Joseph Heller Catch 22

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Inhaltsangabe zu „Catch 22“ von Joseph Heller

Catch 22", also "Falle 22" oder "Trick 22" - das ist die ebenso irrsinnige wie ausweglose Dienstanweisung für das amerikanische Bombengeschwader, der zufolge Bomberpilot Yossarian nur dann von weiteren Einsätzen verschont bleibt, wenn er als verrückt anerkannt wird. Verrückt aber kann niemand sein, der sich weigern will, immer weitere großenteils sinnlose Einsätze zu fliegen. Also muss Yossarian ebenso wie seine Kameraden weiterfliegen, obwohl er sich die größte Mühe gibt, als verrückt zu erscheinen. Durch scheinbar absurdes Verhalten der militärischen Maschinerie ihre eigene Absurdität zu demonstrieren. Aber die Kriegsmaschinerie, gespeist aus persönlichem Ehrgeiz, Dummheit, Brutalität und Duckmäuserei, erkennt ihren eigenen Irrsinn nicht in dem Spiegel, den Yossarian - im Grunde der einzig Normale unter lauter Verrückten - vorhält.

sollte man mal gelesen haben. unterhaltsam und zählt nicht umsonst zu den klassikern!

— Nele
Nele

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  • Eine Parade der Kriegsidiotie

    Catch 22
    dominona

    dominona

    10. October 2016 um 11:08

    Der Krieg an sich spielt hier kaum eine Rolle. Es sind eher die sich widersprechenden Menschen und die geballte Unfähigkeit, die sich aus völlig hanebüchenen Regeln ergibt, die das Kriegsgeschehen vollkommen lächerlich machen - und das fast 550 Seiten lang. Es sind lose Episoden, die miteinander verknüpft sind, weil alle zusammen im Lazarett sitzen und im Grunde genommen nichts zu tun haben, als hin und wieder ihr leben auf's Spiel zu setzen und sich gegenseitig zu sabotieren - anstrengend, aber lehrreich.

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  • Leserunde zu "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" von Michael Wäser

    Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
    MichaelWaeser

    MichaelWaeser

    Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion! Der Klappentext: Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten? Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus. Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog. Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

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    • 33
  • Ganz anders als gedacht

    Catch 22
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2016 um 02:29

    Ohne vorher die Inhaltsangabe zu lesen, habe ich mich auf das Buch gestürzt. Zu meiner Verwunderung ging es sofort los, mit einem seltsames Verhalten und sehr verwirrenden Dialogen, die mich fast dazu brachten das Buch sofort aus der Hand zu legen. Im Nachhinein betrachtet bin ich froh, dass ich trotz dessen weitergelesen habe. In jedem Kapitel erfährt man etwas von den darin vorhandenen Personen und deren Beziehung zu Yossarian. Und mit jeder Seite wird das Buch verwirrender und auch verrückter, manches Mal auf eine sehr lustige Art und Weise und manches Mal eher zum Nachdenken. Dadurch, dass es im zweiten Weltkrieg spielt, geht es vorrangig um die seltsamen Abläufe an der Front – wobei alles ins Lächerliche gezogen wird oder ich sage besser: es wird von mir so empfunden. Ich habe mich mehr und mehr gefragt, wer jetzt eigentlich verrückt ist und wer noch alle Sinne beisammen hält. Hätte ich vorher gewusst, dass es einzig Yossarian ist, wäre das Buch vermutlich nur halb so spannend für mich gewesen. Wer „Catch-22“ noch nicht gelesen hat, der sollte das schleunigst nachholen. Ich finde es ist vergleichbar mit der alten Fernseh-Serie „Ein Käfig voller Helden“, in der es auch um teils verrückte Zustände in einem Gefangenenlager für alliierte Soldaten im 2. Weltkrieg geht. Nur nicht ganz so lustig. Eine positive Überraschung war dieses Buch auf alle Fälle.

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  • Sehr mittelmäßiger Anti-Kriegsroman

