Joseph O'Neill Niederland

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Inhaltsangabe zu „Niederland“ von Joseph O'Neill

«A wonderful book!» Barack Obama Inmitten der Hysterie nach dem 11. September sucht der holländische Bankier Hans van den Broek nach einem neuen Leben in einer erschütterten Stadt. Er ist einsam, lebt verlassen von Frau und Kind unter den exzentrischen Gestalten im legendären Chelsea Hotel. Doch dann lernt er Chuck Ramkisson kennen, einen dunkelhäutigen Westinder. Chuck ist einer der wenigen, die den Amerikanischen Traum noch ungebrochen träumen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Mit ihm macht Hans sich auf, ein ihm gänzlich unbekanntes New York zu entdecken, und eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt. Ein begeisternder und weiser Roman über New York, die Stadt, die eine Welt umfasst. «Klug und eindringlich ... ein brillanter Roman.» Die Zeit

Barack Obama sagte:"A wonderful book!".

— Holden
Holden

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  • Rezension zu "Niederland" von Joseph O'Neill

    Niederland
    Thaila

    Thaila

    23. March 2012 um 08:19

    New York nach dem 11. September: Der Niederländer Hans lebt mit seiner Familie im Hotel Chelsea, in das sie gezogen sind, als ihre Wohnung in Manhattan evakuiert wurde. Auch nach Ende der Evakueirung gelingt es ihnen nicht ihre Angst zu überwinden und in ihre Wohung zurück zu kehren Ebenso wenig gelingt es ihnen, ihr Leben als Paar und als Familie wieder aufzunehmen. Feine Risse in der Beziehung sind nach 9/11 breite Gräben. Es ist als hätten sie danach keine gemeinsame Sprache mehr, in der sie sich miteinander verständigen können. Seine zutiefst verängstigte Frau Rachel kehrt mit dem Sohn ins heimatliche London zurück und Hans bleibt alleine im Hotel Chelsea zurück. Er drifftet ziemlich orientierungslos dahin, bis er seine alte Liebe zum Cricket wiederentdeckt und bei einem Spiel Chuck Ramkisson kennenlernt. Chuck stammt aus Trinidad und ist eine schillernde Figur. Erträumt davon, Cricket in den USA populär zu machen und versucht Hans zu überreden als Investor einen Cricket-Stadions einzusteigen. Im Grunde bleibt Chuck für Hans ein Rätsel. Ist er ein Visionär, ein Verrückter, ein Gangster, ein Geschäftsmann? Aber er ist von seiner Energie und seiner Erzählgabe fasziniert. "Niederland[" von Joseph O'Neill hat mich schwer fasziniert. Von allen Romanen, die ich über den 11. September gelesen habe, konnte es mir am eindringlichsten die Atmosphäre der Stadt nach dem Angriff zeigen, ohne dass dies ein besonderer Fokus des Autors gewesen zu sein scheint. Der Autor bleibt ganz im Privaten, im Zwischenmenschlichen, beobachtet dabei sehr genau. Auch wenn ich die Geschichte von Hans und Rachel interessant zu lesen fand, besticht der Roman vor allem durch sein Arsenal an fast schon phantastischen Nebenfiguren. Da ist Chuck, aber auch ein türkischer Transexueller, den Hans gelegentlich im Hotel trifft, und der stets mit einem Engelskostüm herumläuft und ein einsamer, indischer Restaurantkritiker. Viele Szenen wirken, als stammen sie aus einem surealistischen Traum, sind aber - und das hat mir besonders gefallen - in der Realität verankert. Der Roman zeichent sich aus durch einen feinsinnigen, unaufdringlichen Humor, der Hans' grüblerische Neigungen ausbalanciert. Wirklich ein außergewöhnliches Buch. mit das beste was ich in letzter Zeit gelesen habe.

