier im Fokus und verliert sich hier leider hoffnungslos. Also nur zu empfehlen für Leser deren Musik ihr eigentliches Talent oder Interesse ist. Autor: „Joseph Gelinek“ ist das Pseudonym eines spanischen Musikwissenschaftlers und Bestsellerautors, der nah „Die 10. Symphonie“ nun seinen zweiten Roman vorlegt. Der „echte“ Jospeh Gelinek (1758-1825) stammte aus Böhmen und war zu Mozarts und Beethovens Zeit ein begehrter Klavierlehrer und Hauspianist des Wiener Adels, der sich auch an eigenen Kompositionen versuchte. (Verlagsinfo) Michael Sterzik

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die Violine des Teufels" von Joseph Gelinek

    Die Violine des Teufels

    Bokmask

    01. May 2011 um 12:42

    Bei diesem Buch fragte ich mich nach dem Überfliegen des Klappentextes, wie man den Geiger Paganini in einem Thriller unterbringt. Klassische Musik und Thriller, dass hat mich sehr neugierig gemacht. Das Coverbild, auf dem der Gott Baal mit Geige abgebildet ist, ließ meine Neugierde noch stärker werden. In Madrid wird nach einem Konzert die Violinistin Ane Larrazábal tot in einem Nebenraum des Konzerthauses aufgefunden. Sie war die derzeit beste Violinistin, die Europa zu bieten hatte. Ane wurde stranguliert, aber auch ihre einzigartige Geige, eine echte Stradivari mit einem Teufelskopf als Schnecke, ist seit dieser Tat spurlos verschwunden. War es ein Raubmord oder steckt mehr hinter diesem Verbrechen? Der sehr sympathische Kommissar Perdomo übernimmt den Fall, nachdem sein Kollege einen tödlichen Unfall hatte. Der Leser erfährt von den privaten Schwierigkeiten des Kommissars, ohne dass es langatmig wird. Dieses Werk beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der der Autor dem Leser die wahren Begebenheiten dieser Geschichte erklärt. Diese Einleitung war schon so flüssig und interessant verfasst, dass mein Verlangen gleich weiterzulesen, geweckt war. Als dann schon kurze Zeit später das Verbrechen geschah, war diese Geschichte in meinen Augen nicht mehr zu stoppen, rasant geht es weiter und ein Innehalten war teils nicht möglich. Dieses Buch hat mich bereits nach den ersten Seiten gepackt und in seinen Bann gezogen. Der Autor versteht es gekonnt, die mystische Geschichte der klassischen Musik mit den Elementen eines spannenden Thrillers zu mischen. Ich bekam einen tiefen Einblick in die Welt der „Klassik“, wie sie mir bis dahin nicht bekannt war. Selten habe ich in einem Roman so viele wissenswerte Informationen erhalten! Durch unvorhersehbare Wendungen baut der Autor eine unterschwellige und doch zugleich höchst spannende Stimmung auf. Immer wieder tauchen neue Handlungsstränge mit interessanten Figuren auf, die den Thriller lebendig, ja schon plastisch, gestalten. Besonders gefallen haben mir die Rückblenden in das Leben des Geigers Paganini. Diese geheimnisvollen und mystischen Verschwörungen haben mich regelrecht gefesselt. Lag auf dieser Stradivari mit dem geschnitzten Baalkopf wirklich ein Fluch? Die Violine muss wirklich ein wunderbares Instrument sein, ich hörte die Musik regelrecht beim Lesen. Und ich weiß, dass ich das erste Werk des Autors, „Die 10. Symphonie“, ganz bestimmt auch lesen werde.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Violine des Teufels" von Joseph Gelinek

    Die Violine des Teufels

    eifelmini

    16. April 2011 um 14:26

    Inspector Raúl Perdomo besucht mit seinem Sohn Gregorio ein Konzert der weltberühmten Geigerin Ana Larrazabál im Auditorio Nacional in Madrid. Doch nach der Pause wird das Konzert abgebrochen: die junge Ana wurde im Chorsaal des Konzethauses tot aufgefunden. Erdrosselt. Mit blutroten, arabischen Schriftzeichen auf der Brust. Von ihrer wertvollen Stradivari-Geige fehlt jede Spur. Perdomo war zwar der erste Polizist vor Ort, aber erst nach dem Mord am ermittelnden Inspector Salvador wird er mit dem Fall betraut. Geschah der Mord aus islamistischen Hintergründen? Lastet auf der verschwundenen Geige wirklich ein Fluch? Die Suche nach dem Mörder von Ana Larrazabál gestaltet sich als sehr schwierig und undurchsichtig. Es ergeben sich dubiose Zusammenhänge, wo man sie nicht erwartet. Selten habe ich meine Meinung bezüglich Täter und Mordmotiv im Verlaufe eines Buches so häufig geändert, wie bei diesem. Der Titel und auch das schlichte Cover des Buches könnten auf einen historischen Roman schließen lassen, aber die Geschichte spielt in der heutigen Zeit. Joseph Gelinek, Pseudonym eines spanischen Musikwissenschaftlers und Autors, verbindet gekonnt historische Aspekte mit der heutigen Zeit und er verpackt das eigentlich aus der Mode gekommenes Instrument Geige (wenn man mal von David Garrett absieht) in ein neues Gewand. Ich habe keine Ahnung wie man dieses faszinierende Instrument spielt, aber er beschreibt die Musik und die Spielweise so außergewöhnliche detailliert, dass man es sich genau vorstellen kann, wie sie klingen soll. Die im Buch erwähnten Lieder und Symphonien, die ich kannte, hatte ich förmlich wieder im Ohr. Mit seinem fesselnden Schreibstil macht er aus einer musikalischen Kriminalgeschichte einen spannenden (Psycho-)Thriler, der sich inhaltlich und von den Ermittlungsmethoden des Kommissars von anderen Romanen abhebt.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks