Dreckiger Schnee

von Joseph Knox 
3,5 Sterne bei78 Bewertungen
Dreckiger Schnee
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Positiv (43):
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Ein spannender Thriller mit einem richtigen Antihelden. Gut gemacht, aber viele Personen.

Kritisch (15):
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Mäßig spannend mit einem Ende, das für mich nicht alle losen Fäden befriedigend miteinander verknüpft. Schade, aber das war nicht mein Buch!

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Inhaltsangabe zu "Dreckiger Schnee"

Drogen-Sumpf, Bandenkrieg und Polizei-Korruption in Manchester. Das spannende Thriller-Debüt von Joseph Knox – 'Ein Kraftpaket von einem Thriller.' (Val McDermid)

Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester.

Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen, soll sie wiederfinden. Seine Suche auf den nächtlichen Straßen Manchesters führt ihn in einen Sumpf von Drogen und Gewalt: Offenbar setzt ein mächtiger Dealer minderjährige Mädchen, sogenannte 'Sirenen', als Drogen-Kuriere ein, und nicht nur eine von ihnen ist verschwunden. Aidan Waits dämmert, dass Isabelle mit voller Absicht untergetaucht ist, um ihr Leben zu retten. Und auch sein eigenes hängt am seidenen Faden.

Ein zwielichtiges Spiel in den Grauzonen des Gesetzes beginnt. Aidan Waits muss aufs Ganze gehen, um die Wahrheit herauszufinden, und stößt dabei auf ein Geflecht dunkler Machenschaften …

'Knox zeichnet Manchester so ausdrucksstark und kompromisslos wie Ian Rankin sein Edinburgh.' Guardian

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426522103
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Bluelys avatar
    Bluelyvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Mäßig spannend mit einem Ende, das für mich nicht alle losen Fäden befriedigend miteinander verknüpft. Schade, aber das war nicht mein Buch!
    Manchesters Untergrund

    Aidan Waits hat keine Wahl: der in Ungnade gefallene Polizist kann einer Suspendierung nur entgehen, indem er einen geheimen Sonderauftrag annimmt, von dem niemand wissen darf. Er soll Isabelle, die Tochter eines einflussreichen Politikers wiederfinden, die von zu Hause abgehauen ist. Dank seiner Verbindungen und Kontakte zur Unterwelt gelingt ihm dies recht schnell, aber plötzlich entgleitet ihm die Kontrolle und die Ereignisse überstürzen sich.

    Leider bin ich bis zum Schluss weder mit Aidan noch der Handlung warm geworden und kann das Prädikat "Bestseller" nicht nachempfinden. Alles ist düster, Drogen- und Alkoholkonsum gibt es im Überfluss, dazu nur korrupte und kaputte Figuren, niemand, der als Sympathieträger taugt. Dazu ein teilweise (für mich) wirrer Schreibstil mit Zeitsprüngen, die man, wenn überhaupt, oft nur zufällig bemerkt. Die leidlich spannende Handlung nimmt 1-2x Fahrt auf, bei seltenen Geistesblitzen von Aidan. So wirkt dann auch das Ende sehr konstruiert, wenn auch teilweise überraschend.

    Für mich war das leider nichts und so leid es mir tut, ich kann das Buch nicht wirklich weiterempfehlen.

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    DaniB83s avatar
    DaniB83vor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Ein spannender Thriller mit einem richtigen Antihelden. Gut gemacht, aber viele Personen.
    Cooler Antiheld

    In letzter Zeit häufen sich die Bücher, deren Cover in Schwarz, Rot und Weiß daherkommen. Nicht selten handelt es sich dabei um einen Thriller, meistens sogar um so gute, dass ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann. Wie es bei diesem Werk sein kann, dass sowohl sehr gute, als auch eher schlechte Rezensionen auftauchen, möchte ich anhand meiner Buchvorstellung erläutern.

    Aidan Waits ist unser Ermittler, der wie so oft in den Krimis der 2010er-Jahre ein Undercover-Agent ist, noch dazu ein ziemlicher Antiheld. Er säuft, nimmt Drogen, hält sich in nicht sehr guten Kreisen auf und scheint ein Faible für jüngere Damen zu haben. Sein Auftrag lautet, die verschwundene Tochter von David Rossiter zu finden, der die noch Minderjährige allerdings erst einen Monat nach deren Verschwinden als vermisst gemeldet hat. Die Spur führt Aidan Waits zu einer Verbrecherbande, die immer wieder im Rubik’s verkehrt. Dort werden Drogen vercheckt oder die Mädchen als Kuriere benutzt.

    Ein weiterer Erzählstrang befasst sich mit Joanna Greenlaw, die zehn Jahre vorher einfach so vom Erdboden verschluckt wurde und nie wieder gefunden wurde. Ein Zeitungsartikel macht die Menschen wieder auf Joanna aufmerksam und auch Aidan Waits kann sich nicht zurückhalten und ermittelt auf eigene Faust in ihre Richtung.

    Unterstützung erhält er seitens der Polizei nicht sehr viel und langsam gerät er immer tiefer in die Kreise der vermeintlichen Verbrechern, sodass er selbst oft nicht mehr genau weiß, zu welcher Gruppe er jetzt eigentlich gehört. Oder liegt es doch an den vielen Drogen und dem Alkohol?

    Es scheint, als wäre dieses Werk sprachlich so zu verstehen wie der jeweilige Geisteszustand des Protagonisten. Ist er im Drogenrausch oder Alkoholsumpf, so wird der Text ziemlich wirr und mam muss echt ein paar Mal neu anfangen, um überhaupt mitzukommen. Wenn Aidan Waits dann aber klar denken kann (was erst so richtig gegen Ende des Buches passiert), fällt einem die ganze Story wie Schuppen von den Augen und man hat den kompletten Durchblick. Bis dahin ist es aber eine ziemlich lange Durststrecke, die mit verschiedensten Personen gespickt ist und oftmals für Unklarheit sorgt. Vom Schreibstil her muss ich sagen, dass mir die kurzen Sätze hier ganz gut gefallen haben, einen Anspruch auf das literarische Prädikat ‚wertvoll‘ erhebt der Thriller nur für oben angeführte Sinneszustandsumsetzung.

    Das Cover muss auch erwähnt werden, denn der Schnee in Form eines Kreuzes ist erhaben, genauso wie die Buchstaben auch. Leider wurde eine Line Koks mit Linie übersetzt und nicht, wie andere Begriffe aus dem Drogenmilieu, einfach (erklärt) im Englischen beibehalten

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    bk68165s avatar
    bk68165vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Das Buch hält, was der Titel verspricht
    Das Buch hält, was der Titel verspricht


    Manchester. Ein Drogensumpf, korrupte Polizisten und eine Tochter aus gutem Hause, die verschwindet. Tja, man könnte sagen Detective Aidan Waits hat es verkackt und zwar so richtig. Und eigentlich ist seine Karriere bei der Polizei zu Ende. Eigentlich! Wenn es da nicht immer Jobs für Polizisten gäbe, die sich am Rande der Legalität befinden. Isabelle Rossiter, Tochter aus gutem Hause und gleichzeitig Tochter eines bekannten Politikers, ist aus ihrem behüteten Zuhause abgehauen. Und Aidan Waits soll sie wiederfinden! Aidan taucht in diese Welt voller Drogen, Bandenkriegen und sonstigen Machenschaften ab. Doch wer in diesen Strudel eintaucht, muss gut aufpassen, dass er da auch wieder rauskommt. Schnell trifft er auf Isabelle und schnell wird Aidan klar, dass Isabelle einen guten Grund hatte ihr Zuhause zu verlassen. Aber kann er die junge Frau retten? Und wie steht es eigentlich um sein eigenes Leben? Die Kreise ziehen sich immer enger zusammen und schon bald bekommt Aidan Druck von allen Seiten. Und manchmal ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint.
    Natürlich möchte ich es mir auch nicht nehmen lassen ein paar Worte zum ersten Fall von Aidan Waits zu schreiben. Dieses Buch verströmt beim Lesen ein gewisses Schmuddelimage. Man hat echt das Gefühl sich die Finger dreckig zu machen und das dringende Bedürfnis seine Hände zu waschen. Aber das macht es für mich aus. Die Geschichte spielt in der Drogenwelt und da gibt es nun keine rosafarbenen Einhörner und alle haben sich lieb. Dort geht es um Leben und Tod! Aidan ist so ein Fall für sich. An einigen Stellen kann ich ihn echt gut leiden. An anderen Stellen würde ich ihm am liebsten eine verpassen. Die Zusammenhänge sind nicht immer schlüssig. Aber mal ehrlich? Ist es das bei der wirklich Polizeiarbeit immer? Ergibt sich manches nicht auch einfach so? Und dann noch unter Drogen? Auf jeden Fall ein Old School Krimi, der Manchester von seiner wenigen schönen Seite zeigt. Ich denke da geht noch mehr und vergebe hier gerne 4 Sterne!

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    SalanderLisbeths avatar
    SalanderLisbethvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Furioses, temporeiches, illusionsloses Thriller-Debüt aus dem düsteren Manchester
    Düsteres, feierwütiges Manchester

    Samstag. Ultraviolette Beleuchtung in der Kabine. Ist bei allen Bars im Zentrum so, denn Drogensüchtige können bei diesem Licht ihre Venen nicht finden und sich folglich auch keinen Schuss setzen. Rubik’s war keine Ausnahme. Es gab natürlich ganz Harte, die die Stelle draußen mit einem Filzstift markierten. Wenn sie danach mit marmorierten Augäpfeln wieder rauskamen, sahen die Kreuzchen auf ihren Unterarmen aus wie blutige Küsschen auf einer Karte. (Auszug Seite 101)


    Die Sirenen

    Der vermeintlich korrupte Detective Aidan Waits wurde vom Dienst suspendiert, da er Drogen aus der Asservatenkammer entwendet hat. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Inoffiziell soll sich Waits undercover in den Kreis von Geschäftsmann und Drogendealer Zain Carver einschleusen. Die Polizei hat den Drogenbaron schon länger im Visier, konnte ihm aber bisher nichts nachweisen und diverse Razzien laufen ins Leere. Waits Aufgabe ist es, Carvers Kontaktmann bei der Polizei ausfindig zu machen. DC Waits hat auch nicht den besten Ruf, konsumiert selbst Drogen und ist auch dem Alkohol nicht abgeneigt, bringt also die besten Voraussetzungen für den Job mit.

    Er scheint auch der perfekte Mann zu sein, um Isabelle Rossiter zu suchen. Die 17-jährige Tochter eines prominenten Politikers ist schon vor einem Monat von zu Hause ausgerissen und im Dunstkreis von Zain Carver aufgetaucht. DC Waits findet Isabelle auf Carvers Anwesen in Fairview während einer seiner wilden Partys, für die er berühmt ist.

    Der DC findet heraus, dass Carver minderjährige Mädchen als Drogenkuriere einsetzt, sogenannte Sirenen, so auch der englische Originaltitel. Diese jungen Frauen werden als Eintreiberinnen auf die Straßen und in die Bars und Clubs geschickt. Vor zehn Jahren verschwand eine der Sirenen. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Noch bevor Waits der psychisch angeschlagenen Isabelle helfen kann, stirbt sie an einer Überdosis von verunreinigtem Heroin.

    Gleichzeitig drängt eine andere Drogenbande in Carvers Imperium, um das lukrative Geschäft zu übernehmen. Es kommt zu einem Bandenkrieg und Catherine, eine von Carvers Vertrauten wird entführt und als Geisel genommen. Waits, der sich ein bisschen in die junge Frau verliebt hat, tut alles um ihr Leben zu retten. Der spannende Weg bis zur Auflösung ist übersät mit Gewalt, Sex, Alkohol und Drogen.


