In einem dunklen Walde

von Joseph Luzzi 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
In einem dunklen Walde
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Ein Buch über die Macht der Sprache. Grandios, tiefsinnig und überwältigend

Der Schreibstil ist kompliziert, aber die Geschichte hat mir gefallen.

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Inhaltsangabe zu "In einem dunklen Walde"

An einem kalten Morgen im November hetzt Joseph Luzzi, Dante-Forscher und Dozent am Bard College im Bundesstaat New York, ins Krankenhaus – seine Frau Katherine, die im achten Monat schwanger ist, hatte einen schweren Verkehrsunfall. Von der einen Sekunde auf die andere ist Luzzi Witwer und Vater zugleich.
Um vor seiner Trauer fliehen zu können, kümmert Luzzi sich - zusammen mit seiner Mutter - um seine kleine Tochter und stürzt sich vor allem in Arbeit. Er studiert und analysiert Dantes Göttliche Komödie intensiver als er es je zuvor getan hat. Durch das epische Gedicht des italienischen Philosophen, lernt Luzzi mit seiner Trauer umzugehen und einen Weg hinaus zu finden. Auf Dantes Spuren wird Luzzi nach und nach aus seinem „dunklen Walde“ geführt, von der Hölle über den Läuterungsberg bis hin ins Paradies der wiedergefundenen Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715626
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:11.12.2017

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    ronja_waldgaengers avatar
    ronja_waldgaengervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch über die Macht der Sprache. Grandios, tiefsinnig und überwältigend
    Die Macht der Sprache: Joseph Luzzis autobiografischer Roman „In einem dunklen Walde“

    In dem autobiografischen Werk „In einem dunklen Walde“ von Joseph Luzzi kommt eines ganz deutlich zum Vorschein: Die Macht der Poesie, die Macht der Worte in und nach dramatischen, wenn nicht sogar traumatischen Situationen. Joseph Luzzi ist glücklich verheiratet, unterrichtet und lehrt über die Kultur und Literatur Italiens und erwartet mit seiner Frau sein erstes Kind. Seine Welt gerät aus den Fugen, als er erfährt, dass seine Frau einen tödlichen Unfall hatte:

    „Die Worte kamen von irgendwoher aus der Nähe, aber sie klangen gedämpft, als wären sie durch andere Dimensionen zu mir gekommen. Zeit und Raum krümmten sich um mich. Ich betrat den dunklen Wald.“

    Findet seine Tochter noch mit einem rettenden Kaiserschnitt ins Leben, so kann Jopseph Luzzi weder trauern noch begreifen, was passiert ist. Er betrat den dunklen Wald und fand zu Dante Alighieri, welcher in seiner „Göttlichen Komödie“ ebenso in die Dunkelheit eintrat. Luzzi stürzt sich in seine Forschungen, auf der Flucht vor der Trauer und zugleich in seiner Trauer einen Weg suchend, aus dieser herauszufinden. Wie er es durch Poesie geschafft hat, davon erzählt er in seinem Werk und nimmt den Leser zugleich mit auf seine Reise, eine Reise zu Dante, seiner „Göttlichen Kommödie“ und der Trauerbewältigung. Ein persönlicher Roman, in dem mehr steckt, als auf dem ersten Blick zu sehen ist. Zugleich ein Sachbuch, welches in die italienische Literatur führt. Aber vor allem ein wichtiges Buch für alle, die sich auf der Flucht vor Trauer, Schmerz und Bewältigung befinden. Denn eines bleibt am Ende: Die Macht der Sprache, wenn eigene Worte noch nicht gefunden worden sind.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Der Schreibstil ist kompliziert, aber die Geschichte hat mir gefallen.
    Auf Dantes Spuren.

    Joseph Luzzi unterrichtet am Bard-College in New York. Er ist ein Italo-Amerikaner, seinen Ursprung hat er in Kalabrien. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Literatur und Kultur Italiens, zu deren frühen Dichtern eben auch Dante gehört.

    Sein Roman "In einem dunklen Walde unterscheidet sich jedoch literatisch von seinen petischen Vorbildern, er schreibt in seiner Geschichte eher Prosa, also in einer ungebundenen Sprache, wie wir sie von aktuellen Romanen kennen.

    Die Kernaussage von Joseph Luzzi besagt, dass Geschichten heilen können, wenn sie zur rechten Zeit an den richtigen Menschen geraten. Das kann ich nur bestätigen, auch ich habe mich oft in Bücher geflüchtet, die mir Mut gemacht oder mich getröstet haben.

    Der Schreibstil ist zwar ohne Form, aber trotzdem sehr poetisch und tiefsinnig, das ist keine Erzählung, die man mal eben so weg lest, für die Geschichte muss man sich Zeit nehmen, denn oft gerät man ins Grübeln und muss Joseph Luzzi recht geben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir bei seiner Trauer und den Vergleich mit Dantes Werken oft das Herz weh getan hat weil die Texte so eindringlich geschrieben sind, dass man unweigerlich mitleidet.

    Seine Erzählungen über seine Frau Katherin wechseln sich ab mit Vergleichen zu Dantes Werken. Insbesondere Dantes Vorstellungen der Liebe werden oft thematisiert. Sein Werk ist eine Mischung aus Selbstüberprüfung und Interpretation von Dante. Joseph Luzzi thematisiert den Verlust seiner Frau sehr häufig, was mir sehr gut gefallen hat, weil das Thema in unserer Gesellschaft viel zu wenig Anklang findet.

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