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  • Rezension zu "Niederland" von Joseph O'Neill

    Niederland
    Gruenente

    Gruenente

    Hans und seine Frau Rachel gehen für eine Zeit nach New York. nach 9/11 fühlt sich Rachel einfach nicht mehr sicher und geht mit dem kleinen Sohn zurücknach New York. Hans bleibt und nistet sich um Hotel Chelsea ein. Er ist irgendwie handlungsunfähig und lethargisch. Da fängt er an Cricket zu spielen und lernt Chuck kennen, der einen grossen Cricketclub aufbauen will und so den amerikanischen Traum erlebe will. Dazwischen macht er eher dubiose Geschäfte in die er bis zu einem gewissen Grad auch Hans hinein zieht. Das ganze Buch ist eine Rckblende anlässlich des gewaltsamen Todes von Chuck. Wirklich wunderbar ist das Buch, wenn es die Verhältnisse im Hotel beschreibt. Oder wie er versucht sich für eine Fahrprüfung anzumelden. Das erste Drittel hat mich überhaupt nicht gepackt. Wenn ich nicht im Lesezirkel darüber häte diskutieren wollen hätte ich es beiseite gelegt. Doch dann hat es mich doch noch weitergetragen.

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  • Rezension zu "Niederland" von Joseph O'Neill

    Niederland
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    13. September 2009 um 12:53

    Es war mal wieder der Klappentext. Vom „großen literarischen Wurf“ war da die Rede, von dem einsamen Bankier Hans, der früher „perfekte, sichere Bahnen auf dem Eis der Grachten“ fuhr und heute nach dem 11. September „in seinen Grundfesten erschüttert“ ist. Davon, wie er auf „Google Earth verzweifelt nach Lebenszeichen im Haus seines kleinen Sohnes“ sucht, der inzwischen mit der Mutter nach London gezogen ist. Das alles fand ich spannend, doch eigentlich hätte ich da schon stutzig werden müssen. Denn Google Earth kann einem alles mögliche zeigen, nur nicht irgendwelche aktuellen Lebenszeichen. So ähnlich ist es auch mit diesem Klappentext. Er erzählt einem alles mögliche, nur nicht das, worauf es in dem Buch ankommt. Beispielsweise beharrt er darauf, dass Hans sich mit Chuck, einem Westinder, aufmacht, „um ein aktives, brodelndes, ihm gänzlich unbekanntes New York zu entdecken“ – aber dann besteht dieses brodelnde Getümmel aus endlosen Beschreibungen von Cricket-Angelegenheiten, die sich im Jonglieren mit Begriffen wie Pitch und Wickets erschöpfen. Noch dazu kommt es nur äußerst selten zu einem Spiel, stattdessen werden meist bloß die Vorbereitungen dazu geschildert. Bekanntermaßen können selbst solche Bücher sehr aufregend sein, die einem ein bisher unbekanntes Terrain näherbringen, also hätte ich wohl auch dann nicht gezögert, zuzugreifen, wenn der Klappentext zugegeben hätte, dass es in dem Buch zum allergrößten Teil um Cricket geht. Auch lange Beschreibungen stören mich nicht, oft tauche ich dann beim Lesen in poetische Trancezustände ab – siehe Jan Christophersons „Schneetage“. Insofern ist es nicht nur die Klappe. Es ist auch der Autor. Aus meiner Sicht hat er durchaus keinen „leuchtenden, am Ende Hoffnung machenden Traum gedichtet“, der einen verzaubern könnte. Nein. Aus meiner Sicht hat er jedes Leuchten mit Präzision umschifft, alles, was zu einem fesselnden roten Faden hätte werden können – z.B. die Probleme mit seiner Frau und die Schmerzen der Trennung, die Nachwirkungen des 11.9., der eingangs im Buch erwähnte rätselhafte Tod des besagten Chuck sowie dessen verdächtige kleine Geschäfte – einfach lose baumeln lassen, und nur ab und zu mal ein bisschen angezogen, ohne dass das jedoch spürbare Konsequenzen für den weiteren Verlauf gehabt hätte. „Ich strich den Sommer durch ein Sieb, das nur Cricket zurückhielt.“ Na, kein Zweifel, solche Sätze sind genial. Leider aber ging’s mir mit dem Buch zu ähnlich, um mich lange daran zu delektieren: für mich bleibt nur ungepflegte Langeweile zurück. Mann, wie schade.