    Feierwütiges Manchester

    Das Debüt von Joseph Knox entführt den Leser nach Manchester. Aber ins düstere Manchester mit den ganz bösen Jungs. Die einstige Industriestadt hat sich zu einer vergnügungssüchtigen Metropole entwickelt. Der Ich-Erzähler Aidan nimmt den Leser mit auf seinen Höllenritt durch die Unterwelt. Angefangen von der Gosse, in der er zu Beginn der Geschichte orientierungslos liegt bis zu dem Beetham Tower, das höchste Gebäude außerhalb Londons mit Glasfront, in dem die Rossiters in einem Luxus-Penthouses wohnen. Wir bekommen einen Einblick in die Feierszene mit den ganzen Bars, Clubs und Kneipen und auch ein Besuch in der schillernden Schwulenszene darf nicht fehlen. In einer der schlimmsten Szenen haben sich Jugendliche auf einer Party in einem Privathaus verunreinigtes Heroin gespritzt und die meisten müssen unter grausamen Schmerzen sterben.


    Eine Hauptfigur mit Ecken und Kanten

    Der Protagonist Aidan Waits ist ein unangepasster, schwieriger Polizist ohne jegliche Illusionen mit einem Hang zu Drogen und Alkohol. Er kommt aus schwierigen sozialen Verhältnissen und hat kaum Freunde. Er verbeißt sich in den Fall und man leidet und fiebert mit ihm mit. Auf der anderen Seite hat er aber auch eine empfindsame Seele und ist mitfühlend. Um die jungen Frauen ist er sehr besorgt und versucht sie zu beschützen. Er handelt oft am Rande der Legalität und steckt im Laufe der Geschichte selbst oft Prügel ein. Klar ist das alles schon mal dagewesen, aber selten wurde das bis ans Ende so perfekt durchgezogen.


    In der Tür fiel mein Blick auf mein Spiegelbild. Getrockneter Schweiß und verklumptes Blut am Kopf machten meine Frisur zu einer wilden Mähne. Aber dank der Handschellen passte ich perfekt hierher. Ich gab dem schwergewichtigen Ladyboy an der Tür fünf Pfund und wurde ohne Weiteres durchgewinkt. (Seite 362)


    Joseph Knox lässt in seinem Debüt "Dreckiger Schnee" seine Hauptfigur sehr schnell in kurzen Kapiteln und kurzen Sätzen erzählen und erzeugt damit ein großes Tempo. Dabei macht die Vielzahl an unterschiedlichen Figuren und ihre Verstrickungen untereinander es manchmal etwas schwierig, durchzusteigen. Der Schreibstil ist nicht besonders gefällig und ich stolperte am Anfang auch über einige phantasievolle Formulierungen und Beschreibungen. Da verkrampfen sich Münder zu faltigen Wutwülsten oder Augen fixieren mit Kreuzblick. Die Atmosphäre ist durchgehend düster, wird nur durch die lakonische Sprache, die sehr cool und oft auch melancholisch rüberkommt, unterbrochen und zieht sich durch das ganze Buch. Die Dialoge sind dem Milieu angepasst. Ich vermute, dass manchem Leser die eindringlichen und schockierenden Einblicke in die Drogenszene und die Gewaltexzesse ein bisschen zu viel sind. Mich hat der Thriller und die authentischen Charaktere, einmal darauf eingelassen, sehr fasziniert.


    Punkmusik aus den 80ern

    Die Musik von Joy Division zieht sich durch die ganze Geschichte. Die Punkband aus Manchester war berühmt für ihre traurig düstere und verstörende Musik und der depressive Charakter machte den Sound unverwechselbar. Die fünf Teile des Buches sind mit Alben der Band aus den 80er Jahren überschrieben.

    Josep Knox ist in Manchester geboren und aufgewachsen. Der ehemalige Buchhändler lebt mittlerweile in London. Dreckiger Schnee ist sein Thriller-Debüt und der Auftakt zu einer Reihe. Der zweite Teil der Aidan-Waits-Reihe ist bereits in Großbritannien erschienen.



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    Ewynns avatar
    Ewynnvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Waits 1. Fall - und mein Letzter. Knox' Debüt ist schwach; die Platzierung auf den englischen Bestsellerlisten ist in meinen Augen ein Witz.
    1% Thriller, 99% der Rest

    Dreckiger Schnee
    (1. Band der Reihe um Aidan Waits)
    von Joseph Knox

    "Joseph Knox - wenn das nicht der Name eines brillianten Thriller-Autors ist", so dachte ich, und war überzeugt, bis ich anfing zu lesen … das ernüchterte mich schnell. Bei mir kam leider kein Thrillerfeeling auf, im Gegenteil:  Verwirrung, Fragen, Unmut und die Hoffnung, dieses Buch möge bald enden. Sehr schade.

    Es handelt sich um das Debüt von Joseph Knox - welcher (in meinen Augen zu unrecht) auf den englischen Bestseller-Listen steht; es ist Aidan Waits 1. Fall (und wage es die Tatsache in Frage zu stellen, wie hieran ein 2. folgen sollte, da Waits den Polizeidienst quittiert hat). Dreckiger Schnee spielt auf den Straßen Manchesters, und befasst sich mit der unschönen Seite der Kriminalität. Partys, Drogen und Gefahr. Waits nimmt die Rolle eines in Verruf geratenen Polizisten ein, so beginnt seine Undercover-Ermittlung. Jedoch bleibt es dabei nicht lange, und er gerät immer mehr in die Fronten zwischen Zain Carvers Organisation, der Polizei und anderen Kriminellen. 

                                                     **********************************

    Dreckiger Schnee startet unglücklich mit einem ausgedehnten und verwirrendem Epilog, und endet unglücklich. Der Aufbau des Buches hat mir nicht gefallen, die Kapitel waren sehr kurz und häufig zu statisch und unpersönlich. Wenige Kapitel sind spannend, und umso mehr Kapitel sind voller loser Handlungsstränge, Logikfehler, Gedankensprünge, abgehakte Sätze, häufende Schlagwörter etc. In dieser strukturlosen Gesamtheit habe ich vergeblich nach einem Thriller gesucht, was ich fand waren viel Drama und schlechten Humor, sowie massig Klischees. Der Schreibstil ist ebenfalls nicht mein Fall, passt aber größtenteils gut zum Charakter des Themas, es wird viel Umgangs-/Gossensprache verwendet und viel Wörtliche Rede. 

    [Kleine Spoilerwarnung 
    - wer diesen umgehen möchte, springt einfach zum Fazit! :) ]

    Die Masse an negativen Punkten ist groß, aber am meisten hat es Dreckiger Schnee das Genick gebrochen, dass sämtliche Charaktere  unsympathisch sind; der Protagonist Aidan Waits ist uncharismatisch, unprofessionell, illoyal, drogensüchtig, der denkbar schlechteste Hauptcharakter, den ich mir denken kann … schon zu Beginn an zeigt er sich von seiner schlechtesten Seite. Viel zu spät zeigt Waits ein paar Gefühle (z. B. Sorge um Cath) und ermittelt an dem Fall (der aus viel zu vielen Bruchstücken besteht: 
    - die Organisation von Zain Carver 
    - Joanna Greenlaws Verschwinden vor 10 Jahren 
    - Isabelle Rossiters Überwachung und Tod 
    - Catherines Verschwinden 
    - Sheldon Whites & die Schwarz-Weiß-Farbkleckse
    usw.). Erst nach Beenden des Buches geht mir auf, dass ich leider immer noch keine Ahnung habe, worum es eigentlich ging. Das Minimum, was ich von einem Buch erwarte, ist ein klarer Einstieg mit einer klaren Zielsetzung. Dies wurde hier leider ignoriert. Stattdessen wurde auf die Authenzität der Drogenszene und eine schnelle Handlungsabfolge gesetzt, um die Spannung zu erhalten, welche jedoch in meinen Augen nie aufkam.

                                                     **********************************

    Es war ein Kampf; dieser Thriller ist es in meinen Augen nicht wert Thriller genannt zu werden. Dreckiger Schnee wurde nur aus einem Grund beendet, und nicht bereits nach 100 Seiten bei Seite gelegt: die Leserunde hier bei LovelyBooks. Leider kein Potential. 1/5 Sterne


    Kommentare: 2
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    Alondrias avatar
    Alondriavor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Von vorne bis hinten nicht schlüssig... Worum genau sollte es in dem Buch eigentlich gehen?
    [Rezension] Joseph Knox: Dreckiger Schnee

    Das Buch

    Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester.

    Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen, soll sie wiederfinden. Seine Suche auf den nächtlichen Straßen Manchesters führt ihn in einen Sumpf von Drogen und Gewalt: Offenbar setzt ein mächtiger Dealer minderjährige Mädchen, sogenannte »Sirenen«, als Drogen-Kuriere ein, und nicht nur eine von ihnen ist verschwunden. Aidan Waits dämmert, dass Isabelle mit voller Absicht untergetaucht ist, um ihr Leben zu retten. Und auch sein eigenes hängt am seidenen Faden.

    Ein zwielichtiges Spiel in den Grauzonen des Gesetzes beginnt. Aidan Waits muss aufs Ganze gehen, um die Wahrheit herauszufinden, und stößt dabei auf ein Geflecht dunkler Machenschaften …

    Meine Meinung

    Mit "Dreckiger Schnee" hat Joseph Knox sein Debüt geschrieben und es gelang ihm, dieses gleich in einem großen Verlag die Knaur zu veröffentlichen. Die Frage ist nur: Wie? Denn dieses Buch ist von vorne bis hinten nicht stimmig.

    Der Schreibstil wirkt von der ersten Seite an abgehackt, kurze Sätze werden bevorzugt. Ab und an ein längerer Satz wäre allerdings gar nicht mal so schlimm. Man wartet jedoch vergeblich auf einen Satz, der über mehr als 2 Zeilen geht. Besonders gerne lässt Knox auch mal das Subjekt im Satz weg und beginnt einfach direkt mit dem Verb. Ist ja auch mal möglich. Kann ja auch mal ein gutes Stilmittel sein. Nervt aber bei zu hohem Aufkommen dieser Konstruktion. Durch diesen Schreibstil verging mir direkt die Lust am Lesen und leider konnte so auch nie wirklich Spannung aufkommen.

    Dann sind da noch die Protagonisten... Sie weisen keinerlei charakterliche Tiefe auf und von Entwicklung braucht man gar nicht erst sprechen. Jeder einzelne bleibt bis zum bitteren Ende in seiner Rolle - wie festgewurzelt, nicht der kleinste Schritt in eine andere Richtung. Sie wirken alle absolut oberflächlich und es gelang mir beim besten Willen nicht, bei auch nur einem von ihnen mal hinter die Fassade zu schauen. Ich bezweifle allerdings auch, dass hinter der Fassade irgendetwas gewesen wäre. Auch die Dialoge zwischen den Protagonisten sind oft sehr enttäuschend. Die Ausdrucksweise ist meistens absolut unpassend und gehört eher in ein Jugendbuch, als hier hin.

    Ich hatte anhand des Klappentextes gehofft, dass immerhin die Story packend ist. War sie aber nicht... Ehrlich gesagt sitze ich hier nach Beendigung des Buches und stelle mir nur eine Frage: Worum ging es eigentlich? Zunächst gab es noch einen roten Faden, aber dann nahm das Ganze Ausmaße an, die völlig übertrieben und nicht nachvollziehbar waren. Und es fehlte einfach DIE Story. Die Story, die halt eigentlich den Mittelpunkt darstellen sollte.

    Einen Pluspunkt gibt es lediglich für das Cover, das mir immerhin gefällt.


    Fazit

    Ich habe das Gefühl, der Autor konstruiert hier gewollt eine Geschichte, die hinten und vorne nicht schlüssig ist. Ich war noch nie so ratlos nach dem Lesen eines Buches, wie nach "Dreckiger Schnee". Im Endeffekt habe ich 432 Seiten gelesen ohne zu wissen, worum es gehen soll. Aus den einzelnen Geschichten, die in diesem Buch stecken, hätte man auch locker drei einzelne Bücher machen können. Dann wäre immerhin genug Platz gewesen, eine Story auch wirklich zu Ende zu bringen.

    Kommentare: 4
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    S
    Spreelingvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Das Buch bietet einen spannenden Bogen von Anfang bis Ende. Es waren mir aber zu viele personen und verdachtige.
    Toller Plot

    Aiden soll undercover im Drogenmilieu ermitteln und lässt sich darauf hin in der Szene einschleusen. Zugleich bekommt er den Auftrag, die verschwundene Tochter eine bekannten Politikers zu suchen. Zufällig haben beide Aufträge dasselbe Ziel. Die Tochter findet Aiden in der Drogenszene.


    Ich hatte Schwierigkeiten ins Buch zu kommen. Es gibt gleich zu Beginn eine Menge an Personen. Alle haben irgendeinen Zusammenhang oder stehen in Verbindung. Aiden konnte ich nicht zuordnen. Ist er seiner Aufgabe treu? Da er selbst Drogen konsumiert, war mir nicht klar, wie tief er schon abgerutscht ist.

    Joseph Knox beschreibt sehr anschaulich das Drogenmilieu. Ich kann mir gut vorstellen, dass es genau so dort zugeht. Die Polizei und Politik sind tief mit darin verstrickt. Wem kann man trauen und von wem wird man hintergangen und verraten 
    Die kurzen Kapitel und die schnelle Handlung verlocken zum immer weiter lesen wollen. Die Personen konnten wohl aufgrund der Vielfalt nicht besonders ausgearbeitet werden.  Mit Aiden wurde ich erst zum Ende hin warm und er wurde mir sympathischer.
    Eine interessante Handlung mit mehr Potential.

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    yesterdays avatar
    yesterdayvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ungewöhnlich aufgebauter, harter, im Milieu verankerter Thriller mit Höhen und Tiefen wie ein Junkie
    Steckt inhaltlich und sprachlich tief im Drogensumpf

    Der Name ist Programm. Dieses Buch ist nicht einfach ein Thriller, der im Winter spielt, sondern Drogen spielen die Hauptrolle. Manchester in Großbritannien wird von Dealern beherrscht, die in ihren Stammclubs an ihre Kunden kommen. Der Schreibstil und die Atmosphäre die durch die Wohlwahl entsteht ist authentisch und teilweise brutal und daher nichts jedermanns Sache.

    Wen das nicht stört, der kann durchaus bewundern, dass in dieser Hinsicht viel Recherche in diesem Thriller liegt. Der Slang, die Umgebungsbeschreibungen, wie eine Organisation aufgebaut ist, die illegal mit Drogen operiert, wie sich jemand, der abhängig ist, verhält - all das ist wirklich packend weil sehr realistisch abgehandelt. Joseph Knox nimmt sich hier kein Blatt vor den Mund.

    Die Hauptfigur, Polizist Aidan Waits, ist einerseits ein wenig klischeebehaftet, aber nur, weil er nicht dem “üblichen Ermittler-Typus” entspricht. Wobei das auch nicht so klar zu definieren ist. Aidan wird undercover in die Drogenszene eingeschleust und macht seine Sache im Lauf der Zeit zu gut. Gleichzeitig erhält er noch von anderer Seite einen Spezialauftrag, der ebenso mit der Organisation von Drogenboss Zain Carver zu tun hat. Und schlussendlich soll besagter Zain ihn auch noch für seinen Freund halten.

    Das klingt etwas viel und ist es auch. Der Thriller bietet daher Action von vielen Seiten, mehrere Handlungsstränge finden statt, kreuzen sich, vermischen sich miteinander, woraus neue Ermittlungserkenntnisse aber auch neue Gefahren für Aidan entstehen. Und - man kann es ahnen - nicht nur die Drogenbosse sind gefährlich.

    Mit Sicherheit ein etwas ungewöhnlich aufgebauter, teilweise harter, im Milieu verankerter Thriller, der seine Höhen und Tiefen hat - ganz wie ein echter Junkie.