    Catch 22
    awogfli

    awogfli

    Mein Vorhaben, jedes Jahr zwei bis drei amerikanische Klassiker zu lesen, war wieder einmal nicht von berauschendem Erfolg und Begeisterung gekrönt. :-) Joseph Hellers Antikriegs-Roman hat zwar durchaus so seine genialen Momente, im Endeffekt bzw. in der Endabrechnung kann ich ihn aber nur als ein äußerst mediokres Werk der Literatur bezeichnen und muss mich schon sehr ob der breiten Begeisterung wundern. Dabei beginnt die Geschichte sehr gut mit Catch-22 bei uns als Trick 77 mit Selbstüberlistung bezeichnet, der den Soldaten wie in der Geschichte mit dem Hasen und dem Igel immer die Karotte vor die Nase hält, bei einer bestimmten Anzahl von Feindflügen die Erlaubnis zur Heimkehr zu bekommen. Sobald ein Soldat diese Anzahl erreicht hat, wird die Quote weiter nach oben geschraubt. In dem Sinne ist Catch-22 eine ausgezeichnete Studie über die sinnlose menschenverachtende Bürokratie des Krieges - Auch der Tod muss verwaltet werden - und über den sehr kreativen Kampf der Soldaten dagegen. Alle Figuren sind unsymphatisch und widerlich aber am schlimmsten sind die Bürokraten, jene die nicht in Feindflügen ihr Leben riskieren und die wie bei einem großen Monopolyspiel um Geld, Macht, Gefälligkeiten und Anerkennung pokern, dabei herzlos die Menschenleben ihrer anvertrauten Flieger verspielen und zusätzlich auch noch auf die widerlichste Art mutige markige Sprüche über Vaterland und Heldenmut klopfen. Jaja im Schreibtischsessel ist es sehr leicht, den aufopferungsvollen Helden zu spielen. Das ganze System ist von oben nach unten derart verfault und verrottet, dass einem speiübel wird. Soweit die positiven Aspekte des Buches... Oft nehmen die Spielchen der beteiligten gierigen Machtmenschen sowie der gesamte Roman kafkaeske Züge an. Leider erzählt nicht der wirkliche Kafka die Geschichte dieses Krieges sondern irgendwie scheint ein komplett dementes Zerrbild des erfolgreichen Literaten als Autor zu fungieren, der sich weder an irgendeinen chronologischen Aufbau, noch daran erinnern kann, was er bereits erzählt hat. So kreist die Geschichte in Zeitschleifen ständig um sich selbst, verwirrt durch sinnlose Zeitsprünge und bringt dadurch weder einen konsistenten Aufbau, noch einen roten Faden zusammen. Permanent wiederholte lose Anekdoten am Lagerfeuer duch einen senilen Cowboy erzählt - so ist Catch dramaturgsich einzuschätzen, also eine epische Katastrophe. Im Rahmen des Lektorats würde ich von 550 Seiten noch mindestens 250 streichen und einen linearen Storyaufbau empfehlen, bevor ich mich als Verlag trauen würde, dieses dekonstruierte Machwerk auf den Markt zu schmeissen. So ein Stil ist meiner Meinung nach nur eine literarische Eitelkeit, um den Leser unnötig zu quälen. Der Feuilleton und die restlichen Schnösel-Literaturkritiker diese alten literarischen Flagellanten stöhnen bei sowas ja immer lustvoll auf und sind begeistert, ich ärgere und wundere mich dann immer nur. Andererseits blitzt ab und an wieder so etwas wie Genialität in einzelnen Szenen hervor, die die Lektüre dieses Standardwerkes der amerikanischen Literatur nicht vollends sinnlos gemacht haben wie z.B. der BWL Exkurs und die Geschäfte von Milo, der alte liederliche Mann, der die italienische Position im 2. Weltkrieg beleuchtet und der bürokratisch tote Doc, der eigentlich noch lebt und von dem alle mehr profitieren, wenn er hin ist. Auch die vorletzte Szene als Yossarian korrumpiert werden soll, ist Spitzenklasse. Fazit: Einige geniale Szenen, die Aussage dass der Krieg aus Menschen Monster macht (was wir aber alle ohnehin vorab gewußt haben), ansonsten nur mühsames Blabla und nur ein Drittel der Zeit wert, die ich ins Lesen investiert habe - also mittelmäßig und entbehrlich!

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    • 4
  • Rezension zu "Catch 22" von Joseph Heller

    Catch 22
    TiNa

    TiNa

    20. March 2010 um 14:58

    verändert den blick auf die welt

  • Rezension zu "Catch 22" von Joseph Heller

    Catch 22
    Thaila

    Thaila

    16. March 2010 um 13:31

    Mit Catch 22 ist es Joseph Heller gelungen, den vielleicht unterhaltsamsten und komischsten Kriegsromans aller Zeiten zu schreiben, der gleichzeitig ähnliche Beklemmungen auslöst, wie Kafkas Prozess. Die Handlung des Romans lässt sich nur schwer zusammenfassung, da er kaum über einen Plot verfügt. Es handelt sich vielmehr um eine Reihung von Episoden und Charakterstudien, die sich lose um Yossarian, einen Captain der American Air force, gruppieren. Yossarian ist gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in Norditalien stationiert. Sein ganzes Streben richtet sich darauf, nach Hause geschickt zu werden und nicht mehr am Krieg teilnehmen zu müssen. Eine Order, die es wahnsinnigen Piloten ermöglicht, die Air Force zu verlassen, scheint ihm der Ausweg. Es gibt allerdings einen Haken, den berühmten Catch 22, der durch Hellers Roman in der englischen Sprache sprichwörtlich geworden ist: Um als wahnsinnig anerkannt zu werden, muss man einen Antrag stellen. Tut man dies, kann man gar nicht als wahnsinnig eingestuft werden, da die Sorge um das eigene Leben, das man mit einem solchen Antrag zeigt, beweist, dass man nicht wahnsinnig ist. Es ist also vollkommen unmöglich sich zu qualifizieren. Nach diesem Prinzip ist der ganze Roman aufgebaut. Yossarian und seine Kollegen sind einer absurden und unmenschlichen Kriegsbürokratie ausgeliefert, die in diesem Roman, als der wahre Feind jedes Soldaten entlarvt wird. Diese Logik zwingt sie beispielsweise sich mitten im Kriegsgeschehen an vollkommen unsinnigen Marschübungen teilzunehmen oder führt dazu, dass sie von ihren eigenen Leuten bombardiert werden. Deutsche kommen in diesem Roman konsequenterweise eigentlich gar nicht vor. Die Dialoge, in dem diese absurde Kriegslogik immer wieder entblösst wird, sind ausgesprochen komisch. Das Ganze ist so abgedreht, dass man als Leser den Bezug zum echten Krieg immer mal wieder vergisst. Man wird jedoch durch Heller auf den Boden der Realität zurückgeholt, wenn er beispielsweise in einer Szene, die wie ein Alptraum immer wieder kehrt, beschreibt, wie Yossarian die Beinwunde eines anderen Soldaten verbindet, der währenddessen an einem Bauchschuß stirbt. In diesen Szenen zeigt sich das Hellers Buch nicht nur ein leichtes, postmodernes Spiel mit Bedeutungsebenen und Realitäten ist, sondern auch ein Mahnmal gegen den Krieg, in dem fast alle Beteiligten nur verlieren können. Das Buch hat seine Längen, nach einer Weile hat man das Gefühl, dass man das Prinzip nun langsam verstanden hat. Das fulminante, unerwartete Ende belohnt einen jedoch. Ich kann dieses Buch, von dem ich das Gefühl habe, dass es ziemlich aus der Mode gekommen ist, nur unbedingt empfehlen.

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  • Rezension zu "Catch 22" von Joseph Heller

    Catch 22
    Nele

    Nele

    29. September 2009 um 09:12

    Kriegsliteratur? Eigentlich nicht so meins ... Dieses Buch handelt zwar vom Krieg, doch der Krieg kommt hierbei nicht besonders gut weg. Es geht um amerikanische Soldaten, die im 2. Weltkrieg auf einer italienischen Insel stationiert sind. Das Kriegsleben besteht eigentlich darin, sich vor dem Krieg und anderen Gefahren zu verstecken und möglichst lange im Lazarett zu bleiben. Dieses Buch ist es auf jeden Fall Wert gelesen zu werden. Es ist ein zynischer Roman, der sehr gut mit der Kriegsmaschinerie im zweiten Weltkrieg abrechnet und dabei sehr unterhaltsam ist.

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  • Rezension zu "Catch 22" von Joseph Heller

    Catch 22
    ChrisHeil

    ChrisHeil

    06. August 2008 um 10:33

    Großartiges Anti-Kriegsbuch das alles und jeden auf die Schippe nimmt.

  • Rezension zu "Catch 22" von Joseph Heller

    Catch 22
    Loki

    Loki

    11. February 2008 um 15:35

    1981 zum ersten mal gelesen, seitdem wiederholt und immer wieder neues entdeckend: Joseph Hellers "IKS-Haken" auch unter dem Titel "Catch 22". eins der Bücher, bei welchem die Gefühle zwischen Tränen und Lachkrämpfen pendeln. Bissiger amerikanischer(?) Humor.

  • Rezension zu "Catch 22" von Joseph Heller

    Catch 22
    Hypermoti

    Hypermoti

    06. January 2008 um 20:26

    Die wohl beste Kreigssatire die je geschrieben wurde. Objektive Sinnlosigkeit des Krieges am Schicksal eines verrückten Bomberpiloten. Ein muss für den bekennenden Pazifisten und für die Regierungen dieser Erde