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  • Rezension zu "Niederland" von Joseph O'Neill

    Niederland
    *Arienette*

    *Arienette*

    31. August 2009 um 18:23

    Der Holländer Hans van den Broek, der Ich-Erzähler, ist mit seiner Frau nach New York gezogen -sie hat dort eine Stelle als Anwältin angenommen. Er selbst ist ein erfolgreicher Banker. Rachel jedoch kann es nach dem 11. September nicht mehr in NY aushalten, zumal sie jetzt auch einen kleinen Sohn, Jake, haben. Dieser Grund ist aber nur ein vorgeschobener - letztendlich ist die Ehe mit Hans am wanken. Sie geht mit Jake zurück nach England. Hans fliegt alle 2 Wochen dorthin, um die Zwei zu besuchen - ansonsten nimmt er google earth zu Hilfe. Hans, eher ein passiver Mensch, lernt Chuck kennen. Chuck ist ein "Macher" - Chuck will sein Schicksal selbst in die Hand, er ist ein dubioser Geschäftsmann mit Plänen für ein großes Cricketcenter. "Think phantastic" ist Chucks Motto. Chuck will den amerikanischen Traum leben, ihn verwirklichen. Nun lernt Hans auch Leute kennen und man begleitet ihn auf seiner Reise durch New York´, wo Hans jetzt auch die andere Seite dieser Stadt kennenlernt. Immer wieder werden Ereignisse aus der Vergangenheit (Kindheit...) eingeflochten. Die zwei Erzählstränge - die Freundschaft zwischen Hans und Chuck und ihrem gemeinsamen Interesse an Cricket und der Versuch Hans', seine Ehe zu retten, sind von O'Neill gut verwoben. Sein Erzählstil gefällt mir gut und auch die Geschichte hat mir gefallen. Der Roman hat skurrile Figuren zu bieten, wie den "Engel", der auch im Hotel Chelsea wohnt. Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass doch ein wenig zu viel über Cricket geschrieben worden ist. Joseph O'Neill wohnt selbst mit seiner Familie im besagten Chelsea Hotel. Der Roman ist dennoch keine Autobiographie, hat aber manches biographische Detail - der Roman ist aber insgesamt fiktiv.

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  • Rezension zu "Niederland" von Joseph O'Neill

    Niederland
    Ritja

    Ritja

    09. July 2009 um 10:52

    Zwei Menschen- ein Spiel. Hans, der weiße priviligierte Banker und Chuck, der schwarze Händler haben beide die Leidenschaft für das Cricket Spiel, welches jedoch in den USA kaum Beachtung findet. Dieser eine Punkt verbindet die Männer und es entwickelt sich eine spezielle Freundschaft zwischen ihnen. Parallel muss Hans den Verlust seiner Frau und seines Sohnes verkraften, da sie sich nach dem Terroranschalg 2001 von ihm trennt, um mit dem Sohn in England ein "sicheres" Leben führen zu können. Nach monatelangen Pendeln zwischen den beiden Ländern zieht Hans nach England und versucht mit seiner Frau einen Neuanfang. Ob es gelingt? Und was wird aus Chuck und dem Cricket? Es lohnt sich, dass Buch zu lesen.

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  • Rezension zu "Niederland" von Joseph O'Neill

    Niederland
    wolkenbruch

    wolkenbruch

    18. June 2009 um 20:30

    Während ich die ersten Seiten eher als langatmig empfand und Mühe hatte, mich auf die scheinbar sinnfreien Unterhaltungen und Erzählungen zu konzentrieren, hat mich "Niederland", ein Roman zwischen Den Haag, New York und London, immer mehr gefesselt. Es ist eins dieser Bücher, dass man am Ende wortlos betrachtet und es irgendwie ins Herz schließt. Vielleicht nicht jederman's Sache, aber Literaturbegeisterten und New York-Liebhabern durchaus zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Niederland" von Joseph O'Neill

    Niederland
    stories!

    stories!

    08. April 2009 um 11:40

    Niederland ist eine großartige Hommage an die Stadt New York, an die Freundschaft und an die Liebe - sehr präzise schreibt Joseph O'Neill über die Befremdung nach dem 11.September, den Verlust persönlicher und globaler Sicherheit und die Suche nach emotionaler Heimat. Bewegend formuliert un d sensationell beobachtet.