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    Zimperlieses avatar
    Zimperliesevor 13 Tagen
    Gute Idee, etwas holprige Umsetzung

    Klappentext:
    Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause abgehauen. Detective Aidan Waits soll sie wiederfinden. Seine Suche auf den nächtlichen Strassen Manchesters führt ihn in einen Sumpf von Drogen und Gewalt: Offenbar setzt ein skrupelloser Dealer minderjährige Mädchen als Kuriere ein, und nicht nur eine von ihnen ist verschwunden. Aidan dämmert, dass Isabelle mit voller Absicht untergetaucht ist, um ihr Leben zu retten. Und auch sein eigenes hängt am seidenen Faden …

    Cover:
    Das Cover find ich gut.. Düster und geheimnisvoll. Verrät nicht zu viel über die eigentliche Geschichte. 

    Meine Meinung zum Buch:  
    Anfangs war es schwer ins Buch rein zukommen. 
    Obwohl es sich teilweise wie ein Manuskript gelesen hat war der Schreibstil gut und flüssig. 
    An manchen Stellen waren die Dialoge etwas komisch geschrieben, sprunghaft würde ich sagen. musste teilweise manche Passagen 2 mal lesen um den Sinn zu verstehen.. 

    Fazit:
    Im Großen und ganzen ist es ein gutes Buch.. Spannend, aber auch etwas verwirrend.. Empfehlen würde ich es jetzt nicht zwingend jedem.
    Ich habe mir mehr von dem Buch versprochen.. Aber bin trotzdem nicht enttäuscht es gelesen zu haben^^

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    Soerens avatar
    Soerenvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Unsympathischer Drogenjunkie ermittelt verdeckt im Drogenmilieu
    Unsympathischer Drogenjunkie ermittelt verdeckt im Drogenmilieu

    Detective Aidan Waits aus Manchester hat mehrere Probleme: Er ist drogenabhängig und wird (aufgrund dessen) beim Stehlen aus der Asservatenkammer ertappt. Sein Vorgesetzter schlägt ihm einen Deal vor: Er soll undercover in den Bars ermitteln, in denen er sich ohnehin herumtreibt. Noch dazu bittet ihn ein hochrangiger Politiker, im Drogenmilieu nach seiner Tochter zu suchen. Aidan sagt allem zu und begibt sich auf die Suche. Nun ja, mehr oder minder jedenfalls. Zum Beginn sind ihm seine Uppers und Downers wichtiger als alles andere. Das macht die Handlung ein wenig träge, vor allem wenn sich der Undercover-Cop mit seinen Gesprächspartnern dann auch noch in seinem Milieusprache unterhalten. Beim Lesen wusste ich nicht immer, was genau gemeint war. Zum Ende hin legt die Handlung etwas zu und auch der Junkie wird etwas mehr zum Ermittler. Dennoch wurde ich bis zum Ende hin nicht wirklich mit Aidan und seiner Welt warm. Humor suchte man in der Geschichte vergebens, stattdessen gab es nur die eine oder andere Drogengroteske. Die kennen wir aber von Irving Welsh schon besser.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Crime Club

    Korruption, Drogen und Gewalt im Crime Club mit "Dreckiger Schnee" und Thrill me

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    Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester,
    Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen, soll sie wiederfinden. Seine Suche auf den nächtlichen Straßen Manchesters führt ihn in einen Sumpf von Drogen und Gewalt: Offenbar setzt ein mächtiger Dealer minderjährige Mädchen, sogenannte "Sirenen", als Drogen-Kuriere ein, und nicht nur eine von ihnen ist verschwunden. Aidan Waits dämmert, dass Isabelle mit voller Absicht untergetaucht ist, um ihr Leben zu retten. Und auch sein eigenes hängt am seidenen Faden.

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    https://www.lovelybooks.de/bibliothek/BrittaBanowski/lesestatus/1742364609/ und hier seht ihr meinen Lesestatus, ich lese langsam, aber dafür intensiver
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    Rose75vor 2 Monaten
    hört sich nach einer spannenden und düsteren Story an
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    animsle1510s avatar
    animsle1510vor 2 Monaten
    Ist echt vielversprechend.
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